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Top-Revier: NORDNORWEGEN: HAVKANTEN HELGELAND: Fischreich am Ende der Welt


Kutter & Küste - epaper ⋅ Ausgabe 78/2019 vom 11.10.2019

Im südlichen Teil Nordnorwegens weit draußen in einer wunderschönen Schärenwelt können Meeresangler auf der letzten bewohnten Insel vor dem offenen Nordmeer Angelabenteuer der Extraklasse erleben.


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Feister Pollack! Mit solchen Granaten ist im Seegebiet die Saison über immer zu rechnen.


FOTOS: S. ROSE

Los geht’s in die Schärenwelt, den markanten Berg der Insel Dønna voraus. +


Mit der Kulisse der „Sieben Schwestern“ im Hinter grund bringt das Drillen gleich doppelt Spaß.


Die Fischpalette im Seegebiet ist gewaltig und die Chance auf kapitale Nordmeerräuber steht bestens. Dazu kommt auch noch, dass im Seegebiet ...

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... kaum anderer Angeltourismus stattfindet. Zwar sind im Süden die markanten Inseln Vega und im Norden Dønna zu sehen, aber die Entfernung für Angler von dort ist deutlich zu weit. Ein optisches Highlight ist die Bergkette syv søstre (sieben Schwestern) im Osten. Der Sage vom Torgatten nach ließen sich sieben Trolljungfrauen nach einer Verfolgung durch den gierigen Trollkönig Hestermannen des nachts erschöpft niederfallen. Und wie das bei Trollen so ist, erstarrten sie bei Sonnenaufgang zu Stein. Vor der beeindruckenden Bergkulisse gibt's heute krumme Ruten, kreischende Bremsen, heiße Drills und jede Menge Fisch.

Überall Dorsch

Die marmorierten Bartelträger sind im gesamten Seegebiet allgegenwärtig. Vor den zahlreichen Untiefen und Schären mit geringeren Wassertiefen zwischen 5 und 15 Metern lassen sich mit rötlich-bräunlichen Gummis an leichten Jigköpfen bis 40 Gramm wunderschöne Tangdorsche überlisten. Am leichten Gerät bieten die meist bulligen Fische einen klasse Fight. Als willkommener Beifang landen stattliche Pollacks in den Fischkisten. Eine Etage tiefer kann neben etwas schwereren roten und orangen Gummis auch mal der Pilker ran. Vor allem auf oder um die vielen Unterwasserberge mit Tiefen bis 40 Metern sind schöne Dorsche bis zehn Kilo und auch feiste Pollacks drin. Wer an die richtig Kapitalen ran will, sollte mit Hilfe des Echolotes die Kleinfischschwärme suchen. Im gesamten Seegebiet sind oft Heringe und kleine Köhler unterwegs. Hat man die im Visier des Echobildschirms, stehen die Chancen auf richtige Dorschknaller bis über 20 Kilo bestens. Große blaue oder grün-weiße Gummifische oder die Überbeißermethode bringen in der Schwergewichtsklasse eindeutig die besten Fangerfolge.

Power pur

Kreischende Bremsen und Ruten, die sich bis ins Handteil verneigen, lösen wohl bei jedem Meeresangler Adrenalinstöße aus. Das können Gäste auch im Seegebiet um die Angelanlage Havkanten aus vollen Zügen genießen. Die Population an großen Köhlern ist nämlich richtig klasse. Fische von einem Meter und auch deutlich darüber warten auf ihre Bezwinger. In der Regel liegt das Durchschnittsgewicht der Köhler allerdings so um die fünf bis sechs Kilo. Das sind natürlich auch schon schöne Exemplare, die am feinen Gerät einen wahnsinnigen Kampf liefern. Aussichtsreiche Angelplätze, um sich die Fischkiste mit Köhlern zu füllen und Angelspaß pur zu erleben, finden sich im Seegebiet reichlich. Ein bisschen Suchen ist aber meist angesagt. Mal ziehen die großen Köhler direkt über Unterwasserbergen mit Tiefen bis zu 40 Metern ihre Bahnen, mal lauern sie im Mittelwasser an den abfallenden Kanten auf Beute oder sind über extrem tiefen Wasser in der mittleren und oberen Wassersäule zu fangen. Hat man die Bande aber gefunden, sind oft gleich alle Ruten krumm. Während der Reportage Ende Mai, Anfang Juni konnten wir etliche Male Tripple-Drills erleben. Eindeutig die besten Köder waren solo schnell geführte möglichst leichte und schlanke Pilker in schlichten Farben. Mit Gummifisch gab es nicht so viele, aber meist größere Köhler und satte Dorsche als Beifang.

Die Fänge an Heilbutten während des Probetrips waren beeindruckend.


INFO: Havkanten Helgeland

Die seetüchtigen Aluboote sind perfekt fürs Revier.


Schmucke Anlage mit zwei riesigen Apartments: Havkanten Helgeland


Die zwei großen komfortablen Ferienapartments bieten Platz für bis zu 18 Personen. Ein ideales Ziel für größere Gruppen. Am hauseigenen Steg liegen die 19- bis 20-Fuß-Kværnø-Aluboote mit Außenbordern zwischen 60 und 80 PS. Alle Boote sind mit Echolot und Kartenplotter ausgestattet. Ein überdachter Filetierplatz am Aufgang vom Steg und ein Trockenraum sowie viel Platz auf der Terrasse garantieren ein Rundum-Wohlfühl-Paket. Der Anlagenbetreiber Tor Tømmervik spricht sehr gut Englisch und natürlich Norwegisch. Mit den Booten oder dem Auto ist ein kleiner Supermarkt schnell erreicht. Dort gibt es auch Sprit für die Außenborder.

DIE FANGPLÄTZE

ILLU: NAVIONICS WEBAPP/KORN

König der Platten

Nordnorwegen und Heilbutt gehören zusammen. Da macht auch der südliche Teil keine Ausnahme. Gezielt einen oder mehrere der großen Flachmänner auf die Planken zu schicken, ist im Revier immer drin. Wir konnten während der einwöchigen Recherchen neben einigen Untermaßigen insgesamt fünf Heilbutte zwischen acht und 25 Kilo dingfest machen. Zwei richtige Tischplatten gingen nach längerem Drill leider verloren. Dabei lief es mit Naturködern am besten. Ganze kleine Köhler an einem langen Nachläufer ohne Schnickschnack vor dem Doppelhaken brachten die meisten Kontakte. Auf Gummi lief in der Zeit wenig und wenn dann nur kleine Fische. Die besten Fangaussichten bestehen auf den zahlreichen Plateaus mit Wassertiefen um die 40 bis 60 Meter. Aber auch die sandigen, leicht abfallenden Hänge bis 80 Meter vor dem tiefen Wasser sind in Sachen Butt eine Bank.

Die großen Dorsche rauben oft in Kleinfischschwärmen.


Ein guter Heilbutt hat den Köfi verschlungen. Jetzt ist Konzentration und Gegenhalten angesagt


Tiefseeräuber-Trio

In der untersten Etage ist mit schwereren Geschützen in Mission Fisch auch einiges zu bewegen. Rotbarsche sind in der Region keine Seltenheit und lassen sich ab 130 Metern mit den üblichen Montagen erbeuten. Das ist aber nur in der Zeit vom 1. Juni bis 31. August erlaubt, denn nördlich des 62. Breitengrades sind die Roten in der restlichen Jahreszeit geschützt! In der Regel bringen es die Fische auf 1 bis 1,5 Kilo. Wer richtig tief auf 200 Metern und mehr ansetzt, kann auch mal Exemplare von bis zu drei Kilo fangen. Lumben sind ähnlich wie Dorsche im Seegebiet stark vertreten. Und das schon in Wassertiefen ab 60 Metern. Das Stückgewicht liegt um die drei Kilo. An vielen Angelplätzen sind die Fische leider üppig von Nematoden befallen. Wer mit Naturköder angelt und kein Lumben fangen möchte, sollte seinen Köder deutlich ein paar Meter über dem Grund anbieten. Noch in der Kinderstube steckt das gezielte Angeln auf Leng. Bei einem kurzen Versuch gingen während des Revierchecks mehrere Fische bis zu 1,30 Meter an die Haken. Nach Berichten von regionalen Fischern werden beim Langleinenfischen im Tiefen auf Heilbutt aber immer wieder Exemplare über 1,80 Meter gefangen!

INFO & BUCHUNG

DIN TUR REISEVERMITTLUNG
Tel. Büro Ost (03 51) 8 47 05 93 Büro West (0 42 21) 6 89 05 86 E-Mail: info@dintur.de www.dintur.de

PREISBEISPIEL:
Wochenpreis im Mai 2020 bei 8 Personen inkl. Apartment, inkl. Bettwäsche/ Handtücher und Endreinigung und 2 x Kværno 20 Fuß/80 PS/Plotter/GoFish kosten 432 Euro pro Person (Flugreisen auf Anfrage buchbar)

Urige Gesellen

Steinbeißer werden das gesamte Jahr über gefangen. Zum Saisonstart im späten Frühjahr beißen die Stonis auf Naturköder oder Kombis in Wassertiefen zwischen 20 und 50 Metern. Mit dem Sommer ziehen sich die Fische mehr und mehr in die tieferen Regionen bis 100 Meter zurück. Da die regionalen Fischer und auch Einheimischen nicht sonderlich an Steinbeißern interessiert sind, können sich Angler auf einen guten Bestand freuen. Das gilt leider nicht für Seeteufel. Die sind auch bei den norwegischen Fischern sehr begehrt. Die Chance, einen dieser plumpen zähnestarrenden Exoten an den Haken zu bekommen, stehen vor allem auf den Plateaus am besten.

FANG-GALERIE: „Kapitale lauern an allen Plätzen!“

Super stark strukturiert, viele Rinnen, Plateaus und Abhänge: Hier findet wirklich jeder seinen Fisch

Seelachs
Die guten Köhler wollen gefunden werden. Aber dann gibt's viele davon an den Haken.


Seeteufel
Zufallsfang, kommen aber im gesamten Revier zahlreich vor.


Steinbeißer
Das ganze Jahr über gelingen in diesem Revier Seewolf-Fänge.


Leng
Fischer berichten von Monstern über 1,80 Meter! Anglerisch liegt hier noch viel Potenzial zum Ausprobieren brach.