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TITELTHEMA: Wahre Schönheit kommt von innen


natürlich gesund und munter - epaper ⋅ Ausgabe 4/2018 vom 21.06.2018

Nur wenn die Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien stimmt, bleibt die Haut straff, schön und gesund.


BASIS JEDER SCHÖNEN HAUT ist die Ernährung, denn nur, wenn wir sie von innen heraus mit allem versorgen, was sie benötigt, bleibt sie straff und gesund. Die gute Nachricht: „Jenseits von Sonnencreme braucht die gesunde Haut im Normalfall keine Pflege von außen“, sagt Dr. Johannes Wimmer, Hautarzt an der Universitätsklinik Hamburg. Die Haut ist nämlich von Kopf bis Fuß darauf eingestellt, sich selbst gesund zu erhalten: 300 000 Talgdrüsen bilden bis zu drei Gramm Öl am Tag. Diese ...

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BASIS JEDER SCHÖNEN HAUT ist die Ernährung, denn nur, wenn wir sie von innen heraus mit allem versorgen, was sie benötigt, bleibt sie straff und gesund. Die gute Nachricht: „Jenseits von Sonnencreme braucht die gesunde Haut im Normalfall keine Pflege von außen“, sagt Dr. Johannes Wimmer, Hautarzt an der Universitätsklinik Hamburg. Die Haut ist nämlich von Kopf bis Fuß darauf eingestellt, sich selbst gesund zu erhalten: 300 000 Talgdrüsen bilden bis zu drei Gramm Öl am Tag. Diese körpereigene Bodylotion überzieht die gesamte Hautoberfläche mit einem dünnen Fettfilm. Außerdem produzieren die Hautzellen selbst noch Fette, die sie nach außen abgeben, um ihre Zellzwischenräume abzudichten – so wie Mörtel die Backsteine einer Mauer versiegelt. Diese doppelte Fettbarriere verhindert das Entweichen von Feuchtigkeit wie eine Dampfsperre. Das beugt nicht nur Trockenheit und Jucken vor, sondern macht die Haut auch praller, fester und glatter. Was sie zusätzlich gesund, frisch und schön aussehen lässt? Eine Ernährung, die sie mit Nährstoffen versorgt und ihre Spannkraft erhält.

Meeresfisch wie Lachs und die richtigen Gemüsesorten – so bekommt die Haut, was sie braucht


Essen Sie Ihre Haut gesund

Reichlich Obst und Gemüse, Putenfleisch und Fisch, Butter und Sahne sowie zum Frühstück Haferflocken und zwei bis dreimal die Woche eine Schüssel Hirsebrei: so sähe der Speiseplan aus, wenn ihn unsere Haut selbst nach ihren ureigensten Bedürfnissen zusammenstellen könnte. Denn damit bekäme sie alles, was sie braucht: Vitamin A und seine wichtigsten Mitspieler Niacin, Folsäure und Zink, Omega-3, Silizium und reichlich Antioxidantien, die freie Radikale abfangen. Das sind reaktionsfreudige Moleküle, die auf der Suche nach einem fehlenden Elektron körpereigene Strukturen angreifen und zerstören können.

» Vitamin A: Kein anderer Nährstoff ist so eng mit der Funktion der Haut und ihrer Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, verbunden wie dieses Vitamin. Es ist nicht nur unverzichtbar für die Bildung gesunder, neuer Hautzellen, sondern auch ein Schlüsselstoff für die körpereigene Herstellung des Polsterstoffs Hyaluron. Schon ein Gramm dieses Kohlenhydrats kann bis zu sechs Liter Wasser binden – je mehr davon in der Haut vorhanden ist, desto weniger Falten weist sie auf. Vitamin A steckt reichlich in Butter und Sahne und in seiner Vorform als Betacarotin in vielen Obst- und Gemüsearten. Besonders viel ist in Spinat, roter Paprika, Aprikosen und Karotten enthalten. Allerdings ist die Verwertung von Betacarotin für den Organismus nicht ganz einfach. Die Ausbeute ist gering und kann nur durch die Zugabe von Fett gesteigert werden (mehr zu diesem Thema lesen Sie im Artikel „Mehr Farben auf den Teller“ ab Seite 62). Ein Großteil dieser Vitamin-A-Vorstufe bleibt, einmal im Organismus angekommen, zudem oft ungenutzt: So mancher Obst- und Gemüse-Fan hat von Karotten bereits gelbe Handflächen bekommen, weil sich das Betacarotin dort abgelagert hat. Möglicher Grund: Zu wenig Schilddrüsenhormone oder Jod, das für deren Bildung notwendig ist, oder ein Mangel an Niacin, Zink oder Folsäure. All diese Substanzen fördern nämlich den Umbau von Betacarotin in Vitamin A.

» Niacin: Dieses B-Vitamin wandelt Vitamin A in wichtige stoffwechselaktive Formen um. Bei einer Niacin-Mangelerkrankung entzündet sich die Haut, sie reagiert hochempfindlich auf Sonne und pigmentiert sich dunkel. Hauptnahrungsquellen für Niacin sind Fisch – insbesondere Lachs und Sardinen – sowie Champignons und Avocado.

» Zink: Das wichtigste Spurenelement für die Haut unterstützt nicht nur die Bildung von Vitamin A, sondern auch den Wiederaufbau der Haut sowie das Immunsystem. Haferflocken, weiße Bohnen und Putenfleisch sind reich daran.

» Folsäure: Sie ist an allen Wachstumsprozessen im Körper zentral beteiligt, so auch am monatlichen Neuaufbau der Oberhaut. Dieses B-Vitamin steckt vor allem in frischem Blattsalat und kurz gekochtem Spinat sowie in Hefe. Allerdings ist Folsäure stark hitze- und lagerungsempfindlich, der Körper ist deshalb oft zu knapp damit versorgt. Abhilfe schaffen Kapseln mit flüssiger Bierhefe (z. B. Panaktiv von Dr. Metz). Sie liefern nicht nur reichlich Folsäure, sondern auch eine dicke Extraportion an Niacin und Zink.

» Omega-3: Die Fettsäure hemmt Entzündungen, die nicht nur quälende Symptome an der Haut verursachen, sondern auch das Kollagen schädigen. Dieses Strukturprotein ist Hauptbestandteil des Geflechts von Bindegewebsfasern, das der Haut Festigkeit und Spannkraft verleiht und Wasser in der Haut bindet. Omega-3 bringt bei Neurodermitis und Schuppenflechte meist deutliche Besserung, ist aber nur in fettem Meeresfisch wie Lachs, Makrele und Hering in größeren Mengen enthalten. Dr. Volker Schmiedel, der sich intensiv mit der gesunden Fettsäure beschäftigt und ein Buch über sie geschrieben hat („Omega-3 – Öl des Lebens: für mehr Gesundheit“, Fona Verlag), empfiehlt einen Esslöffel Fischöl am Tag. Hochwertige Omega-3-Produkte aus Fisch oder – für Vegetarier – aus Algen gibt es in der Apotheke (z. B. Omega-3 Total oder Omega-3 Vegan von Norsan). Fischöl-Kapseln vom Discounter sind hingegen meist nicht geeignet. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren werden aus Abfallprodukten hergestellt und sind oft ranzig. „Beißen Sie testweise auf die Kapsel“, rät Dr. Schmiedel. „Schmeckt sie fischig, ist sie verdorben.“ Dann schaden die Nahrungsergänzungsmittel mehr als sie nützen, warnt der Mediziner.

Wer Beeren isst, nimmt reichlich Antioxidantien auf und baut der Haut einen Schutzschild gegen freie Radikale.


» Silizium: Dieser auch als Kieselsäure bezeichnete Schlüsselstoff für die Haut hilft ihr, Kollagen zu bilden. Hirse, vor allem ungeschälte Braunhirse, enthält besonders viel Silicium, da ein großer Teil der Kieselsäure in den Randschichten der uralten Getreideart steckt, die bei der Gelbhirse entfernt werden muss. Auch mit Zinnkrauttee können Sie Ihre Haut von innen pflegen. Das Kraut wird zehn Minuten leicht gekocht, damit sich das Silizium aus den Stängeln löst, der Tee mehrmals pro Woche getrunken.

» Antioxidantien: Ein besonders schlimmer Feind der Haut sind die sogenannten freien Radikale. Sie greifen körpereigene Strukturen an und lösen an den Fetten der Zellmembran chronische Entzündungen aus. Altersflecken sind übrigens Deponien für auf diese Weise zerstörte Fette. Die reaktionsfreudigen Moleküle sind einer der wesentlichen Gründe, dass wir überhaupt altern. Ihre Bildung wird durch die UV-Strahlen der Sonne, aber auch durch Rauchen, Stress und Schlafmangel forciert. Wenn Sie es schaffen, Sonnenbrände zu verhindern, Stress abzubauen und früher schlafen zu gehen, tut Sie also nicht nur viel für Ihre Gesundheit, sondern auch viel für Ihre Haut. Reichlich freie Radikale werden aber auch über die Nahrung aufgenommen, insbesondere in Form von sogenannten AGEs. Diese Altmacher von innen sind unheilvolle Verbindungen von Zuckern und Eiweißen, die vor allem bei hoher Hitze entstehen. Fast Food, Fischstäbchen und zuckerhaltige Produkte sind voll davon. Glücklicherweise können wir die Haut mit Gegenspielern von innen, den so genannten Antioxidantien, schützen. Besonders viele finden sich in Beeren, wobei wilde Blaubeeren mehr von diesen Schutzstoffen enthalten als kultivierte, biologisch angebaute mehr als konventionell erzeugte. Trauben sind ebenfalls eine Top-Quelle für hautschützende Antioxidantien – somit auch Wein. Wer dann noch grünen Tee oder Kakao regelmäßig genießt, der baut seiner Haut einen wirksamen Schutzschild, der sie von innen schön erhält.

» Hyaluron: Der körpereigene Polsterstoff ist eine weitere Möglichkeit, mit der Sie die Spuren der Zeit minimieren können. Hyaluronsäure wird von bestimmten Zellen in der Haut, den sogenannten Fibroblasten, selbst produziert. In der kosmetischen Dermatologie wird sie unter Falten gespritzt, es gibt inzwischen aber auch Präparate zum Einnehmen, die das Hautverjüngungswunder Hyaluron dem Körper gezielt zuführen (z. B. Regulatpro Hyaluron Anti Aging Beauty Drink von Dr. Niedermaier).

Aktivieren Sie die Entgiftungsfunktion

Wenn Sie Ihrer Haut und gleichzeitig Ihrem ganzen Körper Gutes tun möchten, sollten Sie zudem damit anfangen, die Ausleitungsfunktion der Haut zu stärken. „Zahlreiche Schadstoffe kann der Körper nur auf diesem Weg hinaustransportieren“, erklärt der auf Ausleitungsverfahren spezialisierte Arzt Dr. Kaspar Abele aus Schwäbisch Gmünd. Die fortwährend neu gebildeten Zellen der Oberhaut nehmen Schadstoffe aus dem Organismus auf. Schilfern die Hautzellen nach einem Monat ab, nehmen sie die Problemstoffe mit sich. Zehn Gramm abgestorbene Hautzellen sind das täglich – also pro Monat so viel wie drei Tafeln Schokolade. Naturheilkundler bezeichnen das fast zwei Quadratmeter große Hautorgan deshalb oft als dritte Niere. Wer nun denkt, die Entgiftungsfunktion zu aktivieren sei schwierig oder aufwendig, kann sich beruhigen. Im Gegenteil, es ist recht einfach und oft sogar mit Genuss verbunden: Kommen Sie einfach ins Schwitzen!

„Die Vorstellung von der Selbstreinigung durch Schwitzen gab es in vielen Kulturen“, sagt Dr. Abele, „Indianer und Kelten hatten Schwitzhütten.“ Die weltweit heute so beliebte Sauna ist eine Fortentwicklung dieser schweißtreibenden Institution. So bildet man bei zwei Saunagängen à 15 Minuten insgesamt etwa 800 Milliliter Schweiß – das bis zu Achtfache der üblichen Tagesproduktion. Dadurch können größere Mengen schädlicher Stoffwechselprodukte über die Schweißdrüsen ausgeschieden werden. Aber Vorsicht: Anfänger sollten sowohl Temperatur als auch Verweildauer langsam steigern und sich dabei vom Befinden leiten lassen. Wer Saunieren nicht mag, kann seine Schweißproduktion auch durch Ausdauersport deutlich steigern. Schwitzen ist übrigens auch Trainingssache: Wer regelmäßig übt, spürt bald, dass er früher und mehr Schweiß bildet.


Die Haut hat eine wichtige Funktion bei der Entgiftung. Naturheilkundler bezeichnen sie deshalb oft als dritte Niere.


Ausleitende Verfahren beim professionellen Therapeuten

Aus ganzheitlicher Sicht sind Gifte, die von außen in den Körper gelangen oder im Stoffwechsel entstehen, wesentliche Ursachen für viele Erkrankungen. Die Naturheilkunde kennt verschiedene bewährte Ausleitungsverfahren über die Haut.

Schröpfen ist der Klassiker unter den Ausleitungsverfahren bei Therapeuten. In vielen traditionellen Heilkunden hat es bis heute einen festen Platz. Bei dem Verfahren werden Schröpfköpfe auf den Rücken gesetzt, die dann Unterdruck erzeugen und die Haut hochziehen. Beim blutigen Schröpfen wird vor dem Aufsetzen die Haut leicht geritzt. „Nur blutiges Schröpfen hat eine hohe Wirkung“, betont der Spezialist Dr. Kaspar Abele. Allerdings ist das Schröpfen nicht für jeden geeignet: „Fülletypen schröpfe ich mit Lust und Wonne. Magere und Hagere sind dafür schon zu sehr im Mangel.“ Mit auf Feingefühl trainierten Fingerspitzen tastet der Arzt nach Auffälligkeiten in der Haut des Rückens. Er ist für ihn ein diagnostisches Feld. Oft erspürt er dabei beispielsweise Myogelosen, kleine Verdickungen in Muskeln, die bei chronischer Übersäuerung entstehen. Zudem können Schröpfköpfe auch gezielt in Reflexzonen platziert werden, um kranke Organe positiv zu beeinflussen.

Blutegel ermöglichen einen Aderlass der besonderen Art. Dabei entziehen die kleinen Tierchen dem Körper nicht nur Blut und belastende Stoffe. Die Egel geben auch blutverdünnende Substanzen ab, vor allem das Hirudin. Das löst venöse Stauungen und wirkt Thrombosen entgegen.

Canthariden-Pflaster sind eine weitere altbewährte Ausleitungsmethode. Canthariden-Paste wird aus der Spanischen Fliege gewonnen. Sie hilft vor allem bei schmerzenden Gelenken und Rückenleiden. Das Wirkstoff-Pflaster wird auf den Schmerzherd geklebt. Es fördert stark den Blut- und Lymphfluss. Innerhalb von 24 Stunden entsteht eine große, mit heller Flüssigkeit gefüllte Quaddel. Der Therapeut sticht diese dann auf, die Flüssigkeit läuft ab. Deshalb wird dieses Verfahren auch als weißer Aderlass bezeichnet. Er soll insbesondere entzündliche Stoffe aus dem Gelenk ableiten, sodass die Schmerzen zurückgehen können.

Auch ein Ganzkörper-Peeling mit der Badebürste fördert den Ausscheidungsweg über die Hautzellen. Dabei wird die oberste Schicht mit den abgestorbenen und mit Giftstoffen belasteten Zellen einfach weggerubbelt. Zudem regt die Massage der Haut während eines Wannenbads die Durchblutung und damit den Abtransport von Abfallstoffen an. Die Haut sieht dadurch frischer aus, sogar eine Cellulite im Anfangsstadium kann so ein wenig zurückgedrängt werden. Etwa 15 Minuten sollte die Prozedur dauern, bei circa 37 °C warmem Wasser. Am besten Sie beginnen mit dem Bürstenbad an den Füßen und arbeiten sich zunächst in Richtung Herz vor, danach von den Händen entlang der Arme nach oben. Geben Sie zusätzlich ein Basenbad ins Wannenwasser, fördert das die Ausleitung von Säuren.
Sie vermuten, dass besonders viele Giftstoffe Ihren Stoffwechsel belasten? Dann sollten Sie sich an einen Arzt oder Heilpraktiker wenden, der sich auf Ausleitungsverfahren wie etwa Schröpfen, Blutegeltherapie oder Canthariden-Pflaster spezialisiert hat (mehr dazu im Kasten Seite 25).

Schönheitsschlaf ist kein Mythos

Den berühmten Schönheitsschlaf gibt es wirklich – das weiß jeder, der nach einer durchwachten Nacht in den Spiegel blickt: Zerknittert wirkende Haut, dunkle Augenringe, hängende Augenlider und eine blasse Gesichtsfarbe sind die sichtbaren Zeichen, dass der Körper in der Nacht zu wenig Schlaf abbekommen hat. Der Grund: Bei Schlafmangel produziert der Körper vermehrt Kortisol, was den Abbau von Kollagen zur Folge hat und die Produktion von Hyaluron beeinflusst. Die Haut altert schneller, sie wird schlaff, dünner und feuchtigkeitsärmer, die Faltenbildung verstärkt sich, Hautreizungen nehmen zu. Umgekehrt können Sie aber mit ausreichend Schlaf – im Durchschnitt sieben bis acht Stunden pro Nacht – einer frühzeitigen Hautalterung entgegenwirken. Denn während der Tiefschlafphase wird ein Wachstumshormon ausgeschüttet, das dafür sorgt, dass sich die Haut regeneriert. Aminosäuren und Proteine werden in die Zellen eingebaut, die Spannkraft der Haut nimmt wieder zu, der höhere Wassergehalt in den Zellen führt zu glatteren Konturen. Also: Schlafen Sie (sich) schön!

So hilft Naturheilkunde bei diversen Hautleiden


Foto: Julija Dmitrijeva/iStock.com; Hintergrund: mimacz/Fotolia.com

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