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TITELTHEMA: So geht erziehen statt dressieren


Partner Hund - epaper ⋅ Ausgabe 1/2021 vom 02.12.2020

Nicht alles, was man heute mit dem Wort „Hundeerziehung“ bezeichnet, hat auch wirklich etwas damit zu tun. Lan Herzhov räumt mit Missverständnissen auf und erklärt, warum Tricks und Kommandos eine echte Erziehung nicht ersetzen können


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Bildquelle: Partner Hund, Ausgabe 1/2021

Gerade solche banalen Begriff e wie „Erziehung“ werden viel zu oft verwendet, ohne dass man über ihre genaue Bedeutung nachdenkt. Das macht sie dehnbar und öff net den Raum für die unterschiedlichsten Vorstellungen. Im Folgenden möchte ich mein persönliches Verständnis der Hundeerziehung darlegen, natürlich ohne den Anspruch auf ultimative Wahrhaftigkeit.

In den meisten ...

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... Büchern über Hundeerziehung liest man, wie man einem Hund Grundkommandos beibringt: „Sitz“, „Platz“, „Komm“, „Aus“ und andere mehr oder weniger nützliche Sachen. Doch für mich hat das wenig mit Erziehung zu tun: Das ist Dressur. Ich weiß, bei diesem Wort werden sich viele Gesichter vor Schmerz verzerren. Vor dem geistigen Auge erscheinen Bilder von brutalen Dompteuren, die den Willen stolzer Tiere brechen und sie mit der Peitsche zu entwürdigenden Kunststücken zwingen. Ja, das fi nde ich genauso schlimm wie Sie, doch das Wort „Dressur“ bedeutet nichts anderes, als bestimmte Kommandos zu lernen. Und idealerweise nicht mit der Peitsche, sondern durch Lob und Leckerli, spielerisch, mit Spaß und Freude. In vielen Sprachen der Welt wird das Wort „Dressur“ ohne jeglichen negativen Beigeschmack genau dafür verwendet. Schlimm fi nde ich dagegen Begriff e wie „Abrichten“ oder „Drill“. Noch schlimmer, dass sie in einigen Hundevereinen immer noch gebraucht werden, und zwar nicht nur als Wörter, sondern als damit beschriebene Praktiken.

Dass man einem Hund Pfötchen geben, sich rollen oder Männchen machen beibringt, fi nde ich nicht schlimm. Im Gegenteil: Auch wenn solche Kommandos wenig praktischen Nutzen haben, so beschäftigt man sich zumindest mit seinem Hund, der als ein höchst soziales Tier ohne Zuwendung und Interaktion mit seinen Bezugspersonen enorm leiden kann. Solche Beschäftigungen wie Kommandos üben bzw. neue Tricks lernen wirken auch der Langeweile entgegen, der ein solch intelligentes und unternehmungslustiges Tier wie der Hund sonst ausgesetzt wäre. Wie in anderen Bereichen des Lebens ist auch hier ein gesundes Maß gefragt: Solange das Üben nicht in erster Linie dem menschlichen Ehrgeiz dient und keine unrealistische Erwartungen an den Hund gestellt werden, die zur Frustration auf beiden Seiten führen können, ist daran nichts auszusetzen. Vorausgesetzt, die Methoden stimmen, der Mensch hat Geduld, der Hund Spaß und beide sind motiviert.

Also, Kommandos ausführen, Tricks und Kunststücke machen zu können sind zwar feine Sachen, gehören aber zur Dressur und sind mit der Erziehung eines Hundes nicht gleichzusetzen. Wenn Erziehung nicht Dressur im Sinne von „Kommando befolgen“ ist - wie fälschlicherweise viele Hundeerziehungsratgeber uns weismachen wollen -, was ist sie dann? Nun, für mich ist diese Frage ganz einfach zu beantworten: alles Richtige bzw. Erwünschte, was der Hund tut, ohne dass es ihm explizit befohlen wird. Aus „freien Stücken“ sozusagen, weil es sich so gehört. Ein Beispiel: Ein gut dressierter Hund kommt nach dem Kommando „Komm!“ unverzüglich zu seinem Menschen. Ein gut erzogener Hund entfernt sich nicht zu weit von seiner menschlichen Bezugsperson und behält sie immer im Auge.

Lan Herzhov

Noch ein Beispiel: Wenn ein Hund bei Kommando „Aus“ sofort das ins Maul Genommene ausspuckt, ist er gut dressiert. Wenn er aber erst gar nichts ohne Erlaubnis ins Maul nimmt, dann ist er gut erzogen. Ja, das kann man einem Hund durchaus beibringen.

Dressur und Erziehung sind also zwei verschiedene Sachen, die einander zwar ergänzen, aber nicht ersetzen können. Wenn ein Hund voller Begeisterung Pfötchen gibt und noch viele anderen Tricks draufhat, sagt das noch nicht viel über seine Erziehung aus. Und umgekehrt: Wenn ein Hund kein Kommando kennt, muss er nicht zwangsläufi g schlecht erzogen sein.

Wie aber erziehe ich nun meinen Hund richtig? Wie mache ich ihm klar, was von ihm erwartet wird und was „sich nicht gehört“? Und vor allem, wie bringe ich ihn dazu, erwünschtes Verhalten zuverlässig und selbstständig zu zeigen, denn genau das ist Erziehung im wahren Sinne des Wortes!

Ein praktisches Beispiel

Wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Hund allein auf die Straße läuft, lassen Sie ihn es nicht tun - so einfach ist das. Wenn der Hund angeleint ist, ziehen Sie ihn an der Leine zu sich, wenn er in Richtung Straße läuft. Wenden Sie den leichten Leinenimpuls nicht als Strafmaßnahme, sondern als Kommunikationsmittel an, um dem Hund deutlich zu zeigen, dass das unerlaubt ist. Wenn Ihr Hund frei Richtung Straße läuft, rufen Sie ihn zu sich, und loben Sie ihn, wenn er zu Ihnen kommt. Ist Ihr Hund kurz davor, den Bordstein zu überschreiten, verwenden Sie einen Warnruf oder ein Abbruchsignal. Wenn Sie dann zusammen mit Ihrem Hund die Straße überqueren, halten Sie kurz davor inne, um die Grenze zwischen Bordstein und Straße zu verdeutlichen bzw. den Hund darauf aufmerksam zu machen. Beim Überqueren der Straße lassen Sie den Hund bei Fuß gehen - das Kommando „Bei Fuß“ soll er gut beherrschen. Das machen Sie jedes Mal, bei jeder Straße. Einige Menschen lassen ihren Hund vor einer Straße immer „Sitz“ machen. Ich halte das für überfl üssig und zu aufwendig.

Ein paar Tage wird es schon dauern, bis der Hund versteht, was Sie genau von ihm wollen. Nach einigen Wochen wird das Verbot, allein auf die Straße zu laufen, zu einer Gewohnheit. Ab dann wird das Leben Ihres Hundes viel sicherer und Ihr Leben viel entspannter sein.

Eine Frage des Vertrauens

Ich glaube, einer der Hauptgründe, warum sich viele Menschen mit Hundeerziehung so schwertun, ist: Sie unterschätzen ihre Hunde. Die „Möchte-gern-Krönung der Schöpfung“ beansprucht in ihrer Arroganz solche Eigenschaften wie Vernunft, Logik und Einsichtsfähigkeit für sich allein und traut diese Eigenschaften keinem Tier zu. Jedes Unterfangen ist zum Scheitern verurteilt, wenn man nicht an Erfolg glaubt. Deshalb ist mein Appell an dieser Stelle: Trauen Sie Ihrem Hund ruhig mehr zu! Er wird in Rahmen seinen Möglichkeiten Ihre Erwartungen erfühlen. Mein Geheimnis besteht nicht darin, dass ich mehr mit meinen Hunden übe oder irgendwelche besondere Erziehungsmethoden anwende, sondern, dass ich meinen Hunden mehr zutraue und mehr von ihnen erwarte. Die Hunde spüren es und tun alles, um mich nicht zu enttäuschen.

Natürlich sind Hunde keine Roboter, die zuverlässig unter allen Bedingungen funktionieren (auch Roboter tun es nicht immer!). Ein kleiner Ausrutscher hin und wieder kann jedem passieren. Ein bisschen Toleranz, Verständnis und viel Geduld ist auch in der Hundeerziehung unabdingbar. Aber Achtung: Lassen Sie diese Toleranz nicht zu einer Entschuldigung für schlechte Erziehung werden. Hinterfragen Sie sich.

Unser Unterbewusstsein macht alles Mögliche, um Ausreden zu erfi nden, die uns in gutem Licht erscheinen lassen. Dafür hat es einige Tricks als Abwehrmechanismen parat:

Verleugnung: „Bei uns ist alles bestens! Mein Hund hört perfekt auf mich (wenn er will)“; „Es wird immer besser!“ …

Verharmlosen: „Eigentlich ist er ein gaaanz Braver!“; „Der ist nur ein bisschen sturköpfi g“ „Der tut doch nichts!“ … Am meisten verbreitet sind Ausreden: „Das ist typisch seine Rasse!“; „ „Er ist halt ein Rüde!“. Die beliebteste Ausrede ist: „Es ist ihm/ihr früher etwas ganz Schlimmes passiert!“ - „Er/Sie wurde von einem anderen Hund gebissen, von fremden Menschen erschreckt oder mindestens böse angeguckt“ oder oder … Wenn man das ganze kreative Potenzial, das man für das Erfi nden und Aufrechterhalten der Ausreden braucht, bei der Hundeerziehung anwenden würde, hätte man keine Ausreden nötig. Aber die Menschen sind wirklich seltsame Wesen …

Wie gut es bei Ihnen mit der Erziehung Ihres Hundes klappt, hängt weniger von Methoden oder Vorgehensweisen, sondern von Ihrer Entschlossenheit ab. Ihre Persönlichkeit sowie Ihr Charakter spielen dabei eine entscheidende Rolle, denn Hundeerziehung ist keine Maßnahme - sie ist eine Einstellung, eine Lebensart. Da wird der Unterschied zur Dressur noch mal deutlich: Um einem Hund ein Kommando beizubringen, reicht es, ein paar Mal am Tag jeweils ein paar Minuten mit ihm zu üben, und in wenigen Tagen bis ein paar Wochen ist es geschaff t. Erziehung dagegen passiert rund um die Uhr und endet nie. Sie ist keine Aktion, sondern eine Reihe von ins Leben integrierten Gewohnheiten. Und um eine Gewohnheit zu entwickeln, braucht es Zeit. Bei Hunden wie bei Menschen. Wenn aber diese Gewohnheit sich fest im Leben etabliert, wird sie zum Lebensstil.

Am leichtesten ist es, wenn man die Benimmregeln mit dem kleinen Welpen von Anfang an praktiziert. Dann ist es für den Hund eine Selbstverständlichkeit - er kennt ja nichts anderes und daher kommt er kaum auf die Gedanken, dass es anders sein könnte. Wenn Sie einen erwachsenen Hund haben, ist es schwieriger, und Sie brauchen mehr Zeit und Geduld. Doch auch ein älterer Hund kann noch viel lernen und sich an ein neues Leben bei Ihnen anpassen - man lernt bekanntlich nicht aus! Mit diesem Spruch ist übrigens nicht nur Ihr Hund gemeint: Wenn Sie bis jetzt mit der Erziehung Ihres Hundes nicht ganz zufrieden waren, denken Sie daran: Sein Benehmen hängt von Ihnen ab - Ihrem Temperament, Charakter, Gewohnheiten und Lebensart. Daher kommen Sie nicht drum herum, an sich selbst zu arbeiten. Und das ist die Haupterkenntnis der Erziehungswissenschaft des Hundes: Fangen Sie mit sich selbst an! - Ihr Hund wird sich schon anpassen.

ist Hundepsychologe und Heilpraktiker für Psychotherapie. Zu seinem Grundkonzept gehört es, die Kenntnisse der Hunde- und Menschenpsychologie miteinander zu verbinden. Mehr Infos: www.mensch-hund-beratung.de

12 Grundregeln zur Erziehung

1. Entscheiden Sie von Anfang an - am besten noch vor der Anschaff ung eines Hundes -, was er darf und was nicht, und zwar ein für allemal. Was Sie Ihrem Hund erlauben, ist Ihnen überlassen. Ob Ihr Hund beispielsweise ins Bett darf oder nicht - es ist Ihr Hund, Ihr Bett, Ihr Leben - Ihre Entscheidung.

2. Einmal verboten bedeutet immer verboten. Und immer bedeutet immer. Keine Ausnahmen!

3. Beschäftigen Sie sich viel mit Ihrem Hund, arbeiten Sie an Ihrer Beziehung. Ein kurzer Aufmerksamkeitsentzug wird von Ihrem Hund nur dann als Strafe empfunden, wenn er Ihre Nähe mit etwas Positivem, Spannendem verbindet. Im Grunde genommen ist es ganz einfach: Je mehr Sie sich mit dem Hund beschäftigen, desto mehr bedeuten Sie ihm. Und je mehr Sie ihm bedeuten, desto mehr achtet Ihr Hund auf Sie.

4. Sorgen Sie für ausreichend viele Erlebnisse. Wenn Ihr Hund möglichst vielen unterschiedlichen Situationen, Orten, Menschen und Tieren ausgesetzt wird, wird er souveräner, selbstsicherer und kann besser auf Sie hören; ein gestresster, überforderter Hund lässt sich schwerer erziehen.

5. Lassen Sie Ihren Hund die richtige Erfahrung machen: Was Sie wollen, soll sich für ihn lohnen und umgekehrt. Zeigen Sie ihm ebenso deutlich, wenn Verhaltensweisen unerwünscht sind.

6. Belohnen Sie zeitnah, am besten zeitgleich und richtig dosiert. Die Belohnung soll etwas ganz Besonderes sein: Ein Spiel ist nur eine Belohnung, wenn der Hund gerade auch spielen will. Belohnen Sie über Leckerli, sollte das etwas besonders Schmackhaftes sein, nicht sein normales Futter. Setzen Sie erkennbar und eindeutig Grenzen und seien Sie nicht nachtragend!

7. Würdigen Sie das gute Benehmen Ihres Hundes: Loben Sie ihn immer wieder, wenn er brav ist. Viele Hunde machen die Erfahrung, dass sie nur dann beachtet werden, wenn sie Unfug anstellen, was sie dann auch öfters tun - nach der Motto „Negative Aufmerksamkeit ist besser als gar keine“.

8. Steigern Sie den Schwierigkeitsgrad langsam. Bei der Erziehung sind Ehrgeiz und Ungeduld völlig fehl am Platz. Überfordern Sie Ihren Hund nicht. Er braucht seine Zeit, um zu verstehen, was Sie von ihm wollen. Eine unrealistische Erwartungshaltung sorgt nur für Frustration bei Ihnen, die sich auch auf Ihren Hund übertragen wird.

9. Sorgen Sie für eine artgerechte Haltung Ihres Vierbeiners. Viele Verhaltensauff älligkeiten und sogar Verhaltensstörungen resultieren aus unerfüllten natürlichen Bedürfnissen des Tieres. Berücksichtigen Sie die individuellen Besonderheiten Ihres Hundes (Temperament, Vorlieben etc.) sowie rassenspezifische Eigenschaften und vergessen Sie auch sein Wolfserbe nicht.

10. Sorgen Sie für ausreichende Bewegung und Beschäftigung. Ein unterforderter und gelangweilter Hund kommt eher auf dumme Gedanken.

11. Ahmen Sie keinen Hundetrainer blind nach, wie berühmt er oder sie auch sein mag. Übernehmen Sie keine Methode eins zu eins. Dafür ist die Erziehung des Hundes eine viel zu komplexe Angelegenheit, bei der zu viele Faktoren wichtige Rollen spielen: Persönlichkeit (sowohl Ihre als auch die Ihres Hundes), Ihr Lebensstil, die Umgebung, Ihre Vorerfahrung und noch Hunderte von individuellen Nuancen, die einmalig und daher nicht auf andere Menschen/Hunde/Situationen zu übertragen sind. Hinterfragen Sie Ratschläge (auch gut gemeinte) kritisch. Vertrauen Sie lieber Ihrem Bauchgefühl.

12. In schwierigen Fällen, wenn Sie nicht weiterwissen, wenden Sie sich lieber an einen Spezialisten, am besten an einen Hundepsychologen. Facebook- Gruppen und YouTube-Videos bieten Unmengen von Informationen an, aber bei Weitem nicht alles davon ist richtig, brauchbar oder auf andere Fälle übertragbar.


ILLUSTRATIONEN: SHUTTERSTOCK(5)