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Top-Technik: Der Schnellwechsler


ANGELSEE aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 40/2020 vom 05.06.2020

Wenn Tobias Thiede mit kleinen Gummiködern auf Forellen angelt, probiert er ständig neue Farben und Formen aus. Und damit das Wechseln flott geht, verwendet er winzige Snaps zum Einhängen der Köder.


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Tobias Thiede schwört auf kleine Gummiköder mit Tungsten-Kopf – und auf eine große Auswahl unterschiedlichster Formen und Farben.


Fotos: Frank Schlichting

Auf was die Forellen gerade beißen, hängt von ganz vielen Faktoren ab. Nicht nur die Wind-und Wetterverhältnisse können das Fressverhalten der Fische beeinflussen, sondern auch die Lichtverhältnisse, die Lage des Angelplatzes, die Wassertiefe oder der ...

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... Zeitpunkt des Besatzes. Es gibt beim Forellenangeln also nicht „den“ Köder, der immer und überall fängt. Und wenn man sich als Forellenseeangler dessen bewusst ist und entsprechend oft seine Köder wechselt, ist man dem Fang schon ein ganzes Stück näher. Und genau das ist es ja auch, was beim Forellenangeln so viel Spaß macht: ständig zu versuchen, den richtigen Köder zu finden und möglichst viele von den kleinen „Schätzchen“ in der Köderbox mal auszuprobieren. Und wenn man dann einen Köder gefunden hat, der Fische bringt, ist das jedes Mal ein kleines Erfolgserlebnis.

GUT VORBEREITET

Bevor Tobias den ersten Wurf am Forellensee macht, bereitet er als erstes ein paar Gummiköder mit unterschiedlich schweren Tungsten-Köpfen vor. Für den Anfang erst einmal 5 bis 6 verschiedene Gummis in grellen und natürlichen Farben mit leichten und schweren Köpfen. Immer dabei sind dunkle und helle Pupas von FishUp. Die Bienenmaden-Imitationen werden wie echte Bienenmaden in L-Form auf den Haken gezogen, damit sie im Wasser ordentlich rotieren. Mit ihrem intensiven Käse-Aroma erzeugen sie auch noch eine Duftspur. Falls die beiden Köder keine schnellen Bisse bringen, probiert Tobias völlig andere Köder. Wenn es nach 5 Würfen keine Reaktion auf ein natürlich aussehendes Modell gibt, kommt als nächstes ein greller Köder an den Snap.

Wichtiger Bestandteil der Angeltaktik von Tobias ist dieser Karabiner (Snap) in halber Fingernagel-Größe.


Für den Anfang hat Tobias einen schwarzen Köder mit weiß lackiertem Kopf ausgewählt.


Mit Schwung ans Werk: zum Auswerfen der Mini-Köder braucht man eine biegsame UL-Rute.


5 VERSUCHE

Tobias wechselt übrigens nicht in Nuancen, also etwas heller, etwas dunkler oder etwas schwerer, sondern immer komplett anders. Und pro Köder macht er immer nur 5 Würfe. Da er sich zu Beginn natürlich immer die Köder bereit legt, mit denen er schon gut gefangen und zu denen er das meiste Vertrauen hat, gibt es auf mindestens einen dieser Köder meist auch einen Biss. Wenn er dann „voll im Fisch steht“, umso besser. Aber wenn nicht, werden schnell ein paar andere Gummi/Tungsten-Varianten montiert und auch die mit jeweils 5 Würfen ausprobiert.

ABGESTUFT REAGIEREN

Sobald Tobias auf einen Köder Bisse bekommt, fischt er ihn so lange weiter, bis er das Gefühl hat, dass die Kontakte nachlassen oder die Fische vorsichtiger werden. Da er aber ja einen Köder gefunden hatte, auf den die Fische zumindest reagierten, wechselt er jetzt nicht mehr zu einem komplett anderen Köder wie zu Beginn, sondern verändert nur noch Nuancen. Nun wird das Gewicht des Tungsten-Kopfes nur noch minimal erhöht oder reduziert oder ein Gummi mit einem leicht anderen Farbton montiert. Oft trifft er damit genau den Geschmack der Forellen, so dass die Bisse wieder häufiger und eindeutiger kommen.

Langsam führen: Tobias kurbelt den Köder im wahrsten Sinne des Wortes mit viel Fingerspitzengefühl ein.


Schnell wechseln: Wenn nichts geht, greift Tobias schon nach 5 Würfen zu einem anderen Köder, und zwar einem, der sich vom vorherigen deutlich unterscheidet. Mit einem Snap am Ende der Schnur geht dieser Köderwechsel blitzschnell.


Schon Portionsforellen zwingen die UL-Rute zu einer dramatischen Biegekurve.


Vorsicht – kurz vor dem Kescher „explodieren“ die meisten Forellen noch einmal.


Wer seinen Köder direkt anknotet, verliert beim Wechseln viel Zeit. Einen Unterschied im Laufverhalten und der Fängigkeit konnte Tobias nie feststellen, deshalb angelt er grundsätzlich mit Einhänger.


Der kleine Gummiköder sitzt perfekt vorn im Maul.


LICHT UND SCHATTEN

Dass die Bisse plötzlich nachlassen, kann schon alleine dadurch verursacht werden, dass die Sonne durch eine vorbeiziehende Wolke kurz verdeckt wird oder langsam der Schatten eines Baumes auf den Angelplatz fällt. Ein plötzlicher Wolkenschatten kann die Ursache dafür sein, dass die Forellen von einer Minute auf die andere von der Oberfläche zum Grund wechseln. Oder umgekehrt. Auch beim Wechsel des Angelplatzes kann sich sehr viel verändern. Nur 15 m weiter kann es schon tiefer oder flacher sein. Oder die Wasseroberfläche ist dort nicht mehr spiegelglatt, sondern durch den Wind leicht gekräuselt. Das sind alles Faktoren, die einen sofortigen Köderwechsel erfordern, wenn es nach ein paar Würfen keinen Biss mehr gibt.

Ab ins Netz. Da verbeugt man sich gerne vor dem geschlagenen Kontrahenten.


SPASS AM AUSPROBIEREN

Schon nach jedem 5. Wurf den Köder zu wechseln, ist natürlich keine Pflicht. Das macht Tobias so, weil er damit gute Erfahrungen gemacht hat und auch Spaß am Ausprobieren verschiedener Köder hat. Wer einen Köder lieber etwas länger im Wasser lassen möchte, kann natürlich auch 10, 15 oder 20 Würfe damit machen. Aber wenn dann nichts passiert, sollte der Köder spätestens gewechselt werden. Wenn man so häufig einen neuen Köder einhängt, ist es logisch, dass ein kleiner Snap enorme Vorteile bringt, weil der Köderwechsel viel einfacher und schnell geht.

Snaps gibt es in unterschiedlichen Größen im Fachhandel. Selbst die kleinsten haben eine mehr als ausreichende Festigkeit für den Forellensee.


KEIN UNTERSCHIED

Tobias hat natürlich auch ausprobiert, ob und wie das Laufverhalten und die Fängigkeit des Köders durch den Snap beeinflusst werden. Würde ein direkt angeknoteter Gummiköder mit Tungsten-Kopf besser laufen und somit besser fangen, hätte sich Tobias schon längst die Mühe gemacht, jedes Mal die Köpfe neu anzuknoten. Aber zum Glück hat er keinerlei Unterschiede festgestellt. Da die Gummis am Snap mindestens genauso gut (wenn nicht sogar besser) laufen, steht es für ihn überhaupt nicht zur Debatte, auf die kleinen Einhänger zu verzichten!