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Über alle Berge


Alpentourer - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 19.06.2020

Während sich im Hochsommer Busse und Wohnmobile im Konvoi über Österreichs höchste Alpenstraße quälen, sind zu Saisonbeginn erfrischend wenig Besucher in den Bergen unterwegs. Wir begrüßen den Frühling am Großglockner.


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Bildquelle: Alpentourer, Ausgabe 4/2020

Die Spuren des Winters sind unübersehbar, wenn es im Frühling erstmals wieder zum Glockner geht.


Der Lockruf der Berge ist im Frühjahr besonders laut zu vernehmen.


Das Frühjahr ist eine herausfordernde Jahreszeit für einspurige Freunde der hochalpinen Bergwelt: Während im Tal die Krokusse schon wieder verblüht sind, führt der Winter in den Bergen noch immer sein Rückzugsgefecht. Hartnäckig ...

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... kämpft er um jeden Höhenmeter, den er freigeben muss. In den Skiregionen atmen die Hoteliers nach der anstrengenden Wintersaison durch, sobald die Liftgesellschaften den Betrieb einstellen, und schicken ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die verdiente Erholung. Die Sommersaison beginnt erst in einigen Wochen – Urlaub für das Personal, während der Gastgeber Jahr für Jahr die Zwischensaison nutzt, um Sanierungs- oder Renovierungsarbeiten durchführen zu lassen.

Meterhohe Schneewände links und rechts, die Nase im kühlen Fahrtwind, die kräftige Frühjahrssonne im Gesicht – das klingt für bekennende Alpentourer zu verlockend, um ein verlängertes Wochenende im heimatlichen Garten zu verbringen. Der Tag der Arbeit, der 1. Mai, ist traditionell der Termin, an dem die Großglockner Hochalpenstraße eröffnet wird – zwei, drei Tage auf oder ab, je nach Großwetterlage. Das galt allerdings nicht im Corona- Jahr 2020; heuer öffnete sie erst wesentlich später.

Der Nullpunkt der Großglockner Hochalpenstraße ist mit einem Stein markiert.


Schneeräumung binnen vier Wochen

Waren es einst 350 Männer, die 70 Tage von früh bis spät in der dünnen Höhenluft schippen mussten, um die Strecke zumindest einspurig befahrbar zu machen, sind heute zwölf Mann „nur“ vier Wochen mit der Schneeräumung beschäftigt. Die vom Straßenplaner Franz Wallack selbst konstruierten und 1953 erstmals in Betrieb genommenen Rotationspf lüge sind nach wie vor im Einsatz. Schicht für Schicht tragen sie die weiße Pracht ab und schleudern sie bis zu 40 Meter weit ins Gelände. Die beiden Stichstraßen zur Edelweißspitze und zum Freiwandeck werden häufig erst ein paar Tage später freigegeben, denn die Schneeräumung der Hauptstrecke hat oberste Priorität.

Hochalpine Motorrad-Frühstarter sind freilich der Verzweif lung nahe, wenn die Quartiersuche nicht von Erfolg gekrönt ist: Ein Wochenende, das mit Brückentag und Feiertag schon fast zur Urlaubswoche wird, eine Wettervorhersage zum Frohlocken – und kein Hotel hat geöffnet? In Lofer im Salzburger Land haben wir Glück und landen nicht auf dem Anrufbeantworter. MoHo-Gastgeber Stefan Vizthum ist am Telefon, und das freundliche Gespräch, das mit den Worten „Naja, eigentlich haben wir ja geschlossen“ begonnen hatte, endet mit einer Zimmer-Zusage.

Die Quartiersuche ist im Frühjahr nicht einfach. Gut, dass es flexible Gastgeber wie die Vizthums gibt.


Flexibler Familienbetrieb, ein MoHo eben

Als kleiner Familienbetrieb sind Stefan und seine Frau Anette mit ihrem MoHo flexibel genug, um auf spontane Anfragen reagieren zu können: „Die Übernachtung ist kein Problem, Frühstück haben wir, und Bier ist immer im Haus. Nur zum Abendessen müsst’s bitte in den Ort.“ Drei Minuten Fußweg? Das lässt sich machen. Freudig sagen wir zu.

Ein paar Stunden später knistern zwei Motorräder in der Garage. Das kühle Willkommensbier und die warme Dusche spenden Energie für den kurzen Spaziergang, und wir können am Dorfplatz mit seinen herrlich restaurierten Fassaden während des Abendessens sogar draußen sitzen, erst für den Absacker ziehen wir die warme Gaststube vor.

Anderntags gilt das Motto „Wer zu früh kommt, den bestraft der Straßengrip“. In der Nacht gefrorenes Schmelzwasser kann in unübersichtlichen Kurven zur heimtückischen Überraschung werden. Um der Nordrampe des Großglockners Zeit zum Auftauen zu gönnen, starten wir am nächsten Morgen nicht über den direkten Weg zu Österreichs schönster Bergstraße, sondern legen eine kleine Schleife ins Land Tirol ein. Der Pass Strub, mittlerweile gut ausgebaut, einst jedoch eine militärisch bedeutende Engstelle, liegt schnell hinter uns. In Waidring am Fuß der Loferer Steinberge hat Austropop-Legende Wolfgang Ambros seine neue Heimat gefunden. Mit seinem Hütten-Hit „Schifoan“ schuf er eine der inoffiziellen Nationalhymnen der Alpenrepublik.

Die Täler sind grün, die Bäume blühen, aber auf den Gipfeln liegt noch Schnee.


Auf malerischen und verkehrsarmen Nebenstraßen kann man sich im Salzburger Land dem Glockner anpirschen.


Ebendort biegen wir ins malerische Pillerseetal ein. Diesen Abschnitt der Strecke haben wir für uns allein, erst im Frühsommer lockt es Tretbootfahrer aufs Gewässer. Wer baden gehen möchte, muss besonders abgehärtet sein – selbst im Hochsommer kommt der smaragdgrüne See kaum über 19 Grad Celsius hinaus. Der Grießenpass zwischen Hochfilzen und Saalfelden ist im Gegensatz zum kleinen Seitental durch die Kitzbüheler Bergwelt kein fahrerisches Highlight.

Serpentinen abseits des Zeller Sees

Um die verkehrsreiche B 311 zu vermeiden, nehmen wir kleine Nebenstraßen ins Visier – und sehen am Rand des Navi-Bildschirms ein paar Serpentinen östlich des Zeller Sees. Neugierig geworden setzen wir den Blinker, zweigen in die Sackgasse ab – und werden mit einem fantastischen Ausblick auf den See, die Stadt und das Skigebiet der Schmittenhöhe belohnt.

Am Horizont erhebt sich die charakteristische Gipfelpyramide des Kitzsteinhorns – der erste Dreitausender, den wir heute bewundern dürfen. Mit dem aufkommenden Wind ziehen gelbe Nebelschwaden aus den bewaldeten Hängen über das Tal: Die Fichten haben ein starkes Blütejahr, die Schlieren auf der Wasseroberf läche lassen die immense Menge der Pollen erahnen. Hier ließe es sich gut Pause machen, aber wir haben ja noch viel vor.

Kurz darauf haben wir Bruck an der Glocknerstraße erreicht. Am Ufer der fröhlich plätschernden Salzach scheint die kräftige Frühlingssonne auf den markanten Granitstein mit seiner großen Null. Von nun an geht’s bergauf – und das auf historischen Spuren. Schon zu Zeiten der Römer verkehrten Händler und Schmuggler über die schmalen Pfade durch das Herz der Hohen Tauern. Erst die Bahnlinie über den Brenner ließ die zentralösterreichische Alpenquerung in Vergessenheit geraten, mit dem Verlust Südtirols durch den Friedensvertrag von St. Germain im September 1919 waren Osttirol und Oberkärnten vom Rest Österreichs jedoch schlagartig nahezu abgeschnitten.

Eine Straße wie eine Denkmal

Der Ingenieur Franz Wallack wurde 1924 beauftragt, eine neue Nord-Süd-Verbindung zu schaffen. Er unternahm vor der Trassenfestlegung eine Studienreise zu mehr als 40 Alpenpässen, denn sein Lebenswerk sollte der „leuchtendste Stern der Alpenstraßen“ werden – und das ist die 1935 eröffnete Straße bis heute. Nach nur fünf Jahren Bauzeit wurde eine sechs Meter breite Sandpiste dem Verkehr übergeben. Heute zählt die 48 Kilometer lange Hochgebirgsstraße mit ihren 36 Kehren gemeinsam mit dem Stephansdom und dem Schloss Schönbrunn zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Alpenrepublik. Seit 2015 steht die Straße unter Denkmalschutz, die Einstufung als UNESCO-Weltkulturerbe ist das nächste Ziel der Betreibergesellschaft.

Eine kleine, feine Serpentinenstraße führt hoch über den Zeller See.


Blühende Wildblumen sprenkeln die Wiesen rund um die Mautstelle Ferleiten; ganz rechts ist der Biker’s Point exklusiv für einspurig anreisende Gäste. Die Breite der Zufahrtsspuren und die Anzahl der Kassenhäuschen lassen vermuten, welcher Andrang in den Sommermonaten bewältigt werden muss. Betrachtet das bitte als Reisewarnung, geschätzte Leserin, verehrter Leser: Wer außerhalb der Hochsaison anreist, kann die kunstvolle Trassenführung und das hochalpine Panorama deutlich entspannter genießen.

Am Fuscher Törl nimmt man Anlauf Richtung Kärnten.


Zum Saisonstart ist man noch ziemlich einsam in den vielen Kehren der Großglockner Hochalpenstraße unterwegs.


„Fahr langsam, Freund, und lass dir Zeit, denn auf die Höhe ist es weit.“


Eile mit Weile war bereits vor einem halben Jahrhundert die Empfehlung: „Lass nicht durch jene dich beirren, die flott an dir vorüberschwirren. Wer schnell fährt, hat der Pannen viel, wer langsam fährt, kommt rasch ans Ziel!“ Mit derart salbungsvollen Reimen wurden die Kraftfahrer in der Zeit des Wirtschaftswunders auf die gefährliche Hochgebirgsetappe eingeschworen. „Fahr langsam, Freund, und lass dir Zeit, denn auf die Höhe ist es weit.“

Kochende Kühler sind freilich schon lang in Vergessenheit geraten – nicht nur wegen der Außentemperaturen anlässlich unserer Ausfahrt am Tag der Saisoneröffnung. Die ersten Kehren bis zum Piffkar nutzen geschickt das natürliche Gelände zum Höhengewinn, im Streckenabschnitt Hochmais mit seinen meisterhaft angelegten Kunstbauten überschreiten wir bereits die Baumgrenze. Immer wieder parken wir die Motorräder am Straßenrand, um das Panorama zu genießen. Kein Verkehrslärm, nur die Geräusche der Natur sind zu hören: glucksende Wasserfälle, im Wind leise rauschende Wälder und vereinzelt auch gellende Pfiffe.

Die Schneewände sind Teil der Glockner-Legende.


Winterschlaf mit Fettreserven

Sie stammen von den aus dem Winterschlaf erwachten Murmeltieren, die aus ihren Höhlen krabbeln, um ihre neugierigen Nasen in die warme Frühlingssonne zu recken. 1,2 Kilogramm Fettreserven benötigen die im Dialekt „Mankei“ genannten Erdhörnchen, um sechs bis sieben Monate schlafend zu überwintern. Das entspricht einem Drittel ihres Körpergewichts. Eine kurze Hochrechnung: Auf den Menschen umgerechnet würde das ideale Überwinterungsgewicht rund 150 Kilogramm betragen – weit weg von der Bikinifigur, aber perfekt für ein Weihnachtsmann-Outfit!

Mittlerweile ist die Fahrbahn durch Schneewechten begrenzt, kurz darauf haben wir auch schon die Zweitausender-Grenze überwunden. Eigenwillig geformten Felsen hat das folgende Bergsturzgebiet den Namen „Hexenküche“ zu verdanken. Wir schwingen an der steilen Edelweißwand vorbei zum oberen Nassfeld, über dem bereits das markante Gedenkzeichen in Form einer kleinen Kapelle zu sehen ist. Eine Inschrift erinnert an die beim Bau der Panoramastraße tödlich verunglückten Arbeiter. Die Schleife um den Törlkopf, auf dessen Spitze eine rot-weißrote Flagge im einstellig temperierten Wind knattert, ist eine planerische Fleißaufgabe.

Ohne große Mühe hätte man die Trasse auf der Höhe des Abzweigers zur Edelweißstraße direkt zur Fuscher Lacke weiterbauen können. Doch dann gäbe es den mit Fernrohren bestückten Aussichtspunkt nicht, der uns zur nächsten Fahrtunterbrechung verlockt. Ist er das? Ist er es nicht? Schwer zu sagen. Zu klein ist die Lücke zwischen den dicken Wolken, hinter denen sich der Gipfel von Österreichs höchstem Berg versteckt. Vom „Fuscher Törl“, dem Felsdurchstich am Südende des Parkplatzes, reicht der Blick über die zugefrorene, unter einer Schneedecke auf den Sommer wartende Fuscher Lacke bis zum Mittertörl und weiter zum Hochtor.

Zwischen den Hochpunkten Fuscher Törl und Hochtor-Tunnel schlängelt sich das Asphaltband frisch geräumt durch mehr als nur Schneereste.


Meterhohe Schneewände als Fotomotiv

Die eindrucksvollsten Schneewände finden sich stets im Abschnitt Knappenstube zwischen dem Mittertörl und dem Hochtor. Meterhoch ragen sie als beliebtes Fotomotiv neben der Fahrbahn auf und lassen uns darüber staunen, wie die Schneeräumtrupps überhaupt in der Lage sind, ihre Straße im Frühjahr wiederzufinden. Blankes Eis ziert die Wände des 311 Meter langen Scheiteltunnels, in dem wir auf 2 504 Meter Seehöhe Österreichs höchsten Pass und die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten überschreiten.

„Doch geht’s bergab, dann wart nicht lang und schalt sofort den gleichen Gang, der in der Bergfahrt nötig war. Leerlauf bergab rollt nur der Narr“ lautet der Segensspruch für alle Passfahrer. Doch selbst mit wohldosierter Motorbremse gehen die letzten Kilometer viel zu schnell vorbei, flugs ist die Mautstelle bei Heiligenblut erreicht. Doch hier muss der Fahrspaß nicht zwangsläufig enden: Schließlich haben wir mit der Glockner-Maut eine Tageskarte gelöst, die das mehrfache Befahren der Hochalpenstraße erlaubt. Da wären wir ja ziemlich dumm, das nicht gebührend auszunützen!

Wie kalt es zum Saisonstart im Hochtor- Tunnel ist, zeigen die gigantischen Eiszapfen an den Wänden.

INFORMATIONEN

Die Hochgebirgsregion Hohe Tauern mit den höchsten Gipfeln Österreichs liegt in den Bundesländern Salzburg, Kärnten und (Ost-) Tirol. Der gleichnamige Nationalpark ist das größte Naturschutzgebiet der Alpen. Infos über die Urlaubsregion finden sich auf den Webseiten der Tourismusverbände.
grossglockner-zellersee.info
heiligenblut.at

ANREISE

Der Ort Lofer ist vom Berchtesgadener Land über Schneizlreuth zu erreichen, aus dem Chiemgau via Reit im Winkl. Die Anfahrt ist vignettenfrei, für die Großglockner-Hochalpenstraße wird jedoch Straßenmaut fällig. Sie kostet 2020 pro Motorrad 27 Euro (E-Motorrad 20,50 Euro), ermäßigte Vorverkaufstickets sind bei ADAC, ARBÖ sowie ÖAMTC erhältlich. Ab 10 Motorrädern gibt es Gruppenrabatt.
grossglockner.at

CHARAKTERISTIK

Die vorgeschlagene Strecke stellt eine Reise durch die Klima- und Vegetationszonen von Mitteleuropa bis in die Arktis dar – von blühenden Wiesen über immergrüne Nadelwälder bis zum ewigen Eis der Gletscher.

UNTERKUNFT

Seit 15 Jahren sind Anette und Stefan Vizthum mit ihrem Landhaus Eva-Marie als MoHo-Quartier der Fünf-Helme-Kategorie gelistet. Die für alle MoHo-Hoteliers korrekte Bezeichnung „Gas(t)geber“ trifft auf Stefan besonders bei seinen geführten Großglockner-Sonnenaufgangstouren zu, wie man aus seinen Worten heraushören kann: „Ich lasse meine Gäste ab der Mautstelle vorausfahren und warte dann oben bei der Abzweigung zur Edelweißspitze auf sie.“
eva-marie.at

Übernachten mitten im Herz des Nationalparks: Die Edelweißhütte am höchsten Punkt der Großglockner-Panoramastraße bietet nicht nur günstige Zimmer mit einzigartigem Panoramablick auf 300 Dreitausender, sondern auch eine Motorradgarage mit Reparaturmöglichkeit. Außerdem kann die Mautstraße nach dem kräftigenden Frühstück weiterhin ohne Zusatzkosten benutzt werden.
edelweissspitze.at

ESSEN • TRINKEN

Die regionale Küche wird von herzhaft-deftigen Speisen geprägt. Schlutzkrapfen, mit Fleisch oder Kartoffeln gefüllte Nudeln, sind eine Osttiroler Spezialität. In Kärnten hat jede Familie ein eigenes Rezept für die mit Quark und Kräutern gefüllten Kasnudeln, während auf der anderen Seite des Alpenhauptkamms Pinzgauer Kasnocken als Klassiker auf den Tisch kommen. Ebenfalls typisch sind Kaspressknödel, die auch gerne in einer Suppe serviert werden.

Der idyllisch gelegene, seit zwölf Generationen bewirtschaftete Kuenz-Hof in Dölsach ist eine mehrfach prämierte Schnapsbrennerei. Wacholderbeeren, Vogelbeeren, Enzian und Meisterwurz sind einige der Zutaten, die das Aroma des Hochgebirges in die Flasche holen. Der 1900 Meter hohe Rauchkofel und der 2 700 Meter hohe Rote Turm in den Lienzer Dolomiten dienen als Namenspatron für den Single Malt Whisky und den Alpine Dry Gin.
kuenz-schnaps.at

Nach einem anstrengenden Tag im Sattel darf man sich im Natur-Spa des Viersterne-Hotels Outside in Matrei kräftig verwöhnen lassen. Im hauseigenen Gourmetrestaurant kommen regionale Lebensmittel aus nachhaltiger Landwirtschaft auf den Tisch.
hotel-outside.com

ATTRAKTIONEN

Neun Themenschwerpunkte werden entlang der Glockner-Straße präsentiert: An der Südseite des Hochtors ist die Ausstellung „Passheiligtum Hochtor“ eingerichtet. Zahlreiche Fundstücke wie beispielsweise eine Statuette des Herkules belegen die Existenz eines Passheiligtums am Glocknerübergang, der als kürzeste Verbindung zwischen Nord und Süd schon als römischer Handelsweg bedeutsam war. Informationen zum Bau der Straße finden sich in der gleichnamigen Ausstellung bei der Fuscher Lacke. Außerdem: eine Auto- und Motorradausstellung.
grossglockner.at

Verschließbare Safes für den Sturzhelm sind an der Zufahrt zur Edelweißspitze und auf der Kaiser Franz Josefs-Höhe eingerichtet.
edelweissspitze.at • grossglockner.at

Die spätgotische Pfarrkirche St. Vizenz in Heiligenblut gehört zu den populärsten Kirchen Österreichs – von außen. Weniger bekannt sind der gotische Hochaltar im Kirchenschiff, die Krypta mit dem Grabmal des Heiligen Briccius und das schmiedeeiserne Gedenkbuch an die Opfer des Großglockners.
heiligenblut.at