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TITELSTORY: DIESE FREIHEIT NEHM ICH MIR


Träume Wagen - epaper ⋅ Ausgabe 7/2019 vom 05.07.2019
Artikelbild für den Artikel "TITELSTORY: DIESE FREIHEIT NEHM ICH MIR" aus der Ausgabe 7/2019 von Träume Wagen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Träume Wagen, Ausgabe 7/2019

Stefan Meichau mag es lässig und unkonventionell. Sein Büro kann gut als Partylocation durchgehen, zu Festivals fährt er mit einem seltenenDodge Van und im Alltag cruist er mit Töchterchen Ella in einem goldenenFord Granada auf und davon


Stefan Meichau in seinem Agentur-Büro in Bremen. Gleich neben dem Computer stehen Modelle vom Dodge Van und einem Ford Mustang


Stefan Meichau hat sein Büro liebevoll mit vielen coolen Details dekoriert. Die Miniwiese mit seinem Dodge und ihm selbst als Miniatur hat er von einem Kunden geschenkt bekommen


Mein Büro soll nicht nur ein Ort sein, wo man vor sich ...

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... hinarbeitet, sondern auch ein Ort, wo man sich mit anderen austauscht.


Freunde und Bekannte sind hier jederzeit gern willkommen, können kurz Hallo sagen, an der Dart-Scheibe ein paar Pfeile werfen, den Basketballkorb testen oder in der Lounge-Ecke auf dem Ledersofa chillen. „Mein Büro soll ein Ort sein, wo man nicht nur vor sich hinarbeitet, sondern, wo man sich auch mal mit anderen austauscht oder inspiriert wird“, erklärt Stefan Meichau (46). Der Inhaber der Agentur „nachtlicht-media“ hat die Räume in einem Hinterhof in Bremen, einer ehemaligen Tischlerei, so gestaltet, dass sie auch als Partylocation dienen können.
„Die Idee war, dass man hier auch nach Feierabend noch zusammensitzen kann, einen Film gemeinsam schaut oder eine Runde Dart spielt. Am Wochenende treffe ich mich manchmal auch mit Freunden und wir nehmen hier einen ersten Drink bevor wir losziehen. Das Büro liegt ja mitten im Ausgehviertel“, so der gelernte Werbekaufmann.
Seine Agentur mit zwei Festangestellten und drei Freelancern versteht sich als Full Service Agentur im Bereich Design und Digitales. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der Entwicklung und Produktion von Corporate Fashion, Firmenbekleidung für große und kleine Unternehmen.
Außerdem kümmert sich Stefan Meichau um sein 2002 gegründetes Fashionlabel „stylesucks“. Für das entwirft er T-Shirts und Hoodies mit coolen Autos, überwiegend US-Cars.
Als Promomobil für stylesucks.com hat er einen besonderen „Lieferwagen“: einen Dodge A 108 Corey Cruiser von 1967. Die Basis ist ein normaler Vintage A Van von Dodge mit einem zusätzlich aufgesetzten Hochdach (weitere Infos siehe Kasten). „Wir fahren damit auf US-Car-Treffen, Musik- und Sportfestivals und machen so etwas Werbung für die Marke“, so Stefan Meichau, „ab und an nutzen wir den Van auch für kurze Ausfahrten ins Grüne, der Radius liegt aber selten bei mehr als 100 km, da der Spritverbrauch aufgrund der Dreigang-Automatik und dem cw-Wert einer Maxi-Schrankwand schon sehr hoch ist.“ Das Auto steht etwas außerhalb von Bremen in einer angemieteten Halle. Eine Standardgarage in der Innenstadt kommt aufgrund der Höhe von knapp 2,50 Meter leider nicht in Frage.

Die offene Küche mit großem Holztisch, Industrielampen und Dinosaurier-Modellen über dem stylesucks-Logo. Gleich daneben der Basketball-Korb und Übergang zum eigentlichen Office


Vor über sechs Jahren hat Stefan Meichau den Wagen als komplettes Wrack in der Nähe von Hamburg erworben und es drei Jahre lang mehr oder weniger neu aufgebaut und optimiert. Die Camping-Einbauten hat er alle entfernen müssen, das Holz war komplett morsch und zerfiel unter seinen Händen zu Vintage-Staub. Das Fahrzeug wurde dann mehr oder weniger bis auf eine Sitzbank leer gelassen, um die Option zu haben, die T-Shirts auf Festivals aus dem Van zu verkaufen. Doch der Dodge ist nicht der einzige Schatz auf vier Rädern. Für den Alltag hat Meichau noch einen Ford Granada MK1.

“Den hab ich vor fünf Jahren in der Tiefgarage der Bremer Oldtimer-Messe gesehen und mich sofort in das breite, goldene Coupé verliebt. Kurz danach habe ich es in Oldenburg vom Vorbesitzer abgeholt.
Es gab hier nur Kleinigkeiten zu erledigen, das Auto war und ist in einem guten Zustand. Es ist mein Daily Driver – mit Kindersitz, denn Töchterchen Ella (4) möchte mit.


Was Großes für den Großen: Mit seinen 2,46 m Höhe passt der. Dodge nur in diese gemietete Halle außerhalb von Bremen.



Basis ist ein normaler A Van von Dodge.


Chrysler hat dann eine Firma namens Corey in Pasadena beauftragt, die Lieferwagen zu „Landjachten“ umzubauen -eine Art Wohnmobilumbau, wie es z.B. hier die Firma Westfalia für VW gemacht hat. Der Umbau bestand aus dem Aufsetzen des Hochdachs. Das originale Dach wurde entfernt, um eine Stehhöhe zu erreichen. Bis ca. 180 cm kann man nun in dem Van aufrecht stehen. Zum geänderten Dach kam ein kompletter Campingeinbau, mit 3 Betten, einer Küchenzeile und einem WC. Die Legende besagt, dass die Ansage von Chrysler damals war, dass der Umbau mehr Fenster haben muss als ein Samba Bus von VW, der hatte ab 1964 noch 23 Fenster. Stefans Corey hat insgesamt 25 davon. Der Umbau der A-Vans zu diesen Campern erfolgte in den Jahren 1967-1969, insgesamt waren es weniger als 400 Exemplare. Aktuell weiß man in den Clubs in Deutschland und den USA noch von 5 existierenden Corey Cruisern. Es ist aber möglich, dass es noch weitere Survivors gibt, deren Besitzer nur nicht im Social Web unterwegs sind. “Meiner ist jedenfalls in Deutschland der Einzige”, so Stefan Meichau, “es soll in Europa noch einen in England geben, den konnte ich bis jetzt aber nicht auffinden im Netz.”