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Trockenheit in Europa „So geballt haben wir das nicht erwartet“


Deutsche Baumschule - epaper ⋅ Ausgabe 9/2018 vom 05.09.2018

Noch gibt es kein belastbares Material darüber, wie groß die Schäden sein werden. Zumal Niederschläge, soweit es sie überhaupt gab, ungleich verteilt waren – für alle gilt allerdings: Es war zu wenig. Auf den folgenden Seiten haben wir einiges zum Thema Trockenheit zusammengetragen und uns in den verschiedenen Disziplinen unserer Branche umgehört. Nachgefragt haben wir auch bei Klaus Körber von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim, einem der Experten auf dem Gebiet der Klimabäume.


Artikelbild für den Artikel "Trockenheit in Europa „So geballt haben wir das nicht erwartet“" aus der Ausgabe 9/2018 von Deutsche Baumschule. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: Annette Hackbarth

Forstbaumschulen erwarten massive Ausfälle

Ohne Wasser geht ...

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... nichts mehr: Beregnung von Forstpflanzen im Betrieb von Armin Vogt (Pinneberg).


Foto: Armin Vogt

Der jetzt vielfach zu beobachtende Laubfall ist ein Schutzmechanismus, der von den Bäumen aktiv gesteuert wird, erklärt Alain Paul, Geschäftsführer des Verbands deutscher Forstbaumschulen (VDF). „Trockene Bäume hingegen, die ihr Laub behalten, sind meines Erachtens verloren“, befürchtet er. In den Beständen und am Waldtrauf sterben auch ältere Bäume, aber die Verjüngung leide besonders, weil die Wurzeln nicht so tief reichen. Es bleibe abzuwarten, wie sich die Situation im Herbst darstellt, aber eins sei bereits sicher: „Es wird einen massiven Ausfall geben.“ Und den Waldbesitzern sei schon jetzt klar, dass in manchen Regionen der Holzzuwachs gering sein wird.

Paul konnte zwar in mehreren Bundesländern beobachten, dass viele Baumarten schon die Knospen für das nächste Jahr angelegt haben und diese stabil aussehen – doch erst im nächsten Mai, mit dem Nadel-/ Laubaustrieb, werde eine echte Schadensübersicht möglich sein.

In den Forstbaumschulen werde derzeit ohne Unterlass alles getan, um die Jungpflanzen zu retten. Ohne Bewässerung gehe auch dort nichts mehr. Vor allem müssten Ausfall und Sonnenbrand verhindert werden. „Wir werden froh sein über jede vitale Pflanze“, bringt es Paul auf den Punkt. Manche Waldbesitzer fragten schon an, ob und was im Herbst an Forstpflanzen verfügbar sein wird…

Obstbaumschule Schmitt, Poxdorf

Sabine Schmitt sieht es pragmatisch: „Das ist nicht schön, aber ich denke, wir müssen in Zukunft damit klarkommen. Wir hatten zumindest in ein paar Ecken Gewitter, allerdings waren die Niederschläge nicht üppig. Dort steht die Ware aber noch und kann zum Teil veredelt werden. Allerdings gibt es kaum Zuwächse. Auf den sehr trockenen Äckern, die sandiger sind und wo keine Gewitter kamen, da können wir nicht veredeln, weil die Bäume keinen Saft haben. Das einzig Positive: Wir hatten wenig Pilzbekämpfung dieses Jahr.“

Was die Containerquartiere angeht, hat die Baumschule Schmitt die Schwierigkeit, dass sie keine Brunnen hat. „Wir dürfen keine Tiefbrunnen bohren und sind jetzt auf Leitungswasser angewiesen. Natürlich sammeln wir Oberflächenwasser, aber wenn nichts kommt, ist nichts da. Entsprechend teuer ist die Bewässerung. Zudem kann man unten gießen, was man will, wenn die Pflanzen oben verbrennen: Sie sehen dann nicht mehr sehr vital aus.“

Ihr Fazit: „Im Großen und Ganzen sind noch etwa 70 Prozent okay, weil das Nötigste durch Gewitter kam bzw. bewässert werden konnte. Die Schäden werden wir erst nächstes Jahr sehen. Bäume, die sich jetzt verausgabt haben, treiben nächstes Frühjahr nicht mehr aus.“
aha

Große regionale Unterschiede

Betroffen von der extremen Trockenheit sind laut Gartenbau-Versicherung (GV) mit Ausnahme des Alpengebiets sämtliche Regionen Deutschlands. Am schlimmsten sei die Lage im Norden und in Teilen Ostdeutschlands. Die regenarme Periode von Anfang April bis Anfang Juli habe laut Deutschem Wetterdienst zwischen Magdeburger Börde und Rügen zu einer „extremen Dürre“ geführt, eine „schwere Dürre“ herrscht demnach in Regionen östlich der Weser und südlich der Donau.
db


„Die Beschaffung von Entnahmerechten für Wasser ist ein Problem.“
Wolf Dieter Giesebrecht


BdB Westfalen-Lippe: Verständnis fehlt

„Abgesehen vom mangelnden Zuwachs unserer Pflanzen in der Höhe und Dicke der Stämme, nach der wir letztendlich bezahlt werden, ist vor allem die Beschaffung von Entnahmerechten für Wasser unser größtes Problem“, sagt Wolf Dieter Giesebrecht (Lünen), Vorsitzender des BdB Landesverbands Westfalen-Lippe. Dass für Entnahmerechte bezahlt werden muss, ist für Giesebrecht indes selbstverständlich. Natürlich bedeuten diese Gebühren auch mehr Kosten für die Kultur von Bäumen und Sträuchern. Der bürokratische Aufwand sei riesig, die Verfahren langwierig.

Ein weiteres Problem sind laut Giesebrecht fehlendes Verständnis und häufig mangelnde Fachkenntnisse über Gehölze: „Oft fehlt be reits das Grundlagenwissen, wie man ein Gehölz richtig auswählt und pflanzt. Von der späteren Pflege einmal ganz zu schweigen.“ Vielen Menschen mangele es ganz einfach an der nötigen Wertschätzung für Bäume.
db/al

Durchdringende Bewässerung in einem Baumschulquartier.


Fotos: LV Westfalen-Lippe im BdB

Marco von BS Fischer beim Gießen.


Foto: A. Hackbarth

Fischers Baumund Rosenschule

Die Endverkaufsbaumschule im Landkreis Freising ist lange nicht so betroffen von der Trockenheit wie Kollegen im Norden – dennoch spürt sie die Auswirkungen. Bei einer Bestellung von 400 Stück Liguster (40/60) kam es zu Engpässen, weil die angefragte Baumschule selber nicht genug Pflanzen hatte, bzw. nicht in ansprechender Qualität. Die Spitzen waren braun, und solche Ware wollte sie nicht liefern. Sie legte schließlich mit Betrieben aus der Nachbarschaft zusammen.

„Bei uns geht’s ja noch, die Hauptprobleme liegen hier in den Privatgärten. Da fehlt das Wissen, wie man richtig wässert. Fast jedem Kunden halte ich derzeit meinen Gießvortrag, damit die Pflanzen eine Chance haben. Außerdem vergessen die Leute, ihre alten Hecken zu gießen. Sie denken, ach, die stehen da schon lange, die brauchen nichts. So sehen sie jetzt auch aus – und die Besitzer erkennen es nicht“, fügt Brigitte Fischer an.

Umsatzeinbußen erwarten sie für diesen Sommer sowieso, weil die B 13, die zu ihnen führt, wegen Brückensanierungsarbeiten gesperrt ist. „Viele Kunden kommen gar nicht bis zu uns durch.“ Jürgen Fischer rechnet mit 20 bis 30 Prozent weniger Absatz – ob wegen des Wetters oder der Baustelle, da möchte er nicht mutmaßen.
aha

Weihnachtsbäume: vor allem Jungpflanzen betroffen


„Wir schätzen, dass 20 bis 40 Prozent der Neupflanzungen von der Dürre schwer geschädigt wurden.“
Claus Jerram Christensen


Auch in Dänemark hat der Sommer 2018 Spuren hinterlassen. Von der Trockenheit seien viele Nordmanntannen-Pflanzungen betroffen, die im Herbst 2017 und Frühjahr 2018 angelegt wurden – wie in Norddeutschland auch, sagt Claus Jerram Christensen, Geschäftsführer von Danske Juletræer (Dänische Christbäume – Bäume & Schnittgrün). „Wir haben noch keine genauen Zahlen, schätzen aber, dass zwischen 20 und 40 Prozent der Neupflanzungen von der Dürre schwer geschädigt wurden. Dies dürfte die Anzahl verkaufsfähiger Bäume in acht bis zehn Jahren reduzieren.“

Größere, erntereife Nordmanntannen hätten die Trockenheit aber überraschend gut überstanden, dank ihrer tiefen Pfahlwurzel und ihrer Anpassung an warmes, trockenes Klima (Herkunft: Georgien, Türkei). Daher hätten viele der großen Bäume eine bessere Qualität und Farbe als sonst zu dieser Jahreszeit. „Auf sehr leichten Böden ohne Regen sterben derzeit zwar auch ältere Bäume ab, aber das ent spricht weniger als fünf Prozent der dänischen Gesamternte für 2018.”

Für die deutschen Weihnachtsbaumanbauer konstatiert Bernd Oelkers (Wenzendorf), Vorsitzender des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger (BVWE), dass bisher rund 50 Prozent der im Frühjahr 2018 gepflanzten Jungbäume und etwa 20 Prozent aus dem Pflanzjahr 2017 eingegangen sind (Stand Anfang August). Auf leichten, sandigen Standorten sprechen manche Erzeuger auch von 100 Prozent Verlust. Für Bewässerung seien die Weihnachtsbaumflächen in der Regel nicht eingerichtet, zumal das viel zu teuer wäre, so Oelkers.

Die vertrockneten Standorte werden komplett neu zu bepflanzen sein, wobei noch unklar sei, ob dafür genügend Jungpflanzen zur Verfügung stehen werden. Zumindest sei jetzt schon sicher, dass der Jahrgang 2018 in etwa sieben bis neun Jahren fehlen wird. Diese Lücke müsse dann mit jüngeren oder älteren Weihnachtsbäumen ausgeglichen werden.

Auf sandigen Standorten fallen zudem die ersten erntereifen Bäume aus, aktuell bis zu zehn Prozent. Die Anbauer beobachten Nadelverluste von innen – ein Schutzmechanismus des Baums für die äußeren Nadeln.

Derzeit sei noch nicht klar, ob die Branche mit weniger Bäumen am Markt kalkulieren muss, dazu könne man im Oktober mehr sagen. Sommertrockenheit und höhere Transportkosten könnten aber möglicherweise zu einem leichten Preisanstieg führen, vermutet der BVWE.
al/db

Trocken: junger Weihnachtsbaum


Fotos: Danske Juletræer

Gemeinden: Gießen nach Dringlichkeit

Lothar Weber, Bauamt Ismaning (im Norden Münchens), Sachgebietsleiter Gartenbau und Forst: „Wir haben viele Almkalkböden. Das sind dicke Schichten, wie ein Schwamm. Richtung Garching aber, auf der Schotterebene, haben wir dieselben Probleme bei allen Gehölzen, sogar bei Klimabäumen, insbesondere jenen auf den Baumsubstraten (ZTV-Vegtra-Mü). Meiner Meinung nach haben diese zu hohe mineralische Anteile. Auf den eigenen Mischungen mit mehr Humus sieht es besser aus.“

Die Bewässerung erfolgt nach Dringlichkeit: zuerst auf Neupflanzungen bis Entwicklungspflanzung, später auch Bestände wie Straßenbäume. „In 20 Jahren mussten wir das nur zweimal machen, eben auch dieses Jahr. Nötig ist Bewässerung bei extremen Standorten mit viel Versiegelung, vor allem bei jenen auf schlechten Standorten, ge pflanzt vor 20 und mehr Jahren.“

Weber stellt fest, dass die Bäume sich darauf eingestellt haben, auch ein Bestand an Linden. „Ein Baumexperte sagte vor Jahren, die müssten wir aufgeben, aber es funktioniert. Man muss akzeptieren, dass sie als Anpassung früher das Laub werfen. Und wir m^üssen unsere Erwartungshaltung anpassen, auch an Rasen- und Wiesenflächen.“

Für ihn ist klar: „Die meisten Probleme sind hausgemacht: Platzprobleme, Fehler im Gartenbau, Standort, Substrate ohne ausreichend Humus. Bei uns leben die Bäume viel von den Leitungstrassen, den Sandverfüllungen, dem Kondenswasser an den Rohren.“ Er rät dazu, Bäume auf die Leitungstrassen zu stellen, „Das funktioniert bei uns, ist aber nicht der Norm entsprechend.“
aha

Stauden: hohe Arbeitsbelastung

Michael Moll, BdS-Vorsitzender: „Die anhaltende Dürre hat selbstverständlich auch deutliche Auswirkungen auf die Staudengärtnereien. Die technische Ausstattung der Containerflächen ist meist sehr gut, doch kann aufgrund der Hitze nur in den frühen Morgenstunden und spätabends bewässert werden. Zur daraus resultierenden monatelangen, massiven zusätzlichen Arbeitsbelastung kommen in vielen Betrieben erhebliche Wasserkosten hinzu, weil die eigenen Wasserreserven schon lange verbraucht sind. Die Pflanzenqualitäten passen trotzdem, hier haben die Kultivateure Erstaunliches geleistet.

Von einigen Betrieben weiß ich, dass sie noch kürzlich in zusätzliche Bewässerungstechnik investiert haben.“
db

Stadtbäume sind wichtiger denn je

„Ganz ohne Wasser wird’s verdammt eng“, so Klaus Körber (LWG). Auf der Fahrt in den Urlaub hat er „viele schlappe Bäume gesehen, manchmal nur wenige Meter entfernt von solchen gleicher Art, die noch besser aussahen – der Standort gewinnt vor allem bei solchen Bedingungen an Bedeutung.

Die zentrale Herausforderung wird sein, Bäume, die aus den Baumschulen kommen, mit einer intelligenten, wassersparenden Strategie die ersten fünf bis sieben Jahre zu versorgen. Manche dachten, der Klimawandel kommt noch, aber er ist schon da!

Wir reden immer von Bäumen und meinen Allee- und Straßenbäume – die machen aber nicht einmal ein Promille aus. Wir müssen auch an die Bäume zwischen zwei Ortschaften, auf der Wiese und im Wald denken. Das Herz der Bäume ist unter der Erde. Auch bei 40 Grad habe ich unterwegs schöne Eichen gesehen, Eschen, Linden, auch Bergahorn steht noch schön grün auf der Wiese. Nie wieder werde ich sagen, dass er der Verlierer des Klimawandels ist. Wir können alle Bäume pflanzen, wenn wir unten dafür sorgen, dass das Minimum, das sie brauchen, da ist.“

Angesprochen auf Klimabäume sagt Körber, der sich bereits lange mit der Thematik beschäftigt: „Es gibt trotzdem eine Hierarchie.Sophora ist noch ganz grün, auchGleditsia. Ulmen sind stärker als vermutet, die Linde tut sich mancherorts schwer. Ja, es gibt eine Hierarchie, aber ganz ohne ein Minimum an Wasser wird’s für alle schwer.“

Zum Thema Bewässerung: „Ich habe mir vor kurzem noch das Projekt ‚Stadtgrün 2021‘ angesehen. Die sind jetzt im achten Laub, werden nicht mehr gegossen und stehen manierlich da.“

Und abschließend: „Wir sehen gerade, was Stadtbäume für das Klima in den Städten bedeuten – sie sind wichtiger denn je.“

In der nächsten Ausgabe folgt ein ausführlicher Kommentar von Klaus Körber.
aha

Temperaturmessungen in Wien: Ohne Bäume wird es heiß!


Foto: Wien zu Fuß / Mobilitätsagentur Wien

ZVG: Unterstützung bei Risikovorsorge notwendig

In einer Umfrage des Zentralverbands Gartenbau (ZVG) gaben 900 Mitgliedsbetriebe aller Fachsparten des Gartenbaus Auskunft zu den wirtschaftlichen Folgen der Dürre 2018. Danach stuften 6,5 Prozent der befragten Unternehmer die eigene Situation als existenzgefährdend ein. Fast 15 Prozent sehen die Marktlage als gefährlich an, da bei spielsweise die Absatzmärkte nicht mehr bedient werden können. Für rund 73 Prozent der Betriebe ist der entstandene Mehraufwand der letzten Wochen ärgerlich bis sehr ärgerlich. Sechs Prozent der Teilnehmer meldeten keine außergewöhnlichen Folgen dieses Sommers.

Die Betriebe wurden auch nach einer sofortigen staatlichen Unter-stützungshilfe befragt. Dabei hofft die Hälfte der Betriebe auf eine solche Maßnahme. 70 Prozent der Befragten wünschen sich Unterstützung durch eine steuerliche Risikoausgleichsrücklage, 30 Prozent setzen auf vergünstigte Versicherungslösungen. Der ZVG sieht hier seine Forderung nach Unterstützung durch die Politik bestätigt.
db