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TRANSPORTWERK Magdeburger Hafen GmbH trotzt Niedrigwasser: Sorgenkind Rothensee


Schiffahrt Hafen Bahn und Technik - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 18.12.2019

Der Hafen Magdeburg kann dieses Jahr trotz Niedrigwasser eine gute Bilanz präsentieren. Dank der wasserstandsunabhängigen Erreichbarkeit konnte das geplante Umsatzniveau erzielt werden, jedoch störten Sperrungen in Geesthacht und Rothensee die Erreichbarkeit, berichtet Hafenchef Dr. Heiko Maly. Durch den trimodalen Anschluss des Hafens konnten die Anlieger ihre Waren dennoch gut transportieren.


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Bildquelle: Schiffahrt Hafen Bahn und Technik, Ausgabe 1/2020

Die Schleuse Rothensee soll auch kommendes Jahr mehrere Monate ausfallen


Bild: Nutsch

Das laufende Jahr ist für die Transportwerk Magdeburger Hafen GmbH (TMHG) trotz und wegen des zweiten, starken Niedrigwassers auf ...

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... der Elbe durchaus erfolgreich gewesen, berichtet Hafenchef Dr. Heiko Maly.Damit ist Magdeburg der größte Binnenhafen Mitteldeutschlands. Zur wasserstandsunabhängigen Anbindung der Magdeburger Hafenteile an das Wasserstraßenkreuz errichtete die Bundeswasserstraßenverwaltung eine Niedrigwasserschleuse im Rothenseer Verbindungskanal. Durch den Bau der Niedrigwasserschleuse ist der Magdeburger Hafen an 365 Tagen wasserstandsunabhängig bei Minimum 4,00 m Wassertiefe.Sorgen machen den Anliegern und ihm jedoch gerade die Sparschleuse Rothensee und die Bundeswasserstraßen im Osten Deutschlands. Die Sparschleuse 185 m nutzbarer Kammerlänge ist Teil des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg und liegt im Rothenseer Verbindungskanal. Dieser verbindet den Mittellandkanal mit den Magdeburger Häfen und der Elbe. Die Schleuse ersetzt das Schiffshebewerk Rothensee, das nicht mehr den Anforderungen der heutigen Binnenschifffahrt entspricht und ermöglicht das Erreichen des Hafens mit den modernen Schiffsgrößen unabhängig vom Elbpegel.Zu unerwarteten Problemen kam es, weil die WSV die Sperrung der Sparschleuse Rothensee für den Austausch der Stemmtore eigentlich in diese sonst wasserreiche Zeit gelegt hatte, damit die Schiffe über die Elbe hätten ausweichen können. Doch das Wasser kam eben doch nicht wie erwartet. „Die dreimonatige Sperre der Sparschleuse Rothensee bedeutete für die Binnenschiffe mit der Umleitung über Niegripp einen Umweg, der in jede Richtung vier Stunden kostete”, bedauert Maly. „Insbesondere die beiden Firmen, die am stärksten auf den umweltfreundlichen Verkehrsträger Binnenschiff setzen, die Mineralöle und landwirtschaftliche Produkte umschlagen, haben unter der Sperrung von März bis Mai gelitten. In der Zeit ist deren Warenzulauf um bis zu 49 % gesunken.” Rund 15 % weniger wasserseitigen Umschlag verzeichnete der Magdeburger Hafen dadurch in 2019. Aber auch die Sperrung der Staustufe Geesthacht im August habe das Ergebnis gedrückt. Er beobachtete während der Sperrungen ein deutliches Anwachsen des Lkw-Fernverkehrs und steigende Bahnmengen. Beispielsweise sei das MUTTanklager auch mit einer sehr leistungsfähigen Bahnanbindung ausgestattet.Leider ist diese Sperrung kein singuläres Ereignis. „Die Schleuse Rothensee wird 2020 vom 9. März bis 31. Mai gesperrt”, sagt er. Hintergrund sind Reparaturen an den Lagern der Torantriebe. „Ich wäre gern bereit gewesen, eine Verlängerung der Sperrung letztes Jahr in Kauf zu nehmen, wenn dafür die Schleuse für viele weitere Jahre fit gewesen wäre.” Die erneute Sperrung seit für den Wirtschaftsstandort Magdeburg eine Belastung.Bei der Realisierung der wasserstandsunabhängigen Erreichbarkeit des Industriehafens gibt es Fortschritte. „Die Planungen laufen gezielt und mit dem Beginn der Baumaßnahme rechne ich Ende 2020 oder Anfang 2021”, berichtet Maly. Das Wirtschaftministerium hat ebenfalls Grünes Licht gegeben.Der Industriehafen soll mit einem Damm von der Elbe getrennt werden. „Im Rahmen des Projekts wird auch die Sohle angeglichen, sodass er mit voll abgeladenen Europaschiffen anzufahren ist.” Die verbesserten Bedingungen machten den Hafen noch attraktiver. „Wir sind bereit, die Flächen, die auch einen Eisenbahn-Anschluss haben, zu vermarkten. Wir haben die Idee, eine überdachte Verladebrücke für den witterungsgeschützten Warenumschlag zu bauen. Ab dem Spatenstich ist das Projekt in drei Jahren abgeschlossen”, sagt er. Doch darüber vergesse er keinesfalls die Investitionen in die anderen Hafenteile: In den kommenden Jahren stehen weitere Investitionen in Infrastruktur, Suprastruktur an. Dabei profitieren die Anlieger von erhöhter Leistungsstärke und ökologischer / ökonomischer Maschinentechnik.

Hafenchef Dr. Heiko Maly investiert in den Hafen Magdeburg


Bild: Heying