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TRENDS 2021


DECO HOME - epaper ⋅ Ausgabe 1/2021 vom 28.01.2021

Worüber wir reden, wenn wir über Wohnen reden? Über unser Zuhause. Und darüber, sich an diesem Ort wohlzufühlen. Eine Ermunterung zu mehr Gestaltungsfreude!


Artikelbild für den Artikel "TRENDS 2021" aus der Ausgabe 1/2021 von DECO HOME. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: DECO HOME, Ausgabe 1/2021

Auch wenn wir gerade das Gefühl haben, dass die Welt stillsteht, ist genau das eine dieser Veränderungen, die unsere Gesellschaft herausfordert und die Gewohnheiten gnadenlos auf den Kopf stellt. Statt grenzenloser Mobilität wird unser Radius eingeschränkt und verlagert sich ins Digitale. Das Zuhause wird zum Mittelpunkt des Lebens, darum wünschen wir uns mehr Behaglichkeit und Dinge, deren Ästhetik uns gut tut. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach ...

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... Naturnähe, danach, die vernachlässigte Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen. Und über allem steht die Hoffnung, dass die Gefahr schnell vorübergeht, es wieder gut wird. All diese Aspekte beeinflussen die Frage, wie wir langfristig wohnen wollen. Einen Auszug möglicher Antworten geben wir Ihnen auf den folgenden Seiten.

Dimmbare Leuchte „Podgy“ (pleasewaitto beseated.com)


Statement-Tapete „Two-tone“ (www.deborah bowness.com)


Lackierte Küchenfront „Basis“ (www. reformcph.com)


Beistelltisch „Aspa“, drei Größen (www.pulpo products.com)


Sideboard „Self Bold“ mit Glasfronten (www. rimadesio.it)


Leder-Shopper „Little Bit of Everything“ (www. another-me.de)


PANTONE 21

Trend: Erst zum zweiten Mal kürte das renommierte Pantone Color Institute gleich zwei Farbtöne zu den wesentlichen Selbstdarstellern unserer Zeit.

Farben: Zuverlässigkeit sowie ein sicheres Fundament liefert Ultimate Gray, während das strahlende Gelb Illuminating voll positiver Energie für eine bessere Zukunft steckt.

Materialien: Matt oder glänzend, aus Glas, Leder und gewebt - oberflächlich gesehen gibt es keine Präferenzen.

Kaschmir-Cardigan (www.alanui.it)


Zweisitzer: Sebastian Herkner für Moroso


Tribute to E. Sottsass

Es gibt immer die Gegenbewegung, muss sie geben. Während der eine sich also die Natur ins Haus holt, entdecken die anderen das kühne Memphis-Design wieder für sich. So auch die Innenarchitekten vom Mailänder Studio Paradisiartificiali, die für den gerade mal 15 Quadratmeter großen Wohnraum eines Apartments in der Via Castaldi ein neues Treppenkonzept ersinnen sollten. Heraus kam eine raumgreifende Hommage an den großen Ettore Sottsass, in dessen Wohnzimmer die Bewegung vor ziemlich genau 40 Jahren ihren Anfang nahm. Mehr über das Projekt auf www.decohome.de/memphisdesign- tribute

Gekonnt-mutiges Farbkonzept des russischen Designstudios Bigo Architects (www. bigo-arch.com)


Tapete „Capri Lemons“ (www.barnebygates.com)


Teppich „Modern Swirl“ (www.therug company.com)


Zum Anbeißen? Hocker „Donut“ (www.diabla outdoor.com)


Nappa-Fransengürtel (www.marjana vonberlepsch.com)


Tischleuchte „Pins“ (www. marioni.it)


Immer gut drauf: „Happy Hook“ (www.fritzhansen.com)


Jacquard-Kollektion „Fringes & Floats“ (www. alissanienke.nl)


Leuchte „Wonder“ (www.seletti.it)


Color Blocking: Hocker „Form“ (www.nortstudioshop. com)


PLAYFUL OPTIMISM

Trend: Der positiven Energie werden hier noch ein paar Schippen draufgepackt. Erlaubt und gewollt ist schlichtweg alles, was gute Laune macht.

Farben: So viele wie möglich - aber bitte mit Konzept. Dieses wird vor allem von abgetönten Nuancen definiert.

Formen: Auch das Kreismotiv spielt eine stilprägende Rolle.

Und das ist naheliegend: Es zwingt die wilden Töne zum harmonischen Miteinander.

Hängeleuchte mit Messing-Finish (margit wittig.com)


Ihr Heimatland inspirierte die Ukrainerin Nadiia zur neuesten Kollektion (nadiia.com.ua)


Erinnert an aufgefächerte Pinien: Wandobjekt (www.mojoo.dk)


Veganer „Cocoon“ aus Bananenblättern (erez nevipana.com)


Sofa-Element mit Stecksystem (www.noahliving. com)


Cognacfarbener Daunenmantel (www.baumund pferdgarten.com)


Wollmix-Teppich „Camelia“ (www. lelievreparis.com)


Das Design-Duo Gam Fratesi entwarf Sessel „Sejour“ (www.gubi.com)


Alle „Monotypes“-Stoffe werden zu 100 % aus nur einem Material gefertigt. Hier: „Floating“ aus Lyocell (www.kinnasand.com)


NATURNAH

Trend: Die Tendenz zum Naturbewusstsein beschwören wir schon seit einigen Jahren. Neu ist die Konsequenz, mit der sie bespielt wird.

Farben: Sand, Korn, Erde, ein wenig Grün und auch Karamell streicheln die betonverdrossene Seele.

Materialien: Sind wichtiger denn je. Teppiche, Stoffe und Oberflächen müssen nicht nur nach Natur aussehen, sie steckt auch drin. Am liebsten in Form von nachhaltigen Fasern mit unregelmäßiger Struktur - Wald und Wiese sind ja auch nicht perfekt.

Für Freigeister: flexibles Sideboard-System (www.montana furniture.com)


Schultertasche „Margherita“ aus Leder (www. furla.com)


Alvar Aalto designte Leuchte „A201“ (www.artek.fi)


Zur Skulptur geschichtet: Geschirr „Oyster“ (www.mateus collection.com)


Trevira CS „Relate“ mit Twillbindung (www.kvadrat.de)


Look aus der F/SKollektion 2021 (www. marcellvon berlin.com)


BURGUND 2.0

Trend: Apropos abgetönt - das neue Rot hat nur wenig mit der klassisch strahlenden Chanel-Nuance zu tun. Diese tritt aktuell lieber als Akzent in Aktion.

Farben: Die Vorbilder finden sich in schwerem Wein, Aubergine, Karmin und Terrakotta.

Kombinationen: Erdige und natürliche Töne ergänzen genauso gekonnt wie eine Basis aus Schwarz und Weiß. Stilsicheres Highlight: ein federleichtes Himmelblau.

Lounge-Sessel „D.154.2“ (www.molteni.it)


Rücken zum Entzücken: Sofa „Drapè“ (www.laura meroni.com)


Daybed „Five to Nine“ (www.tacchini.it)


Sessel „Luke“ (www.munnadesign.com)


Er bleibt und bleibt …

Wer hätt‘s geahnt? Wir nicht. Als vor einigen Jahren das Comeback des Velours ausgerufen wurde, rechnete wohl kaum einer damit, dass diese nur scheinbar so empfindliche Faser es mal zum Standard unter den Möbelbezügen schaffen würde. Heute sogar unabhängig vom Art-déco-Style, mit dessen Wiederbelebung auch Samt groß rauskam. Noch mehr aktuelle Favoriten auf www.decohome.de/samtsofa

Samt „Manipur“, 24 Farben (www.designersguild.com)

1 Bestickte Baumwolle „Maui“ (www.camengo.com).


2 Vito Nestas Tapetendesign „Tarocchi“ (www.codewall.it).


3 Mischgewebe „Panthere“ (www.casamance.com).


4 Handbesticktes Leinen „Hector“ (www.vander hurd.com)


Mille Collin Flaherty und Stine Langvad inszenierten nordisches Design im Stadtmuseum von Kopenhagen


Fotos Line Thit Klein (1)

Blaue Phase

Pablo Picasso widmete ihr knapp vier Jahre seines Künstlerdaseins, für das Pantone Color Institute repräsentierte sie 2020 den Zeitgeist und laut einer Studie der britischen Newcastle University gehört sie zu den beliebtesten Farben der Gesellschaft.
Daher stellen wir an diesem Punkt die Behauptung auf: Gerade in dunklen Nuancen hat Blau das Potenzial zum Dauertrend.

„Retroscena“, Druck auf recyceltem Feinpapier (www.lamacchinastudio.net)


Mode-Unikate aus recycelter Seide und Brokat (www.zazivintage. com)


Ein echter Lacroix: Damast „Wakame“ (www. designersguild.com)


Für Tisch „Vestige“ kooperierte Note Studio mit Tarkett (www.sancal. com)


Wandleuchte „New Wave Optic“, ø 26 oder 38 cm (www. design-by-us.com)


Glänzendes Beispiel: das Restaurant Rêver in Guangzhou (www. wujistudio.cn)


Moderne Silberbrosche (www. toryburch.de)


Upcycling-Teppichkollektion „Candy Wrapper“ (www.nomadstudio. de)


Bonbonniere von Design-Ikone Gio Ponti (www. sambonet.it)


SO SILBER

Trend: Das neue Gold? So weit würden wir (noch) nicht gehen. Fest steht: Silber wirkt im Interieur eher als cooles Understatement denn als prunkvolles Extra.

Farben: Schön shiny muss es sein, bisweilen auch mal matt, auf keinen Fall aber antik oder angelaufen.

Materialien: Auch hier bringen vor allem natürliche Kombinationen den gewünschten Gewinn: Holz, Wolle und Marmor machen den Look modern.

„Green Monkeys“ von Laboratorio Paravicini (www. artemest.com)


Cool Cat: Samtkissen „Jamie“ (www. apelt.com)


Kederkissen aus Baumwollsamt (www.etro.com)


Schrank „Unlock Me“ (www.bold monkey.com)


F/S-Looks 2021 (www.forrestless sleepers.com)


Beistelltisch „Space Island“ (www.editionvan treeck.com)


Handbemalte Tapete „Cabinet of Curiosities“ (www. degournay.com)


Sessel „Chelsea“ im Tropen-Look (www.pro memoria.com)


1 Wandverkleidung „Wonder Place“ aus glasiertem Feinsteinzeug (www.satoria. design).


2 „Mustique“ gibt es als Tapete oder Stoff (www.warner house.com).


3 Digitaldruck „Salonga“ (www.fisch bacher.com).


4 Baumwolle „Aloe“ (www. nobilis.fr)


Installation mit Produkten der Designkooperative www. movimento.club


Interieur gestaltet von Einrichterin Aleksandrina Lukach (www.intemporary.com)


Becher „Beza“ aus Keramik (www.alva concept.com)


Gewebemix „Un air de valse“ (www.misiaparis. com)


PURE ELEMENTE

Trend: Die Macht des Materials wird in Form gebracht, tritt dabei aber offen zutage. Hier ist eine deutliche, unregelmäßige Struktur der wohl wichtigste Stilfaktor.

Farben: Lava, Stein und Lehm, mal maskulin, mal feminin interpretiert.

Materialien: Damit dieser Trend nicht in die altbekannten Klischees der Ökologiejünger abdriftet, ist vor allem die Hochwertigkeit und nahezu perfekte Verarbeitung der Anspruch, dem das Material standhalten muss.

Wollblüten verheißen Sitzkomfort auf Bank „Callas“ (www.etel.design)


Gitterkleid aus der Spring/Summer Collection 2021 (www. hermes.com)


Hängeleuchte mit einem Stoff von Ralph Lauren. Alta Moda über www. artemest.com


NEW LUXURY

Trend: Seien wir mal ehrlich - noch viel zu häufig wird Luxus mit einem gewissen Grad an Langweiligkeit gleichgesetzt. Dabei ist auch und gerade hier Humor gefragt, allerdings ganz ohne Übertreibung.

Farben: Das allseits beliebte Weiß und Schwarz sowie Beige- und Greigetöne werden von mutigen Akzenten aufgemischt.

Materialien: Überraschende Effekte bringen ungewöhnliche Oberflächen wie zu bulligen Formen geblasenes Glas oder geflochtenes Leder.

Quasi von unten aufgeblasen wird der Glaskörper von Coffeetable „Soda“ (www.miniforms.com)


Tisch „Mellow“ mit Marmorplatte, andere Ausführungen möglich (www. bonaldo.com)


Karaffe „Aria“ aus Muranoglas (www. emporio sirenuse. com)


Kissen „Dalton Plissé“ aus Nappaleder (www. khaliquelondon.com)


Für Lounger „Aërias“ wurden 70 Meter Lederband verflochten (www. classicon.com)


Leuchtenobjekt „Cymbidium Sconce“ (www. jeremycole. net)


Bezugsstoff aus der Kollektion „Shogun“ von Kenzo Takada (www.k-3.com)


2 FRAGEN ZUM STAND DER DINGE

Flexform-Vorstand Giuliano Galimberti berichtet über die Lage der Design-Nation

Wie geht es dem italienischen Möbelmarkt?
Wie Sie wissen, war Italien eines der von der Pandemie am härtesten getroffenen Länder. Wir wurden überrascht und damit auch gezwungen zu handeln. Zum Restart nach dem ersten Shutdown waren wir besser vorbereitet als jemals zuvor. Das hat uns sicherer gemacht, selbstsicherer, und wir waren voller Enthusiasmus, alles Liegengebliebene anzupacken.

Ein Beispiel? Wenn Sie ein Unternehmen wie Flexform leiten, wo Kreativität in der Luft liegt, die Atmosphäre immer hektisch-elektrisch ist, wenn Sie an dieses Leben gewöhnt sind und es dann von einem Tag auf den anderen stoppen müssen, fühlt man sich verloren wie in einer Wüste. Aber man kann seine DNA nicht verändern. Die Energie muss wieder raus. Sobald es möglich war, wurde die neue Kollektion schneller denn je fertiggestellt. Sie wurde zum Glück sehr gut angenommen. Meiner Meinung nach geht es dem High-End-Möbelmarkt in Europa tatsächlich sehr gut. www.flexform.it

OBEN: Giuliano Galimberti gehört zur dritten Generation des 1959 gegründeten Familienunternehmens Flexform. GANZ OBEN UND LINKS: Aus der Kollektion 2020

Sideboard „Frame“ mit Tür oder Schubladen aus geräucherter Eiche (www.bylassen.com)


Modulares Tischsystem „Stem“ (www.heatherwick.com}


Holz

Warum in die Ferne schweifen? Während die Herkunft des Holzes für die Möbelbranche lange Zeit nicht exotisch genug sein konnte, besinnt man sich nun auf heimische Bestände. Eine neue Bühne für Buche, Eiche & Co. liefern zeitlose, ausdrucksstarke Entwürfe, welche diese Hölzer ein für alle Mal von staubigen Schrankwand-Assoziationen befreien.

Stuhl „Romby“ mit Fuß aus Eschenholz (www. porro.com)


Klassiker im neuen Gewand: „Twiggy Wood“ aus Holz und Carbon (www. foscarini.com)


Bluse „Tiger“ und Pullunder „Nola“ (www. second female.de)


Hanteln aus Kollektion „Ora“ (www. madeinedit.it)


„Personal Case“ zum Umhängen (www. rimowa.com)


Turnschuhe „Legacy 83“ (www.reebok.de)


SPORT-STYLE

Trend: Sagen wir mal so - 2020 musste das Fitnessstudio bei uns zu Hause einziehen und die Pumps hätten nur das Parkett zerkratzt. Der Kluge nahm’s sportlich und die Designer liefern nun die Gadgets.

Farben: Von Pastell am Körper bis zum sporthallenbodenbunten Teppich ist alles dabei.

Erlaubt ist, was motiviert.

Materialien: Sind der Sache wegen funktional. Bei der dekorativen Umsetzung ist weiterhin Natürlichkeit gefragt.

Kelim „Zoe Sool“ (www.gan-rugs.com)


Home-Office

Mal mehr, mal weniger verhofft findet Büroleben seit letztem Jahr auch zu Hause statt. Um die Work-Life-Balance aufrechtzuerhalten, hat sich eine gestalterische Abgrenzung bewährt. Die übrigens auch ohne Extraraum funktioniert: Selbst für kleinste Ecken gibt es mittlerweile praktische Lösungen. Mehr davon:

www.decohome.de/home-office-einrichten-platzsparende-ideen

Mit Wandleuchte „Balancer“ wird der Lichtschein exakt ausgependelt (www. northern.no)


„Candy Cubicle“ ist ein Büro zum Aufklappen. Projektdesign von www.sabinemarcelis.com


Drehsessel „S 64“ von Marcel Breuer (www.thonet.de)


„Hawa Beirut Naked Chair“ von Richard Yasmine (www. pamono.de)


POST BAUHAUS

Trend: Das viel zitierte 100-Jahre-Jubiläum 2019 hat Spuren im Design hinterlassen und zementiert den Ruf des Bauhauses als ewig prägende Stilschmiede.

Farben: Müssen nicht primär sein, wie in Dessaus berühmten Meisterhäusern vielfältig und mutig kombiniert. Die Geometrie des Wohnens drückt sich jetzt sanfter aus.

Formen: Eine klare Referenz findet sich eher in den typischen Linien und dem damit verbundenen Leitsatz „Weniger ist mehr“.

Handgeknüpfter Teppich „Crystal“ aus Wolle (www.gan-rugs.com)


„Standardformen, die nicht ununterbrochen überprüft und erneuert werden, veralten“

WALTER GROPIUS, Architekt und Gründer des Bauhauses

Tisch und Stuhl „Pink Moon“ für das Projekt „Connected by Design“ (www.studio pepedesign.it)


Tasche aus der Kollektion „MarVles“ (www.valextra.com)


Mit speziellem Verfahren stückgefärbtes Plaid „Clamp Dye“ aus Kaschmir (www. hermes.com)


Regal „Voltaire“ (www. nvgallery. com)


Formgewaltig: Polsterbank „Ardent“ (www.kelly wearstler.com)


Über den Horizont

Skylines, Fassaden, Straßennetze, von oben betrachtet: Für das „Graphic - Manifesto“, das Gabriella Fusillo mit ihrer Marke Or.nami für das Kreativstudio Terzo Piano entwarf, reduzierte sie ganze urbane Lebenswelten auf wenige Linien. Diese aber sind alles andere als minimalistisch. Starke, zum Teil grelle Farben und 3-D-Effekte auf einem immer sanften Fond formen Tapeten, die mit ihrer grafischen Klarheit auch am besten in städtische Ambiente passen. www.ornami.it, www.terzo-piano.com

Tapetenkollektion „Graphic - Manifesto“ besteht aus vier Dessins in je zwei Farbstellungen auf Vinyl oder Seide


Kooperation zwischen der Kunstplattform www. juniqe.de und der Keramikschmiede Motel a Miio


Vegane Handtasche „Billow Tile“ (www.hvisk.com)


Tapete „Graffiti 1“ aus Kollektion „Tribute to Morandi“ (www. paolocastelli.com)


Aktueller Look für Sesseldesign „Papageno“ von 1993 (www. leolux.de)


ORGANISCHE FORMEN

Trend: Das Ende der Geradlinigkeit naht mit schwungvollen Schritten. Inspiration findet sich in der abstrakten Kunst der Moderne und, na klar, in der Natur.

Farben: Sind hier nicht eindeutig definiert. Man wähle, was gefällt, je nachdem welche Inspirationsquelle die eigene Gefühlswelt besser ausdrückt.

Formen: Drehen wir’s einfach mal um - function follows form. Vielleicht nicht im Memphis-Sinne bis hin zur Unbenutzbarkeit, aber die Form ist das prägende Element.

Sofa „Oshun“ und Couchtisch „Gaea“ (www.secollections. com)


Keramikkünstler Brian Rochefort wurde für diese Kollektion zum Modedesigner (www.berluti.com)


Vase des spanischen Labels www.losobjetos decorativos.com


Wandleuchte „China 07“ (www.magiccircus. fr)


Alpaka-Strickjacke (www.anotherme. de)


Candy Jar aus Glas, 30 cm hoch (www. hellemardahl.com)


Kleid und Stiefel aus der F/SKollektion 2021 (www. stinegoya. com)


Cole & Son-Tapete „Fresco Sky“ (www. lelievreparis.com)


NEXT NORDIC

Trend: Es scheint fast zwingend - die nordische Formensprache, seit jeher geprägt durch Hölzer und Naturfarben, findet eine neue Ausformulierung im Pastell-Spektrum.

Farben: Hauptsache zart. Flieder, Zitrone, Minze sowie alles, was an Eiscreme denken lässt.

Materialien: Das allgegenwärtige Holz macht Raum für Metallelemente und Glasflächen. Die Linienführung bleibt klar, wird allerdings belebt von einem organischen Twist.

Decke, Poster und Teppich von www.tropical scandinavia.com


Glasvase „Arch“ (www.smallable.com)


Dress to impress: Trägerkleid „Lumière“ (www.oseree. com)


Wand-Nachttisch „Beside“ (www.designers-first.de)


Fotos (im Uhrzeigersinn): Marni, Bolia, Movimento Club und Dao Archviz, Alpi, Saint-Louis, Kelly Wearstler, Alissa + Nienke, Camille Walala mit Omni Visual, Adorno, Paulina Grebenstein, Nort Studio, Dedar, Fassbender

Fotos: Thomas Pagani (1), Sergey Krasyuk (1)

Fotos: Dor Kedmi (1)

Fotos: Movimento Club & Dao Archviz (

Fotos: David Cleveland (1)

Fotos: Chris Tonnesen (1)