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TROMSØ/MIKKELVIK: Hoch im Norden


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Kutter & Küste - epaper ⋅ Ausgabe 71/2018 vom 11.05.2018

Nach Süd- und Mittelnorwegen geht’s in unserem Herbst-Spezial jetzt in den hohen Norden. Ist dort dann überhaupt Angeln möglich? Wir besuchten dafür im Oktober die Top-Anlage Mikkelvik bei Tromsø.


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Im Herbst in den hohen Norden? Das geht besser, als die meisten vermuten.


Unsere Testangler Sabrina und Carsten waren von Mikkelvik auch im Oktober begeistert.


FOTOS: R. KORN

Auf den Plateaus: Futterfisch ohne Ende!


Hannes mit seinem „Haus”-Butt aus dem Sundsystem in Sichtweite der Anlage.


Testangler Gregor Moeck mit imposanter Scholle. Vor allem in Spätsommer und Herbst werden besonders große Rotgepunkte - te ...

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... gefangen.


Was viele nicht wissen: Besonders im nördlichen Norwegen sind September und Oktober meist eher wetterruhige Monate. Oft mit vielen Tagen Windstille hintereinander. So weist das Wetterdiagramm für den Oktober 2017 für Tromsø eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von gerade mal 3,2 Meter/Sekunde (m/s) aus! Das entspricht 2 bis 3 Beaufort, also absolutem Schwachwind. Der stärkste Wind im gesamten Oktober blies am 2. mit 10,6 m/s (gute 5 Beaufort).

Auch ein weiteres Gerücht hält sich bei vielen hartnäckig: Im Oktober seien die Tage schon so kurz, dass nur wenig Zeit zum Angeln bliebe. Am 1.10.2018 wird die Sonne in Tromsø um 6 Uhr 59 aufgehen und um 18 Uhr 6 untergehen – das entspricht einer Tageslänge von 11 Stunden und 6 Minuten. Wenn man bedenkt, dass es bereits vor Sonnenaufgang hell wird und nach Untergang eine ganze Weile noch immer ausreichend Licht bleibt, wird sich über mangelnde Angelzeit da wohl kaum einer beschweren können. Selbst am 20. Oktober 2018 geht die Sonne noch um 8 Uhr 16 auf und um 16 Uhr 39 unter – die Tageslänge beträgt dann immer noch satte 8 Stunden und 23 Minuten!

Abseits der Statistik

Und was ist mit den Fischen? Das wollten wir im vergangenen Oktober mit einer Angelgruppe mal ausprobieren und besuchten das neue Top-Camp Mikkelvik vom 8. bis zum 16. des Monats. Leider passte kein anderer Termin und so mussten wir beim Thema Heilbutt starke Abstriche machen – denn wir fischten voll in den abnehmenden Vollmond hinein. Dazu kam noch die ersten Tageein fettes Hochdruckgebiet. Für Butt die miesesten Voraussetzungen, die man sich vorstellen kann. Trotzdem angelten wir so, dass auch immer ein Heilbutt Beute sein konnte. Dorsche in allen Größen waren auf denselben Plätzen zugange wie im Frühjahr und Sommer. Wir fischten zu Beginn auf den dicht vor den Inseln liegenden Offshore-Plätzen – Mikkelvik bietet ja diesen Riesenvorteil, dass man durch die Eilande geschützt fast bis direkt auf die Offshore-Plätze fahren kann, ohne weites, offenes Wasser zu überqueren (siehe Karte, Gebiet 3). Auf den Plateaus tummelten sich reichlich Dorsche, aber wie schon befürchtet, machten sich die Heilbutte äußerst rar. So fischten wir auch ausgiebig das weitläufige Sundsystem, das sich vor der Anlage von Mikkelvik erstreckt – eine riesiges Gebiet mit vielen interessanten Spots zum Entdecken. Hier fingen wir dann auch die ersten kleineren Butte. Als es dann langsam wieder Richtung Neumond ging, begannen auch die Butte wieder zu beißen. So auch ein 1,25-Meter-Fisch, den K&K-Illustrator Hannes Dänekas im Sundsystem in Sichtweite der Anlage überlisten konnte (Gebiet 2). Eine andere Angelgruppe, die anreiste, als wir fast schon wieder zusammenpackten, konnte dann auch einen über 1,50 Meter langen Butt anlanden. Für uns kam die neue Beißphase allerdings leider zu spät. Trotzdem waren wir alle zufrieden – die meisten von uns hatten noch nie so spät im Jahr in Nordnorwegen gefischt und waren über die Wetterverhältnisse und die tolle Stimmung in den ausgedehnten Dämmerungsphasen begeistert. Dass dann fast jede Nacht das faszinierende Polarlicht direkt über unseren Köpfen glühte, verstärkte dieses unbeschreibliche Naturgefühl noch.

Herbstliche Traumstimmung am Bootshafen von Mikkelvik.


DIE FANGPLÄTZE

Liegt in einem geschützten Sundsystem: Mikkelvik. Die Offshore-Plateaus (3) können erreicht werden, ohne weit über offenes Meer fahren zu müssen. Nach Osten geht’s zu breiten Meeresarmen, die ebenfalls sehr spannend sind (2). Der Sund Richtung Westen (1) bietet vor allem im Sommer und Herbst eine exzellente Angelei.

Faszination Polarlicht: Dieses geisterhafte fotografierte Rainer Korn während der Testtour – fast jeden Abend begeisterte das Nordlicht die Gäste.


Übrigens kommen nach Mikkelvik sogar noch im November viele Gäste: weniger des Angelns wegen (was natürlich immer noch Erfolge bringt), als vielmehr Polarlicht- und Waltouristen. Ja, genau, denn im frühen Winter sammeln sich in den Sunden gewaltige Heringsschwärme, die wiederum Schwert- und andere Wale geradezu magisch anziehen. Filmer, Fotografen und normale „Whalewatcher” folgen den imposanten Meeressäugern, um ihnen dort oben im Norden zum Jahresausklang nahe zu sein.

Fazit: Nordnorwegen ist auch in den Monaten September und Oktober ein lohnendes Reiseziel für norwegenverrückte Meeresangler – mit guten Aussichten auf dicke Fische. In den Offshore-Regionen Tromsøs ziehen um diese Zeit auch die legendären Havseis umher – kräftige, große Seelachse mit breiten Rücken und ordentlich Kraft in den Flossen. Zu den Fischen kommt eine ganz besondere Stimmung, wie sie vielleicht nur der Herbst bieten kann. Wenn man dann noch die Abende in so gemütlichen Unterkünften wie in Mikkelvik verbringen darf, dann ist eigentlich alles nahezu perfekt.

Infos Unterkunft: Die Wohlfühl-Anlage

Mit Mikkelvik ist den deutschen Betreibern Katja und Jens-Oliver Göritz wirklich ein Juwel in Sachen Angelcamp gelungen! Die Holzhäuser strahlen sowohl bereits von außen, aber erst recht innen behagliche Gemütlichkeit und Komfort aus. Durch riesige Panorama-Fenster ist der Besucher der nordischen Natur so nah wie sonst nur draußen! Die Häuser sind top ausgestattet, die oberen Apartments sogar mit Sauna. Die Häuser bieten Platz für maximal zehn Personen, wobei es acht Schlafzimmer gibt! Bei Belegung durch eine Achtergruppe hat also jeder sein eigenes Schlafzimmer. Auch das eine Besonderheit. Eine große Holz-Seepromenade beherbergt zwei Filetierhäuser sowie den Zugang zur Steganlage. Dort warten acht Meter lange und 2,70 Meter breite Kaasbøll-Boote mit T-Tops und 150 PS auf die Gäste. Schnelle, schicke Boote – leider etwas kippelanfällig; da sollte Kaasbøll noch nachbessern. Auch zwei große Quicksilver-Kajütboote sind zu chartern. Sie bieten viel Komfort und Platz zum Angeln.
Buchung: DinTur Büro Ost Tel. (0351) 8470593
E-Mail: info@dintur.de
www.dintur.no

Die gemütlichen Holzferienhäuser und die Seepromenade mit den Filetierhäusern im Abendlicht.


Dieses Bild benötigt eigentlich keine Worte, oder? Da will jeder Nordlandfan wohnen!


Zwei geräumige, aufgeräumte Filetierhäuser stehen dicht bei den Booten.