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TREASURY KOMPAKT: Gehälter Und was verdienen Sie?


Der Treasurer - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 12.12.2019

Der Job des Treasurers bleibt lukrativ – sowohl für Einsteiger als auch für langjährige Mitarbeiter. Das ist ein Ergebnis des FINANCE-Gehaltreports 2019, der kürzlich in Kooperation mit der Personalberatung Hays erschienen ist. Obwohl selbst Universitätsabsolventen aus der Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften oft nur ein diffuses Bild vom Beruf des Treasurers haben, lohnt sich der Karrierestart als „Schatzmeister”. Junior Treasurer steigen im Schnitt mit rund 43.000 Euro ein, in der Spitze sogar mit bis zu 63.000 Euro. Mit einigen Jahren Berufserfahrung lassen sich Gehälter von 53.000 Euro bis 90.000 ...

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Bildquelle: Der Treasurer, Ausgabe 4/2019

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... Euro erzielen.

Erfahrene Treasurer erreichen noch andere Sphären: Ein Senior-Treasurer kann laut Report bis zu 130.000 Euro verdienen – in der Dax-Liga liegen einige leitende Treasurer mit Bonuskomponenten sogar deutlich darüber. Je nach Unternehmensgröße kann das Gehalt für den ranghöchsten Treasurer aber auch deutlich niedriger sein, in kleinen und mittelständischen Betrieben auch mal bei 65.000 Euro. Zudem beobachtet Personalberater Rudolf Schlett starke regionale Unterschiede: „Treasury-Jobs in wirtschaftlich starken Regionen wie München oder Stuttgart können leicht 20 oder 30 Prozent über denen in ländlichen Regionen liegen.” Ob das tatsächlich mehr Geld für die Haushaltskasse bedeutet, sei dahingestellt: Die Lebenshaltungskosten in den Metropolen sind zuletzt stark gestiegen.

Gut bezahlte Cash Manager

Auch einzelne Teilbereiche des Treasury sind lukrativ. Beispiel Cash Management: Ein einfacher Manager in dieser Treasury-Kerndisziplin startet laut Gehaltsreport mit 42.000 Euro und kann seinen Verdienst nach einigen Jahren auf 85.000 Euro ausbauen. Senior Cash Manager können gar bei 120.000 Euro landen. Mit wesentlichen Steigerungen rechnen Experten für die kommenden Jahre allerdings nicht, weil Cash-Management-Prozesse zunehmend automatisiert werden.

Cash Management & Zahlungsverkehr

Standard Chartered erweitert seine Zahlungsverkehrsangebote in Europa. Die britische Bank investiert in den Aufbau einer neuen Cash-Management-Infrastruktur, die Mitte 2020 ihren Betrieb aufnehmen soll. Im Zuge dessen will Standard Chartered künftig neue Lösungen für Firmenkunden anbieten. Dazu gehören etwa die Abwicklung von Massenzahlungen sowie virtuelle Konten. Angeboten werden sollen diese neuen Services von London und Frankfurt aus.

Die Forderungen nach einem digitalen Euro nehmen zu. Sowohl der Bankenverband (BdB) als auch der Handelsverband Deutschland und der Bundesverband der Dienstleister für Online-Anbieter setzen sich für die Einführung eines staatlich kontrollierten programmierbaren Euro ein. Sie reagieren damit auf die Ankündigung von Facebook, mit Libra eine eigene Digitalwährung aufzubauen. Der BdB fordert einen digitalen Euro auf Krypto-Basis, der mit sogenannten Smart Contracts verbunden werden kann. Diese ermöglichen die automatische Auslösung von Zahlungen.

Den Banken drohen Gewinneinbrüche im Zahlungsverkehr. Bis 2025 könnten deutsche Geldhäuser mehr als 20 Prozent ihrer Erträge im Zahlungsverkehr verlieren, warnt Accenture. Erstens rechnet das Beratungshaus damit, dass die Erträge aus Konto- und Kartengebühren in den kommenden Jahren deutlich rückläufig sein werden. Zweitens führt Accenture den steigenden Wettbewerb mit Nichtbanken wie Paypal, Google, Amazon & Co.an. Drittens würden Instant Payments die Kartenzahlung in bestimmten Bereichen verdrängen und zu Gewinneinbußen führen.

Technologie

Marco Polo geht live. Ab dem ersten Quartal 2020 sollen echte Transaktionen über das blockchainbasierte Trade-Finance-Netzwerk stattfinden. Das kündigten Vertreter der Commerzbank und der LBBW im Gespräch mit DerTreasurer an. Während die Plattform We.trade, bei der unter anderem die Deutsche Bank, die Unicredit und die HSBC mitwirken, bereits seit 2018 Live-Transaktionen durchführt, wurden über Marco Polo bisher nur historische Geschäfte simuliert.

Bellin ermöglicht Echtzeitzahlungen via Ebics. Der Treasury-Softwareanbieter bietet seinen Kunden seit dem 17. November an, Sepa Instant Payments über den Ebics-Kanal auszuführen. Darüber hinaus können Treasurer im System unmittelbar den Bericht einsehen, der die Gutschrift einer Echtzeitzahlung beim Empfänger dokumentiert. Damit ist Bellin der erste Anbieter, der offiziell erklärte, diese Ebics-Anpassungen durch die Deutsche Kreditwirtschaft implementiert zu haben.

Finanzierung & Geldanlage

Die KfW will künftig Negativzinsen weitergeben. Die Staatsbank plant, bis spätestens Oktober 2020 Förderkredite mit negativer Verzinsung an Banken weiterzureichen. Bis dahin will die Bank die technischen Voraussetzungen für die Weitergabe schaffen. Ziel ist, dass Förderkredite wieder attraktiver werden.

Finpair kooperiert mit der Nachhaltigkeitsagentur Imug. Emittenten haben nun die Möglichkeit, geplante Schuldscheine von Imug als „green” oder „social” begutachten zu lassen. Finpair ist damit eigenen Angaben zufolge die erste digitale Schuldscheinplattform, über die Unternehmen sogenannte Second Party Opinions einholen können. Imug arbeitet mit der renommierten französischen Nachhaltigkeitsagentur Vigeo Eiris zusammen. Im Frühjahr dieses Jahres hatte Moody’s die Mehrheit an Vigeo Eiris erworben.

Green Bonds liegen im Trend. Analysten der LBBW glauben, dass in diesem Jahr weltweit grüne Anleihen in Höhe von 220 Milliarden Euro emittiert werden. Das wäre ein Plus von rund 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in dem das Emissionsvolumen bei rund 141 Milliarden Euro gelegen hatte.

Bei der Anlage ihrer Pensionsvermögen setzen Investoren verstärkt auf alternative Assetklassen. Das ergab eine Umfrage der Beratung Willis Towers Watson. Das Investment in Private Equity hat demnach erneut zugenommen und macht nun 41 Prozent des angelegten Geldes im alternativen Bereich aus. In der Folge kommen auch hier die Renditen unter Druck. Immerhin 29 Prozent der befragten Unternehmen und Pensionseinrichtungen konnten ihr Renditeziel im vergangenen Jahr nicht erreichen.

Risikomanagement

Rohstoff-Hedging ist im Mittelstand noch ausbaufähig. Das geht aus einer Umfrage der Unternehmensberatung Inverto unter 87 Geschäftsführern hervor. Demzufolge nutzt nur jedes fünfte Unternehmen Business Intelligence Tools für die Rohstoffbeschaffung, obwohl dies die Hälfte als sinnvoll erachtet. Rohstoff-Hedging betreiben lediglich 16 Prozent, obwohl fast jeder dritte Befragte diese Maßnahme als geeignet ansieht, um die Risiken einzudämmen.

Der Standardsetzer IASB hat die Bilanzierungsvorschrift IFRS 9 angepasst. Hintergrund ist die Umstellung der Referenzzinssätze. Unter dem bisherigen Bilanzierungsregime hätte die Benchmark-Reform bestehende Hedge-Accounting-Beziehungen gefährdet. Deshalb hat der Standardsetzer IASB reagiert und IFRS 9 Ende September angepasst. Die Änderungen betreffen die Übergangsphase bis zur geplanten Ablösung des Libor und anderer Referenzzinssätze Ende 2021.


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