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„Trends entstehen schnell und verschwinden schnell“


schule - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 25.11.2021

DOSSIER

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Selbstdarstellung zählt Sobald etwas viral gehen soll, wird sich vor der Smartphone-Kamera inszeniert

Für Eltern ist es nicht einfach, beim Thema Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen auf dem neuesten Stand zu bleiben. Es gibt Plattformen, die vor wenigen Jahren sehr beliebt waren und heute von Heranwachsenden komplett gemieden werden. Facebook ist ein Beispiel hierfür. Auf der anderen Seite tauchen regelmäßig neue Plattformen auf, die innerhalb kürzester Zeit viele jugendliche Nutzer gewinnen. Eine dieser neueren Plattformen ist z. B. TikTok. Die Kurzvideoplattform wird laut der Postbank Jugend-Digitalstudie 2021 bereits von 73 Prozent der Mädchen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren genutzt und von 44 Prozent der Jungen im gleichen Alter.

Hier werden drei der bei Kindern beliebtesten Plattformen genauer vorgestellt:.

TIKTOK

TikTok ist eine Videoplattform zum Erstellen, Teilen und Betrachten von kurzen Videos. Es gibt verschiedene Arten von TikToks. Es gibt u. a. Tanz-TikToks, bei denen ...

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... bestimmte Tanzschritte zu einer bestimmten Musik durchgeführt werden, Lip-Syncing-Videos, bei denen Nutzer ihre Lippen zu einem Sound so bewegen, als ob sie selbst sprechen oder singen würden, Vlogs, eine Art Videotagebuch oder sogenannte Challenges.

Dabei handelt es sich um Herausforderungen, denen man sich stellt und sich dabei filmt. Diese können ungefährlich sein, wie z. B. die #koalachallenge, bei der sich eine Person wie ein Koalabär an eine zweite hängt, oder ge- fährlich, wie die Challenge, bei der Nutzer mit einer brennbaren Flüssigkeit eine Form oder einen Umriss auf eine Spiegel malt und dann anzündet.

Bis vor wenigen Monaten durften die Videos nicht länger als 60 Sekunden sein, inzwischen kann man aber Videos hochladen, die bis zu drei Minuten dauern. TikTok gehört dem chinesischen Konzern ByteDance.

Altersbeschränkung laut Nutzungsbedingungen: ab 13 Jahren

Funktionen

Nutzer können die Videos direkt mit der App aufnehmen und im Anschluss mit verschiedenen Filtern versehen. Funktionen wie Zeitraffer und Zeitlupe machen die Videos zusätzlich interessant. Die erstellten Videos können auch außerhalb der App auf dem Handy gespeichert oder gepostet werden. Je nach Einstellungen sind die veröffentlichten Videos nur für Freunde oder für alle sichtbar. Wie bei sozialen Netzwerken üblich, kann man Hashtags nutzen und die Videos anderer kommentieren oder liken.

Warum mögen Jugendliche TikTok?

NutzerInnen können mit wenig Aufwand semiprofessionell wirkende Ergebnisse erzielen. Viele Kinder und Jugendliche haben den Wunsch, eigene Videos zu produzieren und diese ihren FreundInnen und/oder der ganzen Welt zugänglich zu machen. Gute YouTube- Videos zu produzieren ist mit einem gewissen Aufwand verbunden. Bei TikTok haben Anfänger ihr erstes Video in wenigen Sekunden erstellt, FreundInnen gefunden und Likes gesammelt.

Es gibt die Möglichkeit, mit anderen NutzerInnen Duette aufzunehmen. Der/die Duett- PartnerIn muss dafür nicht vor Ort sein. So können NutzerInnen zum Beispiel „gemeinsam“ mit Justin Bieber ein Lied singen.

Viele TikTok-Trends werden schnell Teil von Jugendkultur. Bestimmte Bewegungen, Wörter oder Geräusche finden sich dann direkt auf den Schulhöfen wieder. Genauso schnell wie sie entstanden sind, verschwinden die Trends allerdings auch. Für Eltern gilt: Nichts ist mehr cringe, als alte Trends zu zitieren. ;-)

HINWEIS FÜR ELTERN: Mindestalter

Auch wenn TikTok laut AGB ein Mindestalter von 13 Jahren verlangt, ist dieses soziale Netzwerk auch bei jüngeren Kindern sehr beliebt. Diese Altersgruppe befindet sich in einer Phase der Identitätsfindung. Mit TikTok können sie spielerisch in verschiedene Identitäten schlüpfen, die Verkörperung dieser Identität dann an ihre Freunde senden und testen, wie sie ankommt. Begleiten Sie die Nutzung bei jüngeren Kindern und achten Sie darauf, welche Inhalte geschaut bzw. selbst erstellt werden.

Profileinstellungen

Achten Sie auf die Profileinstellungen Ihrer Kinder. Bei der Anmeldung bei TikTok ist das Profil als öffentlich voreingestellt. Das heißt, dass die produzierten Videos für alle NutzerInnen sichtbar sind. Es ist ratsam, die Einstellungen auf „privates Konto“ zu stellen, sodass nur vorher hinzugefügte Personen Zugriff auf die Videos haben.

SNAPCHAT UND TIKTOK WERDEN VORWIEGEND VON MÄDCHEN GENUTZT

INSTAGRAM

Instagram ist ein soziales Netzwerk, das seinen Schwerpunkt auf Fotos und Videos legt. Viele Eltern werden diese Plattform selbst nutzen. Die Anwendung wurde von Kevin Systrom und Mike Krieger entwickelt und 2012 für eine Milliarde Dollar von Facebook übernommen.

Altersbeschränkung laut Nutzungsbedingungen: ab 13 Jahren

Funktionen

Die wichtigste Funktion von Instagram ist das Teilen von Fotos und Videos. Man kann diese direkt mit der App aufnehmen oder alternativ im Vorfeld erstellte Bilder oder Videos importieren. Die App ermöglicht zusätzlich das „Taggen“, also das Verweisen auf Personen und Orten oder das Bearbeiten der Fotos und Videos, zum Beispiel durch das Anwenden von verschiedenen Filtern. Es besteht die Möglichkeit, Fotos und Videos,die einem gefallen, zu liken oder zu kommentieren. Hierfür findet sich unter jedem Inhalt ein Kommentarfeld.

Veröffentlichte Inhalte sind je nach Einstellung für alle Instagram-NutzerInnen oder nur für FreundInnen sichtbar. Über die Funktion „Instagram Direct“ ist es jedoch auch möglich, Nachrichten, Bilder oder Fotos an einzelne NutzerInnen zu schicken und somit Instagram als Messenger zu nutzen. Über die Funktion „Instagram Stories“ können Fotos und Videos für einen Zeitraum von nur 24 Stunden für andere NutzerInnen veröffentlicht werden.

Warum mögen Jugendliche Instagram?

Instagram ermöglicht es Jugendlichen, sich selbst darzustellen und über die Likes und Kommentare von FreundInnen direktes Feedback zu erhalten. In der Regel werden bei Instagram keine Schnappschüsse hochgeladen, sondern Fotos, die sorgfältig inszeniert wurden.

Der Fokus auf Fotos und Videos übt einen besonderen Reiz aus. So müssen Jugendliche keine (langen) Texte schreiben oder lesen, um sich auszutauschen.

Viele Jugendliche folgen berühmten InstagrammerInnen, um über Mode- oder andere Trends informiert zu sein.

HINWEISE FÜR ELTERN Profileinstellungen

Bei Instagram ist voreingestellt, dass alle geteilten Inhalte öffentlich und somit für alle NutzerInnen zugänglich sind. Es ist empfehlenswert, diese Voreinstellung zu verändern und Beiträge privat zu posten, sodass nur im Vorfeld akzeptierte Personen Beiträge sehen können.

Inszenierte Welten

Kinder und Jugendlichen sollte bewusst sein, dass sie mit Instagram nur einen eingeschränkten und inszenierten Blick in das Leben von FreundInnen und berühmten InstagrammerInnen erhalten. Positive Momente werden überdurchschnittlich oft gepostet, sodass FollowerInnen das Gefühl bekommen können, dass andere Menschen ein viel spektakuläreres, spannenderes und schöneres Leben führen als sie selbst. Alltägliche oder gar trauri- ge Situationen findet man dementsprechend selten. Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, dass diese Welten konstruiert sind und dass Fotos von berühmten InstagrammerInnen nicht selten mit Fotobearbeitungssoftware künstlich verändert werden. Den Jugendlichen muss bei der Verwendung des Dienstes deutlich sein, dass die dort vermittelte Welt nicht repräsentativ ist.

Ständiger Vergleich

Erste Studien zeigen, dass besonders junge Mädchen durch den Vergleich mit anderen vermeintlich schöneren, dünneren Mädchen negativ beeinflusst werden. Dies kann zu einem verzerrten Selbstbild, Depressionen und Essstörungen führen. Auch hier gilt für Eltern, dass man mit den Kindern über diese Problematik frühzeitig sprechen sollte und die Nutzung der App ggf. zunächst verbietet.

SNAPCHAT

Snapchat ist ein im September 2011 von zwei Stanford-Studenten gegründeter Instant- Messaging-Dienst. Mit der App kann man sogenannte Snaps (Schnappschüsse) an einen selbst gewählten NutzerInnenkreis versenden. Diese Snaps können Fotos oder kurze Videos sein, die man bei Bedarf um Text und Zeichnungen ergänzt. NutzerInnen haben die Möglichkeit, aus ihren Snaps eine „Snapchat Story“ (kurz: Story) zusammenstellen, die für alle FreundInnen eines Nutzers / einer Nutzerin zugänglich ist.

Für lange Zeit war das Alleinstellungsmerkmal von Snapchat, dass die empfangenen Nachrichten, Fotos und Videos nur für eine kurze Zeitspanne betrachtet werden konnten. Diese vom Sender festzulegende Zeitspanne liegt zwischen einer und zehn Sekunden. In Storys eingefügte Snaps sind 24 Stunden lang für alle Freunde unbegrenzt verfügbar, danach nicht mehr abrufbar. Inzwischen bieten auch andere Plattformen wie z. B. Instagram an, dass Fotos und Videos nur für eine bestimmte Zeit sichtbar sind, und bei Snapchat kann man einstellen, dass Snaps ohne zeitliche Begrenzung angesehen werden können

Altersbeschränkung laut Nutzungsbedingungen: ab 13 Jahren

Funktionen

Direkt aus der App heraus nimmt der Nutzer / die Nutzerin Fotos und Videos auf, bearbeitet diese gegebenenfalls und versieht sie mit Filtern. Nachdem er/sie FreundInnen geaddet hat, kann er/sie die Fotos und Videos an einzelne NutzerInnen oder an alle FreundInnen schicken.

Warum mögen Jugendliche Snapchat?

Snapchat steht bei den NutzerInnen für Spon-

taneität und Authentizität. Fotos auf Instagram werden, außerhalb der Story-Funktion, inszeniert und sorgfältig ausgewählt. Auf Snapchat haben Jugendliche das Gefühl, ungezwungen kommunizieren zu können, ohne sich über die Beständigkeit ihrer Nachrichten Gedanken machen zu müssen.

Die Funktion „Snapchat Stories“ wird als digitales Tagebuch genutzt. So können sich Jugendliche gegenseitig an ihrem Alltag teilhaben lassen.

Nur ein vom Nutzenden definierter Personenkreis kann die Snaps sehen. So können Eltern bewusst ausgeschlossen werden. Da klassische Snaps nicht gespeichert werden, fällt die Möglichkeit weg, diese bei einer Kontrolle eines Smartphones zu betrachten.

HINWEISE FÜR ELTERN Auch Snaps können gespeichert werden

Auch wenn die Snaps nur für eine bestimmte Zeitspanne sichtbar sind, gibt es die Möglichkeit, Fotos und Videos zu speichern. So können mit Smartphones Screenshots angefertigt werden. Hierbei wird alles, was gerade auf dem Display angezeigt wird, als Bild abgespeichert. Jugendliche werden anmerken, dass die App das Anfertigen eines Screenshots erkennt und den Absender des Snaps darüber informiert.

In diesem Fall wäre es aber bereits zu spät, da die Nachricht dann schon kopiert wurde. Es gibt zudem noch weitere Möglichkeiten, zum Beispiel spezielle Software oder das Abfotografieren mit einem zweiten Handy, bei denen der Sender nicht erfährt, dass eine Kopie angefertigt wurde. Man kann sich also nicht hundertprozentig sicher sein, dass Fotos oder Videos über Snapchat nicht doch vom Empfänger gesichert und verbreitet werden.

Vorsicht bei Snap Maps!

Snapchat bietet die Funktion an, dass man seinen Standort auf ein paar Meter genau teilt. Zum Schutz der Privatsphäre sollte diese Funktion am Besten deaktiviert sein. Alternativ kann man seinen Standort auch nur mit bestimmten Personen teilen.

WAS SIE NOCH WISSEN SOLLTEN:

Bei allen Unterschieden zwischen TikTok, Instagram, Snapchat oder auch YouTube gibt es eine große Gemeinsamkeit. Ziel aller Plattformen ist, dass NutzerInnen möglichst viel Zeit auf ihnen verbringen. Denn es gilt: Je länger ein/e NutzerIn eine Plattform nutzt, desto mehr Werbung kann ihm gezeigt werden. Und da die Werbung gezielt auf die einzelnen NutzerInnen abgestimmt werden kann, bezahlen die Werbekunden hohe Preise. Eltern sollten mit ihren Kindern über diese Geschäftsmodelle sprechen und über die Tricks aufklären, die eingesetzt werden, damit man die Plattformen möglichst lange und möglichst häufig nutzt.

Folgende Aspekte sollten Sie mit Ihren Kindern besprechen:

Die unendliche Seite und Autoplay

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass man bei den meisten Plattformen nicht mehr zum Ende einer Seite kommt. Bis vor wenigen Jahren war es so, dass man bei Videoplattformen oder sozialen Netzwerken eine bestimmte Anzahl an Videos vorgeschlagen bzw. Fotos angezeigt bekommen hat. Wollte man weitere Inhalte sehen, musste man auf den „Weiter“-Knopf drücken. Heute findet man bei YouTube, Instagram und Co. diesen Knopf nicht mehr, sondern bekommt beim Scrollen immer weitere Vorschläge angezeigt. Im Englischen spricht man vom endless scrolling. Diese scheinbar kleine Veränderung hat dazu geführt, dass NutzerInnen die Plattformen wesentlich länger nutzen. Ohne eine bewusste Entscheidung für oder gegen weitere Inhalte, merkt man gar nicht, dass man schon wesentlich mehr Zeit auf einer Plattform verbracht hat, als man eigentlich wollte. Dies fällt Erwachsenen bereits schwer, und für Kinder, die über weniger Selbstkontrolle verfügen, ist es umso schwerer. Auch die Funktion Autoplay hat dazu geführt, dass NutzerInnen mehr Zeit mit einer App verbringen. Bei YouTube wird das nächste Video z. B. nicht nur direkt vorgeschlagen, sondern auch direkt abgespielt.

Erklären Sie Ihrem Kind, was es mit dem unendlichen Scrollen auf sich hat. Wenn Kinder diesen Mechanismus kennen und den Zweck dahinter verstehen, kann es dazu führen, dass sie häufiger bewusst abbrechen.

Wenn es eine Autoplay-Funktion gibt, sollte man diese deaktivieren.

Je nach Alter der Kinder sollte man auch verbieten bzw. vorschlagen, im Bett auf das Handy zu verzichten. So kann man verhindern, dass bis spät in die Nacht Videos, Fotos oder Mitteilungen von FreundInnen oder InfluencerInnen geschaut werden.

Erinnerungen und Benachrichtigungen:

Plattformen versuchen stets durch Erinnerungen und Benachrichtigungen die Aufmerk- samkeit der NutzerInnen zurückzugewinnen. Durch Töne, Vibrationen und Einblendungen wird man über vermeintlich wichtige Neuigkeiten informiert, mit dem Ziel, dass die App geöffnet wird. Nachrichten wie z. B. „XY hat zum ersten Mal seit Langem wieder etwas gepostet“, „… hat auf deinen Kommentar reagiert“, „5 Freunde haben dein Bild gelikt“ führen dazu, dass man Gespräche, Hausaufgaben oder andere Tätigkeiten unterbricht und zum Smartphone greift.

Schauen Sie sich gemeinsam mit Ihren Kindern die Benachrichtigungsoptionen der einzelnen Apps an und deaktivieren Sie diese am besten komplett. Alternativ kann man Benachrichtigungen auch zu bestimmten Zeiten deaktivieren, sodass z. B. Hausaufgaben ohne Unterbrechungen gemacht werden können.

Generell sollte man Zeiten vereinbaren, während der Smartphones und ggf. Tablets nicht in (mentaler) Reichweite der Kinder sind.

TEXT: FLORIAN NUXOLL