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TONGENERATOR TEIL 64


OKEY - epaper ⋅ Ausgabe 150/2019 vom 16.08.2019

Diesmal schließen wir die Betrachtung der R–100-Orgel ab. Damit endet auch der HAMMOND-Beitrag „Der Tongenerator“. Ab der Nummer 152 werde ich in der Rubrik „HAMMOND en détail“ unter dem neuen Titel „HAMMOND inside“ über die Funktion und den Aufbau und die möglichen Probleme verschiedener Baugruppen und Teile (Basspedale, Manuale, Fussschweller, Vibrato-Schaltungen usw.) der einzelnen elektromagnetischen HAMMOND-Orgeln berichten.


HAMMOND EN DÉTAIL

Die R–100 ist die „letzte große HAMMOND” mit elektromagnetischem Tongenerator mit 2 Manualen mit je 61 Tasten und einem Vollpedal mit 25 Tasten.

DIE DREI ...

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Bildquelle: OKEY, Ausgabe 150/2019

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... SIGNALWEGE

Dieses LESLIE Aggregat hat eine rotierende Trommel, in der ein ovaler Lautsprecher 6 x 9” (9 x 23 cm) eingebaut ist. Die mit vertikaler Achse montierte Trommel wird wie üblich über einen Antriebsriemen vom Motorpulley her angetrieben. Die zwei Motoren (Fast / Slow) werden durch ein Relais ausgewählt. Das Foto zeigt die Rückseite der Orgel und stammt aus dem Servicemanual von 1970. Links in der Mitte sehen Sie die „Rotosonic”-Einheit mit der rotierenden Trommel und den beiden Motoren (gelber Pfeil). Der in der Trommel eingebaute Ovallautsprecher ist durch die schlitzförmige Öffnung der Trommel zu sehen. Solche „Rotosonic”- Leslies sind auch in manchen anderen HAMMOND-Orgeln (z. B. in der Concorde-Serie), aber auch in verschiedenen anderen LESLIETonkabinetten z. B. dem Mod. 315 oder 722 eingebaut.

SIGNALZUFÜHRUNG

Eine ganz wichtige Aufgabe ist es, das Lautsprechersignal sauber, ohne Knackgeräusche oder Aussetzer auf den rotierenden Lautsprecher zu schicken! Bei alten ähnlichen Systemen (z. B. bei alten Baldwin- oder YAMAHA-Heimorgeln) wurde das Problem meist mit Schleifkontakten gelöst. HAMMOND hat diese Aufgabe elegant mit dem „Mercotac” erfüllt. Es handelt sich hier um ein sehr beliebtes elektrisches Bauelement, in dem die Stromübertragung nicht mehr durch schmutz- und störungsanfällige Schleifkontakte, sondern durch einen Tropfen Quecksilber erfolgt!

„MERCOTAC”

Der „Mercotac” (der Markenname besteht aus der Zusammensetzung der Worte „Mercury” = Quecksilber und „Contact” = Kontakt) ist in vielen Varianten lieferbar (2-, 3- und vielpolig) und er wird in allen technischen Gebieten (von der Maschinenindustrie bis zur Radartechnik) überall dort eingesetzt, wo ein elektrisches Signal auf ein rotierendes Teil übertragen werden muss! Der hier abgebildete „Mercotac” hat an beiden Enden eine koaxiale Steckverbindung und kann deshalb im Bedarfsfall auch sehr einfach ausgetauscht werden. Der „Mercotac” kann nach etlichen Jahren auch Schwierigkeiten machen, z.B. indem er das Signal rhythmisch in Abhängigkeit der momentanen Drehzahl unterbricht oder es entstehen Störgeräusche. Diese Probleme werden durch die Verschmutzung der Oberfläche des Quecksilbers durch den Abrieb von Materialien verursacht. Beim Ersatz muss auf die richtige Lage geachtet werden. Im Bild sehen Sie die richtige Position für ein senkrecht (betrifft die Achse) eingebautes Leslie. Manche „Mercotac” haben auch eine Bezeichnung mit einem Pfeil und der Schrift „Up” = „nach oben” aufgedruckt. Defekte „Mercotac” sollten nie im Haushaltsmüll entsorgt werden, weil sie giftiges Quecksilber enthalten!

ANSCHLÜSSE

Außer einem Kopfhöreranschluss (Stereojack) hat die Orgel auch eine 7-polige Buchse für ein HAMMOND Tonkabinett. Besonders geeignet sind die „Series 10” Modelle (siehe OKEY 80, S. 22), welche auch für die H-100 verwendet wurden. Damit hat man aber noch keinen externen LESLIE-Effekt. Ein (am besten 4-kanaliges) externes LESLIE kann mit einem dazu passenden „LESLIE-Kit” montiert werden und setzt dem Orgelspiel mit der „letzten großen elektromagnetischen HAMMOND-Orgel” die Krone auf!

ROGER R. GSELL
Elettronica, Via Luganetto 1, CH – 6962 Viganello Tel: +41 (0) 91 – 972 78 78

DRAWBAREINSTELLUNGEN

In dieser Ausgabe stelle ich Ihnen ein weiteres Stück vor, das wir häufig in unserem Jazztrio spielten: „Moaning“ von Bobby Timmons aus dem Jahre 1959, ein modernes Jazzthema.

Die ersten 8 Töne werden einstimmig im oberen Manual gespielt. Die Antwort erfolgt mit dem Ton „d“ mit Bb und dem Ton „c“ mit Fm mehrstimmig im unteren Manual. Das Frage- und Antwortspiel wiederholt sich in den folgenden 6 Takten.

Im oberen Manual wähle ich für die Frage die Zugriegel 16’, 2 2/3’ und 2’ auf voller Stufe 8. Zusätzlich wird die Perkussion 3rd mit der Volume-Einstellung soft und Decay auf fast eingeschaltet, d.h. also (bei der Hammond) alle 4 Wippen nach hinten setzen. Die 3rd Percussion arbeitet mit dem 2 2/3’, und dieser Zugriegel ist ja gleichzeitig voll gezogen. Dadurch wird der perkussive Eindruck abgeschwächt. Im unteren Manual verwende ich für die Antwort den 8’ auf Stufe 8 und den 4’ auf Stufe 6. Das Pedal erklingt – wie bei vielen Einstellungen – mit beiden Zugriegel auf Stufe 3.

PETER DENNLER
Casa Maestro Mantegazzi, CH-6826 Riva San Vitale
Tel: 0041 91 648 23 87
Email: dennler@alfa52.com
Homepage:www.alfa52.com/dennler