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Ton: AV-Receiver: Starkes Stück


Heimkino - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 05.07.2019

In der hart umkämpften 500-Euro-Klasse der AV-Receiver gibt es bereits umfangreiche Ausstattungen, beste Bedienbarkeit, gute Verarbeitung und schicke Designs. Hier tummeln sich seit Jahren auch die 1000er-Modelle von Denon. Ob der brandneue AVR-X1600H ebenfalls zum Publikumsliebling wird, klärt unser Test.


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Bildquelle: Heimkino, Ausgabe 8/2019

In der Liga der 500-Euro-Geräte geht es heiß her, da sich hier die Kunden die Klinke in die Hand geben. Deshalb ist es für die AVReceiver- Hersteller besonders wichtig, mit spannenden und interessanten Geräten zu punkten. Diese sollten mit guter Ausstattung und Verarbeitung glänzen und vielleicht sogar ...

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In der Liga der 500-Euro-Geräte geht es heiß her, da sich hier die Kunden die Klinke in die Hand geben. Deshalb ist es für die AVReceiver- Hersteller besonders wichtig, mit spannenden und interessanten Geräten zu punkten. Diese sollten mit guter Ausstattung und Verarbeitung glänzen und vielleicht sogar schon mit den nützlichsten Features der nächsthöheren Klasse aufwarten. So kann man sich als Hersteller von der Konkurrenz etwas absetzen. Der neue AVR-X1600H des japanischen Anbieters Denon hat das Zeug hierzu: Was der rund 580 Euro teure AV-Receiver an Technik und Funktionen in seinem schmucken Gehäuse vereint, ist mehr als nur aller Ehren wert.
Rein optisch kommt der Netzwerk-AV-Receiver aufgeräumt und klar strukturiert daher. Was der preisgünstige Receiver zu leisten vermag, erschließt sich einem als Käufer wahrscheinlich erst dann, sobald die 282 Seiten starke Bedienungsanleitung eingehender studiert wird. Leider liegt diese nur als PDF-Datei zum Download vor oder ist als Web- Handbuch online zu nutzen.

Der 1600er-Denon ist ein 7.2-Kanal-AV-Receiver mit Unterstützung von Dolby Atmos, Dolby Height Virtualization, DTS: X und DTS Virtual: X. Zahlreiche Sprachsteuerungs-Möglichkeiten ergeben sich durch die Kompatibilität mit Amazon Alexa, Google Assistant und Siri, Letzteres via AirPlay. Dualband-WLAN, Bluetooth und AirPlay2 bietet der AVR-X1600H zum kabellosen Streaming von Audio-Inhalten an. Seine sechs HDMI-Eingänge, einer davon auf der Front, und der HDMI- Ausgang unterstützen HDCP 2.3 für uneingeschränkten Genuss kopiergeschützter Inhalte. Wie beim Vorgänger gibt es 60-Hz-4K-Ultra- HD-Video, Pure-Color-4:4:4-Subsampling, Dolby Vision, HDR10 (High Dynamic Range), HLG (Hybrid Log Gamma) und 21:9-Video, sowie 3D- und BT.2020-Passthrough-Unterstützung. Der erweiterte Audio-Rückkanal (eARC) macht die Wiedergabe von HD- und 3DTonformaten via HDMI-Kabel von kompatiblen Fernsehern möglich. Mit dem AVR-X1600H kann auf nahezu alle Online-Musikquellen zugegriffen werden: Tune-In-Internetradio, Amazon Music, Spotify Connect, Deezer und Tidal seien an dieser Stelle exemplarisch genannt. Per Netzwerk-Audiostreaming und Wiedergabe via USB steht Nutzern auch die Welt hochaufgelöster Audioformate zur Verfügung: Flac, Alac, Wav und DSD bis zu 5,6 MHz werden unterstützt. Über den Phono- Eingang kann ein Plattenspieler mit Moving-Magnet-System angeschlossen werden.

Der dicke Transformator sorgt für eine stabile Stromversorgung und bringt beachtliche 3,4 Kilogramm auf die Waage


Technik & Ausstattung

Vier Quickselect-Funktionstasten sind auf der Front und der Fernbedienung zu fi nden. Per simplem Tastendruck wird der schnelle Zugriff auf bevorzugte Quellen, samt individuell abspeicherbarer Audioeinstellungen für einzelne Quellen ermöglicht. Der AVR-X1600H ist in der Lage, zwei Zonen mit unterschiedlichen Audioinhalten zu versorgen. Zwei Pre-outs für Subwoofer bietet der Denon auf der Rückseite an, wobei an beiden Ausgängen die gleichen Signale anliegen. Weitere Preouts oder einen koaxialen Digitaleingang sucht man leider vergebens. Dafür sind zwei optische Eingänge für digitales Audio auf der Rück- seite zu fi nden. Der USB-Eingang auf der Front spielt Audio von USBDatenträgern ab. Musik von iDevices wird via AirPlay2 abgespielt. Als „H“-Receiver ist der 1600 natürlich für den Multiroom-Einsatz mit allen Heos-Modellen kompatibel. Ein hochwertiger Leistungs-Transformator sorgt im Denon für eine stabile Stromzufuhr, immerhin bringt der Trafo fast 3,5 Kilogramm auf die Waage und macht damit einen Großteil des Gesamtgewichts von 8,6 Kilogramm aus. Interessant ist die Möglichkeit, Bluetooth-Kopfhörer an den Receiver anschließen zu können, um damit ohne Lautsprecher Filme genießen zu können. Die gleichzeitige Nutzung mit Lautsprechern ist ebenfalls möglich, dies ist beispielsweise interessant, wenn schwerhörige Personen mitgucken wollen. Dann kann jeder in seiner eigenen Lautstärke Film und TV ansehen. Dieses Feature wird allerdings erst ab Ende 2019 mit einem Firmware-Update nachgereicht. Sollten keine Höhenkanäle im eigenen Kino vorhanden sein, bietet der AVR-X1600H DTS Virtual: X und Dolby Height Virtualization an, die Höheneffekte mit normalen 2.1- oder 5.1-Lautsprecher-Setups ermöglichen.

Die Gerätefront ist klar strukturiert und wirft bei der Bedienung keine Fragen auf. Gut zugänglich ist der USB-Eingang


Die Videosektion sitzt auf einer Platine im linken Teil des Gehäuses. Daneben ist das Heos-Modul huckepack eingebaut – gut zu erkennen an den silbernen Kühlkörpern


Einrichtung & Praxis

Wie üblich, nimmt bei Denon der Einrichtungsassistent seine Käufer an die Hand und hilft bei der Konfi guration des Receivers. Das funktioniert in der Praxis sehr gut, sodass auch Anfänger ihre Heimkinosysteme ohne Probleme zum Klingen bringen sollten. Die kurze Schnellstartanleitung in gedruckter Form hilft hier ebenfalls. Auf der „Papprakete“ zum Zusammenstecken wird das Messmikrofon in Ohrhöhe platziert. Die Messroutine Audyssey MultEQ XT analysiert auf bis zu acht Messpositionen rund um die Haupthörposition alle angeschlossenen Lautsprecher und den Hörraum. Im Menüpunkt „Manuelle Konfi g.“ kann der AV-Receiver von Hand eingerichtet oder die zuvor von Audyssey ermittelten Werte verändert werden. Allerdings stehen dann die Funktionen „Audyssey Dynamic Volume“ und „Audyssey Dynamic EQ“ nicht mehr zur Auswahl. Mit diesen beiden Features werden die Wiedergabe bei sehr geringen Abhörlautstärken optimiert und Dynamiksprünge zwischen leisen und lauten Passagen abgemildert, was beispielsweise bei Werbeblöcken während Fernsehsendungen gut funktioniert. Versierte Anwender nutzen das kostenpfl ichtige Tool „Audyssey MultEQ Editor-App“, das es für rund 22 Euro im Store zu kaufen gibt. Mit dieser App sind weitreichende Beeinfl ussungen möglich, die den Klang des Receivers noch weiter optimieren.

Die Fernbedienung gefällt mit gutem Layout und großen Tasten für die Lautstärke und das Steuerkreuz. Wünschenswert wäre eine Beleuchtung


Klang

Mit uns bestens vertrauten Musikstücken vom NASLaufwerk, USB-Stick und von Audio-CDs „quälen“ wir den AVR-X1600H im Pure-Direct-Stereomodus im Hörtest. Dadurch werden sämtliche Beeinfl us- sungen durch Equalizer, Restorer, MultEQ XT und so weiter deaktiviert. So klingt der Denon sehr erwachsen, einfühlsam und mit leicht warmem Timbre, wodurch er sich als typischer Vertreter des japanischen Anbieters outet. Er punktet mit einem satten Bassbereich, der tief hinabreicht und für viel Spaß sorgt, auch wenn es bei komplexerem Material hier und da etwas an Kontrolle fehlt. Das ist aber weit weg von unpräziser Spielweise und angesichts der Preisklasse geht das absolut in Ordnung. Musik wird sehr räumlich und plastisch abgebildet, Stimmen stehen greifbar im Raum.

Wir wechseln in den Filmbetrieb und bauen ein 5.1.2-System mit mittig platzierten Dolby-Atmos-Deckenlautsprechern auf. So darf der Klassiker „Mad Max: Fury Road“ zeigen, dass er immer noch absolut hörenswert ist. Die überall im Raum umherschwebenden Stimmen werden akustisch gut nachvollziehbar abgebildet und schaffen eine sehr weiträumige Atmosphäre. Die grummelnde Stimme des Hauptdarstellers ist bestens zu verstehen und auch die ersten Special Effects aus dem Intro werden ungemein plastisch abgebildet. Dank der guten Audyssey-Einmessung ist der Filmklang sehr stimmig und absolut plausibel. Der Denon AVR-X1600H versteht es sehr gut, Details präzise herauszuarbeiten und im Hörraum abzubilden. Er lässt es bei Bedarf richtig krachen oder agiert als souverän klingender Feingeist. Ebenfalls absolut überzeugend gelingt ihm die Reproduktion von mehrkanaligen Musik-Blu-rays. Hier überzeugt wieder die exzellente räumliche Abbildung, die für eine grandiose Live-Atmosphäre in unserem Referenz- Heimkino sorgt.

Der AVR-X1600H bietet fünf HDCP-2.3-fähige HDMI-Eingänge und einen ebensolchen HDMI-Ausgang mit ARC-Tauglichkeit an. Eine Phonobuchse für Schallplattenfreunde bietet der Receiver ebenfalls


Technik: Leistungsmessung

Der Denon AVR-X1600H überzeugt durch die Bank mit soliden Leistungen im Stereowie Mehrkanalbetrieb.


Labor

Im Testlabor erarbeitet sich der AV-Receiver sehr gute Messwerte. Das Klirr- und Rauschverhalten sowie die Kanaltrennung und der Frequenzgang könnten kaum besser sein. Der Dämpfungsfaktor liegt mit einem Wert von 50 im mittleren Bereich. Stereo liefert der Denon 110 Watt an acht und 145 Watt an vier Ohm pro Kanalseite. Bei Belastung von fünf Kanälen drückt der AVR-X1600H gleichzeitig 83 Watt an acht und 85 Watt an vier Ohm in die Lastwiderstände. Eine Schutzschaltung bewahrt den Receiver bei zu hoher Leistungsabgabe vor Folgeschäden. Im Standby sinkt der Energiebedarf auf 0,0 Watt und beim Netzwerk- Passthrough sind es geringe 3,1 Watt.

Fazit

Denon hat mit seinem AVR-X1600H wieder einmal alles richtig gemacht und bietet für 580 Euro sehr viel Klang im Stereo- und Mehrkanalbetrieb, eine hohe Leistung und eine Ausstattung, die nur wenige Wünsche offenlässt. Dank seiner Multimedia- und Streamingtalente wird der Heos-Receiver zum überaus verlockenden Angebot.