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TV-AKTUELL: Seine Welt sind die Berge


HÖRZU - epaper ⋅ Ausgabe 52/2019 vom 19.12.2019

Als „Der Bergdoktor“ wurde HANS SIGL zum TV-Liebling. Wie macht er das? Ein Blick in neue Folgen der Erfolgsserie


Artikelbild für den Artikel "TV-AKTUELL: Seine Welt sind die Berge" aus der Ausgabe 52/2019 von HÖRZU. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: HÖRZU, Ausgabe 52/2019

EIN ECHTER KERL
Hans Sigl spielt den Bergdoktor Martin Gruber schon seit 2008


Am Sonntag schaut man ‚Tatort‘, am Donnerstag ‚Bergdoktor‘!“ Hans Sigl, Schauspieler


Viele, die heute 20 sind, erinnert er an glückliche Kindheit, weil sie ihm jahrelang mit Eltern und Großeltern zuschauten. Viele 40-Jährige finden eine Hauptfigur spannend, die am Ende fast alles richten kann, auch wenn dann noch immer nicht alles geklärt ist. Einige der Älteren genießen einfach die grandiose Alpenkulisse. „Der ...

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... Bergdoktor“ bietet fast jedem etwas – und erreicht so eine breite Zuschauerschaft. Obwohl: „Früher behaupteten die Männer, ihre Frauen würden sie dazu zwingen, den ,Bergdoktor‘ zu schauen“, erinnert sich Hans Sigl lachend.

Wenn Heimat zum Hit wird

Wenn Dr. Martin Gruber in den ersten Wochen des neuen Jahres mit neuen Folgen und einem Winterspecial (siehe TV-Tipp) wieder seinen Dienst am Wilden Kaiser in Tirol aufnimmt, werden bis zu sieben Millionen Zuschauer dabei sein. Eine Ausnahme im krimiverrückten Deutschland: „Am Sonntag schaut man ,Tatort‘, am Donnerstag den ,Bergdoktor‘!“, stellt Sigl im Interview mit HÖRZU fest. Die Reihe habe das Ansehen des Heimatfilms verändert, findet der Schauspieler. Früher musste er sich über Kritiken wie „Kuhglockengedöns“ ärgern, heute gibt es viele neue TV-Formate, die dem „Bergdoktor“ nacheifern – und wie etwa die „Bergretter“ erfolgreich unterwegs sind. Ohnehin fand der Österreicher die anfänglichen Diskussionen um das Klischee des Heimatfilms ziemlich deutsch. „Wir machen Wohlfühlfernsehen, das emotional, intelligent und fachlich hochwertig ist.“ Dahinter steckt viel Arbeit: Im Februar wurde das Winterspecial gedreht, von Juni bis Dezember die 90-Minüter der 13. Staffel. „Mensch und Maschine sind nach 112 Drehtagen für eine Staffel am Anschlag“, erklärt der 50-Jährige. Obwohl es die Fans gern hätten, kann das Team gar nicht mehr machen. Zumal „viel Energie und Liebe reingesteckt wird“. In diese Liebe zum Projekt sollte aber bitte nicht gleich wieder etwas Kitschiges hineininterpretiert werden. „Es liegt mir einfach am Herzen, wie es mit Martin Gruber weitergeht. Zudem verändern wir jedes Jahr den Look, damit es für das Publikum spannend bleibt.“

WINTERSPECIAL
Hannes (Simon Böer, l.) macht sich Sorgen um Tochter Nathalie (Emilia Bernsdorf)


NEUE STAFFEL
Die Grubers (v. l.) diskutieren: Lilli (Ronja Forcher), Lisbeth (Monika Baumgartner), Hans (Heiko Ruprecht) und Martin


Er kann auch treu sein

Auch wenn Gaststars wie zuletzt Christian Kohlund kommen und gehen, Kranke behandelt und geheilt werden, die Familie Gruber alle paar Minuten über etwas Neues streitet – eines bleibt verlässlich gleich: Martin, der seinen Patienten so viel Liebe schenkt, ist weiterhin auf der Suche nach der großen Liebe. Der Doktor, „der sich offensichtlich mit Bindungen schwertut“, trifft immer neue Frauen, kann sich nicht entscheiden, lässt sich hin und wieder auf Affären ein. Aber die Fans verzeihen ihm das – immerhin plagt ihn regelmäßig das schlechte Gewissen. „Na ja“, sagt Sigl, „er ist ein einsamer Wolf, kein Hallodri im Sinne von einem, der andere mutwillig verletzt oder kränkt. Er will doch nur ankommen und glücklich sein!“ In den neuen Episoden geht es in der Beziehung mit Anne, der präsentesten Frau der vergangenen sechs Jahre, voran. Und trotzdem: „Nichts ist einfach für Martin Gruber.“ Wie gut, dass Dr. Alexander Kahnweiler, Oberarzt im Krankenhaus von Hall, „befreiende Komik“ in die Reihe bringt. „Wenn ich auf der Straße unterwegs bin, höre ich immer den Spruch, den Mark Keller als Dr. Kahnweiler geprägt hat: ‚ Martin, mein einziger Freund‘!“

Aber nicht allein im Fall von Kumpel Kahnweiler kann Martin Gruber treu sein. Seit Jahren fährt er den gleichen alten Mercedes, von Fans „Ranzbimmel“ genannt. Eine Freude für Sigl: „Wenn ich in diesem analogen Auto auf den Beginn des Drehs warte, höre ich zeitenthoben nur das leise Ticken der Uhr. Ich hoffe, sie schenken ihn mir, wenn ich mal aufhöre.“