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Trennungsfamilien in Deutschland: Ein Fokus auf das Engagement von Vätern und Perspektiven von Kindern


ZSE - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 01.03.2020

Einführung in den Themenschwerpunkt


Mit dem Wandel von Familien haben sich die Lebensbedingungen von Eltern und Kindern beträchtlich verändert. Neben dem Rückgang des traditionellen Ernährermodells in der elterlichen Arbeitsteilung und dem Aufschwung einer stärker kindzentrierten Erziehung betrifft dies besonders augenfällig die veränderten Familienstrukturen, die vor allem aus Trennungen von Eltern resultieren. Mit einer Trennung oder Scheidung der Eltern sind in der Regel einschneidende Veränderungen für Eltern und Kinder verbunden, die finanzielle Ressourcen und die Verteilung elterlicher Sorgearbeit ...

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... in der Betreuung und Erziehung der Kinder betreffen. Aktuelle Erkenntnisse zur Situation von Trennungsfamilien wie auch zur Perspektive von Kindern auf Trennung und Scheidung sind unabdingbar, um geeignete Instrumente der Politik und Fachpraxis für die Unterstützung von Trennungsfamilien weiter entwickeln zu können. Entsprechend stellt dieser Themenschwerpunkt Trennungsfamilien in den Mittelpunkt. Hierbei fokussiert er vor allem unterschiedliche Facetten des Engagements von Vätern, stellt aber auch Befunde zum kindlichen Verständnis von elterlichen Trennungen vor.

1 Trennungsfamilien im Spiegel der Statistik

Wie viele andere europäische Länder ist auch Deutschland mit einer erheblichen Instabilität von Ehen und nichtehelichen Paarbeziehungen konfrontiert. Schätzungen zufolge wird mehr als jede dritte Ehe geschieden und jede zweite Scheidung betrifft Kinder und Jugendliche (Statistisches Bundesamt, 2018b). Im Jahr 2017 erlebten 123.563 Minderjährige die Scheidung ihrer Eltern. Obwohl die Zahl betroffener Kinder wie auch die Scheidungsraten in den vergangenen Jahren leicht rückläufig sind, deutet dieser Trend nicht unbedingt auf eine höhere Stabilität von Partnerschaften und Familien hin, denn vielfach bleiben Trennungen von Eltern unter dem Radar der amtlichen Statistik. Insbesondere betrifft dies unverheiratete Eltern. Mit dem Rückgang der Heiratsneigung haben nichteheliche Lebensgemeinschaften deutlich zugenommen, nicht nur unter kinderlosen Paaren, sondern auch unter Eltern mit einem oder mehreren gemeinsamen Kindern. Im Jahr 2017 waren bei jeder dritten Geburt eines Kindes die Eltern nicht verheiratet (34,8 %), während dies 20 Jahre zuvor nur etwa jede sechste Geburt betraf (1997: 18 %) (Statistica, 2019). Zwar lebt die große Mehrheit der unverheirateten Eltern bei der Geburt eines Kindes zusammen (etwa 80 %), aber diese Paare trennen sich mit größerer Wahrscheinlichkeit als verheiratete Eltern (Langmeyer, 2015; Schnor, 2012).

Insgesamt wurden im Jahr 2017 nach Daten des Mikrozensus 11 % aller Haushalte mit minderjährigen Kindern von zwei unverheirateten Eltern geführt (Baumann, Hochgürtel & Sommer, 2018). Weitere 19 % waren Alleinerziehende, darunter 88 % alleinerziehende Mütter und lediglich 12 % alleinerziehende Väter. Entgegen vielfach geäußerten Erwartungen ist der Anteil alleinerziehender Väter in den vergangenen Jahren kaum gestiegen, was für eine nach wie vor starke Mütterzentrierung in der Verteilung elterlicher Verantwortung spricht, sei dies durch eine Vereinbarung der Eltern, durch eine Entscheidung des Familiengerichts über den Verbleib der Kinder oder dadurch bedingt, dass ein Elternteil „Fakten geschaffen“ hat. Nur in einer kleinen Minderheit war der alleinerziehende Elternteil verwitwet (Mütter: 4 %; Väter: 9 %), während die Mehrzahl verheiratet getrennt lebend oder geschieden war (Mütter: 53 %; Väter: 66 %). Vor allem unter den alleinerziehenden Müttern finden sich jedoch auch viele Ledige (44 %; alleinerziehende Väter: 26 %; vgl. Baumann et al., 2018). In den verbleibenden 70 % der Haushalte mit minderjährigen Kindern lebt ein verheiratetes Elternpaar - eine Familienform, die 20 Jahre zuvor noch 81 % der Haushalte mit Minderjährigen ausmachte (Statistisches Bundesamt, 2018a).

Allerdings handelt es sich weder bei den Ehepaaren noch bei den nichtehelichen Lebensgemeinschaften durchgängig um die leiblichen Eltern aller im Haushalt lebenden Kinder (Kernfamilien), sondern auch Stief-, Adoptiv und Pflegefamilien sind hier inbegriffen. Stief- oder „Fortsetzungsfamilien“ machen hierbei den weitaus größten Teil jener Haushalte mit Elternpaar aus, die keine Kernfamilien sind (Steinbach, 2008). Sie entstehen heute überwiegend nach einer Trennung der Eltern und nur noch selten nach dem Tod eines Elternteils, sind also vielfach „elternreiche Familien“ mit teilweise komplexen Kindschaftsverhältnissen (Walper, 2014). Während die amtliche Statistik es nicht ermöglicht Stieffamilien zu identifizieren, geben einige Surveys differenzierteren Aufschluss über die Eltern- und Kindschaftsverhältnisse. Entsprechende Schätzungen des Anteils von Stieffamilien belaufen sich auf 7 % bis 13 % aller Haushalte mit Minderjährigen (Bundesministerium für Familie Senioren Frauen und Jugend, 2013).

2 Sorgerecht, Umgang und Unterhalt

Schon die hier berichteten Statistiken deuten an, dass Trennungsfamilien eine beträchtliche Heterogenität aufweisen. Dies betrifft jedoch nicht nur familienstrukturelle Merkmale, sondern auch Fragen der elterlichen Rollenverteilung gemäß ihrer Rechte und praktizierten Pflichten. Das Familien- und Kindschaftsrecht hat im Verlauf der vergangenen 50 Jahre vielfältige Reformen erfahren, die das gemeinsame Sorgerecht zunächst bei einer Scheidung, später auch für unver heiratete Eltern gestärkt haben. Heute behalten bei einer Scheidung in der weit überwiegenden Mehrzahl aller Fälle beide Eltern das gemeinsame Sorgerecht. Auch die meisten unverheirateten Paare begründen bei der Geburt ihres Kindes offiziell ein gemeinsames Sorgerecht (Jurczyk & Walper, 2013), das (ohne anderslautenden Gerichtsbeschluss) auch bestehen bleibt, wenn sie sich trennen. Seit 2013 können zudem unverheiratete Väter auch gegen den Wunsch der Mutter gerichtlich das gemeinsame Sorgerecht einklagen.

Empirische Befunde legen nahe, dass dem Sorgerecht hoher symbolischer Wert zukommt und dass es auch unter Kontrolle anderer Faktoren deutlichen Einfluss auf das Engagement getrenntlebender Väter hat. Aktuelle Befunde aus den USA zeigen, dass auch nicht mit der Mutter verheiratete Väter nach einer Trennung mehr Unterhalt für ihr Kind zahlen, wenn sie das gemeinsame Sorgerecht haben (Chen & Meyer, 2017). Und international wie auch in Deutschland sprechen die Daten dafür, dass Väter mit gemeinsamem Sorgerecht deutlich häufiger über die Zeit hinweg den Kontakt zu ihren Kindern halten, während Väter bei alleinigem Sorgerecht der Mutter mit höherer Wahrscheinlich den Kontakt zu ihren Kindern verlieren (Köppen, Kreyenfeld & Trappe, 2018).

Damit ist jedoch nur einer der zahlreichen Faktoren angesprochen, die das Engagement von Trennungsvätern, die nicht mit ihren Kindern zusammenleben, beeinflussen. Erstaunlicherweise sind die verschiedenen Facetten und Determinanten aktiver Vaterschaft nach einer Trennung in Deutschland kaum zum Gegenstand intensiver empirischer Forschung gemacht worden. Weitaus mehr Aufmerksamkeit wurde der Situation Alleinerziehender gewidmet, unter denen die Mütter - wie schon erwähnt - den weitaus größeren Anteil haben (z. B. Bastin, 2012; Borgmann, Rattay & Lampert, 2018; Heimer, Knittel & Steidle, 2009; Lenze & Funcke, 2014; Statistisches Bundesamt, 2018a). Angesichts der vielfach prekären Lebenslage von Alleinerziehenden ist dieser Fokus verständlich. So haben Alleinerziehende ein deutlich höheres Armutsrisiko als Paarfamilien mit Kindern. Nach Daten des Statistischen Bundesamts waren 2015 rund ein Drittel aller Alleinerziehenden in Deutschland von Armut bedroht, während die Armutsgefährdungsquote der gesamten Bevölkerung bei 16,7 % lag und die von Paaren mit zwei Kindern im Haushalt mit 10,1 % sogar noch niedriger ausfiel (Statistisches Bundesamt (Destatis), Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) & in Zusammenarbeit mit dem Sozioökonomischen Panel (SOEP) am DIW, 2016). Für die Familien Alleinerziehender und vor allem für die Kinder bringen Armut und prekäre Einkommensverhältnisse wie auch generell ein niedriger sozio-ökonomischer Status eine Vielzahl von Einschränkungen mit sich, die sich in Belastungen der kindlichen Gesundheit, schlechteren Bildungschancen und Beeinträchtigungen ihrer Beziehung zu Gleichaltrigen niederschlagen können (z. B. Holz, Laubstein & Sthamer, 2012; Jänsch & Schneekloth, 2013; Kuntz et al., 2018; Walper, 2009). Zudem zeigen Daten der DJI-Studie „Kinder in Deutschland“ (KiD 0-3), dass alleinerziehende Mütter mit Kleinkindern im Vergleich zu Müttern in Paarfamilien ein deutlich erhöhtes Risiko für psychische Belastungen und vermehrten Stress in der Elternrolle aufweisen, wobei Arbeitslosigkeit oder Angewiesenheit auf Sozialhilfe neben sozialer Isolation und einer problematischen Kindheit konsistente Risikofaktoren für psychische Belastungen sind (Liang, Berger & Brand, 2019).

Für das erhöhte Armutsrisiko Alleinerziehender gibt es eine Vielzahl an Gründen, darunter erhöhte Hindernisse bei der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit, ohnehin schlechtere Verdienstmöglichkeiten von Frauen („berufliche Geschlechtersegregation“), die stärker in die Waagschale fallen, wenn Frauen Alleinverdiener sind, aber auch die geringen und oft gänzlich fehlenden Unterhaltszahlungen für die Kinder, die Alleinerziehende vom anderen Elternteil erhalten (Hübgen, 2017). So kommen nach den von Lenze und Funcke (2014) berichteten Daten nur die Hälfte der unterhaltspflichtigen getrenntlebenden Elternteile ihrer Verpflichtung zum Barunterhalt für die Kinder nach, und nur die Hälfte der tatsächlich geleisteten Unterhaltszahlungen entspricht auch nur dem Mindestbetrag für die Kinder der jeweiligen Altersstufe. Wie vielfach hervorgehoben wird, ist dies eine gravierende Einkommenslücke für Alleinerziehende und ihre Kinder, die der Sozialstaat nur teilweise durch den Unterhaltsvorschuss ausgleicht. Es ist sehr zu begrüßen, dass der Unterhaltsvorschuss inzwischen durch eine Ausweitung der Bezugszeiten und anspruchsberechtigten Altersgruppen deutlich verbessert wurde. Gleichzeitig verwundert es aber, wie wenig Aufmerksamkeit den Gründen für Zahlungsausfälle seitens der Väter geschenkt wurde (vgl. den Beitrag von Hubert, Neuberger & Sommer in diesem Heft).

Fraglos gehört das finanzielle Engagement getrenntlebender Väter zu einem Kernbereich ihrer Elternverantwortung, doch ist damit nicht jener Bereich aktiver Vaterschaft angesprochen, der vielfach im Mittelpunkt der Diskussion zu Veränderungen der Vaterrolle steht. Während eine Reihe neuerer Studien zu Kernfamilien in Deutschland breite Bereiche des erzieherischen Engagements von Vätern in der alltäglichen Kinderbetreuung beleuchten (z. B. Gallas, 2015; Walper & Lien, 2018; Zerle-Elsäßer & Li, 2017), ist die hiesige Datenlage zu Trennungsfamilien in diesem Bereich noch vergleichsweise begrenzt. Immerhin liegen auch einige Studien aus dem deutschsprachigen Raum vor, die Aufschluss über Vater-Kind-Kontakte und die Qualität der Vater-Kind-Beziehung in Trennungsfamilien geben (Amendt, 2004; Köppen et al., 2018; Pröls, 2011; Tazi-Preve et al., 2008; Walper & Beckh, 2006). Insgesamt stellen sie eine Reihe von Faktoren als relevant für die Kontakthäufigkeit und die Beziehungsqualität heraus. Diese Faktoren lassen sich verstehen als Merkmale eines gestärkten Commitments gegenüber der Familie (Verheiratung, gemeinsames Sorgerecht), als erleichternde Bedingungen des Familiensystems (kooperative Beziehung zur Mutter, höheres Alter der Kinder) und als erleichternde Lebensumstände (höheres Einkommen, geringe Wohndistanz, keine neue Familiengründung). So haben ehemals verheiratete Väter und Väter mit höheren sozioökonomischen Ressourcen mehr Kontakte zu ihren Kindern, wobei die Kontakthäufigkeit insgesamt im Zeitverlauf zurückgeht (z. B. Köppen et al., 2018).

Wie wichtig es ist, die einzelnen Faktoren in der Gesamtschau zu betrachten, zeigen die Befunde von Köppen et al. (2018), nach denen der Vorteil von ehemals verheirateten Vätern hinsichtlich häufigerer Kontakte zu den Kindern auf deren gemeinsames Sorgerecht und höhere sozioökonomische Ressourcen (Bildung, Erwerbstätigkeit) zurück zu führen ist und unter Kontrolle dieser Faktoren unbedeutend wird. Zudem ergab sich, dass bei gemeinsamem Sorgerecht die Erosion der Vater-Kind-Kontakte im Zeitverlauf gebremst wird, so dass nur Väter ohne Sorgerecht mit der Zeit den Kontakt zu den Kindern verlieren. Andere Studien stellen heraus, dass vor allem die Beziehung zwischen den Eltern ein wichtiger Faktor ist, der nicht nur die Kontakthäufigkeit, sondern auch die Beziehungsqualität zwischen Vätern und ihren Kindern beeinflusst. Ausgeprägte Konflikte sind ein deutlicher Risikofaktor für verminderte Kontakte wie auch für eine stärker beeinträchtigte Vater-Kind-Beziehung (z. B. Amendt, 2004; Walper & Beckh, 2006).

3 Das Wechselmodell in der Diskussion

Auch wenn getrennte Eltern mehrheitlich das gemeinsame Sorgerecht innehaben, unterliegt ihr Engagement für die Kinder doch auch alltagspraktischen Begrenzungen, die aus dem Getrenntleben der Eltern in unterschiedlichen Haushalten resultieren. Da die Kinder getrennter Eltern in Deutschland in aller Regel ihren Lebensmittelpunkt bei einem Elternteil haben und der andere Elternteil die Kinder zumeist nur im Rahmen von Besuchskontakten sieht, sind dessen Möglichkeiten des elterlichen Engagements notgedrungen begrenzt.

Bislang geht das deutsche Familienrecht vom sogenannten Residenzmodell aus und unterscheidet zwischen einem hauptbetreuenden und einem umgangsberechtigten Elternteil (Dethloff, 2018, S. 154; Schumann, 2018). Entsprechend unterscheidet sich das Sorgerecht zumeist erheblich von der im Alltag ausgeübten Verteilung der Elternverantwortung. Lange wurde das Residenzmodell mit einem hauptbetreuenden Elternteil - in der Regel der Mutter - unhinterfragt als bevorzugte Regelung angesehen, da dies am besten den Bedürfnissen von Kindern nach Kontinuität zu entsprechen schien. Formen geteilter Betreuung, bei der beide Eltern gleichermaßen in die Betreuung und Erziehung der Kinder involviert sind, werden zwar durch das deutsche Familienrecht nicht ausgeschlossen, sind jedoch als vergleichsweise neue Option vielen getrennten Eltern nicht bekannt (Institut für Demoskopie Allensbach, 2017). Vor allem sind sie in den weiteren tangierten Rechtsbereichen wie dem Unterhaltsrecht nur unzureichend geregelt (vgl. Schumann, 2018).

International und mittlerweile auch in Deutschland wird intensiv über das sogenannte Wechselmodell diskutiert, das eine paritätische Betreuung der Kinder in beiden Haushalten der getrennten Eltern, bei denen die Kindern auch zu gleichen Teilen übernachten, vorsieht (Kostka, 2014; Kruk, 2018; Salzgeber, 2015, Sünderhauf, 2013). Damit ist die Rollenverteilung getrennter Eltern zunehmend ins Zentrum öffentlicher und wissenschaftlicher Aufmerksamkeit getreten. So betonen Befürworter des Wechselmodells, dass das Wechselmodell am ehesten dem Ideal einer gemeinsam getragenen Elternverantwortung entspricht, da bei diesem Betreuungsarrangement beide Eltern gleichermaßen Zeit für den gemeinsamen Alltag mit ihren Kindern aufwenden und nicht ein Elternteil - in der Regel der Vater - zum „Besuchselternteil“ degradiert wird (z. B. Kruk, 2018; Sünderhauf, 2013). Weitaus kontroverser wird über mögliche Folgen für die Kinder diskutiert, die einerseits von den Vorteilen einer engeren Beziehung zu beiden Eltern und leichterem Zugang zu den Ressourcen beider Eltern profitieren können, wenn sie gleichermaßen bei beiden Eltern leben, die andererseits aber auch die Last häufiger Wechsel zwischen den Haushalten auf sich nehmen müssen und als „kleine Nomaden“ (Sachse, 2005) ein eher unstetes Leben führen, wie Eltern es nur ungern auf sich nehmen möchten - etwa im sogenannten Nestmodell, bei dem die Eltern abwechselnd in Haushalt des Kindes einpendeln (vgl. Walper, Entleitner-Phleps & Langmeyer-Tornier in diesem Band). So warnt die Kinderrechtekommission des Deutschen Familiengerichtshofs mit Bezug auf Vor- und Nachteile des Wechselmodells: „Kontinuität des Kontaktes zu beiden Elternteilen gibt es nur um den Preis der Diskontinuität der Lebensumwelt des Kindes.“ (Kinderrechtekommission des Deutschen Familiengerichtstags e.V., 2014, S. 5).

Die zahlreichen Studien, die mittlerweile international verfügbar sind, sprechen eher für die Argumente der Befürworter von vergleichbar häufigen Übernachtungen der Kinder bei beiden Eltern, da sie überwiegend auf Vorteile des Wechselmodells für die Kinder verweisen (vgl. z. B. Nielsen, 2018a, 2018b). Allerdings erbrachte eine Meta-Analyse, die zum Entstehungszeitpunkt auf 19 Studien zum Vergleich von Residenz- und Wechselmodell zurückgreifen konnte, nur schwache Vorteile des Wechselmodells für das Wohlergehen der Kinder, die zudem auf stärker symmetrische Formen des Wechselmodells (max. 60:40) beschränkt waren (Baude, Pearson & Drapeau, 2016). Entsprechende Variationen des Wechsel- und Residenzmodells werden nur selten innerhalb einer Studie aufgegriffen, so dass es meist bei einer einfachen Gegenüberstellung beider Betreuungsformen bleibt und andere Formen einer intensiven Beteiligung von getrenntlebenden Vätern im Residenzmodell, die möglicherweise ähnliche Vorteile wie das Wechselmodell bergen, nicht betrachtet werden.

Zudem sind die vielfach spezifischen Rahmenbedingungen in jenen Ländern zu berücksichtigen, die das Wechselmodell auch rechtlich gestärkt und in den Vordergrund gerückt haben (z. B. Fransson, Hjern & Bergström, 2018). Während in Ländern wie Schweden, in denen das Wechselmodell von mehr als einem Drittel der Trennungsfamilien praktiziert wird, vielfach eine egalitäre Arbeitsteilung der Eltern auch während der Partnerschaft vorherrscht, sind das männliche Ernährermodell und seine modernisierte Form unter Paarfamilien in Deutschland nach wie vor weit verbreitet. Obwohl 74 % aller Mütter im Jahr 2016 beschäftigt waren, arbeitete ein Großteil von ihnen nur halbtags (Statistisches Bundesamt, 2017a, 2017b). In Ehepaarhaushalten mit Minderjährigen waren 71 % der Mütter teilzeitbeschäftigt, verglichen mit nur 6 % der Väter. Dieser geschlechtsspezifische Unterschied ist bei Alleinerziehenden nur geringfügig kleiner: Etwa 58 % aller alleinerziehenden Mütter, jedoch nur 12 % der alleinerziehenden Väter waren teilzeitbeschäftigt (Statistisches Bundesamt, 2017a). Nach wie vor übernehmen Frauen mit Partner die meisten familiären Aufgaben einschließlich Kinderbetreuung. Eine gleiche Aufteilung von Haushalt, Kindererziehung und Erwerbstätigkeit ist entsprechend eine seltene Ausnahme. Im europäischen Ver gleich weist Deutschland die höchste geschlechtsspezifische Diskrepanz bei den Arbeitszeiten auf (OECD, 2017). Nur 1,2 % der Eltern sind Paare mit zwei Verdienern, die beide fast Vollzeit arbeiten und sich die Familien- und Arbeitspflichten fast gleichmäßig teilen.

Obwohl egalitäre Normen für die Geschlechterrollen weit verbreitet sind (Blohm & Walter, 2016) und Väter sich bemühen, ein aktiver Teil des Lebens ihrer Kinder zu sein, sind die familiären Rollen von Müttern und Vätern in Deutschland demnach weit von einem egalitären Arrangement entfernt. In einer Befragung von Trennungsfamilien sah zwar rund die Hälfte der Befragten eine nahezu gleichmäßige Aufteilung der Erziehungsaufgaben als ideal an (Institut für Demoskopie Allensbach, 2017); allerdings lassen die Befunde zur Arbeitsteilung in der Partnerschaft vermuten, dass auch nach einer Trennung nur eine Minderheit der Eltern ein egalitäres Rollenarrangement mit Wechselmodell praktiziert. Die Datenlage hierzu ist bislang jedoch mehr als begrenzt (Walper, 2016). So mangelt es auch an differenzierten Erkenntnissen dazu, welche Familien unter welchen Umständen in Deutschland das Wechselmodell realisieren.

4 Trennungsfamilien aus der Perspektive von Kindern

Vor allem in der internationalen Scheidungsforschung steht die Frage nach dem Wohlergehen von Kindern in Trennungsfamilien im Vordergrund. Vielfältige Untersuchungen vor allem aus den USA, aber auch aus Europa haben das emotionale Wohlbefinden, Problemverhalten, die Kompetenzentwicklung und die schulischen Leistungen von Kindern und Jugendlichen aus Trennungs- bzw. Scheidungsfamilien untersucht und mit dem Wohlergehen von Gleichaltrigen verglichen, die bei ihren beiden leiblichen Eltern in einer Kernfamilie aufwachsen. Mehrfach wurden die zahlreichen Befunde in systematischen Übersichten und Meta-Analysen integriert, um eine übergreifende Einschätzung möglicher Nachteile von Kindern mit getrennten Eltern zu ermöglichen (Amato, 2001, 2014; Sands, Thompson & Gaysina, 2017; Swartz-den Hollander, 2017). Insgesamt zeigen sie eher schwache, aber konsistente Nachteile von Trennungskindern im Vergleich zu Kindern aus Kernfamilien, verweisen jedoch gleichzeitig angesichts der begrenzten Effektstärken auf die ausgeprägte Heterogenität von Trennungsfamilien.

Schon frühzeitig wurde in der Scheidungsforschung neben der Suche nach verallgemeinbaren Erkenntnissen z. B. zu typischen Phasen und Entwicklungsaufgaben im Trennungsverlauf dieser Heterogenität der Trennungen und Scheidungen Rechnung getragen. Von besonderem Interesse waren und sind die Einschnitte in finanziellen, sozialen und personalen Ressourcen, die eine Trennung oftmals, aber nicht in jedem Fall, mit sich bringt, und die gleichzeitig für die Trennungsbewältigung auch seitens der Kinder relevant sind. Vermehrten Belastungen von Kindern mit getrennten Eltern betreffen zumeist jene Kinder, die eingeschränkte Ressourcen und vermehrte Stressoren im Familiensystem erleben, und diese Faktoren erklären auch weitgehend Unterschiede im Wohlergehen der Kinder aus Kern- und Trennungsfamilien. So erbrachte eine Studie aus England, dass Kinder, die in den ersten Lebensjahren das Ende der elterlichen Ehe oder Lebensgemeinschaft erlebt hatten, eine ungünstigere kognitive und sprachliche Entwicklung zeigten als Kinder in stabilen Ehen. Dieser Nachteil wurde jedoch unbedeutend, als auch Veränderungen in der Armutsbetroffenheit der Familie in Rechnung gestellt wurden (Schoon, Jones, Cheng & Maughan, 2012). Interessanterweise galt auch umgekehrt, dass sprachliche und kognitive Vorteil derjenigen Kinder, deren alleinerziehender Elternteil geheiratet hatte, unter Kontrolle des veränderten Armutsrisikos verschwanden.

Vor allem jedoch haben zahlreiche Studien die vermehrten Belastungen herausgestellt, denen Trennungskinder ausgesetzt sind, wenn ihre Eltern fortgesetzt in starke Konflikten involviert sind und sich in der Erziehung wechselseitig unterminieren (z. B. Buchanan & Heiges, 2001; Hetherington & Kelly, 2003; Lamela, Figueiredo, Bastos & Feinberg, 2016). Wenngleich eine Trennung in der Regel mit der Hoffnung verbunden ist, solchen Konflikten ein Ende setzen zu können, gelingt das doch nicht durchgängig. Kinder sind in solchen, oft auch vor Gericht hochstrittigen Trennungsfamilien nicht nur einem erhöhten Stressniveau, sondern auch mangelnder elterlicher Feinfühligkeit und Zuwendung ausgesetzt. So verwundert es nicht, dass die psychische Gesundheit von Kindern im Kontext hochstrittiger Eltern vor allem leidet, wenn beide Eltern in ihren Erziehungskompetenzen eingeschränkt sind, während schon positives Erziehungsverhalten nur eines Elternteils eine zentrale Ressource darstellt, die mögliche Folgen mangelnder Zuwendung des anderen Elternteils neutralisieren kann (Sandler, Wheeler & Braver, 2013).

Oftmals basieren solche Befunde auf Angaben der Eltern, aber in breiten Bereichen kommen auch die Kinder selbst zu Wort und berichten aus ihrer Perspektive, wie sie die Familienbeziehungen und ihr eigenes Wohlergehen einschätzen. Hierbei zeigt sich ein differenziertes Bild, das die Perspektive und das Erleben der Kinder in den Vordergrund rückt. So erbrachte etwa eine holländische Studie, in der Kinder und Jugendliche aus Trennungsfamilien mit hochstrittigen Eltern befragt wurden, dass immerhin die Hälfte der Minderjährigen scheidungsbedingte posttraumatische Belastungen berichteten, die Kinder und Jugendlichen im Durchschnitt jedoch ein weitgehend positives Wohlergehen angaben, das der Bevölkerungsnorm entsprach (van der Wal, Finkenauer & Visser, 2019). Obwohl alle Eltern aufgrund von Gefährdungen des Kindeswohls zur Teilnahme an einem Elternkurs verpflichtet waren, gaben nur Kinder mit scheidungsbedingten posttraumatischen Belastungen ein vermindertes Wohlergehen an, während sich die anderen Kinder als weitgehend resilient erwiesen.

Nicht nur Merkmale des Familienkontexts beeinflussen das Erleben der Kinder, sondern auch deren altersbedingten Besonderheiten der Verarbeitung von Erfahrungen. So lassen sich die spezifischen Herausforderungen für Trennungskinder auch aus entwicklungspsychologischer Perspektive mit Blick auf einzelne Altersphasen herausarbeiten (Johnston, Roseby & Kuehnle, 2009). Vor allem für jüngere Kinder ist das Risiko erhöht, Probleme und Konflikte der Eltern auf sich selbst zu beziehen und Schuldgefühle zu entwickeln. Auch unter Kindern im Grundschulalter erbrachte eine Längsschnittstudie, dass ein halbes Jahr nach der elterlichen Trennung immerhin jedes dritte Kind Schuldgefühle berichtete, vor allem in jenen Familien, in denen die Eltern versuchten, das Kind gegen den jeweils anderen Elternteil zu vereinnahmen (Healey, Stewart & Copeland, 1993). Vermehrte Schuldgefühle gingen mit vielfältigen Beeinträchtigungen der kindlichen Entwicklung aus Sicht der Mütter, Lehrer und der Kinder selbst einher. Sogar bei Jugendlichen aus Scheidungsfamilien fanden sich noch vermehrte Selbstbeschuldigungen und ein geringeres Selbstwertgefühl als bei Jugendlichen aus Kernfamilien (Goodman & Pickens, 2001)

Während diese Studien das Erleben von Kindern aus Trennungsfamilien in den Mittelpunkt stellen, ist kaum etwas darüber bekannt, welche Vorstellungen über Ursachen und Folgen einer Scheidung unter Kindern ohne direkte Trennungserfahrung verbreitet sind. Es liegt nahe, dass Kinder in ihrem Freundes- und Verwandtschaftskreis Trennungen erleben, von anderen oder über Medien Informationen hierzu aufgreifen und sich ein Bild machen, das für ihre Vorstellungen von Familien relevant ist. Entsprechende Befunde können Einblick in das kindliche Verständnis der Familiendynamik geben und aufzeigen, welche Lösungen Kinder für die Gestaltung der Eltern-Kind-Beziehungen nach einer Trennung sehen.

5 Die Beiträge in diesem Themenschwerpunkt

Der vorliegende Themenschwerpunkt greift die angesprochenen Themen in vier Beiträgen auf. Während die ersten drei Artikel unterschiedliche Facetten des Engagements von getrenntlebenden Vätern (in einem Fall auch getrenntlebender Mütter) in Trennungsfamilien beleuchten, befasst sich der letzte Artikel mit der Perspektive von Kindern.

Der erste Beitrag von Sandra Hubert, Franz Neuberger und Maximilian Sommer greift die Frage nach Unterhaltszahlungen für Kinder getrenntlebender Eltern auf und liefern damit wichtige neue Erkenntnisse zu einem viel zu wenig erforschten Thema. Auf Basis der Alleinerziehendenstudie des Deutschen Jugendinstituts, bei der Alleinerziehende mit einem Kind unter 15 Jahren befragt wurden, können sie nicht nur eine umfangreiche Stichprobe alleinerziehender Mütter (n = 1.077), sondern auch eine kleine Gruppe alleinerziehender Väter (n = 73) in die Analysen einbeziehen. Ihre Daten bestätigen frühere Befunde, nach denen viele getrenntlebende Eltern keinen Barunterhalt für die Kinder leisten. Sie zeigen, dass in jedem fünften Fall die Eltern keine Vereinbarung zum Barunterhalt getroffen haben, weil die Alleinerziehenden meinen, keinen Anspruch auf Unterhaltszahlungen für ihre Kinder zu haben. Dies gilt deutlich häufiger für alleinerziehende Väter als für alleinerziehende Mütter. Es liegt nahe, dass sich hier Fälle verbergen, in denen der andere Elternteil zahlungsunfähig oder unbekannt verzogen ist, aber vielfach könnte diese Vermutung der Alleinerziehenden auch auf Fehlinformationen beruhen. Zudem geben diejenigen Eltern, die einen Anspruch auf Unterhaltszahlungen sehen, sehr geringe Beträge an, die zur Hälfte unterhalb der altersspezifischen Mindestzahlbeträge liegen. Nur 61 % der (subjektiv) anspruchsberechtigten Alleinerziehenden - Mütter wie Väter gleichermaßen - erhalten den vollen Unterhalt. Auch Unterhaltsvorschuss beziehen alleinerziehende Mütter und Väter gleichermaßen in nur 37 % derjenigen Fälle, in denen der Unterhalt nicht vollständig gezahlt wird. Ein besonderer Vorteil der Studie ist, dass sie auch die wahrgenommenen Gründe für unvollständige bzw. fehlende Unterhaltszahlungen erfragt hat. Zwar wird mehrheitlich die fehlende Zahlungsfähigkeit des anderen Elternteils angeführt, aber in einem Drittel der Fälle werden auch andere Gründe genannt. Eine tabellarische Übersicht über Besonderheiten und Befunde einschlägiger früherer Untersuchungen und der vorliegenden Studie erleichtert die Einordnung der Befunde.

Der zweite Beitrag von Jan Keil und Alexandra Langmeyer-Tornier basiert ebenfalls auf Daten der DJI-Alleinerziehendenstudie und stellt die Kontakte getrenntlebender Väter zu ihren Kindern in den Vordergrund. Hierbei betrachten sie sowohl Kontaktabbrüche als auch die Häufigkeit von Kontakten und liefern damit ein differenzierteres Bild als es einschlägige Studien üblicherweise erlauben. Anders als in bisherigen Studien beschränken sie ihre Analysen nicht auf persönliche Kontakte, sondern beziehen auch andere Formen des Kontakts (telefonisch, per Brief, SMS o.ä.) mit ein. Auf Basis der Angaben alleinerziehender Mütter können sie eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigen, die vor allem sozioökonomische, rechtliche sowie familiensystemische und -biographische Merkmale der Eltern beleuchten. Die Befunde zeigen, dass bei dem breiten Blick auf Kontaktmöglichkeiten ein deutlich höherer Anteil der überwiegend noch jungen Kinder Kontakt zum getrenntlebenden Vater hat (83 %), wobei die große Mehrzahl dieser Väter (73 %) mindestens wöchentlichen Kontakt unterhält. Die Befunde legen zudem nahe, dass Kontaktabbrüche mit anderen Faktoren zusammenhingen als die Kontakthäufigkeit. Kontaktabbrüche waren besonders häufig, wenn der Vater kein Sorgerecht hat, die Eltern vor der Trennung nicht miteinander verheiratet waren und der Vater eine neue Partnerschaft eingegangen war. Anders als in den Befunden von Köppen et al. (2018) hatte hierbei die Ehe auch jenseits des Sorgerechts einen eigenständigen Effekt. Häufige Kontakte fanden sich bei einer sehr geringen Wohnentfernung, einem höheren Alter der Kinder, einer positiven Vater-Kind-Beziehung und vor allem je nach der Qualität des Coparenting. Dies bestätigt, dass die Qualität des Coparenting als eigenständige Dimension auch unabhängig von der Qualität der Vater-Kind-Beziehung für die Kontakthäufigkeit bedeutsam ist. Interessanterweise ging jedoch nicht nur ein positives Coparenting mit häufigeren Kontakten einher, sondern auch bei mehr Differenzen über Erziehungsfragen hatten die Väter häufigeren Kontakt zu ihren Kindern. Wie Keil und Langmeyer diskutieren, wirft vor allem der letztgenannte Befund die Frage der Einflussrichtung auf. So könnten häufige Kontakte weniger das Resultat von Coparenting-Konflikten sein als vielmehr umgekehrt häufige Kontakte auch mehr Differenzen offenlegen oder provozieren könnten. Insgesamt geben diese Befunde differenzierten Aufschluss über mögliche Determinanten von Vater-Kind-Kontakten nach einer Trennung.

Der dritte Beitrag von Sabine Walper, Christine Entleitner-Phleps und Alexandra Langmeyer-Tornier stellt das Wechselmodell in den Mittelpunkt und verfolgt die Frage, welche Faktoren es mehr oder weniger wahrscheinlich machen, dass getrennte Eltern das Wechselmodell praktizieren. In ihrer Untersuchung greifen die Autorinnen auf Daten des DJI-Surveys „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ (AID:A) zurück. Für eine umfangreiche Stichprobe von minderjährigen Kindern aus Trennungsfamilien (N = 1.042) wurde das Betreuungsarrangement der Eltern an der Anzahl der Übernachtungen des Kindes bei beiden Eltern festgemacht, wobei ein breiterer Rang der Ausgestaltung - von genauer Gleichverteilung (50:50) bis hin zu einer stärker asymmetrischen Verteilung der Übernachtungen bei beiden Eltern (70:30) - berücksichtigt wurde. Trotz dieses wenig strengen Kriteriums ließen sich lediglich 5 % der Kinder ausmachen, die im Wechselmodell betreut wurden. Die Befunde entsprechen weitgehend den Erwartungen. Bei einer geringen Wohnentfernung zwischen den Haushalten beider Eltern sowie einem höheren Bildungsniveau der Mutter wurde das Wechselmodell häufiger praktiziert. Auch ein kooperatives Coparenting der Eltern begünstigte das Wechselmodell. Interessanterweise zeigten sich gleichzeitig jedoch auch vermehrte Coparenting-Probleme derjenigen Eltern, die das Wechselmodell praktizierten. Wie die Autorinnen vermuten, könnte das Wechselmodell teilweise in Konfliktfällen als Kompromisslösung gewählt werden, wenn die Eltern keine Einigung über den Verbleib des Kindes treffen können oder wenn andernfalls mit noch größeren Auseinandersetzungen zu rechnen wäre. Gleichzeitig weisen sie aber auch auf die mögliche umgekehrte Wirkrichtung hin, nach der die erhöhten Abstimmungsbedarfe im Wechselmodell auch mehr Probleme im Coparenting der Eltern provozieren könnten. Hier deutet sich möglicherweise eine Analogie zu den Befunden von Keil und Langmeyer an, die insofern besonders interessant ist, als beide Befunde auf unabhängigen Daten basieren. Die diesbezüglich begrenzte Aussagekraft von Querschnittsdaten und der Bedarf an (prospektiver) Längsschnittforschung wird von den Autorinnen hervorgehoben. Auch die Einbeziehung der hier fehlenden Perspektive der Väter wird für zukünftige Forschung angemahnt - eine Begrenzung, die auch für die Studie von Keil und Langmeyer gilt.

Schließlich beleuchtet der vierte Beitrag von Ulrike Zartler, Raphaela Kogler und Marlies Zuccato-Doutlik die Frage nach der Perspektive von Kindern auf Trennungsfamilien. Anders als in den allermeisten Studien interessiert jedoch nicht nur die Perspektive jener Kinder, die selbst eine Trennung der Eltern erfahren haben, sondern es geht weit allgemeiner um das kindliche Verständnis von Trennung und Scheidung, wobei die Kinder interessante Differenzierungen zwischen beiden Ereignissen vornehmen. Zudem geht es um ihre Vermutungen über Trennungsgründe, den vermuteten (oder erlebten) Verlauf einer Scheidung und um ihre Perspektive auf Scheidungsfolgen für Kinder und ihre Eltern. Die qualitative Studie mit 60 Kindern im Alter von acht bis zehn Jahren umfasst ein breites methodisches Repertoire mit Einzelinterviews, teilnehmender Beobachtungen sowie Gruppendiskussionen auf Basis einer innovativen visuellen Methode (Concept Cartoons), die gemeinsam mit den Kindern entwickelt wurden. Die facettenreichen Befunde verweisen darauf, dass Trennung und Scheidung für Kinder durchaus Unterschiedliches bedeutet, dass Kinder bei den Scheidungsur sachen vielfach auch kindbezogene Gründe wie Belastungen der Eltern durch die Erziehung als ausschlaggebend sehen, und dass sie sich große Verantwortung für das Wohlergehen der Eltern zuschreiben. Fairness bei einer Scheidung ist für die Kinder von zentraler Bedeutung, und eine paritätische Betreuung im Sinne des Wechselmodells (bzw. Doppelresidenzmodell) wird von den Kindern als besonders geeignet gesehen, den Bedürfnissen der Eltern nach Präsenz der Kinder gerecht zu werden, auch wenn dies mit eigenem Verzicht verbunden ist, etwa, wenn Geschwister sich zwischen den Eltern aufteilen, damit kein Elternteil allein ist. Mit diesen Befunden gibt die Studie wichtigen Einblick in die Sichtweisen und Überlegungen auch von Kindern, die selbst keine Trennung der Eltern erlebt haben.

In der Gesamtschau liefern die Beiträge Einblicke sowohl in spezifische Aspekte der Lebensbedingungen von Trennungskindern als auch in deren Vorstellungen und Gedanken hierzu. Hier kann nur ein kleiner Ausschnitt jener Aspekte beleuchtet werden, die in besonderer Weise die Sozialisationsbedingungen in Trennungsfamilien ausmachen, und jede der hier vorgestellten Studien hat ihre eigenen Limitationen. Gleichwohl sollte deutlich werden, dass die Forschung zu Trennungsfamilien in Deutschland von hoher Relevanz für den gesellschaftlichen Diskurs, die Familienpolitik und Fachpraxis ist. Sie sollte zukünftig gestärkt werden.

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Prof. Dr. Sabine Walper Deutsches Jugendinstitut Nockherstr. 2 81541 München Tel: (089) 62306-289 walper@dji.de