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ÜBERSICHT: Wenn’s mal etwas mehr sein darf


Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 26/2019 vom 27.06.2019

Dienstwagenfahrer sind sehr oft Kombifahrer. Doch können die Luxuslaster auch mehr, als nur gut auszusehen? Eine Übersicht


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Audi A6 Avant


BMW 5er Touring


FOTOS: T. BADER, C. BÖRRIES, U. SONNTAG, HERSTELLER

Mercedes E-Klasse T-Modell


KANN DENN EIN AUTO Sünde sein? Natürlich nicht. Ein Laster vielleicht schon. Sogar ein Edellaster, wenn man sich die Kombis der Oberklasse einmal etwas genauer anschaut. Weil Kombis unter Firmenwagenfahrern generell extrem beliebt sind, haben wir einige Vertreter aus der Zunft der Premiumhersteller etwas genauer betrachtet. Klar, die sind nicht jedermanns Sache, weil der ...

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KANN DENN EIN AUTO Sünde sein? Natürlich nicht. Ein Laster vielleicht schon. Sogar ein Edellaster, wenn man sich die Kombis der Oberklasse einmal etwas genauer anschaut. Weil Kombis unter Firmenwagenfahrern generell extrem beliebt sind, haben wir einige Vertreter aus der Zunft der Premiumhersteller etwas genauer betrachtet. Klar, die sind nicht jedermanns Sache, weil der Anschaffungspreis für viele schlicht zu hoch ist oder diese Kategorie Autos in vielen Firmen der Abteilung Nadelstreifen vorbehalten ist. Dennoch, vielleicht darf es ja auch einmal etwas mehr sein. Dann hilft diese Übersicht – ohne Wertung, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und einfach nur alphabetisch sortiert.

Schon seit 1977, damals noch als Audi 100, gibt es den A6 auch als Kombi. Pardon, die Ingolstädter nennen ihn Avant. Fast ein halbes Jahrhundert Erfahrung fährt im aktuellen Modell also mit. Von (fast) allem etwas mehr, das gilt für den Audi auch im Vergleich zu seinen Ahnen. Fast, weil wichtige Dinge wie Verbrauch, CO2-Ausstoß, cw-Wert oder das Geräuschniveau im Innenraum niedriger ausfallen als beim Vorgänger. Für mehr Fahrkomfort sorgen die verbesserte Federung und mehr Platz im Innenraum. Dank der serienmäßigen Progressivlenkung wartet das Fahrwerk des Audi mit einer neuen Bandbreite zwischen Komfort und Dynamik auf. Klar gehört auch eine Vielzahl von Sicherheits-und Assitenzfunktionen zur möglichen Ausstattung. Laut Audi wachen im Avant tatsächlich bis zu 39 Assistenten über das Wohl von Insassen und Auto. Neben der Basisversion bietet Audi vier weitere Ausstattungslinien an: sport, design, selection und S-line. Einstiegspreis für den Audi A6 Avant 35 TDI: 50000 Euro.

Bei der Markteinführung der aktuellen 5er Limousine vor drei Jahren bezeichnete BMW seinen Topseller im Flottenmarkt als die „ultimative Business-Limousine”. Tatsächlich haben es die Bayern geschafft, eine Vielzahl von Be-dienungselementen wie die optionale Touch-, Gestik-oder intelligente Sprachsteuerung zu bündeln. Damit lässt sich der 5er Touring in seiner siebten Generation intuitiv und den Wünschen des Fahrers entsprechend bedienen. Das soll ebenso Freude am Fahren vermitteln wie das Fahrwerk mit adaptiver Dämpferregelung und Luftfederung an der Hinterachse sowie die intelligenten Fahrassistenzsysteme. Der Driving Assistent Plus, wie BMW seinen elektronischen Co-Piloten nennt, ist ein weiterer kleiner Schritt in Richtung autonomes Fahren und unterstützt den Fahrer auf Wunsch zum Beispiel im zäh fließenden Verkehr mit automatischer Geschwindigkeitsund Abstandskontrolle. Auch die Fahrspur kann der 5er bei Bedarf selbstständig wechseln. BMW-Fahrer haben die Wahl zwischen den Ausstattungsvarianten M-Sport, Sport Line, Luxury Line und dem für Geschäftskunden interessanten Business Paket. Einstiegspreis für den 520i Touring: 51300 Euro.

Mehr ein SUV denn ein Kombi ist der Cadillac XT5. Der hierzulande eher selten zu sehende Ami ist der Exot in unserer Übersicht, aber vielleicht eine Alternative für alle, die mal etwas abseits des Mainstreams probieren wollen. Das markante Design setzt jedenfalls ein Statement. Seht her, ich bin anders, heißt die Botschaft, die sicher oft auch vom Auto auf den Fahrer übertragen werden kann. Das geht auch unter der Motorhaube weiter. Da protzt der Cadillac serienmäßig mit einem V6-Triebwerk, das seine 314 PS an alle vier Räder verteilt.

Ansonsten bietet der XT5 alles, was man von einem Oberklasse-Schiff erwarten darf. Reichlich Platz im Innenraum, wahlweise klapp-oder verschiebbare Rückbank. Ebenfalls an Bord sind Sicherheitsfeatures wie etwa die 360-Grad-Kamera, ein Totwinkelassistent, Spurhalteassistent und ein Notbremssystem für den Fußgänger-oder Radfahrerschutz. Statt des vertrauten Rückspiegels schaut man auf den Bildschirm der Rückspiegelkamera; die soll laut Cadillac 300 Prozent mehr Übersicht bieten, ist in der Praxis aber gewöhnungsbedürftig. Der Einstiegspreis des XT5, den Cadillac in drei Ausstattungslinien anbietet, liegt bei 51 400 Euro.

Cadillac XT5


Volvo V90


T-Modell heißen die Kombiversionen traditionell bei Mercedes. Auch in der E-Klasse. Die fünfte Generation sieht ihrer nahenden Ablösung entgegen: 2020 steht das Facelift an. Aktuell folgt das TModell mit der selbstbewussten Front, ausgeprägten Schultern und der coupéhaften Dachlinie der typischen Mercedes-Formensprache. Natürlich sorgen auch in der E-Klasse Features wie Abstands-, Brems-und Parkassistent für Sicherheit und Komfort. Packt man noch Licht-und Sichtassistent, elektronisch geregelte Fahrwerkseinstellungen und das Konnektivitätsprogramm dazu, heißt das Ganze dann Mercedes-Benz Intelligent Drive. Wie bei allen Wettbewerbern kann man auch im T-Modell die Fondsitze umlegen. Das führt zu einem Ladeabteil von 1820 Liter Fassungsvermögen – aktuell der größte Laderaum in der Oberklasse. Kleinigkeiten verschwinden zudem in einem kleinen Fach unter dem Laderaumboden. Der Preis für das Basismodell Mercedes 200d T-Modell beläuft sich auf 49 498 Euro.

Auf die Modellbezeichnung V tauft Volvo seit 1996 seine Kombis. Die Schwedenlaster haben eine eingeschworene Fangemeinde. Ein Schiff aus Skandinavien mit Ecken und Kanten. Da nimmt man es es auch gern in Kauf, dass die Laufkultur des ausschließlich mit Vierzylindermotoren erhältlichen V90 es nicht mit der seiner deutschen Wettbewerber aufnehmen kann. Seine teilautonome Fahrassistenz wie beispielsweise das Notbremssystem City Safe, das Blind Spot Information System (BLIS) oder der Pilot Assist zur Geschwindigkeits-und Abstandskontrolle bündelt Volvo unter dem Namen IntelliSafe.

In Sachen Ausstattung haben Volvo-Interessenten die Wahl zwischen der modernen Linie Momentum, dem luxuriösen Inscription, R-Design für die eher sportlich orientierten Fahrer sowie Cross Country für alle, die auch mal abseits befestigter Wege unterwegs sind. Der Einstiegspreis für den V90 D3, der Eleganz mit schwedischer Funktionalität vereint, liegt bei 48350 Euro.

Bleibt abschließend die Feststellung, dass alle unsere Luxuslaster mitbringen, was ein Auto in dieser Kategorie haben muss: Sicherheit, Komfort und jeder auf seine Art auch Fahrspaß. So kommt es am Ende wie bei nahezu jeder Anschaffung auf die entscheidende Frage an: Was will ich, was kann ich? Soll der Verstand die Entscheidung fällen oder verlässt man sich auf seine Emotionen. Wie auch immer, wirklich schlecht kann die Wahl nicht ausfallen.