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TITELSTORY: Lenas Abrechnung: DAS WAR EINE DUNKLE ZEIT FUR MICH


Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 17/2019 vom 17.04.2019

Krise überwunden: Lena ist mit neuer Musik und neuem Kampfgeist zurück – und hat endlich das Selbstvertrauen, im Interview mit GRAZIA Klartext zu reden: über ihren Ex-Freund, Bodyshaming und auch ihre ESC- Zeit mit Stefan Raab, den „Horrortrip“, wie sie sagt


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Bildquelle: Grazia, Ausgabe 17/2019

Selbstbewusst war Lena schon immer, doch jetzt ist die Sängerin auch reifer und vor allem mutiger geworden


„Ich habe eine Entwicklung zum Bes seren gemacht“


AUF DEM SCHÄLCHEN VOR IHR LIEGEN FÜNF BLAUBEEREN – AUFGEREIHT WIE ZU EINER PARADE.
Farblich passen sie zu Lenas fliederfarbenem Outfit – und ihrer Lilalaune. Sie grinst von einem Grübchen zum ...

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AUF DEM SCHÄLCHEN VOR IHR LIEGEN FÜNF BLAUBEEREN – AUFGEREIHT WIE ZU EINER PARADE.
Farblich passen sie zu Lenas fliederfarbenem Outfit – und ihrer Lilalaune. Sie grinst von einem Grübchen zum anderen, sitzt im Schneidersitz vor uns und erzählt von ihrem neuen Album „Only Love, L“, an dem sie anderthalb Jahre lang gefeilt hat. Ein entspannter Talk wie unter Freundinnen, allenfalls der Ort, das Büro ihrer Plattenfirma Universal, wirkt irgendwie offiziell. Ansonsten: keine Spur von der überdrehten Lena Meyer-Landrut (27), die in den Medien oft als schwierig bezeichnet wurde. Sogar als wir sie auf die Trennung von ihrem langjährigen Freund Max ansprechen, reagiert Lena keineswegs abweisend. „Das war eine dunkle Zeit für mich, in der es mir nicht immer gut ging“, erklärt sie. „Aber ich habe eine Entwicklung zum Besseren gemacht. Ich habe mich viel mit mir selbst beschäftigt und mit Themen wie Selbstfindung und Selbstliebe.“ Vor allem aber wirkt Lena äußerst selbst-bewusst. Kein Vergleich zur blutjungen ESC-Siegerin aus dem Jahr 2010. In einem anderen Interview mit „Zeit Campus“ gab Lena kürzlich zu: „Ich habe damals einfach nur funktioniert und wenig selbst entschieden. Heute würde ich sagen, ich war zu 95 Prozent fremdgesteuert.“ Und wer einst nicht unter einem Stein gelebt hat, weiß natürlich, wer im Hintergrund die Fernbedienung in der Hand hatte: Lena war der größte Star aus der Talentschmiede von Stefan Raab, der das Potenzial des Teenagers sofort erkannte, sie mit seiner Produktionsfirma Brainpool unter Vertrag nahm und den Lena-Hype ins Rollen brachte. Mit allen Mitteln seiner gigantischen Marketing-Maschine, die Lena, das Mädchen aus Niedersachsen, überrollte.

„Meine ersten beiden Alben aus der ESC- Zeit waren der absolute Horrortrip. Das waren Schnellschüsse, die nichts mit mir zu tun hatten“, gesteht Lena uns. Die Musik haben andere geschrieben und produziert. „Ich war nur die Interpretin.“ Zum künstlerischen Frust kam körperliche Erschöpfung. „Jeder Tag meines Lebens war durchgetaktet“, erzählt die Sängerin im „Zeit Campus“-Magazin. Sobald es vertraglich möglich war, kehrte sie Brainpool und damit Raab den Rücken. „Ich bin zur Produktionsfirma gegangen und habe gesagt:, So, jetzt reicht’s. Ich habe genug gelernt.‘“ Ein mutiger Schritt, schließlich ist Raab ein Gigant in der Fernsehbranche – und bestens vernetzt. Wer jemals mit ihm zusammengearbeitet hat, weiß: Raab kann nicht nur bei seinen Gags gnadenlos sein. Er ist der Boss. Punkt. Wen er mag, den fördert er allerdings mit Power: Elton, Max Mutzke, Stefanie Heinzmann – alles Raab-Zöglinge. Und eben Lena.

2010 reiste Lena mit ihrem Entdecker und Mentor Stefan Raab zum Eurovision Song Contest– und gewann.


Von ihrem Ex Max trennte sich Lena im Januar


Auf Instagram zeigt sich Lena mit Freundinnen wie Stefanie Giesinger, Lena Gercke oder Caro Daur


„Es besteht immer die Möglichkeit, dass man wieder zusammenfindet“


Wie Raab auf die berufliche Trennung reagierte, verrät sie nicht. Nur, dass sie sich „in dem ganzen Trubel“ verloren hatte, es für sie keinen Sinn, keinen Spaß mehr machte. „Oft war ich im Kopf überhaupt nicht anwesend. Alles auf Durchzug, als würde es durch mich durchfliegen. Ich würde fast sagen, dass ich vier, fünf Jahre von meinem Gedächtnis verloren habe“, so Lena. „Natürlich bin ich sehr dankbar für diesen Start. Mit meinem Inneren hatte diese Musik aber nicht viel zu tun.“

Es scheint, dass es der 27-Jährigen ein Bedürfnis ist, Dinge klarzustellen, endlich mal Klartext zu reden. Wie schon gesagt, mittlerweile spricht sie sogar öffentlich über ihre Trennung und ihr neues Single-Leben. Liebe war früher als Interviewthema tabu. Ihren Freund hatte Lena jahrelang sogar vor der Öffentlichkeit versteckt. Nun gesteht sie: „Ich halte nichts davon, nicht in Liebe auseinanderzugehen. Deswegen heißt mein Album auch „Only Love, L“. Zoff mit dem Ex? Gibt es bei Lena also nicht. „Es besteht immer die Möglichkeit, dass man irgendwann wieder zueinanderfindet. Eine Tür ist immer offen“, sagt Lena im GRAZIA-Interview.

Lena ist gelassen geworden – im Privaten wie im Beruflichen. Und auch beim Thema Social Media. Obwohl in den sozialen Netzwerken auf sie draufgehauen wird. Unter jedem ihrer Bilder auf Instagram finden sich unzählige gemeine Kommentare. In den meisten geht es um Lenas Figur. „Ich finde es nicht okay, wenn Menschen die Körper anderer kommentieren, weil sie angeblich zu dünn sind. Wenn jemand ein paar Kilo zu viel hat und es sagt jemand was, dann ist es Bodyshaming. Andersherum ist es voll gesellschaftsfähig.“ Wie Lena auf den Hass reagiert? Kommt ganz darauf an. „Einmal habe ich ein Bild nach dem Sport gepostet mit einem Glas Matcha Latte in der Hand. 500 Leute schreiben dann: ‚Iss mal was.‘ So was geht hier rein und da wieder raus.“ Gut so! Aber bei manchen Kommentaren muss sie einfach mal zurückschießen.

Lena verbringt jeden Tag vier bis fünf Stunden am Handy. Privat postet sie mittlerweile weniger, sie gibt zu, früher sogar handysüchtig gewesen zu sein. „Ich kann total nachempfinden, dass so viele Frauen sich von Social Media unter Druck gesetzt fühlen … Aber ich bin natürlich auch Teil davon und befeuere das Ganze mit meinem Account“, gibt sie zu. Heute greift Lena morgens nicht mehr als Erstes zum Smartphone. „Ich habe mir angewöhnt, erst einmal zehn Minuten zu meditieren.“ Das bringe ihr Gelassenheit für den Tag. Und wenn sie mal freihat, lässt sie sich massieren, oder sie geht auch gerne mit ihren Freunden feiern. „Das ist für mich auch Selfcare!“, lacht sie. Das klingt nach einem gelungenen Neustart, Lena!

Ihr neues Album ist eine echte Herzensangelegenheit


Privat postet Lena mittlerweile eher selten etwas, Urlaubsschnappschüsse sind die Ausnahme geworden


Zu dünn? Lena sind solche Kommentare egal, sie futtert, was sie mag


Ihr treuer Begleiter und bester Freund: Mischlingshund Kiwi


TEXT: ALINA MILEWICZ, LARA GOLOMBEK; FOTOS: DDP IMAGES (2), GETTY IMAGES, INSTAGRAM@CARO DAUR, @LENA GERCKE, @LENA MEYER-LANDRUT (3), @STEFANIE GIESINGER, PR