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Top-Revier: MEFJORD BRYGGE: DAS FLACHWAS: SER-PARADIES


Kutter & Küste - epaper ⋅ Ausgabe 75/2019 vom 22.02.2019

Köder testen, starke Fische fangen, Norwegens Natur erleben: Das Camo-Tackle-Team um Andreas Ernst und Stephan Pechel ist immer wieder im Norden unterwegs. Dieses Mal ging’s auf die Insel Senja.


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Wer hoch hinaus wandert, gewinnt fantastische Überblicke .


FOTOS: S. PECHEL/A. ERNST

Rauben in Rudeln über den Plateaus vor Mefjord Brygge: viele und stattliche Seelachse. Hier stemmt Stephan Pechel einen.


Jeden Tag ein Meterbutt – nicht schlecht!


Andreas Ernst mit feistem Dorsch, gefangen in einem der Flachwassergebiete.


Da wir gern vergleichsweise flach fischen, hatte uns Frank Brodrecht von Kingfisher Angelreisen ...

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... dieses Mal die Anlage Mefjord Brygge an der Nordwestküste der Insel Senja empfohlen. Er sprach am Telefon von „ausgedehnten flacheren Bereichen hin zum offenen Meer“, aber was er wirklich meinte, konnten wir erst sehen, als wir kurz vor Reisebeginn die Seekarte erhielten. Das waren nicht nur „Bereiche“ mit Wassertiefen um die 30 bis 40 Meter, sondern riesengroße Areale!

Der Ort Mefjordvær liegt in einer geschützten Bucht in einem Fjord sehr nah am offenen Meer. Er ist umgeben von einer wundervollen Landschaft. Die gepflegte Anlage mit recht neuem Filetierraum und Stegen für die Boote macht einen sehr guten Eindruck. Zudem gibt es ein Hotel, was sehr angenehm ist, wenn man doch mal ein Frühstücksbüfett haben will oder sich ein warmes Abendessen gönnen möchte.

Los geht’s!

Die Wetterbedingungen waren bei unserer Anreise ideal. Wir fuhren gezielt die Erhebungen auf den ausgedehnten Flachwasserplateaus an und erlebten eine klasse Fischerei. Neben Dorschen um die 80 Zentimeter gab es einige Seelachse in gleicher Größe und zwischendrin auch immer mal wieder einen Seelachsbrummer jenseits der Metermarke. Auf den 20-Meter-Bergen machten die Jungs mal so richtig Alarm und zudem konnten sie im Bereich der Berge auch im Drill nicht tiefer als 30 Meter abtauchen, wodurch wir zumindest die agil wirkenden Fische wieder releasen konnten. Trotzdem bremsten wir uns bei derart guten Fängen immer selbst (der entnommene Fisch muss schließlich abends auch versorgt werden) und wechselten somit zügig auf die gezielte Heilbuttangelei.
Wir fingen die nächsten Tage zwar regelmäßig Butt, aber immer „nur“ genau einen Fisch pro Tag. Es war wie verhext, egal was wir machten und wie intensiv wir auch fischten, es blieb bei genau einem Heilbutt pro Tag. Alle um die Metermarke, die nach dem Fang allesamt wieder baden gingen.
Zwischendurch gab es jedoch regelmäßig Dorsch und auch sehr gute Fische, sowie immer mal wieder Seelachs beim Hochkurbeln der Gummifische. Unsere Fischbox in der Kühlkammer war schnell gefüllt, was aber kein Problem war, denn durch die geringen Fangtiefen konnten wir den Großteil der Fische bedenkenlos zurücksetzen. Zudem gingen einige Filets jeden Abend frisch in die Pfanne. Eine besondere kulinarische Abwechslung gab es an einem Abend, als ein anderer Angler, ein Fleischermeister, zum Abendbrot eine gute Flasche Rotwein und seinen selbst gemachten Gulasch in Konserven mitbrachte. Das war der leckerste und zarteste Gulasch, den ich in meinem ganzen Leben gegessen hatte. Auch das kann also eine Norwegenreise ausmachen, eine gesellige Runde bei gutem Essen und Trinken. Dawir ansonsten ziemliches Hardcoreangeln bei unseren Norwegentouren betreiben, werden wir dem Genuss in Zukunft wieder etwas mehr Beachtung schenken.

Inmitten karger Landschaften verstecken sich wahre Naturschätze.


Wandertag

Unerwartete Zwangserholung gab es dann aber ohnehin die letzten beiden Tage.
Denn der Wind frischte spürbar auf und da der Anlagenbetreiber offenbar sehr vorsichtig agiert, wurde selbst die Angelei im Fjord nicht freigegeben. An dem einen Tag fanden wir das zwar etwas übertrieben, da man zumindest im Fjord noch gut hätte angeln können, aber wir hatten zu dem Zeitpunkt schon tolle Fangtage mit herrlichem Wetter und vielen, schönen Fische erlebt. Nach einem Tag Dauerfernsehen mit allen möglichen Angelsendungen fiel uns dann aber doch die Decke auf den Kopf und wir motivierten uns zu einer Wandertour auf einem der ausgewiesenen Wanderpfade. Unsere Erwartung war eher gering, denn die Natur sah aus der Ferne eher öde und karg aus. Von einem kleinen Berg aus hatte man jedoch einen fantastischen Blick auf den Ort, den Fjord und das offene Meer. Dort oben zu stehen und diese Weite und Ruhe zu spüren, hatte etwas ganz Besonderes. Da auf der Wanderkarte im Hotel noch ein See zu sehen war, wollten wir auch diesen aufsuchen und so wanderten wir weiter. Was zuvor von Weitem wie eine eher öde Landschaft ausgesehen hatte, entpuppte sich plötzlich als malerische, zauberhafte Kulisse, wenn man erst mal mitten in der Natur stand.
Teilweise hatten wir den Eindruck, wir stehen in einem kleinen Märchenwald, so schön war der Anblick der Natur. Wir waren tief beeindruckt und im Ergebnis sehr froh, dass wir durch das Wetter zu diesem tollen Erlebnis quasi gezwungen wurden. Bei künftigen Touren werden wir der Natur an Land daher mehr Beachtung zollen, denn nicht nur das Meer und die allgemeine Landschaft sind wunderschön, sondern auch die kleinen Paradiese an Land.

UNSERE TESTKÖDER

Als Köder haben sich bei unserer Tour an den aktiv geführten Ruten 7er und 8er Shaker in den Farben Albino Shad, Pumpkin Perch und Green Shad Flash besonders bewährt. Das galt auch beim Einsatz an der toten Rute, wobei an dieser auch tote Seelachse am System zum Einsatz kamen.

Eine Bank für Norwegen: der Shaker 7" Albino Shad von Lunker City.

INFO & BUCHUNG

Schmucke und bei Touristen beliebte Anlage mit unterschiedlichen Unterkünften und top Booten.


MEFJORD BRYGGE:
Ferienwohnungen und Apartments 2 bis 6 Personen, Ferienhäuser bis 8 Personen.
Boote: norwegische Alu-Boote Kværnø 19 Fuß (5,80 Meter) mit 50 PS, Echolot und GPS-Kartenplotter.
Preisbeispiel für 4 Personen im Großen Apartment inklusive Kværnøboot: ab 470 € pro Person und Woche zuzüglich An-/Abreise.
Kingfisher Angelreisen
Tel. (0261) 915 540
Fax (0261) 915 54 20
Mail: info@kingfisher.de
www.kingfisher-angelreisen.de

GUMMIS FÜR GROSSE

Die Gummifische und Jigköpfe, die unsere Autoren im Rahmen ihres Reviertests ausprobierten, werden über ihren Online-Shop www.camo-tackle.de sowie den Fachhandel vertrieben.

FÄNGIGE PLÄTZE

Gut zu erkennen: das gewaltige Flachwassergebiet nordwestlich des Mefjords.


Als brauchbare Stellen haben sich der bergige Bereich am Fjordausgang, die Untiefen / Berge / Erhöhungen in den nordwestlichen Bereichen Arnebæn, Ytre Vesterbæn, Midtre Vesterbæn und Aske Bæn sowie der recht abwechslungsreiche Bereich Oyfjord Bæn (Vorsicht beim Felsen, der aus dem Wasser ragt!) in dem nördlichen Oyfjorden bewährt. Auch die vielen Untiefen westlich des Mefjorden beherbergten viel Fisch. Je nach Windrichtung, Windstärke und Strömung findet man somit fast immer eine einigermaßen geschützte Ecke.


KARTE: GARMIN/KORN