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Top Thema: Darüber ärgern wir uns wirklich!


Lisa - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 30.01.2019

Deutschland ist ein tolles Land – gäbe es da nicht ein paar Sachen, die uns wirklich den letzten Nerv rauben …


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Bildquelle: Lisa, Ausgabe 6/2019

1 Blitzschnell & schier unbegrenzt: Der neue Standard 5 G nutzt nur nichts, wenn die Netzabdeckung mies ist


2 Für ein strahlendes Lächeln des Nachwuchses greifen Eltern tief in die Tasche. Ohne bleibenden Erfolg?


3 Ausfälle, Verspätungen, defekte Klimaanlagen – die Deutsche Bahn muss in Sachen Service einiges nachholen


4 Reiche Krankenkassen: Überschüsse für schlechte Zeiten aufsparen? Oder Zusatzbeiträge deutlich senken?


5 Kinderbetreuung ist wichtig – und kostet überall etwas anderes


Es wirkt meist ...

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... befreiend, seinem Ärger Luft zu machen. Und manchmal findet das, über das wir meckern, tatsächlich Gehör und die Dinge wenden sich zum Besseren. Bei diesen acht Punkten würde uns das besonders freuen …

1. Teures Handynetz Langsam, auf dem Land kaum vorhanden und teuer: unser Mobilfunknetz. Laut Untersuchungen ist der Empfang hierzulande schlechter als z. B. in Albanien oder Polen. Zudem bekommt man in Deutschland für 26,49 Euro gerade mal 6 GB Datenvolumen, in Dänemark kostet eine Flatrate 15,47 Euro (Info: Digital Fuel Monitor).

2. Unnötige Zahnspangen? Kinde-ahnspangen sind ein echtes Milliardengeschäft. Jede einzelne kostet mehrere Tausend Euro, die Krankenkassen (geben 1,1 Mrd. Euro dafür pro Jahr aus) zahlen ca. 80 Prozent. 20 Prozent belasten dann noch das Konto der Eltern. Jetzt sorgt eine Studie, die vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegeben wurde, für reichlich Aufregung. Darin steht: Es könne nicht bewiesen werden, „ob und welche langfristigen Auswirkungen die kieferorthopädischen Therapien auf die Mundgesundheit“ von Kindern hätten! Eine ganz neue Bewertung der Wirksamkeit soll nun durch die Krankenkassen erfolgen …

3. Bummel-Bahn Nur 74,9 Prozent des Fernverkehrs der Deutschen Bahn ist pünktlich (LISA berichtete). Und jetzt kommen auch noch 1,2 Mrd. Euro Vertragsstrafen auf den Konzern zu. Geld, das dann bei Sanierungen, neuen Zügen und Personal sicher fehlt!

4. Krankenkassen-Milliarden Der Überschuss, den die deutschen Krankenkassen in den vergangenen Jahren erwirtschaftet haben, ist inzwischen so hoch, dass er das Vierfache der gesetzlich vorgeschriebenen Rücklage erreicht hat: 21 Mrd. Euro! 2019 kommt nun eine kleine Entlastung durch manche Kassen. Sie senken ihre Beiträge minimal. Wichtiger für Angestellte: Der Arbeitgeber ist wieder mehr in der Pflicht (s. Kasten r.).

5. Kita-Kosten Das Institut der Deutschen Wirtschaft deckte eine Ungerechtigkeit auf: Die Kinderbetreuungs-Kosten differieren im Land: von null bis 630 Euro! Nichts kostet sie in Berlin, hier ist die Betreuung seit 2018 für alle Eltern, egal wie viel Gehalt sie beziehen, kostenlos. Sonst unterscheidet sich die Berechnung komplett. Mal orientiert man sich am Brutto-, mal am Nettogehalt. Mal sind Alter des Kindes und Stundenzahl ausschlaggebend. Ausführlich unter bit.ly/2QA8lca.

6 Auch im Jahr 2019 wird es weitere Fahrverbote für alte Diesel-Autos geben


7 Der größte Bundestag aller Zeiten – und ein Flughafen, der „nie“ fertig wird. Uns Steuerzahler ärgert beides


8 Gesundheitsminister Spahn (l.) ist in der Pflicht: Pflegekräfte wie Johanna Uhlig sind längst am Ende ihrer Kräfte angelangt


6. Diesel-Skandal Während VW in den USA fast alle der rund 500 000 manipulierten Diesel-Autos zurückgekauft hat, rät der Konzern deutschen Kunden von der Fahrzeu-achrüstung ab. Das gefährde die Garantie! Mithilfe einer „Musterfeststellungsklage“ ziehen Verbraucherzentrale, ADAC und Kunden jetzt vor Gericht. Da es sich um einen ganz neuen Klagetyp handelt, kann noch niemand sagen, wann es ein Urteil geben wird.

7. Steuern Im aktuellen Bundestag sitzen statt der Sollgröße von 598 Abgeordneten 709. So kostet der größte Bundestag aller Zeiten uns Steuerzahler 515 Mio. Euro. Wer schon immer mal wissen wollte, wie teuer die BER-Dauerbaustelle ist, findet das sekundengenau unter flughafen-berlin-kosten.de. Bis Redaktionsschluss: über 5,1 Mrd. Euro!

8. Überlastete Pflegekräfte Auf Face book veröffentlichte Krankenpflegerin Johanna Uhlig einen offenen, bewegenden Brief an Jens Spahn. „Erfahrene Kollegen kündigten, weil sie die immer schlechter werdenden Bedingungen und den drohenden Qualitätsverlust nicht mehr persönlich mittragen konnten“, schreibt sie u. a. Bekommt 126 562 Likes, 15 586 Kommentare und eine Antwort vom Gesundheitsminister. Die Entlastung in der Pflege und eine faire Bezahlung bleibt eine der größten Aufgaben in Deutschland!

Und was ärgert Sie?

Schreiben Sie uns, was Sie gerade aufregt: online@lisa.com. Wir sind gespannt auf Ihre Geschichten.

Das freut uns!

Zum Glück wird 2019 aber nicht alles schlechter! Ein paar Neuerungen haben sogar einen positiven Einfluss auf unser Portemonnaie. Lesen Sie selbst:

Gesetzlich versichert Seit dem 1. Januar 2019 müssen Arbeitgeber wieder die Hälfte des Kranken kasse-usatzbetrags bezahlen. Das entlastet gesetzlich Versicherte und Rentner.

Mehr Lohn in der Tüte Auch in Sachen gesetzlicher Mindestlohn gibt es eine Neuerung im noch jungen Jahr: Er liegt ab sofort bei 9,19 Euro (zuvor 8,84 Euro). Und er steigt zum 1.1.2020 noch einmal ein wenig an. Dann beträgt der gesetzliche Mindeststundenlohn 9,35 Euro. Auch die separat ausgehandelten und höher liegenden Branche-indestlöhne (z. B. von Pädagogen, Dachdeckern, Pflegekräften) sind am 1. Januar 2019 gestiegen.

Mehr Kindergeld Ab dem 1. Juli 2019 wird das Kindergeld um 10 Euro angehoben. Wer ein Kind hat, bekommt also statt 194 Euro dann 204 Euro. Und zum 1. Januar 2021 soll dieser Betrag laut Bundesregierung noch einmal um 15 Euro steigen.

Steuer & Dienst-Fahrrad Bisher musste ein Arbeitnehmer 1 % des Bruttolistenpreises für die Überlassung eines betrieblichen Fahrrads durch den Arbeitgeber und die damit verbundene private Nutzung des Dienstfahrrads als geldwerten Vorteil versteuern. Seit 1. Januar 2019 fällt dies komplett weg. Man muss sein Dienstfahrrad also nicht mehr in der Steuererklärung angeben. Eine Entlastung im Geldbeutel – und ein tolles Signal für die Umwelt.

Ökostrom Aus ökologischer Sicht ebenfalls toll: Zuletzt stieg der Anteil am „grünen Strom“ in Deutschland erstmals über 40 % (Wind, Sonne, Wasser, Biomasse). Und erreicht damit das Niveau von aus Kohle generiertem Strom. Zum Vergleich: Noch vor zehn Jahren lag der Anteil bei nur 16 %.


Fotos: facebook.com (2)/Jens Spahn/Johanna Uhlig, fotolia, imago, shutterstock (8)