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TV-AKTUELL: Das große Finale


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Bild + Funk - epaper ⋅ Ausgabe 13/2020 vom 20.03.2020

HEILE WELT

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Bildquelle: Bild Funk, Ausgabe 13/2020

1985 ging Familie Beimer erstmals auf Sendung

Mit der letzten Folge der „Lindenstraße“ endet ein Stück deutscher Fernsehgeschichte. Wir waren beim Dreh dabei


”Wenn die ARD meint, dass es nicht mehr passt, dann muss man es akzeptieren.“ Marie-Luise Marjan, Schauspielerin


Beim Dreh in Köln

Hausbesuch bei den Beimers: Dreimal hat unser Chefreporter Mike Powelz seit 1985 in der „Lindenstraße“ mitgespielt: mal als Fotograf, mal als WG-Bewerber. Beim letzten Besuch nahm er Abschied von der 150 Meter langen Straße - erneut als Komparse

LETZTE KLAPPE

Die 1758. Folge

PROTEST

Reporter Mike Powelz (r.) mit ...

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... Murat (Erkan Gündüz), der sich an einen Baum kettet

INTERVIEW

34 Jahre lang spielte Marie- Luise Marjan die „Mutter der Nation“

Die letzte Folge

IM GLÜCK

Krise vorbei: Murat (Erkan Gündüz, l.) und Lisa (Sontje Peplow, r.) mit Kids

Auf Wiedersehen!

Das Beste kommt zum Schluss: Vor der Ausstrahlung der letzten Folge zeigt die ARD die 49-minütige Dokumentation „Bye, Bye, Lindenstraße: Ein Rückblick auf 35 Jahre Fernsehkult“ (29.3., 18.00 Uhr, Das Erste).

ANKUNFT Rachel (Hana Geißendörfer, Tochter des Erfinders der Serie, l.) zieht neu ein

ZWEITER ANLAUF

Klaus liebt wieder Nina (Jacqueline Svilarov, r.)

WANDEL

Mila (Trixi Janson, r.) muss sich auf die neue Liebe ihres Papas Klaus „Hase“ Beimer (Moritz A. Sachs, l.) einstellen

IN HAFT

Nach einem Todesfall wird Anna (Irene Fischer) festgenommen


”Was Else Kling zum Aus der Serie gesagt hätte? Sodom und Gomerra!“ Marie-Luise Marjan


Marjan (79), seit der ersten Folge als Helga „Taube“ Beimer dabei, schürt die Neugier auf das Finale: „Für die letzte Episode haben sich die Autoren etwas überaus Spannendes einfallen lassen. Das Ende ist sehr überraschend.“

Unaufhörlich geweint

Auf die Frage, wie nahe ihr das Serien-Aus persönlich geht, antwortet Marjan: „Seit ich weiß, dass die ‚Lindenstraße‘ endet, habe ich nur ein einziges Mal geweint, dafür aber unaufhörlich. Ich erinnere mich noch genau an den Moment: Am letzten Drehtag kamen die Schauspielerin Irene Fischer und ich nach unserer letzten gemeinsamen, emotionalen Szene aus Anna Zieglers Wohnung, und im Studio hatte sich das gesamte Team versammelt, von den Schauspielkollegen über die Büros, vom Fahrer bis zur Kantinenköchin, und es wurde ohne Ende applaudiert. Dieser Moment war Gänsehaut pur.“ Dann verrät die Schauspielerin, dass sie immer noch nicht begriffen habe, dass wirklich Schluss sei: „Meine Drehbücher sind immer noch um mein Bett verstreut. Ich habe sie noch nicht weggeräumt.“ Denn sie könne, so ein weiteres Geständnis, keinesfalls leicht loslassen: „Mir war immer klar, dass ich eines Tages als Letzte von Bord gehen würde. Das hat mit Durchhaltewillen zu tun. Deshalb habe ich auch gesagt, dass ich für die ‚Lindenstraße‘ kämpfe und für sie da bin. Und bis zuletzt bleibe.“

Apropos kämpfen: Bei unserem Drehbesuch hören wir häufig, dass viele Mitarbeiter den Kampf gegen das Serien-Aus von Anfang an für aussichtslos hielten. Grund: ARD-Programmdirektor Volker Herres habe die Serie angeblich nicht genug geliebt. Wie sonst, so die Kritik, sei es zu erklären, dass die „Lindenstraße“ im Verlauf der letzten Jahre immer öfter ausgefallen sei und sogar in Sommerpause gehen musste? Beides hat nach Meinung der Macher maßgeblich zum Quotenverfall beigetragen. Marie-Luise Marjan bewertet den Umgang des Senders mit der „Institution Lindenstraße“ so: „Wenn die ARD meint, dass es nicht mehr passt, dann muss man das akzeptieren. Wir können es nur bedauern. Wir haben nicht nur gute Arbeit geleistet, sondern mit der ‚Lindenstraße‘ auch ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen: Schwangerschaften in der Serie dauerten wie im realen Leben neun Monate, aktuelle politische Ereignisse, wie zum Beispiel Wahlergebnisse, wurden live in der Folge eingeblendet. Die Zuschauer liebten unseren Realismus.“ Marjans Zukunftspläne? „Ich möchte gern mehr Zeit für mich und mein Privatleben haben - und mich weiterhin sozial für Unicef, Plan International und die Malteser einsetzen. Und wenn ab und zu eine schöne Rolle kommt, sage ich natürlich nicht Nein. Den Beruf der Schauspielerin kann man nicht abstreifen wie eine Socke.“

DAS GANZE INTERVIEW MIT MARIELUISE MARJAN AUF goldenekamera.de

Bleibt nur eine Frage: Was hätte wohl der längst verblichene Hausdrachen Else Kling (Annemarie Wendl) zum Aus der „Lindenstraße“ gesagt? Mutter Beimer ist sich sicher: „‚Sodom und Gomerra!‘ Wie stets, wenn Else sauer war!“

SO 29.3. TV-TIPP

18.50 DAS ERSTE

LINDENSTRASSE

SERIE Die 1758. Folge. Ein versöhnliches Finale mit Überraschungen


FOTOS: S. 16: WITTMANN/PFEIL/DPA PICTURE-ALLIANCE (2), STEVEN MAHNER/WDR (2), S. 18: STEVEN MAHNER/WDR (5)