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Top-Revier: TJONGSFJORD: Neues Traumrevier


Kutter & Küste - epaper ⋅ Ausgabe 74/2018 vom 07.12.2018

Zwei Autostunden südwestlich von Bodø gibt’s ein neues Anglerparadies: die Tjongs Fjord Lodge. K&K-Autor Kai Freter hat sich dort bereits umgesehen und kam begeistert zurück. Hier sein Bericht.


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Wow! Traumlandschaft am Tjongs Fjord.


FOTO: KLAUS STANGE


»Ein kräftiger Bursche hat den Köder gepackt …«


Ende Mai sollte es wieder nach Norwegen gehen – dieses Mal für eine Testtour an den Tjongs Fjord. Ein anglerisch relativ unerschlossenes Gebiet, zweieinhalb Autostunden südwestlich von Bodø gelegen. Hier sollte im Sommer 2018 die Tjongs Fjord Lodge in Vågaholmen ihre Pforten öffnen. Ein Blick auf die Seekarte ließ ...

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... mein Anglerherz schneller schlagen. Küstennah gelegen, viele Schären und Inseln, die einen unabhängig vom Wind machen, unzählige Untiefen, Plateaus, Rinnen, Steilkanten und sandige Buchten. Also ein Gebiet, das noch nach Jahren für immer neue Spots und Überraschungen gut sein sollte. Am Flughafen wurde ich von Tom Czapla abgeholt. Toms Hausrevier ist eigentlich die Ostsee, wo er als erfolgreicher Guide diverse Touren anbietet. Aber in den kommenden Jahren plant er geführte Guidingtouren zu dieser neuen heißen Norwegen-Destination. Die Anreise mit dem Auto von Bodø zur Lodge dauert zwar zweieinhalb Stunden, entschädigt dafür aber mit einem Panoramablick nach dem nächsten. Eine wirklich traumhafte Strecke, die jeden sofort richtig auf das gelobte Land einstimmt.

Raus aufs Meer!

Ich konnte die Ausfahrt am nächsten Tag kaum erwarten, denn die Truppe um Tom war schon seit einer Woche vor Ort und alle waren begeistert. Denn Dorsche und Seelachse waren allgegenwärtig und jeden Tag wurde „gemetert“, selbst schon direkt vor der Hafeneinfahrt. Auch einige ordentliche Heilbutte konnten schon verhaftet werden und insgesamt wurden in der ersten Woche bereits neun unterschiedliche Fischarten gefangen. Dann ging es endlich bei Kaiserwetter raus aufs Meer. T-Shirt-Wetter bei über 20 Grad erlebt man hier oben zu dieser Jahreszeit auch nicht so oft und es sollte ein traumhafter Tag werden. Gleich beim ersten Plateau verneigten sich die Ruten vor strammen Dorschen der 5-Kilo-Klasse. Und auf dem zweiten ging es dann richtig rund. Kampfstarke Seelachse bis 1,10 Meter und Meter-Dorsche am laufenden Band. Ständig kreischte irgendwo auf dem Boot eine Rollenbremse. Dann war die Rute von Norwegenneuling Martin auf einmal richtig krumm. Zehn Minuten später konnte der stolze Fänger seinen ersten Heilbutt überhaupt und dann gleich einen von 1,28 Meter auf die Planken legen! Einer von vier Butten an diesem Tag auf diesem Plateau. Auf der Rückfahrt wurden noch ein paar Driften über den „Pollackberg“ gemacht – auch hier hielt der Name, was er versprach. Was für ein Tag!

… und entpuppte sich als strammer Heilbutt!


Unseren Autor Kai Freter hat das Tjong-Fieber gepackt – der nächste Trip ist bereits geplant!


FANG-GALERIE »Vielfalt und große Fische bestimmen die Angeltage!«

Das Revier um den Tjongsfjord ist anglerisch „unbekanntes Terrain“. Doch die Möglichkeiten sind unglaublich vielfältig.

Von diesem Revier werden wir in Zukunft sicherlich noch eine Menge hören.

Dorsch

Allgegenwärtig und in sehr guten Größen im Revier:Dorsche!

Pollack

Der strukturreiche Grund beherbergt vieleBronzebrummer.

Seelachs

Im offenen Wasser über den Plateaus rauben starkeKöhler.

Das neun Meter lange und drei Meter breite Alu-Angelboot mit 250 PS Außenborder verträgt auch raues Wetter. Zusätzlich steht ein 7-Meter-Aluboot, ebenfalls mit 250 PS, zur Verfügung.


Die beiden Häuser (klein vorm Berg) in kolossaler Umgebung!


FOTO: KLAUS STANGE

Der Blick Richtung offenes Meer verrät zahlreiche interessante Inseln und Sunde.


FOTO: KLAUS STANGE

UNTERKÜNFTE

» Plus mit Sternchen!«

Übrigens war ich auch von der Unterkunft schwer angetan. Alles da, was man braucht, absolut neu und sehr geschmackvoll eingerichtet. Hier spürt man, dass da jemand mit viel Herzblut am Werke war. Klasse!

Das ist mal eine Ferienhauseinrichtung! Hier wurde an nichts gespart. Beeindruckend.


Schon der Treppenbereich im Weißen Haus schindet Eindruck.


INFOS

» Tjongs Fjord Lodge«

1 x „Weißes Haus“ mit 180 qm Wohnfläche, 5 Schlafzimmer, 8 Betten, 2 Bäder, Waschmaschine, Trockner, Weber Grill, WLAN in allen Räumen, Esstisch für 10 Personen, Wohnzimmer mit Büffelleder-Sitzgruppe und 4KTV mit deutschen Programmen sowie Apple-TV. 1 x Ferienhaus „Cottage“ mit 140 qm Wohnfläche mit 5 Schlafzimmern und 7 Betten. Ausstattung siehe „Weißes Haus“.

BOOTE:

1 x 9 m lang, 3 m breit, Alu-Kajütboot mit 250 PS Außenborder; mit Rettungsinsel, GPS-Notsender, Funkgerät, 2 x 12 Zoll Raymarine Kartenplotter/ Echolot, beheizbare Kabine mit 6 Sitzplätzen. 1 x 7 m lang, 2,40 m breit, Aluboot, 250 PS Außenborder; Sicherheitsausrüstung, T-Top, Elektronik.

BUCHUNGEN:

Andrees Angelreisen Tel. (0 61 27) 80 11 info@andrees-angelreisen.de www.tjongsfjordlodge.com

BEGLEITETE TOUREN MIT TOM CZAPLA:

Tel. (01 52) 08 75 14 28 info@fishingtrips.de Zusammen mit der Angelwelt Braunschweig bietet Tom zwei Spezial-Touren 2019 an: Die erste findet statt vom 21.–28. Juni, die zweite vom 28. Juni bis zum 5. Juli. Preis pro Person: 1.299 € mit allen Transfers auch von Braunschweig zum Flughafen Hamburg und zurück, von Bodø nach Vagaholmen/Tjong und zurück. Zuzüglich Flug, anteilig Bootsbenzin, Lebensmittel, Endreinigung.

WEITERE INFOS & BUCHUNG:

Angelwelt Braunschweig Tel. (05 31) 69 67 54 info@angelwelt-bs.de

Die beiden sehr fein ausgestatteten Ferienhäuser bilden die Tjongs Fjord Lodge.


Wetterumschwung!

Am darauffolgenden Tag gab es leider einen Wetterumschwung. Der stark gesunkene Luftdruck drückte den Flossenträgern merklich auf die Beißlaune. Dafür wurden wir aber von Norwegens Natur mehr als entschädigt. Wir sahen mehrfach Seeadler und sogar einen Fischotter. Doch das Highlight dieses Tages war klar eine große Schule von Pilotwalen (Grindwale). Schätzungsweise waren es 30 bis 40 Tiere, die unser Boot regelrecht umzingelten und bis auf 25 Meter ans Boot kamen. Ein absolut unvergessliches Erlebnis. Abends gingen Martin und ich dann noch mit leichtem Spinngerät an den Hafen. Rechts neben dem Fähranleger fingen wir von der Steinpackung aus noch ordentliche Küchendorsche, die den Tag abrundeten.

Geschützte Plätze

Leider verschlechterte sich das Wetter zunehmend in den letzten Tagen unseres Aufenthaltes. Aber auch dann noch zeigte das Revier seine Vorteile. Selbst bei 14 Metern pro Sekunde (m/s) fanden wir noch windgeschützte und befischbare Plätze rund um die Schären in Hafennähe, wo wir uns mit strammen Dorschen messen konnten. Besonders viel Spaß machte auch das Fischen im Flachwassergebiet gleich rechts neben dem Hafen. Hier knallten Dorsche bis einen Meter Länge (!) in nur zehn Meter tiefem Wasser auf unsere Gummis und machten richtig Dampf an leichtem Geschirr. Die Testwoche verging leider wie im Fluge, doch was soll ich sagen … ich komme wieder!

QR-Code scannen und eine Schule Grindwale beobachten, die unser Reporterboot lange umkreiste.


FANGPLÄTZE

» Eine reiche Inselwelt voll Fisch.«


FOTOS: K. FRETER

FOTOS: K. FRETER