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Tragisches Ende einer Prinzessin


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Gong - epaper ⋅ Ausgabe 33/2022 vom 12.08.2022

REPORT

25. TODESTAG VON DIANA

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Bildquelle: Gong, Ausgabe 33/2022

STRAHLKRAFT So schön bleibt die ?Königin der Herzen? in Erinnerung

Es war ein Mordkomplott, darauf beharrte Mohamed Al-Fayed. Der ägyptische Milliardär, wegen dubioser Geschäftsmethoden und Bestechungsskandale nicht wohlgelitten, bezichtigte das Königshaus und den britischen Geheimdienst MI5 der Verschwörung: Das Establishment habe es nicht ertragen, dass die Prinzen William und Harry einen arabischen Stiefvater bekämen. Dianas ausgiebiger Sommerflirt mit Al-Fayeds Sohn Dodi sorgte 1997 weltweit für Schlagzeilen. In der Nacht des 31. August verunglückte das Paar auf der Flucht vor Paparazzi im Pariser Alma-Tunnel. In einem mehr als 800 Seiten umfassenden Bericht entkräftete eine Ermittlungskommission 2006 schließlich ...

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Die Paparazzi warten schon

Zum 25. Todestag von Diana rückt insbesondere das tragische Ende der „Königin der Herzen“, die nur 36 Jahre alt wurde, jetzt erneut in den Fokus – so auch in aktuellen Dokumentationen (siehe Tipps). Wie kam es zu dem furchtbaren Unfall, wer trägt Schuld? Auch die Gefühlswelt der Princess of Wales ist wieder Thema. Welche Pläne hatte Diana ein Jahr nach ihrer Scheidung von Prinz Charles? Wollte sie Dodi Al-Fayed wirklich heiraten?

Am 30. August fliegt das Paar von Sardinien nach Paris. Der Pilot des Privatjets erfährt das Ziel erst, als die Passagiere an Bord sind. Trotzdem werden sie bei der Landung bereits von Fotografen erwartet. Der Tipp kam wahrscheinlich aus dem Umfeld von Mohamed Al-Fayed, Besitzer des Luxushotels „Ritz“, wo Diana und Dodi logieren – hochkarätige Werbung.

Der „Daily Mail“-Journalist Richard Kay, ein guter Freund Dianas, mit dem sie von Paris aus noch telefoniert hatte, und ihr einer Butler Paul Burrell beschreiben ihr gespaltenes Verhältnis zur Presse: Diana wusste um die Macht der Medien und nutzte sie gezielt für sich, hasste sie aber auch, weil sie letztlich keine Kontrolle hatte. „Diana hat mithilfe der Fotografen ein Image kreiert“, so Burrell. Erst im April hatte sich die Prinzessin von Starfotograf Mario Testino in Szene setzen lassen. Ihre so spektakulär dokumentierte Romanze mit Dodi Al-Fayed wirkte zuweilen regelrecht inszeniert. Sicher auch, um es Prinz Charles und seiner Camilla zu zeigen. Den Verlobungsring jedoch, den Dodi an ihrem Todestag in Paris besorgte, hätte Diana nicht als solchen akzeptiert, glauben Paul Burrell und Richard Kay. Zu dem Antrag in der Stadt der Liebe sollte es nicht mehr kommen.

Als Mutter des Thronfolgers hatte Diana Anspruch auf Personenschutz, verzichtete aber darauf. „Das war ein Fehler“, sagt Dai Davies, früherer Leiter der Einheit zum Schutz der Königsfamilie, zur Situation in Paris. „Das alles mit nur zwei Bodyguards professionell hinzukriegen ist unmöglich. Die sicherste Option wäre gewesen, im ,Ritz‘ zu bleiben.“ Stattdessen will das Paar im Bistro „Benoît“ dinieren. Die Pressemeute klebt an ihrem Wagen, entnervt geht es zurück ins Hotel. Henri Paul, der Sicherheitschef des „Ritz“, wird alarmiert, eigentlich hat er frei. Während er mit Dodis Bodyguards in der Hotelbar wartet, trinkt Paul nicht etwa Saft, sondern Pastis.

Eine letzte fatale Entscheidung

Kurz nach Mitternacht dann der erneute Aufbruch. Ziel: Dodis Apartment. Als sich der angetrunkene Henri Paul ans Steuer des Mercedes setzt, ruft er den Paparazzi zu: „Versucht gar nicht erst, uns zu folgen. Ihr kriegt uns doch nicht!“

Die verhafteten Fotografen wurden vom Vorwurf freigesprochen, den Unfall verursacht zu haben. Fest steht: Diana hätte überleben können. Wenn sie angeschnallt gewesen wäre.

ULRIKE SCHRÖDER