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TV-Aktuell: Sogar seine Trauerfeier plante er heimlich: So traurig! Ganz allein sagte er für immer Tschüss


Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 10.01.2020
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Bildquelle: Funk Uhr, Ausgabe 3/2020

TV-LEGENDE Jan Fedder spielte in rund 50 Filmen, bekam zahlreiche Preise. Seine Fans vermissen ihn jetzt schon. Sie stellten Kerzen und Blumen vor seine Wohnung


GROSSE LIEBE Er hatte nicht damit gerechnet, dass es ihn mal „so erwischt“. Vor 20 Jahren heiratete er seine Marion. Eine Ehe ohne Skandale …


Grabkerzen, Blumen, Karten: Wie ein Lauffeuer hatte es sich in Hamburg herumgesprochen, dass Jan Fedder († 64) am Abend vor Silvester gestorben war. Bald stapelten sich vor seiner bescheidenen Wohnung auf St. ...

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... Pauli die Trauerbekundungen. „Warum so früh?“ – „Wir werden dich vermissen.“ Viele der Passanten hielten vor dem Haus der „Großstadtrevier“-Legende inne. Einige konnten ihre Tränen nicht zurückhalten … Doch obwohl er so beliebt war, starb Jan Fedder offenbar ganz alleine. Wie kann das sein? Schließlich ist bekannt, dass er seit 20 Jahren verheiratet war, viele Freunde hatte. Doch die Einsamkeit war wohl selbst gewählt. Denn in einem seiner letzten Interviews sagte der Hamburger Jung: „Wenn es mir schlecht geht, ziehe ich mich zurück und mache das mit mir selbst aus.“

Die Musik hatte er noch selbst ausgesucht

Ehefrau Marion (53) war zum Zeitpunkt seines Todes in Spanien. Als sie ihn telefonisch nicht erreichen konnte, alarmierte sie voller Sorge einen Freund, der einen Schlüssel hatte. Was für ein Schock, als dieser Fedder tot im Bett entdeckte. Denn offenbar wusste kaum einer, wie schlecht es dem TV-Star nach seinem langen Krebsleiden wirklich ging. Und die, die es ahnten, hofften wohl insgeheim, dass er sich wieder aufrappeln würde – wie so oft in den vergangenen acht Jahren. Fedder selbst spürte sicher schon länger, wie es um ihn steht. Heimlich plante er seine Trauerfeier. Im Hamburger Michel soll sie sein, so sein innigster Wunsch. „Hier wurde ich getauft und konfirmiert, habe geheiratet und hier werde ich sterben“, sagte er. Selbst die Musik hatte Jan Fedder bereits ausgesucht: „Child in Time“ von Deep Purple. Und nicht nur das. Für eine Probe engagierte er sogar einen Musiker. An seinem 65. Geburtstag am 14. Januar geht sein letzter Wunsch in Erfüllung. Dann wird die Trauerfeier im Michel stattfinden. Der NDR strahlt am 25. Januar um 20.15 Uhr ein Porträt aus, das ihm zu Ehren zum Geburtstag vorbereitet worden war. Nun ist es wie ein Vermächtnis. Freunde erinnern sich in „Jan Fedder – mit Ecken, Kanten und ganz viel Herz“ an unseren Volksschauspieler.

„Grundgut“, aber kein Weichei

Maria Ketikidou (53) schwärmte: „Der war so cool, hinter dem hat’s geschneit.“ Wenn ihm eine Textpassage nicht gefiel, habe er halt gesagt, was ihm einfiel. „Und das war immer gut.“ Fedder selbst betonte: „Ich wollte fürs Volk spielen und also spreche ich wie das Volk.“ Regisseure schätzten ihn trotz seiner Aufmüpfigkeit. Kollege Sven Walser (57): „Wenn der Produktionsleiter nach einer Pause gesagt hat: ‚So jetzt wird weiter gedreht‘, hat er erst mal in Ruhe seine Zigarette zu Ende geraucht.“ Bös sein konnte ihm niemand. Denn er war ein „Grundguter“, wie man in Hamburg sagt. Aber ein Weichei wollte er keinesfalls sein. Das war er vielleicht manchmal bei seiner Frau. Sie sagte mal: „Er hat ’ne ganz ruhige, sensible Seite.“ Nicht nur sie wird ihn vermissen …

ZWEITE FAMILIE Jan Fedder (4. v. l.) mit Kollegen und Freunden vom „Großstadtrevier“

TV-Tipp

Großstadtrevier mit Jan Fedder MI 22.1. 22.00 Uhr NDR