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Titelthema: Endlich bist du wieder da!


Ein Herz für Tiere - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 23.08.2019

Ein Albtraum für jeden Tierbesitzer: Die geliebte Katze, der eigene Hund oder der Wellensittich ist plötzlich verschwunden. Tierdetektivin Eveline Kosenbach verrät, was Sie tun können, damit Sie Ihren Liebling bald wieder in die Arme schließen können


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Bildquelle: Ein Herz für Tiere, Ausgabe 9/2019

Panisch rennt Charlotte Sanchez durch Münchens Straßen und ruft aufgeregt: „Jaguá! Jaaaaguá!!!“ Gerade noch lag ihr Mischling wie jeden Tag seelenruhig im Ladengeschäft ihres damaligen Mannes. Plötzlich war er fort. Kein Tierbesitzer ist vor diesem Albtraum gefeit. Laut „Tasso“ entlaufen in Deutschland jährlich 300.000 Haustiere. Eine kleine Unachtsamkeit, ...

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... eine offene Tür, ein zu lockeres Halsband, und schon ist es passiert. Der Vierbeiner jagt einem Hasen nach, wittert eine läufige Hündin oder erschrickt sich vor lauten Geräuschen. Er reißt sich los und läuft in Panik davon. Freigänger-Katzen erkunden neugierig ihre Umgebung und finden nicht mehr heim. Die Folgen sind dramatisch – für Mensch und Tier. Umso wichtiger ist es, alle Maßnahmen und Vorbereitungen zu treffen, die im Falle des Verschwindens Ihrem Liebling die besten Chancen geben, wieder nach Hause zurückzukommen.

Wo bist du nur?

Als Charlotte Sanchez’ Mischlingsrüde verschwand, quälten sie Schuld, Verzweiflung, Angst und Wut gleichermaßen. Am schlimmsten aber nagte die Ungewissheit an ihr und die bange Frage: Was kann ich tun? Sie wusste, dass jede Minute zählt. Große und kleine Ausreißer könnten sich verletzen – aber auch Unbeteiligte, wenn sie auf eine vielbefahrene Straße rennen. Wie viele betroffene Tierbesitzer begann die Münchnerin alleine zu suchen und rief dabei laut den Namen ihres Hundes. „Bitte nicht!“, warnt Tierdetektivin Eveline Kosenbach, „wenn die ängstlichen Besitzer pfeifen, rufen und schreien, rührt sich kein vermisstes Tier.“ An einem fremden Ort ziehen sich die verunsicherten Tiere zurück und verhalten sich ganz still. Sie spüren die Panik ihres Menschen. Diese wirkt auf die feinsinnigen Tiere alles andere als einladend, zu ihrem Zweibeiner zurückzukehren. Deshalb empfiehlt die Expertin: Ruhe bewahren.

Eveline Kosenbach weiß, wovon sie spricht. Sie ist Deutschlands einzige Tierfahnderin. 23 Jahre lang leitete sie die Vermisstenstelle des Tierheims München. Seit diesem Jahr arbeitet sie selbstständig. Bis zu 4000 Vermisstenmeldungen erreichen sie jährlich. Doch nur bei den schwierigsten Fällen greift sie selbst ein. Vor allem möchte sie Haltern Hilfestellung geben. Denn vor lauter Angst wissen Besitzer oft gar nicht, was zu tun ist. Sie beruhigt die aufgelösten Herrchen und Frauchen und erklärt, wie sie bei der Suche Schritt für Schritt am besten vorgehen. Den Aufenthaltsort ihres ausgebüxten Lieblings können sie nämlich oft ganz leicht selbst ermitteln. „Besitzer kennen die Eigenheiten ihres Tieres gut – beispielsweise ob es scheu oder besonders abenteuerlustig ist“, meint die Expertin.

Alleine gelassen
Hunde kehren meist an den Ort zurück, an dem sie ihren Menschen verloren haben


Keine Panik!

Am häufigsten verschwinden neugierige Katzen auf nächtlichen Ausgängen. In 80 Prozent der Fälle werden diese nicht von illegalen Tierhändlern mitgenommen, sondern lediglich versehentlich in Garagen oder Kellern eingesperrt. Scheue Samtpfoten, Hunde oder Kleintiere flüchten meist in nahegelegene Schlupfwinkel wie Rohre und Lüftungsschächte oder in dichtes Gebüsch. Dort verhalten sie sich ganz ruhig, bis sich der Trubel legt und die Dunkelheit anbricht. „Am wichtigsten ist es zu wissen: Egal ob Hund, Katze, Vogel oder Nager – entlaufene Tiere bleiben meist ganz in der Nähe“, betont Eveline Kosenbach. Katzen kommen sogar in vielen Fällen nach Hause zurück, sobald sie sich in Sicherheit wiegen. Sie sollten die Möglichkeit haben, jederzeit selbstständig ins Haus zu kommen, z. B. durch eine geöffnete Gartentür oder eine Katzenklappe. Vögel und Kleintiere kehren oft zu ihrer Futterstelle zurück. Bei Vögeln sollten Sie daher Ihr Fenster offen halten oder den Käfig ins Freie stellen. Falls Sie mehrere Vögel halten, werden auch diese nach ihrem entflogenen Kumpanen rufen.

Hunde kehren fast immer an den Ort zurück, an dem sie ihren Menschen verloren haben. Doch dieser rennt oft von genau diesem Platz weg und beginnt, seinen Hund zu suchen. Dadurch gerät der Hund in Panik, weil er seinen Menschen nicht mehr findet und wird sich vor lauter Angst in ein sicheres Versteck zurückziehen. Ein Teufelskreis. Deshalb ist es wichtig, Ruhe und Sicherheit auszustrahlen und sich Hilfe zu holen. „Einer kann dann am Ort des Geschehens bleiben, der andere kann die nähere Umgebung absuchen“, rät die Tierfahnderin.

Dabei sollten Sie keinen Schlupfwinkel auslassen und mit den Leuten in der Umgebung reden. Nicht selten liefert das Gespräch mit Spaziergängern oder Nachbarn den entscheidenden Hinweis auf den Auenthaltsort Ihres Lieblings. Bitten Sie Anwohner, in Gärten, Garagen oder Schuppen schauen zu dürfen. Sie werden sehen: Die allermeisten Tiere tauchen spätestens hier ganz schnell wieder auf. Bleibt Ihr Streuner verschwunden, sollten Sie das Tierheim, Tierkliniken, Tierärzte sowie das Forstund Ordnungsamt informieren. Vielleicht wurde Ihr Liebling bereits gefunden und dort gemeldet. Hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten sowie genaue Angaben zum Verlusthergang, -ort und -zeitpunkt. Beschreiben Sie Ihr Tier möglichst genau und seien Sie Tag und Nacht telefonisch erreichbar.


“Die Tiere bleiben meist im näheren Umfeld”


Eveline Kosenbach ist Deutschlands einzige Tierfahnderin. Von 1996 bis 2019 leitete sie die Vermisstenstelle des Münchner Tierheims. Heute begibt sie sich selbstständig auf die Suche. Mit einer tierischen Erfolgsquote von 90 Prozent. Notfallnummer: 0157-32179352, Infos:www.viecherlfahnderin.com

Gemeinsam stark

Es tut gut und verleiht Kraft, sich nicht alleine zu fühlen. Bitten Sie daher andere tierliebe Menschen in Ihrem Umfeld sowie Profis aus dem Tierschutz um Hilfe. Auch ein Blick ins Internet kann helfen: Tierschutzvereine und Tierheime veröffentlichen Fundtiere zügig auf ihren Internetseiten. Zusätzlich rät Eveline Kosenbach, Suchplakate in der Umgebung auszuhängen. Auf diese sollten Sie aktuelle Fotos Ihres Tieres, eine exakte Beschreibung seines Charakters, auffälliger Erkennungsmerkmale sowie seines Aussehens drucken. Selbstverständlich sollte es Ihre Kontaktdaten beinhalten sowie den Hinweis, keine selbstständigen Fangversuche zu unternehmen. Bitten Sie den möglichen Finder stattdessen, Sie bei einer Sichtung sofort zu benachrichtigen. Auch im Internet ist die Suche möglich, beispielsweise über einen Aufruf bei Facebook oder Instagram. Alle eingehenden Sichtungsmeldungen sollten Sie lückenlos dokumentieren. Zeichnen Sie alle Orte, an denen sich Ihr Liebling aufgehalten haben soll, auf einer Karte ein. Durch die Aufmerksamkeit vieler Menschen können oft schon nach wenigen Stunden die Tiere an ihre Besitzer zurückgegeben werden.

NICHT RUFEN
Pfeifen oder Schreien verängstigt entlaufene Tiere noch mehr. Sie ziehen sich panisch in ein Versteck zurück


Das können Sie im Notfall tun:

• Ruhe bewahren: nicht aufgeregt rufen, hinterherlaufen oder jagen
• In der Umgebung alles absuchen, in allen Schlupfwinkeln nachsehen
• Bei Hunden am Ort des Verschwindens warten, ggf. dort übernachten; bei Katzen ein Fenster oder eine Tür offen lassen; bei Kleintieren und Vögeln den Käfig rausstellen
• Tierkliniken, Tierärzte und Tierheime anrufen; ggf. auch Polizei, Feuerwehr, Forst- und Ordnungsamt informieren
• Am Ort des Verschwindens Futter auslegen und warten, bis das Tier erscheint
• Anwohner ansprechen
• Suchplakate mit einer genauen Beschreibung des Tieres, mindestens einem aktuellen Foto, Angabe des Verlustzeitpunkts und -ortes sowie Ihren Kontaktdaten aushängen
• Suchmeldung in den Sozialen Netzwerken posten und bei Tierregistern online als vermisst melden; Inserat in der Tageszeitung schalten
• Auf Fremdinserate achten
• Unterstützung suchen
• Bei scheuen Tieren unbedingt Profis beim Einfangen um Hilfe bitten

Niemals aufgeben

Erreichen Sie auch über Tage hinweg keinerlei Hinweise, kann es sein, dass Ihr Liebling gestohlen wurde. In diesem Fall empfiehlt die Expertin, eine Zeitungsannonce zu schalten. Auch die Benachrichtigung der Polizei ist in diesem Fall sinnvoll. Aber ganz egal, was Sie vermuten und wie lange die bange Suche bereits andauert: „Aufgeben kommt nicht infrage! Dass Sie auch in schweren Phasen durchhalten, ist das Allerwichtigste“, meint Eveline Kosenbach, „auch wenn die Besitzer eine starke Doppelbelastung haben und neben der Suche einen Beruf ausüben, ihrem Alltag nachgehen und sich um ihre Familie kümmern.“ Vermisste Tiere werden zwar, je länger sie verschwunden sind, scheuer und unsicherer, aber in den allermeisten Fällen finden sie ausreichend Nahrung und überleben – nicht selten über Monate oder Jahre hinweg. „Man darf daher die Hoffnung niemals aufgeben“, betont die Tierfahnderin.

ÜBerglÜCKliCH
Charlotte Sanchez und ihr Jaguá sind dank eveline Kosenbachs (rechts mit hündin patty) hilfe wieder vereint


Personalausweis
Ist Ihr Tier durch einen Chip gekennzeichnet, kann ein Tierarzt den Findling rasch identifizieren


Endlich ndlich gesichtet

Dann endlich der erlösende Anruf: Ihr Tier wurde gesehen. Fahren Sie gemeinsam mit Ihren Helfern zum Fundort. Taucht Ihr Liebling auf, halten Sie Ihre Wiedersehensfreude unbedingt zurück – auch wenn es schwerfällt.

„Besitzer sollten auf keinen Fall auf Ihr Tier zugehen, ihm hinterherlaufen oder es jagen. So treiben sie ihren Liebling nur wieder weg“, erklärt Kosenbach. Denn in einer solchen Extremsituation, der die Tiere ausgesetzt sind, wenn sie ihre Bezugsperson und vertraute Umgebung verlieren, bestimmen Urinstinkte ihr Verhalten. Der Fluchtinstinkt überwiegt auch bei einer sonst noch so engen Bindung zum Besitzer. Auch zu viele unbekannte Menschen beängstigen Hund, Katze & Co. und lassen sie erneut in ihren Fluchtmodus fallen. Sich kleinmachen, ruhig und unauffällig bleiben, lautet die Devise. Gehen Sie in die Hocke. Rufen und hektische Bewegungen wirken auf das Tier bedrohlich. Legen Sie stattdessen jeden Tag zur gleichen Zeit Futter an die Sichtungsstelle – ohne das Tier anzusprechen und zu beachten. Schätzt Ihr streunender Liebling die Futterstelle als sicher ein, wird er täglich zum gleichen Zeitpunkt an diesen Platz zurückkehren und schließlich von ganz alleine näher kommen. „Insbesondere Katzen lassen sich so rasch einfangen“, meint Eveline Kosenbach.

Ausdauer und Geduld

Das Einfangen von scheuen Tieren ist ohne professionelle Hilfe nicht möglich. „Ängstliche Tiere wie Vögel, Kleintiere oder Hunde aus dem Auslandstierschutz lassen sich nur mit speziellen Fallen, Keschern und Futterködern fangen“, erklärt die Expertin. Unüberlegte Fangversuche machen misstrauischen Tieren nur noch mehr Angst. Sie verbinden die Futterstelle mit Gefahr und werden weiterziehen. Die Suche beginnt von Neuem. Das Tier muss sich in Sicherheit wiegen. Dann bleibt es in der Nähe und gewinnt langsam sein Vertrauen zurück. Eveline Kosenbach füttert scheue Tiere oft tagelang an einer Stelle an. Dann legt sie das Futter immer ein klein wenig weiter in einen Bereich, den man zusperren kann, z. B. in einen Schuppen, ein Auto oder eine spezielle Falle. Das braucht jede Menge Zeit und Geduld. Kosenbach und ihr Team sind oft monatelang unterwegs – Tag und Nacht. Wie bei Patty: Acht Monate lang dauerte die Einfangaktion der Hündin. Patty kam 2018 aus Griechenland zu einer Frau nach Moosburg. Als nur kurz eine Tür offen stand, war sie weg. Die extrem misstrauische Hündin tauchte später in Perlach auf. Die Finder verständigten Eveline Kosenbach und das Katz-und-Maus-Spiel begann. Eine Falle, Futter und ein völlig leerer Magen führten nach vielen Monaten endlich zum Erfolg. „Sie war eindeutig mein längster und schwierigster Fall“, erinnert sich die Tierdetektivin. Auch Charlotte Sanchez’ Rüden Jaguá konnte die Expertin nur auf diese Weise zurückbringen. Den Tag, an dem sie ihren Hund wieder in die Arme schließen konnte, vergisst die Münchnerin nicht: „Er hat beim Wiedersehen geschrien. Als wolle er sagen: Wo warst du nur? Er hat seine Pfoten auf meine Schultern gelegt und meine Tränen abgeleckt.

Vorsicht kann leid ersparen

Auch wenn es jedem von uns schnell passieren kann, ersparen Vorsichtsmaßnahmen viel Leid. Führen Sie ängstliche oder stark jagdlich motivierte Hunde an der Leine sowie immer mit einem passenden Halsband oder Geschirr. Dass ein Halsband eng genug sitzt, erkennen Sie, wenn gerade noch zwei Finger unter das Halsband passen. Prüfen Sie es regelmäßig auf Risse. Auch die Stabilität der Befestigungshaken und den Schließmechanismus an der Leine sollten Sie immer wieder unter großer Krafteinwirkung testen. Neu eingetroffene Tierschutzhunde sollten Sie ausschließlich am Sicherheitsgeschirr führen. Lassen Sie Hunde niemals unbeaufsichtigt, z.B. vor dem Supermarkt. An der Leine ist es wichtig, stets aufmerksam zu sein – Whatsapp kann warten. Trainieren Sie vor dem ersten Freilauf einen sicheren Rückruf. Bei Wohnungskatzen, abenteuerlustigen Hunden, Vögeln und Kleintieren sollten Käfige, Zäune, Gartentore, Haus- und Wohnungstüren sowie die Fenster ausbruchssicher sein. Bestimmte Stellen können Sie mit Türgittern oder Zaunverstärkungen zusätzlich absichern. Nager, aber auch Landschildkröten, graben sich gerne unter ihrem Freilaufgehege durch. Kaninchen sind talentierte Springer. Wählen Sie daher eine ausreichend tiefe und zugleich hohe Begrenzung. Extratipp: Schreiben Sie sich einen Notfallplan. Im Ernstfall ist man sehr aufgeregt und vergisst vieles. Es lohnt sich daher, eine Liste mit den wichtigsten Schritten, Telefonnummern und Adressen zu erstellen. Bei Hunden und Katzen, aber auch Kleintieren hilft die Kennzeichnung mit einer Tätowierung oder einem Mikrochip dabei, sie rasch wiederzufinden. Beide Maßnahmen haben Vor- und Nachteile, doch in den vergangenen Jahren hat sich das Chippen immer mehr durchgesetzt. Das fachkundige Injizieren eines Transponders beim Tierarzt ist vergleichbar mit einer Impfung. Das Tier spürt allenfalls einen leichten Pikser. Der Chip hat die Größe eines Reiskorns und enthält wie Tätowierungen und Ringe bei Vögeln eine persönliche Nummer. Mit einem speziellen Lesegerät kann der Tierarzt Ihren Liebling über diese identifizieren – auch, wenn er sein Halsband mit der Marke verloren hat. Durch die Eintragung der Nummer in ein Haustierregister wie das von „Tasso“ oder „Findefix“ erhöhen Sie die Chancen noch einmal mehr. Hier können Sie Ihre Kontaktdaten sowie wichtige Informationen über Allergien oder Futterunverträglichkeiten hinterlegen. Zudem können Sie auf den Seiten Vermisstenmeldungen aufgeben und einsehen.


“Man muss dranbleiben, darf nicht aufgeben, bis das Tier gefunden ist”


Haustiersuche per App

Eine zusätzliche sinnvolle Maßnahme, seinen kleinen Streuner schnell zu ermitteln, sind GPSTracker an Halsbändern (z. B. „Tractive GPS“), Apps (z. B. „Patzar“, „Baltoo“) sowie digitale Hundemarken wie „Dogtap“ oder „Petfindu“. Je mehr Möglichkeiten Sie nutzen, desto größer sind die Chancen. Auch Eveline Kosenbachs Erfahrung zeigt: „Wer sein Tier kennzeichnen lässt und anschließend mehrfach registriert, hat die besten Chancen, dass sein Liebling schnellstmöglich wohlbehalten zu ihm zurückkehrt.“Sabrina Werner

Hier können Sie Ihr Tier registrieren:

• Findefix – das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundeswww.findefix.com
• Tierregister Tassowww.tasso.net
• Internationale Zentrale Tierregistrierungwww.tierregistrierung.de
• Deutsche Tiermeldezentralewww.tiermeldezentrale.de

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Anders als bei gewöhnlichen Hundemarken lassen sich bei Dogtap gleich mehrere wichtige Informationen, wie z. B. Krankheiten oder Allergien, über Ihren Hund digital speichern. Mit Dogtap braucht der Finder Ihres entlaufenen Hundes nur die Hundemarke mit seinem Smartphone zu berühren. Mit nur einem weiteren Klick kann er Sie direkt kontaktieren. Sie wollen gewinnen? Schicken Sie uns einfach eine Mail oder Postkarte mit dem Stichwort „Dogtap“. Die Teilnahmebedingungen finden Sie auf S. 78. Infos: www.dog-tap.com


Fotos: istockphoto.com (3), Shutterstock, Dogtap