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TITEL: PC-PROBLEME: PC-Probleme systematisch lösen


Chip - epaper ⋅ Ausgabe 9/2020 vom 07.08.2020

Windows hat beständig an Stabilität zugelegt - perfekt ist es aber nicht. So beheben Sie alle Probleme systematisch. Plus: Hardware-, Internet- und Software-Probleme gelöst


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Seit der Einführung von Windows 10 sind Bluescreens erfreulicherweise selten geworden. Das ändert aber nichts daran, dass es im PC-Alltag immer wieder zu Problemen kommt, die teils nur lästig sind, teils aber auch ein produktives Arbeiten unmöglich ...

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... machen. In diesem PC-Problemlösungsguide gehen wir auf die häufigsten Fehler und Probleme ein, die Ihnen beim Umgang mit Windows, bei Ihrer Hardware oder beim Surfen im Internet begegnen können. Leider können wir aus Platzgründen nicht alle möglichen Themen abdecken. Unter finden Sie zahlreiche weitere Tipps.

1. Probleme mit Windows 10

Der Artikel ist in mehrere Kapitel aufgeteilt. Im ersten gehen wir auf Probleme mit Windows 10 ein. Zuerst aber die Standardfrage: Haben Sie Ihren PC seit dem Auftreten des Fehlers schon neu gestartet? Und zwar über den Knopf »Neu starten« im Startmenü, der ein ordentliches Herunter- und Hochfahren von Windows auslöst - im Gegensatz zum Knopf »Herunterfahren«, der Windows 10 aus Tempogründen nur in einen Tiefschlaf versetzt. Falls nicht, holen Sie den Neustart nun nach. Viele Probleme beheben sich dadurch wie von selbst.

Windows bleibt beim Starten hängen

Wenn der PC nach dem Einschalten versucht, hochzufahren, dabei aber hängenbleibt, haben Sie vermutlich ein Softwareproblem.

Reagiert er dagegen gar nicht, ist ein Hardwaredefekt wahrscheinlich. Das Schaubild unten hilft Ihnen bei der Eingrenzung der Ursache.

Softwareprobleme können nach einem Windows-Upgrade auftreten oder wenn ein Treiber defekt ist. Während früher oft ein separater »Systemreparaturdatenträger« empfohlen wurde, genügt heute ein USB-Stick oder eine DVD mit Windows, um das System zu reparieren. Falls Sie kein bootfähiges Windows- Installationsmedium besitzen, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt, eines vorzubereiten. Erstellen Sie mit dem Media Creation Tool (auf virtueller CHIP-DVD) einenbootfähigen USB-Stick oder laden Sie damit ein ISO-Image mit Windows 10 herunter und brennen Sie diese Datei dann etwa mit CDBurnerXP (auf virtueller CHIP-DVD) auf eine bootfähige DVD. Booten Sie Ihren Computer von diesem Medium. Drücken Sie nach Aufforderung eine beliebige Taste und klicken Sie danach auf »Weiter | Computerreparaturoptionen«. Achten Sie darauf, nicht versehentlich auf »Jetzt installieren« zu klicken.

Im nächsten Dialog wählen Sie »Problembehandlung« aus.

Nun sehen Sie mehrere Möglichkeiten. Ein Klick auf »Starthilfe « untersucht die Windows-Startdateien und repariert diese, sofern nötig. Wenn Sie ein vor Kurzem eingespieltes Update als Ursache Ihrer Probleme verdächtigen, dann klicken Sie auf »Updates deinstallieren«. Anschließend haben Sie die Wahl, entweder das aktuelle »Qualitätsupdate« (die monatlich erscheinenden Windows-Patches) oder das aktuelle »Funktionsupdate« (die zweimal im Jahr veröffentlichten Feature-Updates) zu deinstallieren.

Letzteres ist aber nur innerhalb von zehn Tagen nach der Aktualisierung möglich. Nach diesem Zeitraum entfernt Windows 10 die zwischengespeicherten Daten automatisch, um Platz freizumachen.

Die früher gefürchteten Bluescreens treten unter Windows 10 zum Glück kaum noch auf, fehlerfrei läuft das System trotzdem nicht


Laden Sie mit dem Media Creation Tool ein ISO-Image herunter, das Sie dann auf eine DVD brennen. Alternativ erstellen Sie damit einen bootfähigen USB-Stick


Beim Start Ihrer Windows- DVD klicken Sie nicht auf »Jetzt installieren«, sondern links unten auf »Computerreparaturoptionen «


So finden Sie die Ursache Ihres Problems

1


2


Reparatur per DVD

Die »Problembehandlung « auf der Windows- DVD bietet mehrere Optionen. So können Sie damit etwa den Startbereich überprüfen 1 oder fehlerhafte Updates 2 deinstallieren

Mit dem aktuellen Frühjahrs-Update hat Microsoft die »Zusätzlichen Problembehandlungen« in einen Unterdialog verschoben


Reparatur per Upgrade-Setup

Mithilfe einer originalen Setup- DVD können Sie auch eine Reparaturinstallation durchführen. Dabei werden beschädigte Systemdateien durch die Originale von der DVD ersetzt. Vorhandene Programme, private Dateien und Einstellungen bleiben erhalten; trotzdem empfehlen wir, vorher ein Backup durchzuführen. Starten Sie Ihren PC von der DVD und folgen Sie dem Assistenten bis zu »Wählen Sie eine Installationsart aus«. Klicken Sie auf »Upgrade: Windows installieren …«. Wenn Sie dagegen nur eine heruntergeladene ISO-Datei haben, dann erstellen Sie daraus eine bootfähige DVD und legen Sie die Scheibe ein, während Windows läuft. Starten Sie das Setup und folgen Sie dem Assistenten. Aktualisieren Sie danach mit Windows-Update das System wieder.

Reparatur im abgesicherten Modus

Wenn keine der angebotenen Optionen geholfen hat, entfernen Sie die DVD oder den Stick und drücken beim nächsten Booten [Strg] + [F8], um den abgesicherten Modus aufzurufen. Leider klappt das nicht immer, da aktuelle Rechner oft zu schnell starten.

In diesem Fall drücken Sie bei laufendem System die [Umschalt]-Taste, während Sie auf »Neu starten« klicken. Der Rechner startet neu. Wählen Sie danach »Problembehandlung | Erweiterte Optionen | Starteinstellungen | Neu starten« aus.

Wieder startet der Rechner neu. Diesmal zeigt er das Menü »Starteinstellungen«, die Sie über Eingabe der Nummern- oder mit der entsprechenden [F]-Taste wählen. Interessant sind die Punkte »2) Startprotokollierung aktivieren«, mit dem Sie ein Protokoll des Bootvorgangs als Datei »ntbtlog.txt« im Windows- Verzeichnis speichern, sowie »4) Abgesicherten Modus aktivieren «. Drücken Sie [4] oder [F4], um ohne Treiber zu starten.

Sobald Ihr PC im abgesicherten Modus läuft, können Sie zum Beispiel eine kürzlich eingerichtete Software deinstallieren, die Sie für den Fehler verantwortlich machen. Außerdem können Sie defekte Hardwaretreiber entfernen oder durch eine aktuellere Version ersetzen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf »Start« und wählen Sie »Geräte-Manager« aus.

Suchen Sie die fragliche Hardware heraus und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Option. Starten Sie das System zuletzt neu.

Windows-eigene Problembehandlung durchführen

Viele Fehler lassen sich auch mit der in Windows 10 integrierten »Problembehandlung« reparieren. Sie deckt Bereiche wie »Drucker «, »Internetverbindungen« und »Windows Update« ab. Rufen Sie »Start | Einstellungen | Update und Sicherheit | Problembehandlung « auf. Scrollen Sie bei älteren Windows-10-Versionen etwas nach unten und klicken Sie auf den Bereich, der Probleme macht, dann auf »Problembehandlung ausführen«. In der aktuellen Version 2004 hat Microsoft die Funktionen im Dialog »Zusätzliche Problembehandlungen« untergebracht.

PC reagiert nicht mehr oder wird immer langsamer

Wenn Ihr Computer eingefroren ist und überhaupt nicht mehr reagiert, drücken Sie den Einschaltknopf mehrere Sekunden lang. Dadurch schaltet er sich aus. Anschließend können Sie ihn neu starten. Falls Ihr Computer noch über einen Reset-Knopf verfügt, können Sie auch diesen drücken, um einen Neustart auszulösen. Unter dem Link bit.ly/chip-pc-lahmt haben wir zudem eine Reihe von weiterführenden Hinweisen zusammengetragen, die helfen, wenn Ihr PC immer langsamer wird.

Fehlerhafte Systemdateien reparieren

Der »System File Check« oder abgekürzt SFC prüft die Systemdateien und repariert Fehler. Um ihn durchzuführen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf »Start« und wählen »Windows PowerShell (Administrator)« aus. Geben Sie zuerst den Befehl „dism /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth” ein, der alle benötigten Komponenten des laufenden Windows checkt und notfalls wiederherstellt. Mit „sfc /scannow” starten Sie den Test aller Systemdateien und notfalls deren automatische Reparatur.

Starten Sie Ihren PC anschließend neu.

Speicherplatz automatisch freigeben

Egal wie groß die Festplatten oder SSDs werden: Früher oder später laufen sie immer voll. Natürlich können Sie selbst mithilfe von TreeSize Free (auf virtueller CHIP-DVD) große, unnötige Dateien aufspüren und löschen. Einen Teil dieser Arbeit kann Ihnen jedoch auch Windows 10 abnehmen. Rufen Sie »Start | Einstellungen | System | Speicher« auf und aktivieren Sie dort die »Speicheroptimierung«. Klicken Sie dann auf den Link »Konfigurieren Sie die Speicheroptimierung …« und legen Sie fest, welche Daten Windows 10 zu welchem Zeitpunkt entfernen soll.

Klicken Sie zuletzt auf »Jetzt bereinigen«, um sofort Speicherplatz freizugeben.

Gelöschte Daten wiederherstellen

Es kann vorkommen, dass Sie versehentlich wichtige Daten gelöscht haben, die Sie nun wiederherstellen wollen. Verwenden Sie dazu Recuva (auf virtueller CHIP-DVD). Nach der Installation bietet das Tool einen Assistenten an, mit dem Sie genau festlegen können, was Sie wiederherstellen wollen und wo Recuva nach gelöschten Dateien und Ordnern suchen soll. Nach der Suche markieren Sie alle Dateien, die Sie retten wollen, und klicken auf »Wiederherstellen«.

Fehlercodes unter Windows 10

Mit den folgenden Fehlercodes kategorisiert Microsoft besonders häufig auftretende Probleme:

Freier Speicher

Die automatische »Speicheroptimierung « von Windows 10 entfernt unter anderem nicht mehr benötigte temporäre Dateien

Versehentlich gelöschte Dateien lassen sich mit Recuva wiederherstellen


2. Probleme mit Software

Das Betriebssystem ist nicht die einzige mögliche Ursache von Problemen auf dem PC. Teilweise kommt es auch bei anderer Software zu Fehlern, die sich nicht einfach nur mit einem Update beheben lassen.

Wechsel zwischen verschiedenen Virtualisierern

Eine der beliebtesten Virtualisierungslösungen ist VirtualBox (auf virtueller CHIP-DVD). Wenn Sie auf Ihrem PC aber Hyper-V oder auch nur das neue Windows Subsystem für Linux 2 (WSL2) aktivieren, dann kommt es danach zu schwerwiegenden Problemen mit VirtualBox. Ihre virtuellen Maschinen laufen dann nur noch zäh oder stürzen gleich ab. Das liegt daran, dass die Open- Source-Software sich nicht mit dem von Microsoft entwickelten Hypervisor verträgt. Es gibt mit Hyper-V Switch (auf virtueller CHIP-DVD) aber ein kleines Zusatztool, das schnell zwischen den beiden Virtualisierungswelten hin- und herwechselt.

Starten Sie Hyper-V Switch und klicken Sie dann entweder auf »Activate Hyper-V and restart computer«, um Microsofts Virtualisierung zu aktivieren, oder »Deactivate Hyper-V and restart computer«, um die Benutzung von VirtualBox zu aktivieren.

In beiden Fällen wird Ihr PC sofort neu gestartet.

Daten retten mit Live-System

Wenn alle Stricke reißen und Windows partout nicht mehr hochfahren will, können Sie Ihren PC von einer Live-DVD mit Ubuntu 20.04 LTS (auf virtueller CHIPDVD) booten und zumindest Ihre wichtigen Daten retten - sofern sie nicht durch Windows verschlüsselt wurden. Achten Sie dabei aber darauf, Ubuntu nicht versehentlich auf dem Rechner zu installieren, sondern beim Start die Option »Ubuntu ausprobieren « auszuwählen. Dadurch startet das Live-System, das automatisch die Festplatten in Ihrem Computer einbindet und über »Dateien | Andere Orte« anzeigt. Schließen Sie nach dem Booten eine USB-Festplatte oder einen USB-Stick an Ihren Computer an und kopieren Sie alle wichtigen Dateien auf das externe Medium.

Wenn Hyper-V oder WSL2 aktiv sind, funktioniert VirtualBox nicht. Verwenden Sie in diesem Fall das Tool Hyper-V Switch


Falls die Aktivierung von MS Office Probleme macht, bietet Microsoft zwei Tools an. Eines davon ist der Activation Troubleshooter


Unter speedtest.chip.de können Sie Ihre aktuelle Internetgeschwindigkeit messen


Hilfe über das Internet

Nicht immer geht es beim Lösen von Problemen um den eigenen PC. Viele erfahrene Anwender werden von Bekannten oder Verwandten mit der Bitte um Hilfe angesprochen. Wenn die Person weit weg wohnt, soll die Unterstützung oft über das Telefon erfolgen. Dabei kommt es schnell zu Verständigungsproblemen. Sinnvoller ist es, wenn Sie Team- Viewer QuickSupport für den fremden sowie TeamViewer für Ihren eigenen PC (beide auf virtueller CHIP-DVD) verwenden, um den anderen Computer aus der Ferne zu steuern und zu reparieren. Manchmal reicht es aber schon, das Smartphone zur Hand zu nehmen und etwa einen Videocall per WhatsApp zu starten. Der Hilfesuchende kann das Problem dann mithilfe der Handykamera demonstrieren.

Ältere Programme laufen nicht unter Windows 10

Weil Microsoft zu Jahresbeginn den Support für Windows 7 eingestellt hat, sollten Sie das Betriebssystem lieber nicht mehr verwenden. Das wird aber problematisch, wenn Sie noch ältere Software nutzen wollen, die unter Windows 10 nicht läuft. Dann haben Sie zwei Möglichkeiten. Probieren Sie zunächst aus, ob die Software eventuell im Kompatibilitätsmodus läuft. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die EXE-Datei des Programms und wählen Sie »Behandeln von Kompatibilitätsproblemen | Empfohlene Einstellungen testen | Programm testen« aus. Wenn das nicht klappt, klicken Sie stattdessen auf »Programmprobleme behandeln« und folgen dem Assistenten.

Microsoft 365 lässt sich nicht aktivieren

Vor der Benutzung von Microsoft 365 sowie Office 2016 ist eine Aktivierung erforderlich. Gelegentlich scheitert sie jedoch aus nicht näher ersichtlichen Gründen. Der Hersteller bietet für diesen Fall den Activation Troubleshooter for Office 365 and Office 2016 (auf virtueller CHIP-DVD) an. Starten Sie das Hilfswerkzeug und klicken Sie auf »Weiter«. Folgen Sie dem Assistenten.

Falls er das Problem nicht beheben konnte, installieren Sie den offiziellen Support- und Wiederherstellungs-Assistenten (auf virtueller CHIP-DVD). Folgen Sie auch hier den Anweisungen auf dem Bildschirm, um das Problem mit der Aktivierung von Office zu beheben.

3. Probleme mit dem Internet

Zu den häufigsten Internetproblemen gehören geringe Bandbreiten und abstürzende Browser. Wir beschreiben, was Sie dagegen unternehmen können.

Geschwindigkeit zu niedrig

Wenn Sie vermuten, dass Ihre Internetbandbreite niedriger ist, als vom Provider zugesichert, sollten Sie zunächst mehrere eigene Messungen durchführen. Kostenlose Tests finden Sie etwa unter www.speedtest.net, www.breitbandmessung.de sowie unter speedtest.chip.de. Loggen Sie sich zudem in die Verwaltungsoberfläche Ihres Routers ein und prüfen Sie auch dort die Verbindungsdaten. Vergleichen Sie diese Informationen mit den Angaben Ihres Providers. Kontaktieren Sie Ihren ISP, wenn dauerhaft größere Diskrepanzen bestehen, und bitten Sie um einePrüfung auf mögliche Störungen. Manche Provider wie die Deutsche Telekom ermöglichen es ihren Kunden auch, einfache Tests selbst online durchzuführen.

Bandbreite kontrollieren und Updates begrenzen

In der Verwaltungsoberfläche Ihres Routers können Sie meist auch nachsehen, wie die zur Verfügung stehende Bandbreite derzeit ausgelastet ist. Auf der Suche nach einer Ursache für ungewöhnliche Schwankungen der Internetgeschwindigkeit sollten Sie außerdem die Auslastung unter Windows kontrollieren. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf »Start« und wählen Sie »Task-Manager« aus. Wechseln Sie zum Reiter »Leistung« und wählen Sie dort »Ethernet« (oder Ihre WLAN-Verbindung)aus, um die Datenübertragung ins Internet zu überprüfen. Klicken Sie auf »Ressourcenmonitor öffnen«, um dann unter »Netzwerkaktivität« zu kontrollieren, welche Anwendungen für die aktuellen Datenübertragungen verantwortlich sind. Sofern Sie schon auf die Version 2004 von Windows 10 aktualisiert haben, können Sie auch den Bandbreitenverbrauch von Windows- Updates begrenzen. Rufen Sie »Start | Einstellungen | Update und Sicherheit | Übermittlungsoptimierung | Erweiterte Optionen« auf. Aktivieren Sie bei »Downloadeinstellungen« den Punkt »Absolute Bandbreite« und legen Sie darunter fest, wie stark die Bandbreite für den Download von Updates eingeschränkt werden soll. Klicken Sie dann auf den Pfeil und aktivieren Sie »Downloads von anderen PCs zulassen« sowie direkt darunter »PCs in meinem lokalen Netzwerk«. Auf diese Weise sorgen Sie dafür, dass neue Updates nur einmal in Ihrem lokalen Netz heruntergeladen werden müssen.

Browser: Tabs werden nicht wiederhergestellt

Tabs gehören zu den besten Erfindungen beim Surfen im Internet.

Dank ihnen können Sie mehrere Webseiten gleichzeitig öffnen.

Ärgerlich ist es nur, wenn der Browser abstürzt und beim nächsten Start die vorher geöffneten Tabs verschwunden sind.

Die Erweiterung Tab Session Manager merkt sich alle offenen Tabs und stellt sie automatisch beim nächsten Browserstart wieder her. Das Add-on steht sowohl für Firefox als auch für alle Chrome-Varianten zur Verfügung.

4. Probleme mit Malware

Manche Probleme sind nicht auf Bugs oder Fehlkonfigurationen zurückzuführen, sondern auf unerkannte Malware. Bei der Fehlersuche sollten Sie deswegen auch immer ein Augenmerk auf eine mögliche Infektion Ihres Rechners legen.

Alternative Suche nach Malware

Kein Virenscanner erkennt alle aktuellen Schädlinge. So gibt etwa das AV-Test Institut für den Juni 2020 an, dass in diesem Monat mehr als neun Millionen neue Schädlinge gefunden worden seien. Gleichzeitig nennt das Unternehmen jedoch einen Wert von 98,4 Prozent als Industriedurchschnitt bei der Erkennung aktueller Schädlinge. Das bedeutet, dass 1,6 Prozent dieser sogenannten Zero-Day-Malware zunächst nicht erkannt wird. Jeder Virenscanner hat andere Stärken und verwendet eigene Techniken.

Es ist deswegen empfehlenswert, zumindest gelegentlich auch noch ein zweites Schutzprogramm wie Malwarebytes (auf virtueller CHIP-DVD) einzusetzen. Die kostenlose Version des Programms arbeitet als reiner On-Demand-Scanner, den Sie manuell starten. Er verträgt sich deswegen gut mit einem Hintergrundwächter wie Microsoft Defender Antivirus (früher Windows Defender).

Adware, Toolbars und Crapware entfernen

Besonders lästig ist auch versehentlich installierte Adware, die unerwünschte Werbung einblendet oder den Browser um eine überflüssige Toolbar „bereichert”. Beim Kampf gegen diese Art von Schadcode hat sich der AdwCleaner (auf virtueller CHIPDVD) bewährt. Das Tool benötigt keine Installation. Starten Sie es per Doppelklick und beginnen Sie die Adware-Suche mit einemKlick auf »Jetzt scannen«. Zunächst aktualisiert sich AdwCleaner über das Internet und prüft erst danach Ihren PC auf versteckte Adware. Mittlerweile kann das Tool auch manche auf Ihrem Computer durch den Hersteller vorinstallierte Software erkennen und löschen oder in Quarantäne verschieben.

Wenn Sie und Ihre Familie mehrere Computer verwenden, aktivieren Sie diese Optionen. Dadurch sparen Sie Bandbreite


Zweiter Scan

Setzen Sie gelegentlich einen zusätzlichen Virenscanner wie Malwarebytes ein, um bisher unerkannte Schädlinge aufzuspüren

Die aktuelle Version des AdwCleaners erkennt und entfernt nicht nur Adware und Toolbars, sondern auch vorinstallierte Crapware


Kaspersky Rescue Disk

Manche Schädlinge verstecken sich so gut, das sie unter Windows praktisch nicht zu finden sind. Für eine besonders gründliche Suche ist es deshalb empfehlenswert, den PC mit einem separaten Linux-System zu booten und damit nach Malware zu suchen. Dann kann sich ein Virus nicht aktivieren und vor dem Schutzprogramm verstecken. Brennen Sie die Kaspersky Rescue Disk (auf virtueller CHIP-DVD) auf eine DVD und starten Sie damit Ihren Computer. Sobald der erste Dialog erscheint, drücken Sie [Escape] und wählen dann »English | Kaspersky Rescue Disk. Graphic mode | Continue « aus. Bestätigen Sie die Lizenzbedingungen und beginnen Sie anschließend mit der Suche nach Malware durch einen Klick auf »Start scan«.

Test bestanden: Der Virenscanner, hier Microsoft Defender Antivirus, hat die Eicar-Testdatei erkannt und den Zugriff blockiert


Treiber-Update

Bei einem fünf Jahre alten Treiber lohnt sich der Besuch der Webseite des Herstellers, um nach einer aktuellen Version zu suchen

Driver Booster Free vergleicht die Versionen der Treiber auf Ihrem PC mit einer Datenbank und listet dann verfügbare Updates auf


Neuinstallation oder Neukauf?

Falls die Tests gezeigt haben, dass der Rechner keine Hardwareprobleme hat, aber trotzdem noch Fehler aufweist, können Sie als letzte Maßnahme auch das ganze Betriebssystem neu installieren. Sichern Sie aber vorher alle wichtigen Daten auf ein externes Medium und vergessen Sie auch nicht etwa Ihre Lizenzschlüssel. Wenn Sie noch keine SSD verwenden, ist nun außerdem der richtige Zeitpunkt, um einen dieser deutlich schnelleren Datenträger nachzurüsten, bevor Sie Windows neu installieren. Falls jedoch unlösbare Hardwareprobleme bei einzelnen oder mehreren Komponenten aufgetreten sind, können Sie zunächst auch nur diese austauschen. Möglicherweise ist es aber sinnvoller, gleich einen neuen Rechner zu erwerben. Die Preise für neue Hardware sind in den vergangenen Jahren weiter gesunken. Sie müssen dabei auch nicht auf Windows 10 umsteigen, wenn Sie nicht wollen. Mittlerweile gibt es mehrere Anbieter, die PCs und Notebooks mit Linux als Betriebssystem im Portfolio haben.

Virenscanner auf Funktion testen

Aktuelle Virenscanner verrichten in der Regel unbemerkt ihren Dienst. Das ist auch gut so: Die meisten Nutzer wollen ja nur dann gestört werden, wenn ein Schädling gefunden wurde.

Manchmal fragt man sich aber, ob das Programm überhaupt noch aktiv ist. Das lässt sich mit einem kleinen Test leicht beantworten.

Das Eicar-Institut stellt mit der Eicar Antivirus Testdatei (auf virtueller CHIP-DVD) eine harmlose Datei bereit, die keinerlei Schadcode enthält, bei deren Auftreten aber jeder Virenscanner Alarm schlagen sollte.

5. Probleme mit Hardware

Der letzte große Problemkreis, um den es in diesem Artikel geht, betrifft die Hardware im PC. Wir beschreiben gängige Probleme und zeigen, wie Sie Fehler aufspüren.

Stromversorgung und Stecker überprüfen

Wenn der PC gar keinen Mucks mehr macht, überprüfen Sie zunächst alle Steckdosen. Wurde versehentlich der Schalter einer Steckerleiste abgeschaltet? Ist eine Sicherung herausgesprungen oder hat ein FI-Schalter ausgelöst? Als Nächstes prüfen Sie, ob sich innerhalb des Gehäuses ein Stecker gelöst hat. Sind die Kabel am Mainboard noch richtig angesteckt? Gibt es Verschmorungen? Das kann zum Beispiel durch einen Blitzschlag oder einen Netzteildefekt ausgelöst worden sein. Prüfen Sie zuletzt, ob der Einschalt- und, sofern vorhanden, der Reset-Knopf zu leichtgängig sind oder ob sie möglicherweise klemmen.

Veraltete oder defekte Treiber

Weitere Hardwarefehler lassen sich durch eine Überprüfung der Treiber beheben. Rufen Sie den »Geräte-Manager« und dort die »Eigenschaften« störrischer Hardware auf. Auf dem Reiter »Treiber« sehen Sie die installierte Version. Vergleichen Sie diese mit der letzten offiziellen Treiberversion. Führen Sie gegebenenfalls ein Update durch. Nützlich ist auch Driver Booster Free (auf virtueller CHIP-DVD). Nach der Installation prüft es die auf Ihrem PC installierten Treiber und bietet Updates an.

PC von Staub befreien

Gelegentlich sollten Sie sich die Zeit nehmen und Ihren PC von Staub befreien. Ansonsten kann der Luftstrom im Gehäuse eingeschränkt werden. Dann wird das Gerät nicht nur lauter, es kann auch zu Beeinträchtigungen oder gar zum Totalausfall von Komponenten kommen. Den Staub im Inneren des Gehäuses entfernen Sie am besten mit einem Druckluftspray. Geeignete Dosen erhalten Sie für weniger als zehn Euro im Fachhandel sowie online. Falls Sie Ihren Staubsauger verwenden wollen, finden Sie unter bit.ly/chip-staubsauger-pc eine 10-Punkte-Anleitung, mit der Sie Schäden vermeiden.

Monitor bleibt schwarz

Wenn der Bildschirm schwarz bleibt, prüfen Sie seine Stromversorgung.

Lässt sich sein On-Screen-Menü aufrufen? Falls nicht, ist das Gerät vermutlich defekt. Zum Testen können Sie alternativ einenanderen Monitor anschließen. Eventuell ist aber auch nur der falsche Eingang aktiviert. Normalerweise erkennen moderne Geräte das eingehende Signal automatisch. Manchmal müssen Sie aber durch Drücken der entsprechenden Taste am Monitor nachhelfen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass ein falscher Displaymodus ausgewählt wurde. Drücken Sie [Windows] + [P] und probieren Sie die verschiedenen Modi aus.

Gelegentliche Abstürze

Wenn Ihr PC immer wieder in unterschiedlichen Situationen abstürzt, ist oft ein RAM-Riegel schuld. Windows enthält ein Diagnosetool für den Arbeitsspeicher. Drücken Sie [Windows] + [R] und geben Sie „mdsched” ein, um es zu starten. Klicken Sie auf »Jetzt neu starten und nach Problemen suchen (empfohlen)«.

Nach dem Booten beginnen die Tests. Drücken Sie [F1], um die »Testzusammenstellung« zu ändern oder um nach zweimaligem Betätigen der Tabulatortaste die »Durchlaufanzahl« anzupassen.

Mit [F10] kehren Sie zum Speichertest zurück. Nach den Tests startet der PC neu. Nun zeigen Sie das Ergebnis an, indem Sie [Windows] + [R] drücken und „eventvwr.msc” eingeben. Rufen Sie »Windows-Protokolle | System« auf und klicken Sie doppelt auf die neuesten Einträge namens »MemoryDiagnostics- Results«. Falls Fehler angezeigt werden, wiederholen Sie den Vorgang mit jeweils nur einem RAM-Riegel, um das defekte Modul zu ermitteln. Auf diese Weise - Schritt für Schritt - lösen Sie früher oder später jedes PC-Problem. redaktion@chip.de

SHORTCUT

Der Inhalt in 30 Sekunden

Viele Windows-10-Fehler beheben Sie mit Bordmitteln oder mit anderen Tools. Bei Software-Problemen helfen Kompatibilitätseinstellungen. Die Internetverbindung kann durch Downloads im Hintergrund ausgebremst werden, und Malware könnte trotz aktivem Virenscanner ihr Unwesen treiben. Hardwareproblemen gehen Sie durch systematische Untersuchungen auf den Grund.

Displaymodus umschalten

Manchmal wurde nur ein falscher Displaymodus aktiviert. Mit [Windows] + [P] wechseln Sie zwischen den verschiedenen Modi

Speicherdiagnose mit Bordmitteln

Windows enthält ein eigenes Diagnose-Tool, das den Arbeitsspeicher mehreren gründlichen Tests unterzieht

Hardwareprobleme finden und beheben

Wenn die Hardware streikt, ist die Ursache nicht immer einfach zu finden. Das sind typische Fehler, die man auch mit mittlerer PC-Bastelerfahrung beheben kann

Wenn Sie den RAM verdächtigen, testen Sie die RAMRiegel einzeln


Power- und Reset-Knopf und deren Anschlüsse auf dem Board sind oft fehleranfällig


Wenn Laufwerke nicht mehr erkannt werden, checken Sie deren SATAund Stromanschluss


Regelmäßiges Entstauben dient der leisen und effizienten Kühlung