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ÜBERWINTERN IN MAROKKO: VERLIEBT IN EINE WÜSTE


Auto Bild reisemobil - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 04.01.2019

lt@Seit drei Jahren leben Sabine und Michael in ihrem selbst gebauten Reisemobil, das sie Herman nennen. Triste Winter verbringen die beiden am liebsten in der Sahara


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MÄRCHENHAFT Marokko ist nicht überall wie in „Tausendundeine Nacht“. Am Lagerfeuer in der Wüste fühlt man sich allerdings wie Scheherazade


FOTO: HERMANUNTERWEGS

MAROKKO HAT UNS VERZAUBERT

FREMDE WELT Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und Höflichkeit sind Charakterzüge, die fast alle Marokkaner auszeichnen


VERLIEBT Die Wüste hat Sabine und Michael in ihren Bann gezogen


FOTOS: HERMANUNTERWEGS

FARBENPRACHT Färber in Fès, der ältesten der vier ...

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... Königsstädte


Bestürzt schlägt Yusuf die Hände vors Gesicht. Ich kann seine Gedanken erraten: „Touristen. Dämlicher kann man nicht sein!“ Der junge Marokkaner mit dem schwarzen Turban lächelt mich dennoch wohlwollend an. In seinen Augen haben wir die Weisheit tatsächlich nicht mit Löffeln gegessen. Als er uns findet, stecken wir mitten im Nirgendwo in einem ausgetrockneten Flussbett fest. Der weiche Wüstensand des Erg Lihoudi, unweit der algerischen Grenze, umschließt die Reifen unseres Reisemobils – trotz Allradantriebs. Nichts geht mehr. Zu unserer Verteidigung: Das ist nicht aus heiterem Himmel passiert. Wir umfahren gern die touristischen Pfade und bewegen uns, sooft es geht, abseits der Teerstraßen – gerade hier im tiefen Süden Marokkos. Plätze für die Nacht suchen wir dort, wo Satellitenbilder menschenleere Flächen zeigen. Im Sand stecken bleiben gehört da schon fast zum Plan. Dass wir nicht gerettet werden müssen, können wir Yusuf dennoch nicht begreiflich machen und versuchen es auch nicht wirklich. Nach vier Monaten in diesem traumhaften Land haben wir gelernt, dass es fast unmöglich ist, die Hilfe eines Berbers auszuschlagen. Und so gräbt Yusuf mit uns – stundenlang.

Die Marokkaner beeindrucken uns immer wieder. Sie sind unglaublich hilfsbereit und höflich. Zu Beginn unserer Reise fiel es uns allerdings schwer, mit ihrer Kontaktfreudigkeit umzugehen. Wann immer wir mit unserem 47 Jahre alten grünen Steyr namens Herman vorfahren, werden wir zur Attraktion. Sogar auf entlegenen Gebirgspässen des Atlas wie dem Tizzi-n-Ilissi bekommen wir Besuch von Kindern auf Eseln, die wissen wollen, was drinnen passiert. Die Marokkaner interessieren sich für uns und gehen offen auf uns zu, ganz ohne Scheu. Inzwischen ist das nicht mehr fremd, und wir sind um viele, inspirierende Begegnungen reicher geworden. Dabei müssen wir immer wieder an den Hirten El Bachir denken, der mit einer kleinen Kamelherde durch das Tal des Oued Rheris zieht. Ob unser Lkw das denn schaffe mit dem tiefen Sand, möchte der 80-Jährige wissen. Zu Fuß wäre das ja einfacher. Nur fünf Tage brauche er für die Strecke durch das menschenleere Gebiet. Dass die weißen Stoffsneaker, die er trägt, eher Kindergröße haben und er mit wund gelaufenen Füßen unterwegs ist, erwähnt er nur nebenbei. Sollten wir wieder einmal über etwas jammern, dann erinnern wir uns an dich, lieber El Bachir!

HANDGEMACHT Zu Besuch bei einem Bäcker in der Altstadt von Fès


FARBIG GEMACHT Die bunten Mosaike der Moscheen sind typisch für Marokko


PANORAMA Ausblick von der Höhenstraße bei Ait Abdallah auf das Atlasgebirge


WÜSTENBEWOHNER Kamele gehören in die Sahara wie Fische ins Meer


MÜDER HERMAN 2000 Kilometer offroad gehen nicht spurlos an ihm vorbei


FAHRERWECHSEL In der Wüste wollte Sabine auch mal ans Steuer


Natürlich hat mancher Besuch auch etwas Geschäftliches. Wir bekommen Fossilien oder selbst geschnitzte Kamele zum Kauf angeboten. Warum auch nicht? Gerade der Süden, wo wir uns am liebsten aufhalten, zwingt die Menschen, kreativ zu werden. Früher betrieben die Marokkaner in den Oasen der Wüsten Landwirtschaft, doch die so wichtigen Regenfälle bleiben seit Jahren immer häufiger aus. Dörfer und Anbauflächen versanden. Der Ort M’Hamid ist die letzte Station vor Marokkos größter Sandwüste und versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Ein lohnenswertes Ziel für Wohnmobilisten ist daraus geworden, denn auch ohne Allrad kann man direkt an den Rand des Erg Chegaga heranfahren. Campiert wird auf Wüstenboden. Von hier aus geht es auf dem Rücken von Kamelkarawanen weiter, die früher Waren über die Kämme der Dünen transportierten. Ein perfekter Ausgangspunkt, um dem Zauber der Wüste zu erliegen.

URSPRÜNGLICH Weitab der Großstädte erlebt man Marokko pur


LIEBESGESCHICHTE Ein Blick in die Weite, und es war um die zwei geschehen


HOCH HINAUS Michael genießt den Ausblick auf den Hohen Atlas


WANDERPARADIES Michael erkundet den Antiatlas bei Tafraoute


OASE Sabine und Michael auf ihrem liebsten Campingplatz in Zagora


WASCHTAG Marokkanerinnen waschen ihre Kleidung an einem Brunnen


FOTOS: HERMANUNTERWEGS (3), HERMAN UNTERWEGS (3)

Uns selbst hat dieser Zauber voll erwischt, auch wenn wir anfangs nicht damit gerechnet hatten. „Wüste muss man mal gesehen haben“, dachten wir, als es nach Marokko ging. Erwartet haben wir von diesem Erlebnis allerdings nicht viel. Bestimmt langweilig, da ist ja nichts. Doch den Moment, als wir die erste Düne erreichten, werden wir nie vergessen. Wir haben uns schlagartig verliebt. Die sich vor uns ausbreitende Kargheit ließ unsere Herzen schneller schlagen. Der Blick in die Weite ist anders, als über üppige Wälder hinwegzuschauen. In ihrer majestätischen Schönheit lässt die Wüste uns urplötzlich wissen, wie klein wir sind. Kunstvoll geschwungene, goldgelb schimmernde Wellen aus Sand. Die Natur ist hier eine anmutige, aber auch gnadenlose Herrscherin. Nach der ersten Nacht in der Sahara war es vollends um uns geschehen: kein Geräusch, kein Wind, kein künstliches Licht, nur Milliarden von Sternen. Wir sahen die Milchstraße mit bloßem Auge. Da war es, dieses Gefühl, dass, egal was passiert, das Leben weitergeht. Alle Anspannung fiel in dieser Umgebung von uns ab. Schon in der ersten Nacht.

FARBENSPIEL Die Sonnenuntergänge im Antiatlas tauchen die beeindruckende Landschaft in ein märchenhaftes Licht


WIR SIND DEM ZAUBER DER WÜSTE ERLEGEN


TEESTUNDE In Marokko wird starker Tee getrunken. Alkohol gibt es kaum


STAU Eine Schafhirtin auf dem Weg durch den Mittleren Atlas


FOTOS: HERMANUNTERWEGS (3)

Zwischen den Touren decken wir uns mit Proviant auf kleinen Souks, den typischen Wochenmärkten der Dörfer, ein. Foum Zguid ist dafür unser Lieblingsort geworden. Dort gibt es nichts, was man gesehen haben muss. Keine 1000 Garküchen, Gaukler und Schlangenbeschwörer wie auf dem Djemaa el Fna in Marrakesch. Oder die Medina, die Altstadt, von Fes mit ihren 9000 Gassen und geschichtsträchtigen Plätzen. Nein, damit kann das kleine Dorf am Rande des ausgetrockneten Salzsees Lac Iriki nicht aufwarten, aber genau das macht für uns den Charme von Foum Zguid aus. Beim ersten Besuch stöbern wir nach Futter für unsere Hündin. Vielleicht hat ja der Metzger ein paar Reste. Eine halbe Stunde später kennen wir die de Hälfte der Dorfbewohner und lernen, dass es bei Marokkanern so etwas wie Reste nicht gibt. Wird ein Tier geschlachtet, wird es bis auf den letzten Knochen verwertet. Niemand wirft etwas weg. Ist jemand zu spät dran, muss er warten, bis beim nächsten Wochenmarkt wieder geschlachtet wird. Nach vielen Gesprächen mit Händen und Füßen, herzlichem Lachen und Einblicken in den Dorfalltag freut sich unsere Fenja über ein Hühnchen, das uns gerade noch in die Augen sah.

MINIMALISTISCH Tee, Oase und Herman: Mehr brauchen Sabine und Michael nicht zum Glücklichsein


WIR KOMMEN AUF JEDEN FALL WIEDER


VORBEREITUNG Die Währung in Marokko ist der Dirham


ARBEITSZEIT Sabine und Michael arbeiten von unterwegs aus an ihrem Blog


Wir bleiben drei Wochen und fühlen uns bald wie zu Hause. Mittwochs ist Markt, das Highlight in dem kleinen Ort. Hier werden Gewürze in allen Farb- und Geschmacksnuancen angeboten. Sie tauchen den Marktplatz in einen intensiven Duft, der sich immer wieder neu zusammensetzt. Mal lieblich süß, an einer anderen Ecke so feurig scharf, dass es schon fast in den Augen brennt. In großen Flechtkörben gibt es Reis, frisches Obst, Gemüse und vieles, was wir nicht kennen. Die Waren kommen mit Eselskarren, Mofas und kleinen Bussen, auf deren Dach Schafe in einem niedrigen Gatter stehen – ein quirlig lebendiges Durcheinander.

Nach sechs Monaten verlassen wir Marokko. Oft werden wir gefragt, ob wir uns nie unsicher gefühlt hätten. Doch, da gab es einen Moment: bei Sonnenaufgang im militärischen Sperrgebiet, als mir ein Ziegenhirte einen kräftigen Schluck Ziegenmilch aus seiner mit Wollfäden umwickelten, uralten Plastikflasche angeboten hat. Gefahr bestand dabei allerdings nur für meinen Magen. Wirklich unsicher haben wir uns nie gefühlt, eher behütet und stets willkommen bei den herzlichen Menschen in diesem wundervollen Land. Marokko hat uns verzaubert!
Sabine Quadflieg

ROADTRIP 8000 Kilometer brachten Sabine und Michael in Marokko auf Hermans Tacho. 2000 davon waren sie abseits geteerter Straßen unterwegs


Reise-Infos

Die Autoren: Eigentlich wollten Sabine und Michael Quadflieg 2011 nur ein Fernreisemobiltreffen besuchen, doch die Geschichten der Globetrotter ließen sie nicht mehr los. Vor drei Jahren wagten sie das Projekt ihres Lebens und zogen Vollzeit in ihren 47 Jahre alten, selbstausgebauten Steyr mit dem Namen Herman (AUTO BILD REISEMOBIL 4/18). Auf bloggen sie über ihr Leben als moderne Nomaden, ihre liebsten Reiseziele und die Wehwehchen eines sehr betagten Lkw.

Wichtige Tipps: Für die Einreise nach Marokko benötigt man einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate lang gültig ist. Damit ist ein visumfreier Aufenthalt von 90 Tagen möglich. Wer länger bleiben möchte, muss entweder aus- und wieder einreisen oder einen Antrag auf Verlängerung stellen. Wir haben uns für die erste Variante entschieden und sind in die spanische Enklave Ceuta gereist. Die Schattenseite: An der einzigen europäischen Außengrenze auf dem afrikanischen Kontinent versuchten Flüchtlinge (auch Kinder), sich unter unseren Lkw zu klemmen, um nach Europa zu kommen. Noch mehr Infos, auch zu Pflichtimpfungen und Reisen mit Hund, unter

Hinkommen: Die Fährverbindungen ins marokkanische Tanger gehen ab Genua (I), Sète (F), Barcelona, Almeria, Algercias oder Tarifa (E). Die längste Überfahrt von Genua aus dauert bis zu 57 Stunden, von Tarifa aus nur 35 Minuten. Wir haben uns für letztere Variante entschieden.

Übernachten:
1Camping Oasis Palmier
Douar Amezrou, 45900 Zagora
30° 19’ 23” N, 5° 49’ 30” W
► Campingplatz unter Dattelpalmen. Top gepflegt. Nettes Personal. Empfang mit Tee. Top-Empfehlung!
2Camping Hyatt
Douar Indriane, 84000 Tata, Straße in Richtung des Dorfs Aitr Yassine. / 29° 44’ 20” N, 7° 58’ 39” W
► Gepflegter Platz mit Ausblick auf die Kasbah. Ruhig gelegen. Hübsche Stadt Tata fußläufig erreichbar.
3Camping Auberge Khayma Parc
N12, 84150 Foum Zguid, Tata Province, Souss-Massa 30° 4’ 47.082” N, 6° 52’ 15.798” W
► Im ruhigen Ort Foum Zguid, ursprüngliche Geschäfte, schöner Wochenmarkt am Mittwoch. Gepflegter Platz, sehr nette Betreiber.
4Diamant Vert
Route Ain Chqef, 30000 Fès 33° 59’ 14” N, 5° 01’ 15” W
► Hotel mit angeschlossenem Campingplatz, Königsstadt Fès und Medina gut erreichbar, organisierte Touren an der Rezeption buchbar.
5Camping Municipal
Rue Ait Kdif, 45000 Ouarzazate 30° 55’ 25” N, 6° 53’ 12” W
► Gepflegter Platz, freundliche Betreiber, Ausflüge in die Stadt und zu tollen Filmkulissen.

Sehenswertes:
AAtlas Die Gebirgskette bietet mit Höhen bis über 4000 Metern sogar schöne Skigebiete. Empfehlenswerter Anlaufpunkt für eine Wohnmobilreise sind die Wasserfälle von Ouzoud und die Schlucht des Dades.
BErg Chegaga Größte Sandwüste Marokkos. Wild, ursprünglich, noch nicht touristisch überlaufen. Ausgangspunkt für Ausflüge ohne Allrad: M’Hamid oder Foum Zguid. Dagegen Erg Chebbi: flächenmäßig kleiner, aber Heimat der höchsten Sanddünen des Landes. Sie liegen direkt am Örtchen Merzouga. Märchenhaft!
CDjemaa el Fna, Marrakesch Großer Marktplatz mit orientalischer Atmosphäre. Verkaufsstände mit kulinarischen Spezialitäten, aber auch Schlangenbeschwörer, Wahrsager, Gaukler, Geschichtenerzähler. Der Markt findet abends statt, seine 1000 Lichter unterstreichen das außergewöhnliche Erlebnis.
DMedina, Fès UNESCO-Weltkulturerbe als Bilderbuchexemplar einer orientalischen Stadt und mit der besterhaltenen Medina der arabischen Welt. Alte Handwerkskunst, seit dem Mittelalter hat sich im Gerber- oder Schmiedeviertel kaum etwas verändert. Älteste Universität der Welt, Al-Qarawiyin war im 14. Jahrhundert geistiges Zentrum und weltberühmt. Lassen Sie sich von einem Stadtführer die Räumlichkeiten und damaligen Gepflogenheiten erklären. Geschichte hautnah!

WINTERQUARTIER Sechs Monate lang waren Sabine und Michael Quadflieg in Marokko unterwegs und fuhren einmal quer durchs Land, von der touristischen Atlantikküste bis in die atemberaubende Wüstenlandschaft der Sahara


FOTOS: HERMANUNTERWEGS (4)