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TUNBRIDGE WELLS: Edel & fröhlich


Homes & Gardens - epaper ⋅ Ausgabe 1/2021 vom 27.01.2021

Jules und Oliver Haines zogen mit viel altem Plunder, witzigen Designs und ganz viel Liebe in ihre Stadtvilla im viktorianischen Stil.


Artikelbild für den Artikel "TUNBRIDGE WELLS: Edel & fröhlich" aus der Ausgabe 1/2021 von Homes & Gardens. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Homes & Gardens, Ausgabe 1/2021

Zu Hause bei…

BEWOHNER: Jules und Oliver Haines leben hier mit ihren Kindern Edward und Jemima.
LAGE: Die viktorianische Villa befindet sich im Südosten Englands, in der Stadt Tunbridge Wells der Grafschaft Kent.
BESONDERHEIT: Die Stadtvilla zählt vier Stockwerke und ebenso viele Schlafzimmer.

KUNSTVOLL Der Art-Print des Künstlers Tommy Penton ist Olivers liebstes Stück. Auch der Treppenflur wur-de kreativ gestaltet.


Streng genommen waren Edward und Jemima, die Kinder ...

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... von Jules und Oli-ver Haines, die Makler ihrer Eltern, als diese 2017 ein neues Zuhause außerhalb Lon-dons kauften. Mit dem Einzug des Nachwuch-ses wurde ihre alte Bleibe in der Metropole ein-fach zu klein. Ein neues Heim musste her und die Kinder setzten dafür die Maßstäbe. „Wegen Edward und Jemima wollten wir aus der Groß-stadt bevor sie in den Kindergarten gingen“, er-klärt die zweifache Mutter. „Sie sollten einen Garten zum spielen an der frischen Luft bekom-men. Und Oliver und ich, wir wollten mehr Platz für weniger Geld.“ Der Plan ging auf. Die Ortswahl viel auf das Städtchen Tunbridge Well in der Grafschaft Kent, denn ganz in die Natur wollte das moderne Paar dann doch nicht. Die beiden verliebten sich in eine vierstöckige Villaim viktorianischen Stil, die noch wunderbar inSchuss war. „Ein Wrack hätten wir schon wegender Kinder, die noch sehr klein waren, nicht ge-kauft“, so Jules. „Auch hier war noch viel zu tun,aber eben nur Schönes wie Streichen.“

OBENKleine Kniffe mitgroßer Wirkung: Folienzieren die Ikea-Fronten,Fliesen aus Frankreichverschönern die Insel.


RECHTSJules spieltgerne mit Farbakzenten.Das Keramikgeschirrzum Beispiel erstrahlt invielen Blaunuancen.


Das Gestalten liegt der kreativenEngländerinsehr und zwar beruflich wie privat. Jules gründe-te ihre eigene Firma. Dort kauft sie Stoffresteund Verschnitte auf, die in der Interior-Indus-trie im Müll landen würden. „Bei uns kann jederzu einem geringen Preis sehr hochwertige Stoffekaufen.“ Jules selbst ist ihre beste Kundin. Siebezieht Polstermöbel neu oder baut aus Holz, Füllmaterial und ihren Stoffen Bettkopfteile fürdie Zimmer ihrer Kinder. Farblich jongliert sieüberall im Haus mit Grün-, Blau- und Rottö-nen. Da macht sie auch vor Möbeln nicht Halt,wie die dunkelrot gestrichenen Einbauschränkeim Wohnzimmer zeigen. In Flur und Bad sindes vor allem die knalligen Wände, die sofort insAuges springen. So wird der altehrwürdigeCharme des viktorianischen Hauses auf sehr raf-finierte Weise in die Gegenwart gerückt.

TEXTILTRAUMEin Lampenschirmaus Stoff, in Faltengelegte Vorhänge, einPosterstuhl sowie dieÜberdecke und derTeppich machen denRaum sehr kuschlig.


WOHNTIPPS

VON JULES

■FARBAKZENTE, ABER RICHTIG:Erst einmal haben wir alle Wände Weißgestrichen. Das ist die Basis für unserFarbkonzept. Ich würde mich dabei nieauf eine Farbe festlegen. Bei uns gibt es Highlights in Rot, Grün und Blau.
■ GEBRAUCHT IST GUT GENUG:Es ist nachhaltiger und auch lustiger, beiInterior-Käufen bewusst nach Second-Hand und Upcycling-Sachen zu suchen.
■ HOCHWERTIGE NEUKÄUFE:Wird doch etwas neu gekauft, muss eslang halten. Am besten ein Leben lang.

IM UHRZEIGERSINN Das Kopfteil hat Jules neu bezogen; blau wie das Meer an der Küste Kents präsentiert sich das Bad; die Holztruhe wurde über Facebook erstanden; das Bad-Motto ist Marrakesch, da passt das Becken perfekt.

OBENIm Gästezimmerwird der afrikanischeJuju-Federschmuck zurWanddeko. Auch aufdem Bett ist’s flauschig.


UNTENDamit beiTöchterchen Jemima jederzeit Freundinnenübernachten können,stehen hier zwei Betten.


Füllmaterial und ihren Stoffen Bettkopfteile fürdie Zimmer ihrer Kinder. Farblich jongliert sieüberall im Haus mit Grün-, Blau- und Rottö-nen. Da macht sie auch vor Möbeln nicht Halt,wie die dunkelrot gestrichenen Einbauschränkeim Wohnzimmer zeigen. In Flur und Bad sindes vor allem die knalligen Wände, die sofort insAuges springen. So wird der altehrwürdigeCharme des viktorianischen Hauses auf sehr raf-finierte Weise in die Gegenwart gerückt.

Moderne Kunst im Wohnzimmerund das imIndustrie-Stil eingerichtete Esszimmer zeigen,wie vielfältig der Geschmack des Paares ist. Julesbeschreibt ihren Stil als zeitgenössisches Erbe,denn sie kauft gerne alte, gebrauchte oder wie-der instand gesetzte Dinge. „Es bereitet mir bei-nahe Schmerzen, etwas Neues zu kaufen“, versi-chert sie. Ihre Kreativität kennt in Sachen Nach-haltigkeit keine Grenzen. Sie findet Brauchbaresin Facebook-Gruppen oder bei Second HandLäden. Wenn sie doch einmal etwas Neues er-wirbt, muss das von langlebiger Qualität seinund sie schaut, ob sie nicht bei kleinen Läden et-was findet oder bei Shops die sich für sozialeProjekte stark machen. Und genau so wie mitden Stoffen, die sie vor der Müllhalde rettet, ver-fährt sie auch beim Möbelbau. Das Holz der Re-gale in der Küche oder auch die Tischplatte desEsstisches hatten ein Vorleben als Baugerüstbö-den. „Diese Bretter haben uns gerade einmalzwei Pfund das Stück gekostet“, freut sich diekreative Einrichterin, die selbst nichts wegwer-fen kann. Das Paar lebte früher einige Zeit inSingapur. Als sie nach Europa zurückkehrtenwurden natürlich auch alle Möbel nach Englandverschifft. Und so steht jetzt im Schlafzimmereine Holzkommode aus Asien, nebst einem an-tiken Stuhl im Gustavian-Style, der aus Stoff-resten neu bezogen wurde. Denn so läuft das beiden Haines, jeder Gegenstand wird geehrt, ge-pflegt und wenn nötig etwas aufgemöbelt. Soentsteht ein einzigartiges Familiennest. Dasneue Haus mag günstiger sein, als das alte. Seineinnere Schönheit ist dennoch unbezahlbar.


FOTOS: COLIN POOLE/GAP INTERIORS