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TITELTEST Mitsubishi Outlander PHEV: Das gute GEWISSEN: SUV MAGAZIN Titeltest


SUV Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 11.12.2018

Mit der Neuauflage des Outlander PHEV will Mitsubishi seine Vorreiter-Rolle im Segment der alternativen SUV weiter ausbauen und die als „Klimakiller“ verschriene Fahrzeugklasse umweltschonend in die automobile Zukunft führen …


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Bildquelle: SUV Magazin, Ausgabe 6/2018

► IM DETAIL: außen-Design

STICHT INS AUGE: LED-Scheinwerfer sind ab PLUS Serie, die 19-Zöller stammen aus dem Mitsubishi-Zubehör-regal.


AUFFÄLLIG: Breite LED-Rückleuchten und der große dachspoiler verleihen dem heck einen imposanten und sportlichen auftritt.


STEIGENDE SPRITPREISE UND DROHENDE FAHRVERBOTE sind derzeit das Thema Nummer eins – gerade unter SUV-Fahrern. Denn oft trifft ...

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STEIGENDE SPRITPREISE UND DROHENDE FAHRVERBOTE sind derzeit das Thema Nummer eins – gerade unter SUV-Fahrern. Denn oft trifft es Freunde der etwas geräumigeren Automobile besonders hart, wenn die Preise an der Zapfsäule nach oben klettern. Auch die immer häufiger werdenden Urteile zu Fahr verboten in Innenstädten lassen viele Fans des diessellastigen Segments nur schlecht schlafen. Mit einer kleinen Ausnahme. Denn innerhalb der Mitsubishi-Familie gibt es SUV-Fahrer, die sich über diese Themen keinen Kopf machen müssen. Und das bereits seit 2015. Na klar, die Rede ist von Besitzern eines Outlander PHEV. Das etwas kryptische Kürzel hinter dem bekannten Modellnamen steht für Plug-in-Hybrid und lüftet endgültig das Geheimnis, warum PHEV Eigner mögliche Diesel-Fahrverbote und hohe Spritpreise wirklich nur peripher tangieren.
Der Schlüssel zu dieser Gelassenheit findet sich unter der leicht modernisierten Karosserie der zweiten Generation des Hybrid-Outlander. Neben einem Vierzylinder-Benziner mit 2,4 Litern Hubraum sorgen gleich zwei Elektromotoren mit 60 bzw. 70 kW Leistung für einen möglichst effizienten Vortrieb des Japaners. Vorausgesetzt, dessen Akkus wurden vorher an der Steckdose aufgeladen.


Fahrverbote? Spritpreise? Den PHEV interessiert das nicht.


Dann ist laut Mitsubishi sogar eine rein elektrische Reichweite von 54 Kilometern drin. Im Fahrversuch mit Landstraße, Autobahn sowie Stopand-go in der Münchener Innenstadt reichen die Akkus immerhin für knapp 45 Kilometer. Und das ist eine Menge, bedenkt man den durchschnittlichen Arbeitsweg hierzulande von etwas mehr als 25 Kilometern. Doch selbst wenn einmal der Strom zur Neige geht, rollt der Outlander vergleichsweise sparsam weiter. Der Verbrenner wurde überarbeitet und gönnt sich selbst bei Vollgas selten mehr als zehn Liter auf einhundert Kilometer. Zudem nutzt das Hybrid-System jede Möglichkeit, die Akkus mittels der über die Paddels am Lenkrad einstellbaren Rekuperation wieder aufzuladen und so die E-Komponente des japanischen SUV erneut ins Spiel zu bringen. Der Fahrer hat dabei die Möglichkeit, entweder den Computern freie Hand zu lassen oder über einen Knopf in der Mittelkonsole einzugreifen und den Outlander beispielsweise dazu zu bringen, die Akkus über den Benziner zu laden, die vorhandene Akkuleistung aufzusparen oder (wenn dies bereits geschehen ist) gleich ganz in den rein elektrischen Modus zu wechseln. So kompliziert das auch klingen mag, im Alltag funktioniert das Zusammenspiel der insgesamt drei Motoren harmonischer als die Gangwechsel bei manch einem Konkurrenten im Segment. Den Übergang vom E-Betrieb in den Hybrid-Modus oder zur reinen Fortbewegung mittels Verbrenner merkt man meist nur daran, dass der Vierzylinder anspringt und die Anzeigen einen geänderten Energiefluss vermelden. Ein Ruckeln oder gar ein Aussetzen des Vortriebs kommt beim Outlander PHEV nicht vor. Und so schafft das auf Effizienz getrimmte Modell den Sprint von 0 auf Tempo 100 in immerhin 10,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h ermöglicht zudem auch schnelle Ausflüge auf der Autobahn. Das beeinflusst dann natürlich auch den Kraftstoffverbrauch. Je nach Fahrweise und Akkuladung sind mit dem Japaner Verbräuche von etwas mehr als einem Liter auf der Kurzstrecke bis hin zu 9,8 Litern bei Vollgas-Passagen auf der Autobahn möglich. Fahrwerk und Lenkung machen dabei alle Gangarten spielerisch mit und verleihen dem Piloten das gute Gefühl, den Hybrid stets im Griff zu haben. Nur kurz aufeinander folgende, harte Stöße bringen die komfortabel abgestimmten Dämpfer ein wenig in Schwingung. Im Innenraum kommt das aber wiederum nur deutlich abgeschwächt an. Der Hauptgrund hierfür sind die neuen Sitze des Outlander, die neben einer bequemen Polsterung zudem über einen edlen Bezug aus gestepptem Leder samt weißen Kontrastnähten verfügen. Auch sonst hat sich im Innenraum eine Menge getan. Die Zeiten des unansehnlichen und haptisch fragwürdigen Hartplastiks sind endgültig vorbei, nun sorgt ein Mix aus Leder, Softlack und aufgeschäumtem, sanftem Kunststoff für eine viel edlere Atmosphäre. Und das, ohne die gelungene Grundordnung des einstigen Outlander-Cockpits zu verändern. Egal ob Klima-Regler oder USB-Anschluss – alles ist noch genau dort, wo Fahrer und Beifahrer es instinktiv suchen. Und gerade bei letzterem Feature, dem USB-Anschluss, ist das im neuen Outlander von ganz besonderer Bedeutung. Wie schon beim Eclipse Cross schlagen die Japaner jetzt nämlich auch beim großen Bruder einen neuen Weg ein und modernisieren das Infotainmentsystem. Mit einer auf den ersten Blick etwas drastisch wirkenden Maßnahme: Ein fest ins Fahrzeug integriertes Navigations sys tem gibt es nur noch in der höchsten Ausstattungsvariante TOP – und das auch nur gegen einen Aufpreis von 600 Euro. Wem das schlicht zu teuer ist, dem ermöglicht Mitsubishi via Apple CarPlay und Android Auto den Zugriff auf eine Navigationssoft ware. Einfach das Smartphone anschließen und schon übernehmen Google und Co. die Routenführung. Angesichts des nicht ganz fehlerfreien Mitsubishi-Systems des Vorgän gers eine clevere und kostengünstige Lösung.


Steckdose statt Zapfsäule – Pendler punkten mit dem PHEV.


Und genau das ist die eigentliche Stärke des Outlander PHEV. Mit einem Startpreis von 37 990 Euro bietet der Japaner dank des alltagstauglichen Hybridsystems vor allem für Pendler mit eigenem Stromanschluss in der Garage ein gigantisches Potenzial, Sprit und damit Geld zu sparen. Dank E-Kennzeichen ist man zudem noch zehn Jahre steuerfrei unterwegs. Gleichzeitig schafft es die neue Generation durch die gelungenen Aufwertungen, nicht wie ein spartanisches Sparmobil zu wirken. Das gilt vor allem für die höchste Variante TOP (die dann allerdings 50 000 Euro kostet). Gerade Modellen wie dem Outlander könnte es so gelingen, mehr Leuten die Welt der Hybride schmackhaft zu machen. Und wo lässt es sich besser über die Fahrverbote schmunzeln als in den bequemen Leder sitzen eines Hybrids?

► IM DETAIL: anschlüsse und Kabel

BOXENSTOPP

Egal ob herkömmlicher Kraftstoff oder Strom: Wer dem Outlander PHEV mehr Reichweite verleihen will, muss sowohl für den Zugang zum Tank als auch zum Stromanschluss jeweils eine Klappe an der Heckflanke öffnen. Ein kleiner Pfeil unter der Kraftstoffanzeige im Kombiinstrument hilft, sich an der Zapfsäule richtig zu positionieren: Hinter der linken Klappe verbirgt sich der herkömmliche Tank, den Stromanschluss findet man auf der rechten Seite des Mitsubishi.

ZWEIFACH GUT

Eine Grundregel der E-Mobilität lautet: Kabel ist nicht gleich Kabel. Auch der PHEV hält zwei Anschlüsse bereit, um die Lithium-Ionen-Zellen mit einer Kapazität von 13,8 kWh zu laden. Wer sich für die gängige Variante des Stromtankens an einer Haushaltssteckdose mit 230 Volt und 10 Ampere entscheidet, sollte bis zu 5,5 Stunden Zeit mitbringen. Das zweite Kabel dient dem Anschluss an eine Wallbox, die dank 16 Ampere den Lade vorgang um rund anderthalb Stunden verkürzt.

► IM DETAIL: antrieb

Nach Bedarf: EINGRIFF MÖGLICH

Über zwei Knöpfe in der Mittelkonsole lässt sich beim phev das hybridsystem aktiv beeinflussen. Je nach Ladezustand der batterie kann der Fahrer über die ev-taste in den elektro modus wechseln. alternativ kann man den Strom für einen späteren einsatz aufsparen oder die akkus während der Fahrt über den benziner laden.

Verbrenner: OPTIMIERT

Sollte die batterie einmal zur neige gehen, übernimmt ein 135 pS starker vierzylinder-ottomotor. das im vergleich zum vorgänger deutlich sparsamere aggregat verbraucht bis zu vier Liter weniger.

► IM DETAIL: allradsystem

S-AWC: ELEKTRISCH AUF ALLEN VIEREN

Trotz des klaren Fokus auf optimale effizienz verzichtet Mitsubishi beim outlander phev nicht auf vier angetriebene räder. Während an der vorderachse sowohl der benziner als auch der 60 kW starke elektromotor eingreifen können, sorgt im heck ausschließlich das e-aggregat mit 70 kW für vortrieb. Über die Schalter in der Mittelkonsole können unterschiedliche Fahrmodi des „Super all Wheel control“ angewählt werden. neu sind hierbei die programme „Sport“ und „Snow“.

AUTOMATISCH: Mit dem hybridzeitalter sterben manuelle getriebe aus.

NACHLADEN: die paddels am Lenkrad beeinflussen die Stärke der rekuperation.

ALLES IM BLICK: anzeigen informieren über den Kraftfluss und die akkuladung.

► IM DETAIL: Cockpit

DUNKLER CHIC: die Mischung aus Softlack, Zierelementen in Metalloptik und feinen Ledersitzen verleiht dem cockpit eine schlichte eleganz.


INTERIEUR

↑ Bequeme Sitze mit gestepptem Leder, schicke Softlack-Flächen, sehr gute verarbeitung, kein billiges hartplastik

→ Ein wenig mehr Farbe hätte dem phev gut gestanden.

BEDIENBARKEIT

↑ Große, leicht erreichbare Knöpfe für die wichtigsten Funktionen, übersichtliche anordnung, clevere Smartphone-einbindung

→ Ohne Smartphone wird ein navi zu einer teuren angelegenheit.

► IM DETAIL: Bedienbarkeit

CLEVERE LÖSUNG:
anstatt das eigene navisystem weiterzuentwickeln, schlägt Mitsubishi einen neuen Weg ein und baut voll und ganz aufs Smartphone. beim Modell top gibt es (gegen aufpreis) aber noch ein integriertes navigationssystem.


SERIE: die zweistufige Sitzheizung vorn ist beim phev stets an bord.


► IM DETAIL: laderaum und Platzverhältnisse

LADEBEREIT: Sitze lassen sich im handumdrehen zu einer großen, ebenen Ladefläche verwandeln. dann fasst der Kofferraum mindestens 1590 Liter, ohne den Subwoofer des rockford-Fosgate-Soundsystems sogar noch einmal zwölf Liter mehr.


LUXUS: die Ledersitze für Fahrer und beifahrer bieten viel Seitenhalt.


KRAFTWERK: der phev hält im heck eine Steckdose mit 1500 Watt bereit.


SOUVERÄN: trotz e-Motor passen unsere Koffer in den Laderaum.


PRAKTISCH & EDEL: damit die Kabel des plug-in-hybrids nicht im Kofferraum umherfliegen, birgt sie ein eigenes Fach im Ladeboden. dass die hybridtechnologie dem Komfort nicht in die Quere kommt, erkennt man in der zweiten Sitzreihe. hier gibt es eine große beinfreiheit und feine Lederpolster.


► IM DETAIL: Dynamik und Komfort

INCOGNITO: Lediglich das Kürzel PHEV am heck verrät, dass der outlander phasenweise rein elektrisch fährt.


OPTISCHES UPDATE: die neu gestaltete Front wertet den outlander phev merklich auf.


► IM DETAIL: Outlander-Felgen (auswahl)

8-Zoll-Leichtmetallfelge


18-Zoll-Leichtmetallfelge


► IM DETAIL: Geländetauglichkeit

PROBLEMLOS: dank allrad und 190 mm bodenfreiheit kann der outlander auch offroad bestehen.


► IM DETAIL: alle verfügbaren Farben

Granit-Braun Metallic


Karmin-rot Metallic


Sterling-Silber Metallic


Perlmutt-Weiß perleffekt


Anden-Weiß Solid


Rubin-Schwarz Perleffekt


Panther-Schwarz Perleffekt


Platinum-Grau Metallic (Testwagen)



FOTOS: Markus Kehl/Mitsubishi