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Titelgeschichte: BRIGITTE BARDOT: Das letzte Rätsel der geheimnisvollen Sexgöttin


Meine Stars von damals - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 13.03.2019

Blond, süß, naiv und dümmlich? Von wegen! Brigitte Bardot ist eine rebellische Frau, die immer das tut, was sie will. Und in jungen Jahren wollte sie Männer, viele Männer …


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Bildquelle: Meine Stars von damals, Ausgabe 2/2019

Wahrer Männertraum: Brigitte Bardot bei einem Shooting in Spanien


Blutjung und noch nicht blond: Brigitte Bardot als Teenager


Jeder wollte sie vor die Linse bekommen, so schön war Brigitte! Dabei sehnten sich ihre Eltern nach einem Sohn


Die sieht ja aus wie eine Ente!“ Puh! Was für ein Willkommen auf dieser Welt! Louis Bardot († 1975) ist enttäuscht, als er am 28. September 1934 in Paris in seiner Sieben-Zimmer-Wohnung einen ersten Blick ...

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... auf seine neugeborene Tochter wirft. Das erste Kind hatte doch ein Junge werden sollen, ein Charles. Und nun das!

Hätte der wohlhabende Industrielle, Besitzer einer Flüssiggasfabrik, damals schon gewusst, dass diese „Ente“ einmal weltberühmt werden sollte, hätte er seine süße Tochter sicher etwas liebevoller auf der Welt begrüßt.

Wenig liebevoll ist auch ihr Zuhause: Die Mutter Anne-Marie († 1978), die eine Hut-Boutique betreibt, ist streng und gar nicht herzlich. Brigitte und ihre Schwester müssen die Eltern sogar siezen! Das ist nicht die einzige Besonderheit in dieser Familie: Als Brigitte neun Jahre alt ist, erklärt ihr der Vater, dass es keinen Weihnachtsmann gibt und dass die Geschenke von den Eltern gekauft werden.

Sicher ein Schock für das behütete Mädchen, das übrigens niemals mit Kindern spielen durfte, die nicht standesgemäß waren. Und bis sie 13 war, durfte sie das Haus nur in Begleitung eines Kindermädchens verlassen!

Schon als kleines Kind bekommt Brigitte klassischen Tanzunterricht an einer vornehmen Privatschule und zeigt sich dabei so begabt, dass sie schon mit 13 Jahren als Ballett-Elevin an der Pariser Oper tanzt. Und sie ist 14, als sie in Louveciennes, wo sie oft die Ferien verbringt, mit einem Jungen das Küssen übt. Diese neue erworbene Fertigkeit kann sie zwei Jahre später gut gebrauchen …

1949 hat sie zudem, von ihrer Mutter getrieben, einen ersten Auftritt als Model. Im Mai desselben Jahres ziert sie als B.B. die berühmte Frauenzeitschrift „Elle“. Sie bekommt für diesen Job damals 5000 Francs.

Sie ist erst knapp 16, als sie Roger Vadim († 2000) kennenlernt. „Er sah aus wie ein Zigeuner – und ich war verrückt nach ihm“, sagt Brigitte Bardot später. Dass ihre konservativen Eltern toben, ist klar! Sie trauen ihm nicht über den Weg: Nach dem ersten Besuch des jungen Mannes lässt Brigittes Mutter sofort das Silberbesteck nachzählen.

Brigitte schwänzt für ihre erste Liebe sogar die Schule. Und als der Vater droht, sie in ein Internat zu stecken, will sie nicht mehr leben und dreht zu Hause in der Küche den Gashahn auf. Ihre Eltern retten sie und erlauben zähneknirschend eine Verlobung mit Roger.

Als sie volljährig ist, sagt die mittlerweile in ganz Frankreich bekannte Schauspielerin, die auch modelte, „Ja“ zu ihrem Roger. Was sie ihren Eltern verheimlicht: 1952, noch vor der Hochzeit, ist sie schwanger und lässt abtreiben!

Die Ehe mit Vadim hält natürlich nicht. 1957, nach fünf Jahren, ist Schluss. Er ist es auch, der sie dazu überredet, ihre braunen Haare blond zu färben. Und er verhilft ihr mit seinem ersten eigenen Film „Und immer lockt das Weib“ zu ihrem Ruf als Sexsymbol. Bei den Dreharbeiten lernt sie Jean-Louis Trintignant (88) kennen und beginnt mit ihm eine Affäre, obwohl beide verheiratet sind!

Waren nicht immer so innig: Brigitte und Mutter Anne-Marie


Flitterwochen: Mit Ehemann Jacques schlendert sie 1959 durch Saint Tropez


Gunter Sachs nannte sie „mein kleines Stachelschwein“


1968 hat sie sogar gesungen! Ihr Song: Harley Davidson


Millionen Männer träumen in den 50er-Jahren von ihrem Schmollmund und ihren Kurven. Und sie dreht einen Film nach dem anderen: „Die Pariserin“, „In ihren Augen ist immer Nacht“, „Ein Weib wie der Satan“ – um nur ein paar zu nennen.

Einen Riesen-Skandal gibt es nach dem Film „Die Verachtung“: Fast jedes Detail ihres Körpers ist dort zu sehen, weil der Produzent Angst hatte, dass sein Film ohne einen Coup ein Flop würde. Also musste nackte Haut her!

Privat bringt sie ein Männerherz nach dem anderen zum Glühen. Sie verliebt sich in Gilbert Bécaud († 2001), der natürlich verheiratet ist! Und als er den Silvesterabend 1957 mit seiner Frau verbringt, schluckt sie aus Eifersucht und Einsam-keit Schlaftabletten. Nur durch einen Anruf wird sie gerettet.

1954 zeigt sie Bein. Für ein Model wäre sie heute mit ihren 1,70 Metern viel zu klein


1960 erschien der Film „Die Wahrheit“ mit Sami Frey. Er war auch ihr Liebhaber


In „Die Verachtung“ mit Michel Piccoli tauchte sie 1963 auch nackt auf!


In den USA wurde „Und immer lockt das Weib“ 1957 nur gekürzt gezeigt


Ihre nächsten Liebschaften sind Chansonnier Sacha Distel († 2004) und Schauspieler Jacques Charrier (82), den sie nur heiratet, weil sie von ihm schwanger ist. Am 11. Januar 1960 kommt Sohn Nicolas Jacques auf die Welt.

Dabei wollte sie nie Mutter werden. Und mit diesem Bekenntnis schockt sie die ganze Welt und ihren Sohn: „Es war wie ein Tumor, der sich in mir von meinem geschwollenen Fleisch genährt hatte. Nun, da der Alptraum seinen Höhepunkt erreicht hatte, sollte ich für die Ursache meines Unglücks lebenslänglich Verantwortung übernehmen. Unmöglich, lieber wollte ich sterben! Ein Kind in meinem Leben ging über meine Vorstellungskraft, und doch war es da.“ 1963 wird ihre Ehe geschieden, und sie verzichtet gerne auf das Sorgerecht. Der kleine Nicolas wächst bei Vater und Großeltern auf. Endlich ist sie wieder frei und kann tun und lassen, was sie will.

Und sie machte weiter wie bisher: Sie ließ sich auf eine Affäre nach der anderen ein. Ihr Ruf war legendär. Heute würde man sagen: Sie ließ nichts anbrennen. Und dann lernt sie Gunter Sachs († 2011) kennen! Der smarte Playboy zieht alle Register, um die schöne Brigitte zu erobern. Und es gelingt ihm. Es ist umstritten, ob es nun Hunderte oder Tausende Rosen gewesen sind, die Sachs aus dem Hubschrauber in St. Tropez auf das Haus seiner „Mamou“, wie er sie liebevoll nennt, regnen lässt. Aber Fakt ist, dass die beiden in Las Vegas heiraten. Die leidenschaftliche Ehe hält nur drei Jahre, im Oktober 1969 ist die Scheidung. Trotzdem bleiben sie ihr Leben lang Freunde. Brigitte sagte später: „Einige Mädchen hatten ihm viel Geld abgenommen – ich habe bei der Scheidung keinen Cent mitgenommen. Für mich wollte er nur das Schönste vom Schönen. Und ich liebe ihn immer noch unendlich.“

1973 beendet sie ihre Filmkarriere. „Meine Jugend und Schönheit schenkte ich den Männern. Meine Weisheit und Erfahrung widme ich den Tieren“, schrieb die Schauspielerin, die seit Jahrzehnten zurückgezogen in ihrer Villa „La Madrague“ in St. Tropez lebt. Und ganz in BB-Manier, direkt und provokant sagt sie: „Ich hasse die Menschen. Mein Gleichgewicht finde ich in der Natur, in der Gesellschaft von Tieren.“ Heute ist sie 84 Jahre alt und lässt nur noch wenige Menschen an sich heran. Brigitte Bardot dreht 52 Filme, lehnt Angebote aus Hollywood ab, eckt immer wieder an und bleibt doch in den Köpfen und in vielen Herzen haften.

Aber das größte Rätsel kann sie uns bis heute nur ansatzweise lösen. Warum wurde aus ihr so ein Vamp? Eine Frau, die die Männer reihenweise vernaschte? Sie selbst sagte einmal: „Ich war keinem meiner Männer treu. Zur Treue bin ich nicht geboren.“ Ehrlich ist sie – bis heute!

Freunde: Brigitte und Roger Vadim 1995. Er hatte sie gefördert


Die „Marianne“ – 1968 nach Brigitte Bardot modelliert


@1960 wird Sohn Nicolas geboren. Er wuchs beim Vater auf …


Sie widmet ihr Leben noch immer den Tieren


„Tiere haben mich gerettet“, sagt Brigitte heute


Haben sie das gewusst…?

Es war 1964, als George Axelrod († 2003) sie für seinen Film „Wie bringt man seine Frau um?“ engagieren wollte. Drehbeginn sollte im Juli sein. Ihre Reaktion ist legendär! Sie antwortete ihm, dass sie mit ihrem aktuellen Liebhaber erst im September „durch“ sei und erst dann zu Dreharbeiten zur Verfügung stände. Spaß war ihr eben wichtiger als Arbeit.


Fotos: action press (5), ddp images (2), Getty Images (4), imago (2), picture alliance (3)