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Übersicht Apps für Schüler: Was geht App?


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 7/2017 vom 29.06.2017

Spiele und Bucher auf Smartphone und Tablet faszinieren bereits Grundschüler. Das Angebot ist riesig. Fur Eltern bedeutet das, kindgerechte Apps bewusst auszuwahlen. Wir stellen 21 empfehlenswerte Apps zum Spielen, Lesen und Lernen vor. Von Kai Thomas und Volker Zwick


Artikelbild für den Artikel "Übersicht Apps für Schüler: Was geht App?" aus der Ausgabe 7/2017 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: imago/Westend61


Jedes dritte Kind zwischen 6 und 13 Jahren besitzt ein eigenes Smartphone


Mehr als drei Millionen Apps sind derzeit für Android- Geräte ladbar


Bunte Bildschirme, auf denen sich etwas bewegt. Kaum etwas übt mehr Faszination auf Kinder aus als Smartphones und Tablets. Mehr als die Hälfte der Schüler zwischen 6 und 13 Jahren nutzt mittlerweil e wöchentlich Handys oder Smartphones, rund ein Drittel Tablets. So das Ergebnis der Studie „Kinder, Internet, Medien“ (KIM). Für sie befragt der medienpädagogische Forschungsverbund Südwest seit 1999 bundesweit alle zwei Jahre mehr als 1.200 Kinder und ihre Eltern.

Der Anteil der Kinder mit eigenem Smartphone sprang 2016 laut Studie auf dreißig Prozent. 2012 lag der Anteil noch bei sieben Prozent. Besaßen 2012 nur ein Prozent der ...

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... befragten Kinder ein eigenes Tablet, waren es 2016 bereits fünf Prozent. Je älter die Kinder sind, desto häufiger verfügen sie über eigene Geräte. „Jüngere Kinder werden von ihren Eltern ausgestattet, damit sie erreichbar sind; auch als Aspekt der Kontrolle“, erklärt Studienleiter Thomas Rathgeb von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg in Stuttgart.

Doch was genau treibt der Nachwuchs damit eigentlich? „Jüngere Kinder verlangen nach Spielen und Medienkonsum“, erläutert Rathgeb.

Ab etwa der vierten Klasse spiele der digitale Austausch mit Freunden eine immer wichtigere Rolle. Kinder schreiben und lesen dann täglich vor allem über Dienste wie WhatsApp. Besonders in den Bann ziehen Spiele-Apps. Rund die Hälfte der Kinder, die Smartphones nutzen, spielt ein- bis mehrfach in der Woche, im Schnitt täglich 24 Minuten. Jedes fünfte dieser Kinder zockt fast jeden Tag.

„Candy Crush“, „Angry Birds“, „Bubbles“, „Snake“ und „Farm Heroes Saga“ lauten der KIM-Studie zufolge die aktuell beliebtesten Titel. Fast alle von ihnen rangieren ganz vorne in den Charts der virtuellen Einkaufsläden von Google und Apple. Dort wartet ein gigantisches Angebot. Mehr als drei Millionen Apps sind derzeit weltweit für Android-Geräte ladbar, davon etwa eine halbe Million Spiele. Mehr als zwei Millionen Titel, darunter rund 432.000 Spiele, listet der Apple App-Store laut den Marktanalysten 42matters. Für Eltern und Kinder ist das ein Dschungel. „Viele Titel nötigen Spieler zu Käufen innerhalb der App, enthalten Werbung und verlangen umfassende Datenzugriffe auf das Gerät, die für das eigentliche Spiel unnötig sind“, warnt Matthias Uzunoffvon der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn. Den meisten Spielen in den Top-Ten-Listen der App-Stores könne man daher nicht blind trauen. Zudem richteten sich viele Titel inhaltlich an Erwachsene, obwohl sie bereits für Jünge- re freigegeben seien. Ob eine App wirklich kindgerecht sei, müssten Eltern daher selbst bewerten. Die unverbindlichen Altersempfehlungen in den App-Stores bieten Uzunoffzufolge nur eine Orientierung. Als gefährliche Kostenfalle gelten Gratisspiele, die erst im Spielverlauf zur Kasse bitten: „Der Spielefortschritt wird dann meist immer langsamer und lässt sich nur durch den tatsächlichen Kauf von Spielgegenständen beschleunigen“, sagt Uzunoff.

Weil der Nachwuchs schnell lerne, Apps selbst zu installieren und technische Hürden zu umgehen, sei es daher ratsam, den Mobilfunkvertrag für App-Store- Zahlungen beim Anbieter zu sperren. Kreditkartendaten sollten ebenfalls nicht im Handy des Nachwuchses hinterlegt werden. „Wenn überhaupt etwas bezahlt wird, dann nur über Guthabenkarten für die App- Stores“, sagt Uzunoff.

Auch Apps, die Kinder beim Lernen unterstützen wollen, sind mit Vorsicht zu genießen. „Lern-Apps sind weniger didaktische Instrumente, die Schulleistungen verbessern, sondern eher digitale Unterhaltung, die nebenbei Fähigkeiten und Wissen vermittelt“, sagt der Pädagogikprofessor Stefan Aufenanger von der Universität Mainz. Viele der mobilen Anwendungen entsprächen bezüglich der Wissensvermittlung nicht dem Stand der Forschung. Eine brauchbare App erkläre Probleme und weise auf Lösungen hin. Aufenanger, der sich auf Medienpädagogik spezialisiert hat und der am Kindersoftwarepreis Tommi mitwirkt, sagt: „Es reicht nicht, wenn das Programm nach Fehlern nur zur Wiederholung auffordert. Das fördert kein tieferes Verständnis und verleitet nur zum Raten.“

Lernkrücken, Kostenfallen, Apps, die Kinder überfordern: Was in den App- Stores angeboten wird, liefert viele Gründe dafür, die Spreu vom Weizen zu trennen. Wir haben zusammen mit einem Experten für Computerspiele 21 gelungene Apps zum Lernen, Lesen und Spielen für Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahre ausgewählt und geprüft.

OKO-TEST rat

• Kaufen Sie lieber werbefreie Apps. Gratistitel notigen oft zum Bezahlen innerhalb der App. Zahlen Sie nur mit Guthabenkarten fur die App-Stores. Sperren Sie das Handy Ihres Kindes fur Zahlungen uber Vertrag oder Kreditkarte.
• Schauen Sie sich installierte Apps genau an und geben Sie Fehlkaufe zuruck. Der Android-Store erstattet den Preis innerhalb von zwei Tagen nach Kauf. Tippen Sie dazu unter „Konto“ auf „Bestellverlauf“ und dann auf „Erstattung“. Der Apple App- Store gewahrt eine Frist von 14 Tagen unter reportaproblem.apple.com.
• Vereinbaren Sie klare Regeln. Etwa „Spiele nur am Wochenende“, „kein Smartphone im Bett oder am Esstisch“. Vereinbaren Sie Zeiten fur die Nutzung aller Medien – dazu gehort auch Fernsehen. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle empfiehlt fur bis Siebenjahrige taglich unter Aufsicht eine halbe Stunde, fur Acht- bis Zehnjahrige eine Stunde und fur Zehn- bis Zwolfjahrige 75 Minuten.

Experte

Foto: privat

Volker Zwick (47) ist freier Journalist aus Ziemetshausen bei Augsburg. Als seine Tochter begann, sich fur digitale Spiele zu interessieren, kam er auf die Idee, die Programme genauer unter die Lupe zu nehmen. Seitdem hat er unter anderem einen Softwareratgeber fur Eltern geschrieben und mehr als 250 Computerspiele fur OKO-TEST getestet.

So sind wir vorgegangen

Gigantisches Angebot: Unser Experte Volker Zwick hat in den App-Stores von Google und Apple die Spreu vom Weizen getrennt.

Foto: ÖKO-TEST

Der Einkauf
Wir haben in den Stores nach brauchbaren Apps zum Lernen, Lesen und Spielen fur Kinder von vier bis zwolf Jahren gesucht. Unsere Kriterien fur die Auswahl: Padagogisch sinnvoll und keine Gewaltinhalte. Wichtig war uns auch, dass die Apps keine Werbung anzeigen oder In-App- Kaufe anbieten. Zudem sollten sie auf Smartphones und Tablets mit Androidsowie dem Apple- Betriebssystem iOS laufen. Kindersoftware- Experte Volker Zwick hat schlieslich etliche Apps im Apple-App-Store erworben, darunter interaktive Bilderbucher, Musik-Apps, Schreiblernprogramme sowie Abenteuerspiele.

Die Prüfung
Volker Zwick hat jede App gecheckt. Ist die App kindgerecht? Die Grafik stimmig? Worin besteht der Spielspas? Sind die Geschichten packend erzahlt? Was und wie konnen Kinder uber die App lernen? Wo liegen die Starken und Schwachen der App und was hebt sie von der Konkurrenz ab? Teilte uns ein Anbieter keine Altersempfehlung mit, schatzte Zwick ein, fur welches Alter sich die Software eignet.

Die Beurteilung
Bereits unsere Auswahl war schon qualitatsorientiert. Apps, die nichts taugen, habes wir erst gar nicht berucksichtigt. Besonders gelungene Apps beurteilen wir mit „sehr gut“.

App-Suchtipps für Eltern

• Unter www.handysektor.de testet und bewertet die Landesanstalt fur Medien Nordrhein-Westfalen beliebte Apps. Schwerpunkte der Webseite sind Datensicherheit, Kostenfallen sowie Meldeoptionen fur Proble me.
• Auf dem Blog www.ene-mene-mobi le.de stellen die Fotografin Martina Holler und die Grafikerin Felicitas Haas aus Berlin Kinder-Apps vor.
• Auf www.spielbar.de beurteilt die Bundeszentrale fur politische Bildung padagogisch digitale Spiele und Apps fur Kinder. Zudem gibt es fur Eltern Tipps fur den Alltag und Umgang mit Spielesoftware.
• Eine Fachjury zeichnet jedes Jahr Apps, Computerspiele und elektronisches Spielzeug mit dem Deutschen Kindersoftwarepreis Tommi aus. Die Preistrager finden sich unter www.kindersoftware preis.de
• Kindgerechte Apps empfiehlt auch Anika Starkey aus Gummersbach auf www. bestekinderapps.de Ihren Blog sortiert sie nach Alterstufen und Betriebssystemen.
• Das Computer-Projekt Koln testet Spiele- Apps auf www.spieleratgeber-nrw.de Die vom Familienministerium Nordrhein- Westfalen geforderte Seite richtet sich an Kinder und Eltern gleichermasen.

Die Maus
Die Sendung mit der Maus ist wohl die bekannteste deutsche Kindersendung. In der dazugehorigen App Die Maus steuern Kinder die Zeichentrickfigur durch funf Spielwelten. Dort gibt’s Animationen, Spiele, eine Fotofunktion und Sachund Lachgeschichten zu entdecken. Beim Rohrenspiel mussen Spieler etwa uber zwolf Level zwei Endrohre mit losen Stucken zu einer geschlossenen Leitung zusammenpuzzeln. Beim Wakeboarden zieht der Elefant die Maus ubers Wasser. Nur durch rechtzeitiges Klicken springt der Nager uber Hindernisse. Je weiter man fahrt, desto schwieriger wird es. Uber die Handykamera konnen Kinder Bilder knipsen und anschliesend etwa mit Mausohren, dem blauen Elefantenrussel oder mit einem Entenschnabel verzieren. Zudem lassen sich in der App ubers Internet Hunderte Lach- und Sachgeschichten sowie die zwei aktuellsten Sendungen abspielen. Die Bedienung gelingt auch Kindern, die noch nicht lesen konnen. Grafisch folgt die App der Sendung: kindgerecht und nicht uberladen. Die Maus kombiniert gelungen Unterhaltung mit Wissensvermittlung. Die Lach- und Sachgeschichten und der Zugriffauf die neusten Sendungen garantieren dabei langfristigen Entdeckerspas.

Ratseln, knobeln und ausprobieren: Das Abenteuerspiel Imagoras – Die Ruckkehr der Bilder dreht sich rund um die Gemalde des Stadel Kunstmuseums in Frankfurt am Main. Die Geschichte erzahlt Andreas Frohlich, bekannt als Synchronsprecher von Gollum aus der Filmreihe „Der Herr der Ringe“.

Eine mysteriose Finsternis hat den Menschen die Fantasie geraubt. Auf den bunten Bildern des Stadel-Dachbodens liegt eine graue Staubschicht. Um die Tristesse zu vertreiben, erforscht der Spieler mit der Figur Flux ihre Geheimnisse. Insgesamt 18 Gemalde aus unterschiedlichen Epochen, alle auch im Stadel zu bestaunen, gibt es zu entdecken. Der Spieler kann in sie zoomen, die Gesichter der Figuren studieren und Gegenstande suchen. Um Ratsel zu losen, muss er nicht nur Objekte kombinieren, sondern auch Elemente von einem Bild ins andere transportieren. Das Brullen eines Lowen aus einem Gemalde wird etwa gebraucht, um einem Stier in einem weiteren Bild Beine zu machen. Wenn’s kompliziert wird, gibt Flux Tipps. Die Museums-App begeistert als zeitgemaser, unterhaltsamer Zugang in die Welt der Kunst und bietet ganz nebenbei eine intensive Auseinandersetzung mit Malerei.

The Unstoppables
Im Abenteuerspiel The Unstoppables steuern Spieler vier gehandicapte Kinder durch eine im Comicstil gestaltete Welt. Achim sitzt im Rollstuhl, Melissa ist blind, Mai sehr klein. Jan hingegen gros, aber langsam. Sie suchen Tofu, den entfuhrten Blindenhund von Melissa.
Nur wenn sie sich gegenseitig helfen, konnen sie alle Aufgaben und Ratsel losen und Tofu kehrt zuruck. Per Tastendruck kann der Spieler die Figuren wechseln und herausfinden, welche individuelle Starke sie nutzt. Den Weg zur Schule, wo die vier den Hund vermuten, uberwindet Achim etwa nur, wenn Melissa ein Brett uber eine Kiespassage legt und Jan storende Kisten wegraumt. Jeder Level lasst sich neu starten, die gestellten Ratsel sind nicht zu schwer. Kinder mussen bereits lesen konnen, um alle Hinweise zu verstehen. Das fesselnde Spiel lasst sich jederzeit stoppen, um am nachsten Tag weiterzuspielen.
Die App vermittelt Kindern auf sensible Weise Sinn fur soziales Miteinander und dass in der Verschiedenheit von Menschen eine grose Chance liegt. Ein padagogisch wertvolles Adventure mit ansprechender Grafik und einfacher Bedienung.

Wimmelburg HD
Untermalt von mittelalterlicher Musik, erkunden Spieler im interaktiven Suchbild Wimmelburg HD das Leben auf einer Marchenburg. Die App lehnt sich an die Kinderbuchreihe „Karl von der Wimmelburg“ an. Bedient wird sie durch Zoomen und Wischen sowie durch Antippen der Objekte und Charaktere. Neben Figuren und Szenen aus Marchen und Sagen wie dem Froschkonig oder dem Rattenfanger von Hameln sind auch drei Such- und ein Musikspiel integriert. In Letzterem mussen Spieler von einem Vogelchor vorgegebene Tonfolgen durch Antippen richtig „nachsingen“. In einem weiteren Spiel gilt es etwa, funf Ratten in der Burg einzufangen.
Die App erkennt Finger mehrerer Spieler gleichzeitig. Eltern konnen so gemeinsam mit ihren Kindern spielen. Um alleine zu spielen, mussen Kinder lesen konnen. Erklarungen zu den Aufgaben gibt’s leider nur als Text. Die Wimmelburg ladt Kinder mit vielen Details dazu ein, ganz genau hinzusehen. Uber 50 Charaktere regen die Kreativitat an, fordern zum Sprechen und zum Geschichtenerfinden auf. Die App ist kindgerecht und unterhaltsam animiert und fordert Konzentration und Beobachtungsgabe.

Flip Flip mit Bato
Flip Flip mit Bato spielt sich zunachst wie ein klassisches Memoryspiel: vorher eingepragte Bilder aufdecken und zu Paaren kombinieren. Neben der Kartenzahl (8, 12 oder 16) konnen Nutzer zwischen den Themen Haustiere, Tiere, die in der Wildnis leben, Musik, Fahrund Spielzeuge wechseln.
Die App lasst sich aber auch mit Gerauschen spielen, die durch das Antippen der Karten ertonen. Wie bei den Bilderkarten mussen dann zwei zueinander passende Aufnahmen gefunden werden. Auf die Spitze treiben lasst sich das Spiel durch die Kombination von Bild und Ton: Es gilt dann etwa das „Muh“ der Kuh mit dem Bild des Tieres zusammenzubringen.
Die App ist so gestaltet, dass auch Vorschulkinder zurechtkommen. Vermisst haben wir eine kurze Einfuhrung in die Einstellungen, eine Erfassung der Spielzuge und einen Mehrspielermodus. Zwischen den Spielpartien ladt die App zudem etwas lange nach. Flip Flip mit Bato schult das genaue Hinsehen und -horen und trainiert das Vorstellungsund Erinnerungsvermogen. Kinder, die das Aufdeckspiel lieben, wird diese multimediale Version begeistern.

Ubongo – Das wilde Legespiel
Ubongo – Das wilde Legespiel wandelt die Spielidee von Tetris ab. Spieler mussen vom Bildschirmrand fallende geometrische Elemente mit dem Finger so in vorgegebene Flachen legen, dass diese komplett bedeckt werden. Die Puzzlestucke lassen sich per Fingertipp schieben, drehen und mit einem Doppeltipp spiegeln. Dabei durfen weder Teile noch leere Felder ubrig bleiben. Im Modus „Level-Sprint“ konnen bis zu 330 Level, die sich in ihrer Schwierigkeit steigern, gespielt werden. Bei „Time-Attack“ gilt es, moglichst viele Aufgaben in vorgegebener Zeit zu schaffen. Zudem konnen sich zwei Spieler uber das Internet duellieren: Wer drei Puzzle am schnellsten lost, gewinnt. Uber diesen Modus konnten wir aber nicht immer zuverlassig zwei Gerate verbinden. Die afrikanisch anmutende Grafik orientiert sich am gleichnamigen Brettspiel, dessen Name aus dem Swahili stammt und Intelligenz bedeutet. Ubongo ist eine intuitiv bedienbare App fur Knobelfans, die anhaltenden Spielspas fur zwischendurch bietet. Kinder konnen uber sie ihr raumliches und strategisches Denken schulen und die Konzentration verbessern.

Lumino City
Abfotografierter Modellbau statt kunstliche Computergrafik: Die im Abenteuerspiel Lumino City sichtbare Pappkulisse wurde von den Entwicklern zuvor gebastelt und durch Minimotoren und Lampen zum Leben erweckt. Im Spiel macht sich die kleine Lumi auf die Suche nach ihrem entfuhrten Grosvater, dem Handwerker von Lumino City. Auf ihrem Weg muss sie allerlei Aufgaben losen. Durch Antippen bewegt der Spieler das Madchen, lasst es Gegenstande aufheben und kombinieren. So gilt es etwa, die Zahnrader einer Maschine in korrekter Reihenfolge wieder auf die Wellen zu stecken, einen Farbencode zu knacken oder mit Zitronen eine elektrische Schaltung zu uberbrucken, damit wieder Strom fliest. Die Logik-Ratsel steigern sich in der Schwierigkeit, sodass Kinder bei einigen unterstutzt werden mussen. Wer mit dem digitalen Handbuch – leider auf Englisch – auch als Elternteil nicht weiterkommt, findet auf Youtube unter „Walkthrough Lumino City“ eine Losung. Aufwendige Grafik und stimmungsvolle Musik: Lumino City verleiht beim Spielen das Gefuhl, durch ein Kinderbuch zu wandern und sorgt fur viele unterhaltsame Stunden.

Janosch: Oh, wie schön ist Panama
Die App Janosch: Oh, wie schon ist Panama bringt die Kindergeschichte von Horst Eckert alias Janosch animiert auf den Bildschirm. In sieben Kapiteln erzahlt sie die Reise vom kleinen Baren und kleinen Tiger zum Ort ihrer Traume, nach Panama. Kinder konnen wahlen, ob ein Sprecher auf Deutsch oder Englisch vorliest, nur der Text eingeblendet wird oder beides. Sie konnen so versuchen, alleine zu lesen und sich die Texte dann nochmals anhoren. Vorgelesenes hebt die App leider nicht farbig hervor. Bedienen lasst sie sich ohne Lesekenntnisse uber Tippen und Wischen. Die Illustrationen in zuruckhaltenden Aquarellfarben orientieren sich am Buch. Animationen und Gerausche erwecken sie zum Leben. In funf Spielen konnen Kinder dem kleinen Baren beim Angeln helfen, Fliegen verscheuchen, Pilze sammeln oder auf einem Flos uber den Fluss fahren. So schon und multimedial sind der Bar und der Tiger wohl noch nie nach Panama gereist. Auch als App fasziniert die Geschichte und vermittelt die Botschaft: „Wenn man einen Freund hat, braucht man sich vor nichts zu furchten“.

Die Zebra Schreibtabelle
„W – wie Wolke“, „Qu – wie Qualle“: Mit Die Zebra Schreibtabelle lernen Leseanfanger nicht nur, wie man jeden Buchstaben ausspricht, sondern auch, wie man aus Buchstaben und Silben Worte und sogar ganze Satze bildet. Sie mussen Worter, die sie schreiben wollen, zunachst laut vorsagen. Dann wird das Wort in seine Silben zerlegt. Aus „Auto“ wird „Au-to“. Um dieses Wort nun aufzuschreiben, mussen Kinder die passenden Buchstaben und Laute in der Schreibtabelle antippen. Fur jeden Buchstaben und jeden Laut gibt es ein Symbolbild sowie die kleine und grose Buchstabenversion. S symbolisiert etwa die Sonne. Tippt man darauf, hort man „S – wie Sonne“. Fertige Worter oder Satze liest die App per Fingertipp vor. In einem weiteren Modus mussen Kinder einen von der App gesprochenen Buchstaben oder Anlaut in der Schreibtabelle finden. Wie die App funktioniert und was beim Zusammensetzen eines Wortes wichtig ist, erklart ein Video.
Der Spielspas der App halt sich in Grenzen. Dafur erkennen Abc-Schutzen noch einfacher als mit der gedruckten Lernhilfe Beziehungen zwischen Buchstaben, Lauten und Worten.

Pixi – Ein Tag voller Abenteuer
Das Lese- und Zuhorbuch Pixi – Ein Tag voller Abenteuer umfasst mehrere Minigeschichten: Elias bekommt Besuch von seiner Freundin Aylin und sein Papa liest den beiden eine Dschungelgeschichte vor. Plotzlich sind sie mittendrin: Die Papageien singen das Urwaldlied und ein Tiger brullt. Im nachsten Kapitel etwa, das Papa vorliest, stehen sie plotzlich an Deck eines Piratenschiffes und gehen auf Kaperfahrt. Die App lehnt sich an die Bilderbuchserie an, von der seit 1954 mehr als 2.000 Titel erschienen sind. Erganzt werden die Bilder durch Animationen und Gerausche. Auch ein Memoryspiel bietet die App. Durch die Geschichte blattern auch Vorschuler intuitiv Seite fur Seite uber Pfeiltasten. Sie konnen wahlen, ob die App den Begleittext einblendet, vorliest oder beides. Kinder konnen zudem die eigene Sprache aufzeichnen und mit dem Sprecher vergleichen oder zu den Bilderseiten ihre eigene Geschichte erfinden. Leider hebt die App gerade vorgelesene Worte nicht farbig hervor. Die vom Bundesministerium fur Bildung und Forschung geforderte App unterstutzt Grundschuler dennoch gelungen beim Lesenlernen.

Oetinger Lesestart – Mein neuer Freund, das Känguru
Die App Oetinger Lesestart – Mein neuer Freund, das Kanguru erzahlt die Geschichte von Jana, die ein einsames Kanguru im Garten trifft. Um es aufzumuntern, liest sie ihm aus ihren Lieblingsbuchern vor. Die interaktive, achtseitige Geschichte wird uber Pfeiltasten gesteuert, der Begleittext lasst sich einund ausblenden und von einem Sprecher vorlesen. Das Wort, das gerade gesprochen wird, hebt die App farbig hervor, um das Mitlesen zu vereinfachen. Zudem konnen Kinder ihre eigene Stimme aufnehmen, um Leselernfortschritte und Aussprache zu kontrollieren. Sie konnen sich auch fur einen Jungen oder ein Madchen als Hauptfi- gur entscheiden. Die App liest die Geschichte sogar in Russisch, Turkisch oder Polnisch, leider aber nicht Englisch vor. Zudem bietet sie ein kleines Zuordnungsspiel, ein Puzzle- sowie ein Memoryspiel. Die Geschichte eignet sich fur Grundschuler, aber auch Kinder im Vorschulalter, die noch nicht lesen konnen. Eine App zum Lesenlernen, wie sie sein soll: nett animiert, gut gesprochen, leicht zu bedienen, hubsch illustriert und obendrauf kostenlos.

Die kleine Raupe Nimmersatt & ihre Freunde
Die Bilderbuch-App Die kleine Raupe Nimmersatt & ihre Freunde kombiniert lehrreiche Texte mit passenden Minispielen. Uber die Geschichte lernen Kinder etwa, dass Raupen sich funfmal hauten, manche nur eine Blattsorte fressen, wahrend andere Obst oder Samen bevorzugen. Oder sie erfahren, dass ein Seepferdchen-Vater die Eier in einer Bauchtasche tragt. Eltern und Kinder konnen selber lesen oder eine Vertonung abspielen. Das Buch hebt leider nicht farbig hervor, welches Wort die App gerade vorliest. Nach jeder Doppelseite folgt ein Spiel. Spieler mussen die Raupe etwa mit vorgegebenen Fruchtkombinationen futtern, bis sie satt ist. Mit der Zunge eines Chamaleons gilt es, genau die Fliegen einzufangen, nach denen das Tier verlangt. Auch gibt es ein Memoryspiel und ein Spiel, in dem Kinder Bilder auf Abweichungen vergleichen mussen. Die Grafik der App ist angelehnt an ein Aufklappbilderbuch. Ihre Bedienung gelingt auch Leseanfangern. Zudem lasst sie sich auf Englisch, Franzosisch, Spanisch oder Japanisch umstellen.

Frosty, der Schneemann
Die Bilderbuch-App Frosty, der Schneemann erzahlt die Geschichte von Frosty, der sich in die Stadt aufmacht und schnell lernt, dass hohe Temperaturen nichts fur ihn sind. Er schafft es gerade noch nach Hause, wo ihn die Kinder Cindy und Tom wieder mit frischem Schnee auffuttern. Auf jede der zehn illustrierten Seiten, auf denen es kleine Sounds und Animationen zu entdecken gibt, folgt eine Textseite. Dort lasst sich zwischen dem Text, dem Vorlesen der Geschichte durch einen Sprecher und einem Silben- Modus wechseln. In ihm liest der Sprecher den Text Silbe fur Silbe vor, sodass Leseanfanger ihn genau nachvollziehen konnen. In mehrsilbigen Worten hebt die App einzelne Silben farbig hervor. Kinder konnen so auf ihre Lerngeschwindigkeit abgestimmt uben. Ein Memoryspiel und Quiz zur Geschichte runden die App ab. Uber das Quiz konnen Eltern kontrollieren, ob die Geschichte verstanden wurde. Texte und Vertonung konnen Nutzer zudem auf Englisch umschalten. Frosty, der Schneemann hebt sich mit einem durchdachten Konzept zum Lesenlernen positiv von der Konkurrenz ab.

Die große Wörterfabrik
Die App Die grose Worterfabrik basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Agnes de Lestrade. Die poetisch erzahlte Geschichte spielt in einem Land, in dem man Worter kaufen muss, bevor man sie aussprechen kann. Reiche konnen folglich alles sagen. Arme mussen sich mit Worten aus Sonderangeboten und dem Mull begnugen, die sich so gut wie nie einsetzen lassen. In dieser Welt will der arme Paul einem Madchen seine Liebe erklaren. Zum Teil bedruckende Illustrationen verstarken die dustere Zukunftsvision. Sie stehen im Kontrast zu den bunten, lebensfrohen Bildern am Ende des 15 Szenen umfassenden Bilderbuchs. Animationen und Spiele erganzen fast jede Illustration. Den Begleittext liest wahlweise ein Sprecher vor. Vorgelesene Worte hebt die App dabei leider nicht farbig hervor. In einem der Spiele muss man etwa Paul helfen, Worte, die im Wind fliegen, durch das Bewegen des Handys einzusammeln. Die Geschichte lasst sich auch auf Englisch und Franzosisch spielen. Die grose Worterfarbrik regt zum sensiblen Umgang mit Sprache an. Kinder lernen, dass es nicht nur darauf ankommt was, sondern auch wie man etwas sagt.

Emil & Pauline auf dem Hausboot
Diese Lernspiel-App vermittelt Erstklasslern in sechs Spielen Wissen und Fertigkeiten in Deutsch und Mathematik. Zudem fordert sie das Horverstandnis sowie das Zuordnen von Wortern, Gegenstanden und Zahlen.

Wie das funktioniert, zeigt etwa die Deutschubung mit der Froschkonigin: Sie sitzt in einem Schlauchboot und sucht „ihren“ Frosch. Der muss den richtigen Buchstaben dabeihaben, um ein Wort zu vervollstandigen, das auf dem Boot erscheint. Tippen Kinder auf den korrekten Frosch, hupft er zur Froschkonigin und das nachste Wort wird eingeblendet. In Mathematik mussen Kinder etwa Zahlen-Frosche suchen, die Kriterien erfullen wie „groser als 7, aber kleiner als 13“. Nach sechs Wiederholungen ist jeweils ein Spiel beendet. Eine Ubersicht zeigt Eltern, wie erfolgreich ihre Kinder sind.

Einen fehlerfreien Lauf belohnt die App mit einem roten Ball. Die App steigert dann die Schwierigkeit. Mit drei Ballen schaltet die App fur einige Minuten ein Flipperspiel frei. Das Belohnungssystem und ein positives Sprecher-Feedback motivieren zum Uben: Die App zeigt, dass Lernen durch Wiederholung durchaus Spas machen kann.

Das ist mein Körper – Anatomie für Kinder
Uber das interaktive Sachbuch Das ist mein Korper – Anatomie fur Kinder lernen Vorschul- und Grundschulkinder, wie der menschliche Korper funktioniert. Der Spieler wahlt aus acht Kinderkorpern einen, den er Zelle fur Zelle entdecken mochte. Uber eine Leiste am Bildschirmrand kann er dann Lehrstunden auswahlen: etwa zu den funf Sinnen, der Haut, dem Verdauungssystem, dem Blutkreislauf, den Muskeln oder dem Skelett. Eine Grafik zeigt einfuhrend die jeweiligen Korperteile. Texte, die ein Sprecher vorliest, lassen sich per Links-Wisch aufrufen. Mit jedem weiteren Wisch werden die Erklarungen detaillierter. Spiele erganzen die Lehrstunden. Beim Thema Atemsystem fordert die App das Kind etwa mit einer Stoppuhr auf, herauszufinden, wie lange es die Luft anhalten kann. Einen Wisch weiter erfahrt es, dass der Mensch 300 Millionen Lungenblaschen besitzt. Auch konnen Kinder einen virtuellen Luftballon aufpusten; die App erkennt das Atemgerausch uber das Geratemikrofon. Das Programm vermittelt ansprechend illustriertes und kindgerecht aufbereitetes Anatomiewissen.

Das Sonnensystem – Professor Astrokatz
Uber diese Sachbuch-App konnen Kinder die Planeten des Sonnensystems erkunden. Es lehnt sich an das Kinderbuch „Professor Astrokatz – Universum ohne Grenzen“ an. Zunachst wahlt der Spieler eine Katze als Spielfigur aus, dann hebt er mit ihr als Astronaut ab ins All. Uber Wischgesten informiert die App dann von der Sonne ausgehend uber die Planeten und die Raumfahrt. Tippt der Spieler einen Planeten an, erfahrt er Details uber Animationen und kurze Texte. Die App erfordert solide Lesekenntnisse, denn die Texte werden nicht vorgelesen. Erklart wird etwa, dass Uranus 84 Jahre fur die Sonnenumkreisung benotigt und dass es auf ihm vermutlich grose Mengen an Diamanten gibt. Zudem konnen Kinder zu jedem Planeten ein Quiz spielen. Beantworten sie die Fragen mit maximal einem Fehler, gibt es eine Urkunde und Bauteile fur eine Rakete, die nach Erkunden aller Planeten abhebt. Die App vermittelt Kindern verstandlich astronomisches Wissen, ansprechend im Retro-Design visualisiert. Sie punktet zudem mit ubersichtlichem Aufbau und eingangiger Bedienung.

Entdecke den Wald – Die kleine Waldfibel
Die App Entdecke den Wald – Die kleine Waldfibel ist ein interaktives Panoramabild, das Kindern die Pflanzen und Tiere im Lebensraum Wald naherbringt. Sie basiert auf einer Broschure des Bundesministeriums fur Ernahrung und Landwirtschaft.
Von A wie Adlerfarn bis W wie wolliger Hahnenfus gibt es zahlreiche Waldbewohner, Baume und Gewachse zu entdecken. Per Fingertipp offnen sich zu ihnen Infofenster mit Texten und Bildern. Auch uber die Stockwerke des Waldes oder umweltschonende Holzwirtschaft erfahren Kinder etwas. Zu Tieren horen sie zudem typische Laute und Gerausche. Ihr Wissen konnen Spieler in einem Quiz uberprufen. Zudem lassen sich uber die App ungefahre Baumhohen bestimmen.
Erklarvideos oder Animationen fehlen aber. Die zum Teil sehr umfangreichen Texte sind nicht vertont, deshalb mussen die Nutzer lesen konnen.
Die lehrreiche App eignet sich auch als Begleiter fur den nachsten Waldspaziergang: Uber das ausfuhrliche Register lassen sich einzelne Pflanzen oder Tiere direkt nachschlagen.

Jungle Jam! Musik-Mixen für Kinder
Mit Jungle Jam! Musik-Mixen fur Kinder konnen Kinder spielerisch durch das Kombinieren von Gerausch-, Rhythmus- und Melodieschleifen eigene Stucke kreieren. Kinder dirigieren dazu ein virtuelles Orchester aus 17 animierten Tierfiguren, die nach und nach freigeschaltet werden. Einige geben Rhythmen wieder, andere machen Gerausche oder spielen Melodien ab. Per Fingertipp werden ihre Einsatze und die Taktarten der Loops vorgegeben. Der Gorilla kann etwa verschiedene Rhythmen auf seiner Brust trommeln. Die Giraffe wiederum singt in mehreren Tonhohen, ein Panda spielt Melodien auf der Panflote und das Zebra verkorpert ein Klavier. Genauer setzen konnen Kinder die Sounds auf einer eingeblendeten Zeitleiste.
Um mit der App loszujammen, brauchen Kinder keine musikalischen Vorkenntnisse. Die App sorgt im Hintergrund durch leichte Anpassungen dafur, dass das Zusammenspiel der Klange nie schrag klingt. Ihre Bedienung ist intuitiv und gelingt auch Vorschulkindern. Ein guter Begleiter zur musikalischen Fruherziehung mit hohem Spasfaktor.

Geolino extra – die Geschichte Deutschlands
Die interaktive Magazin-App vom Gruner- und-Jahr-Verlag erzahlt die jungere deutsche Geschichte in 23 Themenbereichen vom Kaiserreich bis in die Gegenwart. Kinder konnen mithilfe von leicht verstandlichen Texten, zoombaren Fotos, Bildergalerien, Comics und Interviews jeweils tief in die Zeitabschnitte eintauchen. Per Fingertipp spielt die App auch Vertonungen der Texte ab. Die Schrift ist in der Grose anpassbar und so auch auf kleinen Smartphones lesbar. Wunschenswert waren in einigen Bereichen noch historische Videosequenzen. Navigiert wird durch die einzelnen Themen per Wischbewegung. Sie lassen sich zudem uber ein Inhaltsverzeichnis auswahlen. Anschaulich und nachvollziehbar bringt die App Kindern auch komplexe Zusammenhange der deutschen Geschichte naher. Selbst Themen wie der Bundeswehreinsatz in Afghanistan werden angemessen aufgegriffen. Die App eignet sich wegen ihrer Textfulle erst fur lesegeubte Kinder. Auch Erwachsene konnen uber sie ihr Geschichtswissen auffrischen und viel Neues uber die vergangenen hundert Jahre lernen.

Lauras Stern – Sprachen lernen
Uber Lauras Stern – Sprachen lernen konnen Kinder auch ohne Lesekenntnisse Vokabeln auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Franzosisch lernen. Zwischen den Sprachen wechseln Spieler in neun Illustrationen per Fingertipp. Die Figur Laura erklart ihnen, was zu tun ist. Worter zu erkunden gibt es etwa uber Aufgaben im Kinderzimmer, im Flur, in der Kuche oder im Park. Tippt der Spieler Gegenstande an, wird das dazugehorige Wort eingeblendet und vorgelesen. In einem weiteren Spiel muss der Spieler Worte den richtigen Gegenstanden zuordnen. In einem Modus lassen sich Objekte, Figuren und vorgegebene Texte arrangieren und als Foto abspeichern. Selbst in die Bilder schreiben konnen Kinder leider nicht. Die App ermoglicht frustfreies Lernen von 200 Vokabeln. Kommt der Spieler nicht weiter, gibt das Programm Tipps.