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Übergewicht fördert 13 Krebsarten


Bildwoche - epaper ⋅ Ausgabe 38/2019 vom 12.09.2019

Ein paar Wohlfühl-Pfunde machen nicht gleich krank. Zu viel Bauchfett dagegen kann gefährlich sein. Experten warnen: Adipositas gilt als Mitverursacher von Tumoren


Vorsicht! Mit jedem Kilo steigt das Risiko

Artikelbild für den Artikel "Übergewicht fördert 13 Krebsarten" aus der Ausgabe 38/2019 von Bildwoche. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Bildwoche, Ausgabe 38/2019

UNSER EXPERTE

Prof. Dr. Matthias Blüher Leiter der Adipositas-Ambulanz, Uniklinik Leipzig

Werden wir nach den üblichen Risikofaktoren für Krebserkrankungen gefragt, fällt uns von A wie Asbest bis Z wie Zigaretten meist so einiges ein. Dass aber auch Übergewicht zu den Krebsauslösern zählt, ist vielen neu. ...

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... Wissenschaftler können inzwischen immer mehr Krebsarten bestimmen, bei deren Entstehung ein hoher Körperfettanteil eine Rolle spielt (siehe Grafik rechts). Fettleibigkeit ist aber nicht die alleinige Ursache. Prof. Dr. Matthias Blüher, Leiter der Adipositas-Ambulanz an der Uniklinik Leipzig, erklärt: „Wir sprechen von einer Dosis-Wirkungs-Beziehung: Je mehr Pfunde man mit sich herumschleppt, desto größer ist das Risiko für den Menschen.“

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Zellen wachsen besser mit Fett in der Nachbarschaft

Aber was bewirkt das Übergewicht? Es verursacht zwar nicht direkt Zellschäden, aber es verschafft veränderten Zellen bessere Wachstumsbedingungen. Mehrere Mechanismen sind dabei bisher bekannt: Zum einen benötigen Tumorzellen viel Energie, um sich ständig zu teilen und zu vermehren. Ist Fettgewebe in der Nähe, werden die Fettzellen angezapft und vom Tumor als Energiequelle genutzt.

Rechtzeitig auf die Gewichtsbremse treten

Prof. Blüher: „Zum anderen produziert vor allem das Bauchfett Entzündungsbotenstoffe. Der natürliche Prozess der Zerstörung kranker Zellen gerät durch sie aus dem Lot, die Krebs-zellen überleben länger.“ Und schließlich beeinflusst Übergewicht den Hormonhaushalt: Das Zuckerhormon Insulin wirkt wie ein Wachstumsbeschleuniger auf Tumorzellen. Die gute Nachricht: Der Hormonüberschuss verringert sich mit einem Gewichtsverlust wieder. Abnehmen wirkt also lebensverlängernd. Schwedische Experten bestätigten das mit einer Studie, indem sie den Zusammenhang zwischen Adipositas und Brustkrebs erforschten. Ergebnis: Mit jedem Pfund weniger verringerte sich das Risiko.

Messen ist wichtiger als wiegen

Bei Frauen sollte der Bauchumfang möglichst unter 88 cm liegen, bei Männern unter 102 cm. Wenn Sie davon weit entfernt sind, sollten Sie abnehmen. Das klappt am besten mit einer Kombination aus mehr Bewegung und weniger Kalorien. Fettbinder helfen zusätzlich, die Kalorienaufnahme aus den Nahrungsfetten zu reduzieren (z. B. formoline L112, Apotheke).

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