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TRAB: WENIG RAUMGRIFF


Mein Pferd - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 07.12.2018
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Bildquelle: Mein Pferd, Ausgabe 10/2019

Üblicherweise werden Stangen und Cavaletti im Trab im Entlastungssitz geritten


Problem: Pferde mit kurzen, schnellen Bewegungsabläufen im Trab neigen häufig zu kurzen Tritten mit wenig Raumgriff. Besonders häufig sieht man einen solchen Trab mit kurzer Amplitude bei iberischen Pferden mit kurzem Rücken und viel Gehfreude – für den Außenstehenden sieht dies immer etwas zackelig und unruhig aus.
Ursache: Ein zackeliger Trab spricht laut Babette Teschen für Verspannungen in der Muskulatur: „Wie bei den meisten Problemen ist es wichtig, die Ursache für die Verspannung des Pferdes zu finden und zu beheben. ...

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Problem: Pferde mit kurzen, schnellen Bewegungsabläufen im Trab neigen häufig zu kurzen Tritten mit wenig Raumgriff. Besonders häufig sieht man einen solchen Trab mit kurzer Amplitude bei iberischen Pferden mit kurzem Rücken und viel Gehfreude – für den Außenstehenden sieht dies immer etwas zackelig und unruhig aus.
Ursache: Ein zackeliger Trab spricht laut Babette Teschen für Verspannungen in der Muskulatur: „Wie bei den meisten Problemen ist es wichtig, die Ursache für die Verspannung des Pferdes zu finden und zu beheben. Unter dem Sattel muss auf den Sitz des Reiters, seine Hilfengebung, die Passform des Equipments und vieles mehr geachtet werden. An der Longe ist die Ursache oftmals, dass das Pferd noch nicht gelernt hat eine gute Laufmanier einzunehmen. Hat das Pferd noch keine Balance und Selbsthaltung auf einer gebogenen Linie gelernt, wird es zwangsläufig mit gebundenen Bewegungen laufen.“ Die Trainerin Angela Lohmann sieht die Ursache darin, dass das Pferd noch nicht sicher zum Tragen kommt, und versucht dies durch ein überhöhtes, eiliges Tempo mit flachen Tritten zu kompensieren.
Lösung 1: Bei eiligen Pferden ist es wichtig, ihnen den richtigen Takt mithilfe des Reitersitzes vorzugeben, so Angela Lohmann: „Bei solchen Pferden ist besonders ein stabiler und ausbalancierter Sitz des Reiters notwendig. Außerdem muss der Reiter zum Treiben kommen – unabhängig davon, ob das Pferd vom Gefühl her eigentlich zu eilig ist.“ Der Reiter sollte dem Pferd den Takt mit ruhigen Bewegungen vorgeben und sozusagen die Tempokontrolle übernehmen. Dafür kann der Reiter im Takt etwas langsamer aufstehen. Außerdem sollte man mit diesen Pferden zunächst auf großen Linien arbeiten und den Takt sichern, durch kleine Wendungen oder Seitengänge werden die Pferde wieder eilig und können den Takt nicht halten.
Lösung 2: Um den Bewegungsablauf zu verbessern und raumgreifende Tritte zu erhalten, eignet sich zudem die Arbeit mit Trab-Stangen oder -Cavaletti. Dabei sind die Abstände vom individuellen Pferd abhängig. Als Anhaltspunkt kann für die Arbeit im Trab ein Abstand von 1,20 bis 1,30 Meter genommen werden. Zu Beginn sollte eine Trabreihe auf gerader Linie aufgebaut und mittig im Arbeitstrab angeritten werden. Der gleichmäßige Abstand zwischen den Stangen gibt dem Pferd automatisch einen gleichbleibenden Takt und Rhythmus vor und animiert es zu raumgreifenden Tritten. Wird das Pferd hingegen in der Reihe eilig oder macht kurze Trippel-Tritte, passen die Abstände nicht mehr, es kommt in Raumnot und schlägt beispielsweise an eine Stange an. Durch wiederholte Trainingseinheiten wird der Takt sicherer und die Tritte raumgreifender – dadurch wird die Gangart des Pferdes nachhaltig verbessert. Der Reiter sollte die Rahmenerweiterung durch ein Vorschieben der Hand zulassen und innerhalb der Reihe eher passiv sitzen, um den Effekt der Trabstangen nutzen. In späteren Trainingseinheiten können die Trabstangen oder Cavaletti auch auf gebogener Linie – beispielsweise einem Zirkel – fächerartig aufgebaut werden. Der Abstand zwischen den einzelnen Stangen oder Hindernissen wird bei dem fächerartigen Aufbau mittig gemessen.

Zudem kann man mit Trabstangen auch sehr gut das Tritteverlängern bis hin zu Trabverstärkungen erarbeiten. Dafür wird der Abstand langsam und allmählich vergrößert, wodurch das Pferd beginnt, die Tritte noch raumgreifender und ausdrucksstärker zu gestalten. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten: Reiten Sie die Hindernisse nicht in zu eiligem Tempo an, da die Übung ansonsten ihre positive Wirkung verliert und das Pferde gegebenenfalls übereilig und mit Taktfehlern die Hindernisse überwindet. Ähnliches geschieht, wenn das Pferd noch nicht für einen vergrößerten Abstand bereit ist und überfordert wird. Das Training und die Steigerung eben dieses müssen an die Ausbildung des Pferdes angepasst werden. Ein Aufbau auf gebogener Linie bietet viel Variationsmöglichkeiten ohne aufwendige Umbauarbeiten: Indem der Fächer etwas weiter außen angerittenen wird, muss sich das Pferd aufgrund der größeren Abstände vermehrt strecken, und die Tritte werden automatisch raumgreifender. Indem man den Fächer enger anreitet, kann an der Versammlung und kadenzierteren Tritten gearbeitet werden. Insgesamt profitieren die Bewegungsabläufe enorm von der Cavaletti-Arbeit im Trab: Das Abfußen wird energischer, der Raumgriff und Schwung gefördert.