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TITEL STORY: KATE MOSS


Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 28/2019 vom 04.07.2019

Das ist doch mal ‘ne gesunde Einstellung!


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Bildquelle: Grazia, Ausgabe 28/2019

Mit 45 ist sie endlich bei sich angekommen: Supermodel Kate Moss


Nein, sie hängt nicht mehr besoffen aus Fenstern oder Taxis: Das britische Supermodel ist (mit etwas Verspätung) erwachsen geworden, und Kate steht die 45 einfach hinreißend. Seit Neuestem macht sie sogar Sport. Zum allerersten Mal

DIE AKTUELLEN BILDER VON KATE MOSS LASSEN KEINEN ANDEREN SCHLUSS ZU: Es muss sich extrem gut anfühlen, 45 zu sein. Ein Geburtstag, den sie am 16. Januar während der Pariser Fashion-Week feierte. Früher hätte ein solches Alter das Ende einer Modelkarriere eingeläutet, ...

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DIE AKTUELLEN BILDER VON KATE MOSS LASSEN KEINEN ANDEREN SCHLUSS ZU: Es muss sich extrem gut anfühlen, 45 zu sein. Ein Geburtstag, den sie am 16. Januar während der Pariser Fashion-Week feierte. Früher hätte ein solches Alter das Ende einer Modelkarriere eingeläutet, allerspätestens. Doch in Paris überstrahlte Queen Kate ohne sichtbare Anstrengung all die blutjungen Kolleginnen, die auf den Catwalks unterwegs waren. Nun wäre es sicher zu viel des Guten, würden wir behaupten, dass sich das Supermodel gerade neu erfindet. Ist ja nicht so, als wäre sie in die Floristikbranche gewechselt oder der Welt mitgeteilt, dass sie mit ihrem Freund Nikolai von Bismarck (32) nach Alaska zieht. Richtig ist vielmehr, dass die Britin im Lauf der vergangenen Monate Korrekturen an sich und ihrem Leben vorgenommen hat – hier größere, dort kleinere –, die es ihr offensichtlich erlauben, noch einmal durchzustarten, und das in jeder Hinsicht: gesünder, erfolgreicher, schöner und glücklicher als je zuvor. Vergessen (und vergeben) die Zeit der Drogenskandale und Alkoholabstürze – wir erinnern uns an die, nun ja, turbulente Beziehung zu Musiker Pete Doherty. Oder die provozierende Gedankenlosigkeit von Sätzen wie „Nichts schmeckt so gut, wie es sich anfühlt, dünn zu sein“ – den sie heute kritisch sieht: „Ich bin heilfroh, dass es mittlerweile eine solche Vielfalt bei den Models gibt: Da sind alle Hautfarben und Kleidergrößen repräsentiert, und das ist auch richtig so.“

Glückliche Kleinfamilie in der Front Row: Kate Moss mit Tochter Lila Grace und ihrem Freund Nikolai von Bismarck


Bei ihm suchte sie den Kick: Kate und Skandal- Musiker Pete Doherty ließen es gern krachen



Worte, die natürlich mit der Lebenserfahrung zu tun haben, die Kate Moss im Lauf einer Karriere ohne erkenntliches Haltbarkeitsdatum sammelte – ihr erstes Shooting hatte sie immerhin mit 14. All das Positive, aber auch die vielen Denkzettel nutzt sie jetzt für sich und setzt sie konkret um. „Bei meinem Lebenswandel“, meint sie selbst, „müsste ich eigentlich längst dafür bezahlen. Aber ich bin noch mal davongekommen.“ Sie sei mittlerweile ein „artiges Mädchen“, lautet Kates ironiefreie Selbsteinschätzung. Sie gehe früh ins Bett, trinke jede Menge Wasser, dafür kaum noch Kaffee, und beim Rauchen wolle sie sich auch einschränken. „Endlich kümmere ich mich jetzt um mich selbst.“

Von einer Midlifekrise, die angeblich jeden erwischt, der sich der 50 nähert, ist ihr tatsächlich nichts anzumerken. „Man muss halt an sich arbeiten“, sagt sie lapidar. Was sie damit ausdrücklich nicht meint, ist, dass sie krampfhaft gegen das Altern kämpft: „Klar sind mir Beauty-Produkte so lieb wie nie – mit 45 muss ich schließlich mehr kaschieren denn je –, aber ich bin da trotzdem ganz entspannt.“ Fitness macht sie übrigens auch, obwohl sie das früher hasste. „Für mich war Sport immer Folter. Aber als ich jetzt damit anfing, habe ich jeden zweiten Tag eisern trainiert und nach einer Weile tatsächlich Veränderungen an mir beobachtet. Inzwischen macht mir Sport sogar Spaß!“

Man wird den Eindruck nicht los, dass eine Art Zwischenbilanzprozess bei Kate Moss eingesetzt hat. Auf der einen Seite gehörte es ja zu ihrem Beruf, sich immer wieder neu zu erfinden: vom ultracoolen „girl next door“ über Grunge-Kate und die unnahbare Fashion-Göttin bis hin zur entspannten Mittvierzigern, die im Mai von der britischen „Vogue“ gleich mit drei Covern geehrt wurde. Und vielleicht ist sie in der Branche und bei ihren Fans so beliebt, weil die meisten von uns mit ihr älter geworden sind, das Gefühl haben, sie zu kennen. Kate, wirklich eine von uns? „Sie ist abenteuerlustig, frech, witzig, mitfühlend und sehr loyal“, beschreibt sie Edward Enninful, Chefredakteur der britischen „Vogue“. Mit seinem Lob steht er nicht allein da. Kate, das „nationale Kulturgut“, führe ein Leben, so die Musikmanagerin Tricia Ronane, eine von Kates ältesten Freundinnen, „mit dem wir uns alle identifizieren können. Sie arbeitet, hat einen Freund, ist alleinerziehende Mutter und geht gern aus. Natürlich sieht sie dabei hinreißend aus, wirkt aber nicht so, als würde sie nur an ihr Äußeres denken.“

Was Kate Moss derzeit eher beschäftigt, sind ihre vielen Jobs – etwa ihre 2016 gegründete Modelagentur, die Herbst-/ Winter-Kampagne für Armani (ihre erste Zusammenarbeit überhaupt!) und die Verantwortung als Kreativdirektorin des japanischen Beauty-Labels Decorté. Aber womöglich auch die Hochzeit mit Freund Nikolai, die Insidern zufolge nächsten Sommer steigen soll, „ganz traditionell“, weil der Fotograf ja ein bisschen altmodisch sei. Gedanken über die Zukunft von Tochter Lila Grace (16) macht sie sich auf jeden Fall: „Sollte sie ins Fashion-Business einsteigen wollen, ist das ganz allein ihre Entscheidung.“ Oben-ohne-Fotos, wie sie sie mit 15 machte, würde sie ihr aber nicht erlauben. „Das ging natürlich überhaupt nicht!“ Kate Moss – endlich erwachsen. Und bei sich angekommen.


FOTOS: ACTION PRESS, GETTY IMAGES (3)