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Top-Revier: HEILIGENDAMM: Stark von Strand und Seebrücke


Kutter & Küste - epaper ⋅ Ausgabe 73/2018 vom 09.10.2018

Ein klasse Revier für alle Ostseeangler. Die Brandungsgemeinde kann sich auf einer langen Strandstrecke gen Osten austoben. Wer auf leichteres Geschirr steht, ist auf der Seebrücke bestens aufgehoben und dicke Meerforellen gibt es auf der Weststrecke oben drauf.


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Imposant und top zum Angeln: die Seebrücke Heiligendamm.


FOTO: PURE LIFE ACTION

Gen Westen beginnt hinter den Buhnen eine top Meerforellenstrecke.


FOTOS: SEBASTIAN ROSE

Der Strandabschnitt gen Osten ist für Brandungssitzungen ideal.


» Je nach persönlicher Vorliebe kann sich der Angler hier sein Revier aussuchen «


Heiligendamm ist neben einem sehr guten ...

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... Angelrevier auch ein echter Hingucker. Viele der renovierten großen Seehäuser strahlen direkt hinter der Strandpromenade in vollem Glanz. Das zieht einiges an internationaler Prominenz an. Der feine Sand und das besondere Flair haben dem Ort auch den Beinamen „Weiße Stadt am Meer“ gegeben. Heiligendamm ist übrigens der älteste Seebadeort Deutschlands. Bereits 1793 war dort schon Badespaß angesagt und wahrscheinlich auch Angelfreuden. Brandungsspezi und Dega-Teamangler Danny Hrubesch stattete dem Revier mit Kutter&Küste-Autor Sebastian Rose einen Besuch ab.

Von der Seebrücke

Ganze 200 Meter ist die Seebrücke Heiligendamm lang. Jede Menge Platz, um dem Angelhobby zu frönen. Der beliebteste Spot ist die große Plattform am Ende der Seebrücke. Dort angelt man sehr selten allein und erreicht schon mit kurzen Würfen tieferes Wasser. Aber auch auf dem Weg zum heiligen Spot finden Angler an den Seiten kleinere Ausbuchtungen, die Platz für ein bis zwei Petrijünger bieten. Die Hauptbeute der Grundangler sind Flundern und Dorsche. Ab und an landet auch mal eine Scholle oder Kliesche auf den Planken. Im Herbst sind oft ergiebige Wittlingschwärme über dem meist sandigen Grund in Wurfweite. Ab Anfang Mai ist Hornhechtalarm angesagt. Die Silberpfeile beißen auf Fischfetzen an der Posen oder Sbiromontage und auf schnell geführte schlanke Küstenblinker am besten. Mit der Dämmerphase lohnt sich auch das gezielte Fischen auf Dorsch mit leichten Jigs und Gummi. Von der Seebrücke Heiligendamm darf das gesamte Jahr über geangelt werden. Vom 1. Mai bis 30. September aber nur bis acht Uhr morgens oder erst ab 21 Uhr.

Zwischen den Buhnen gen Osten

Brandungsangler erwartet in Heiligendamm am Strand östlich der Seebrücke eine um die 1,5 Kilometer lange Strecke. Etwa alle 50 Meter ragen dort bis zu 40 Meter lange Steinbuhnen in die Ostsee. Zwischen den Buhnen ist genügend Platz, um zwei Dreibeine aufzustellen. Direkt vor den Buhnenköpfen beginnt eine tiefe ausgespülte Rinne mit Mischgrund. Genau dort sollte bei auflandigen nördlichen Winden und an ruhigen Tagen in der Dämmerung und Nachtzeit eine der Brandungsmontagen landen. Das wird oft mit richtig guten Dorschen, dicken Flundern oder einer Meerforelle belohnt. Mit der zweiten Rute ist voll durchziehen angesagt, um den Sandhang in etwa 150 Meter Entfernung oder das tiefe Wasser ab 170 Meter Wurfweite zu erreichen. Dann läuft es bei ruhiger See oft schon am Tage mit Plattfischen prima. Bei bedecktem Himmel und angetrübtem Wasser gesellen sich auch oft Dorsche hinzu. Wie von der Seebrücke sind ab Anfang Mai sehr viele Hornhechte in der Rinne hinter den Buhnen unterwegs. Ab der zweiten Sommerhälfte werden auch immer wieder schöne dicke Aale in der Nacht gefangen. Gen Osten ist auf der langen Strecke allerdings bei der ganzjährigen Schutzzone um die Jemnitzschleuse Schicht mit angeln. Die Schutzzone ist mit einer roten Stange markiert. Westlich der Seebrücke befindet sich eine kurze etwa 300 Meter lange Strecke zum Brandungsangeln mit ähnlichen Bedingungen.

FANG-GALERIE: »Hier gibt’s Brückentage mit Schuppen!«

Dorsch
Von der Brücke sind auch schon im HellenBartelträger drin.

Plattfisch
Ein optimaler Platz, um mit den Kindern zum Beispiel aufFlunder & Co. zu angeln.

Meerforelle
Die begehrteSalmoniden beißen vor der Steilküste am besten.

Der Brückenkopf ist logischerweise sehr beliebt bei Anglern.


Auch unser Testangler Danny Hrubesch hat sich dort postiert.


INFOS

MINDESTGRÖSSEN, SCHONZEITEN UND ANGELLIZENZ

Dorsch: 35 cm, Baglimit vom 01.02.– 31.03. 3 pro Angler, sonst 5 Dorsche pro Angler und Kalendertag.

Flunder, Kliesche, Scholle: 25 cm

Meerforelle: 45 cm, geschont vom 15.09.–14.12. im Küstengewässer

Tageskarte 6 Euro, Woche 12 Euro, Jahr 30 Euro Erwachsene, 10 Euro Jugendliche

Die Angellizenzen sind in Fachgeschäften und auch online unter www.erlaubnis.angeln-mv.de/Tarife erhältlich.

FISCHE VOR ORT

Die Seebrücke beschert auch ungeübten Werfern schnelle Erfolge. Weitwurfprofis versuchen sich zwischen den Buhnen vom Strand aus.

ZEICHNUNG: HANNES DÄNEKAS

Flundern sind oft Beute beim Grundangeln von der Seebrücke.



» Frische Wattwürmer für einen guten Fangerfolg. «


Etwas Schmuck vor den Haken führt in der Regel zu mehr Bissen.


Bei trübem Wasser und in der Dunkelheit bringen nachleuchtende Perlen gute Fangerfolge.


Ab Anfang Mai bis Ende Juni ist Hornhechtzeit in Heiligendamm.


Silberbarren gen Westen

Mit Spinn-, Sbiro- oder Fliegenrute geht am gesamten Strand einiges. Die ganz heiße Ecke beginnt allerdings gen Westen vor der Steilküste. Dort ist der Grund in Wurfweite durchweg strukturreich mit einzelnen Sandabschnitten. Eine Wathose ist aber Pflicht, um die ersten Meter mit doch recht flachem Wasser zu überwinden. Der Strandabschnitt vor der Steilküste ist bei vielen Anglern bekannt für oft sehr große Meerforellen. Im Frühjahr und Spätsommer (Schonzeit für Meerforellen beachten!) sind die Chancen auf Silber am besten. Neben Mefos sind in der Dämmerung auch gute Dorsche drin und ab Anfang Mai viel Hornhecht.

INFOS

ANFAHRT:

Von Osten auf der A20 bis Abfahrt Rostock-West, dann auf der B103 bis Rostock Reutershagen. Dort auf die B105 abbiegen und bis Bad Doberan fahren. Am Ortseingang bei Aldi rechts auf die Straße An der Kimm abbiegen und beim Kreisverkehr geradeaus bis Heiligendamm fahren.

Von Westen auf der A20 bis Abfahrt Kröpelin, dann auf der L11 bis Kröpelin. Im Ort hinter dem Baustoffmarkt rechts die Schulstraße bis zum Ende fahren und rechts auf der Rostocker Straße bis zur B105 weiter. Dort Richtung Bad Doberan und am Ortsende von Reddelich links auf die Steffenshäger Straße abbiegen, geht über in Dorfstraße. Am Ende der Straße geht’s rechts nach Heiligendamm.

GPS-Position Parkplatz. 54°08.643N / 11°50.933 O (gebührenpflichtig)