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UHD-TV (OLED): Panasonic TX-55GZW2004: Potztausend!


Heimkino - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 04.10.2019

OLED-Fernseher von Panasonic haben schon früher mit einer tollen Bildqualität und gutem Ton geglänzt. Mit dem neuen Topmodell GZW2004 setzt der Hersteller noch eins drauf.


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Bildquelle: Heimkino, Ausgabe 11/2019

Achtung, hier kommt das Flaggschiff, bitte Platz machen. Der neue Panasonic-OLED hat ohne Standfuß eine Bautiefe von rund 8 cm, das sind etwa zweieinhalb Zentimeter mehr als bei anderen Fernsehern in dieser Liga – immer noch ein schlankes Gerät. Hinter und unter dem Panel gibt es nämlich eine aufwendige Laut sprecherbestückung, die sowohl nach vorn als auch nach oben abstrahlt. Außerdem hat Panasonic das OLED-Display für die ...

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... GZW2004-Baureihe eigens modifiziert: „Professional Edition“ nennt sich das in der Produktbeschreibung. Was der zusätzliche Aufwand bringt, haben wir im TV-Labor untersucht.

Anschlussfreudig

Digitale Mitspieler wie ein Blu-ray- oder Mediaplayer und eine Spielekonsole finden beim GZW2004 Zugang über vier moderne HDMIEingänge, die Ultra-HD-Video mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde entgegennehmen. Zudem wird für rasante Gaming-Performance das HDMI-2.1-Feature Auto Low Latency Mode (ALLM) unterstützt, um Verzögerungszeiten (in Verbindung mit einer ALLM-fähigen Konsole) reduzieren zu können. Für ältere Bild- und Tonquellen gibt es noch Cinch-AV-Eingänge für analoge Signale, und der Stereo-Kopfhörerausgang lässt sich sehr flexibel als analoger Audio-Ausgang für eine Stereoanlage oder einen Subwoofer einstellen. Für drahtlose Verbindungen stehen Bluetooth und WLAN zur Verfügung.
Zum klassischen Fernsehen hat der TX-55GZW2004 Twintuner für Kabel-, Satelliten- und Antennenempfang an Bord, sodass man zwei TV-Programme gleichzeitig nutzen kann. Damit bietet der Fernseher eine „Bild-und-Bild“-Funktion und die Möglichkeit, während einer TV-Aufzeichnung per USB-Recording ein anderes Programm anzuschauen. Es sind sogar zwei gleichzeitige Free-TV-Aufzeichnungen machbar. Dank drei USB-Schnittstellen (zweimal USB 2.0, einmal schnelles USB 3.0) bietet der Panasonic reichlich Anschlüsse für Speichersticks, um Musik, Fotos oder Videos abzuspielen, oder um eine Festplatte für USB-Recording anzudocken. (Dabei unterstützt der USBMediaplayer viele Tonformate, jedoch keinen DTS-Surroundsound.) Die zahlreichen Schnittstellen machen den Löwenanteil unserer Bewertung in puncto Hardware-Ausstattung aus. Zusammen mit dem speziell getunten Display und der aufwendigen Lautsprechertechnik bekommt der GZW2004 eine 1+ (0,9) in der Hardware-Benotung.

Schlau-TV

Die hochwertige Fernbedienung hat für den Einsatz im dunklen Heimkino eine innere Tasten beleuchtung


Auch ohne Mikrofon in der Fernbedienung zur Spracheingabe geht Panasonic einen Smart-TV-Weg mit hoher Anwenderfreundlichkeit. Das Home-Menü bietet raschen Zugang zu Apps und angeschlossenen Geräten, wobei sich der Startbildschirm auf einfache Art an den persönlichen Bedarf anpassen lässt. Über die Pfeiltasten kommt man zu weiteren Angeboten aus Live-TV, Netflix und Youtube. Praktisch: Der Zugriff zu bevorzugten Apps, Lieblingssendern oder Geräten (z.B.eine angeschlossene Festplatte) lässt sich über die Optionstaste einfach in den Smart-TV-Startbildschirm einfügen („anpinnen“). Ein weiterer Teil des Smart-TV-Konzepts ist die Panasonic- Handyapp „TV Remote 3“, die außer einer Touchscreen-Fernbedienung z.B.auch das Wiedergeben von Fotos oder Musik (die auf dem Handy gespeichert sind) kinderleicht macht.

Technik-Info: Hilfreiche Anleitung

Die TV-Spitzenmodelle von Panasonic verfügen über eine große Palette an komfortablen Funktionen, die manchmal einfach übersehen werden. Die mitgelieferte gedruckte Anleitung enthält nur die grundlegenden Informationen zum Anschließen und Benutzen der Geräte. Eine wirklich ausführliche Anleitung gibt es über die Internetseite https://support-de.panasonic.eu/herunterzuladen. Bei der „elektronischen“ Anleitung ist es sehr hilfreich, dass es an vielen Stellen Querverweise und Stichwörter gibt, die man einfach anklicken kann. Für alle, denen die Menüs und Funktionen generell zu kompliziert sind, kann der Fachhändler eine persönlich angepasste Bedienung (beispielsweise ohne Setup-Menüs) einrichten.

Besonderes leistet der Panasonic-Fernseher beim USB-Recording, denn der TV kann Sendungen minutengenau aufzeichnen, indem er das Sendersignal überwacht – diese Funktion heißt „Signalunterstützte Aufnahme“ und lässt sich bei der Timerprogrammierung im EPG („Guide“) einstellen. Stark: Der Panasonic-Fernseher schafft zwei gleichzeitige TV-Aufzeichnungen von unverschlüsselten Sendern (auch UHD-TV) und kann währenddessen noch etwas anderes über HDMI, USB-Mediaplayer oder per Streaming wiedergeben.
Apropos Streaming: Der 55GZW2004 kann Videos und Musik nicht nur per Netzwerk und Internet empfangen, sondern im Heimnetzwerk auch als Server zu anderen Geräten hin streamen.
Eine Besonderheit ist die HD+-App für Satellitenempfang, die einerseits die Nutzung von HD+ ohne Modul und Smartcard ermöglicht, andererseits einen Teil der Menüs im Fernseher (z.B.den EPG) verändert. Die HD-+ App ist ein zunächst kostenfreies Angebot, das man risikolos ausprobieren kann.

Bildeinstellungen

Die Bildcharakteristik wird grundlegend durch den Bildmodus beeinflusst, und je nach Art der Bildquelle stehen etwas andere Optionen zur Verfügung. Doch zunächst die gute Nachricht für alle, die einfach nur Film und Fernsehen genießen wollen: Korrekturen an den vorprogrammierten Werkseinstellungen sind praktisch überflüssig – es reicht, sich für einen passenden Bildmodus zu entscheiden.
Der ab Werk eingestellte Bildmodus „Normal“ ist sowohl für HD-TV als auch 4K-UHD-TV praxisgerecht auf einen hellen, kontrastreichen, scharfen und angenehm anzuschauenden Look mit etwas kühlen Farben eingestellt. Der Modus „Kino“ wirkt noch etwas natürlicher mit etwas wärmeren Farben. Alle Cineasten finden mit THX Cinema, THX Bright Room und True Cinema die besten Voreinstellungen für die perfekte Heimkino-Filmvorführung. Ist eine Spielekonsole über HDMI angeschlossen, steht ein optimierter Gaming-Modus zur Verfügung, und für Fotos gibt es die Einstellung „Foto Professionell“, bei der auch eine manuelle Farbraumauswahl (Auto, sRGB, Adobe, Rec.2020) zur Verfügung steht. Dabei ist es praktisch, dass man sich seine persönlichen Lieblingsbildmodi auf die Fernbedienungstaste „Picture“ programmieren kann (ganz unten in den Bildeinstellungen).
Der Fernseher merkt sich automatisch, welcher Bildmodus für einen bestimmten Signaleingang bzw.für HDR zuletzt genutzt wurde und die entsprechenden Bildeinstellungen.
Automatisch erkennt der Panasonic-Fernseher auch HDR-Signale und schaltet bei Dolby Vision in einen Dolby-Vision-Modus (Dolby Vision hell oder einfach Dolby Vision) um. Bei Netflix erscheint zusätzlich die Option „Netflix calibrated“ oben im Bildmenü.
Für technisch Versierte hält Panasonic zudem für jeden Bildmodus eine große Spielwiese an Detaileinstellungen und für Perfektionisten eine professionelle Kalibrierung bereit.

Das Soundtuning für die aufwendige Lautsprecherbestückung kommt von Technics


Bildqualität

Dass der Panasonic in der Bildqualität ganz oben mitspielt, kann man auf den ersten Blick sehen. Der bereits früher von uns getestete TX-55GZW1004 ist schon ein hervorragender UHD-TV mit Kinoqualitäten, doch der GZW2004 legt noch ein Schippchen drauf!
Sowohl beim Fernsehempfang als auch bei der Filmwiedergabe beeindruckt das Bild mit seiner frappierenden Natürlichkeit. Das gilt besonders für die Bildmodi True Cinema und THX Cinema, die erstklassige Filmwiedergabe im abgedunkelten Heimkino garantieren. Der dunkle Raum ist wichtig, damit kein Umgebungslicht die Wahrnehmung trübt, und weil die Charakteristik der Cinema-Modi auf die Eigenschaften eines Referenz-Studiomonitors mit nur 100 cd/m2 recht dunkel abgestimmt ist. Dank der punktgenauen Ansteuerung jedes Pixels wirken Filme wie „James Bond – Casino Royale“ und „The Dark Knight Rises“ packend mit abgrundtiefem Schwarz und lebendig-warmen Farben.

Für eine geordnete Installation hat Panasonic durch Kabelführungen und entsprechende Abdeckungen gesorgt


Einzigartig bei der GZW2004-Baureihe ist der „Rucksack“ hinter dem OLED-Display mit vertikal abstrahlenden Chassis


Dabei gelingt die Gratwanderung zwischen düsterer Atmosphäre und feiner Detailwiedergabe in dunkeln Szenen ausgesprochen gut.
Für eine hellere Umgebung kann man die Panelhelligkeit („Luminanzstärke“) erhöhen oder einfach einen anderen Bildmodus wie Normal oder Kino wählen, und dessen Farbtemperatur auf „warm 2“ einstellen. Einfach grandios ist, was der GZW2004 bei HDR-Wiedergabe leistet. Die neuen OLED-TVs von Panasonic unterstützen mit HDR10, HLG, HDR10+ und Dolby Vision alle relevanten HDR-Verfahren. Hinzu kommt „HLG Photo“, das von einigen Panasonic-Kameras unterstützt wird.

Die HDR-Demokanäle auf Satellit Astra wirken mit dem 55GZW2004 noch brillanter, und Ultra-HD-Blu-rays wie „Passengers“ oder „Mad Max Fury Road“ begeistern im Bildmodus „HDR THX Cinema“ mit einer genialen Komposition aus Farbgebung und Bilddynamik. Dies ist zu einem guten Teil dem speziell modfizierten OLED-Panel zu verdanken, das mit hohen Helligkeiten besser zurechtkommt und im Test rund 900 cd/m2 erreichte.
Wenn etwas die Bildqualität des TX-55GZW2004 von Panasonic einschränkt, dann die Qualität des Videomaterials, das empfangen wird. Zum Beispiel: HD-Sender blasen bisweilen älteres Material (das ursprünglich in PAL-Auflösung vorliegt) künstlich auf, 4K-Streamingdienste liefern je nach Verbindung zum Server nur HD-Auflösung, und auf fast jeder Disk findet man Szenen mit Bildrauschen. Dennoch holt der Panasonic mit hoher Präzision das Bestmögliche aus jedem Bildmaterial heraus, so ist mein Eindruck. Um den Panasonic-Boliden an seine dennoch vorhandenen technischen Grenzen zu treiben, haben wir auf die neue Referenz-Blu-ray-Disc „Spears & Munsil UHD HDR Benchmark“ zurückgegriffen. Bis auf ein paar Artefakte, die bei mittel oder hoch eingestellter Bewegungskompensation „Intelligent Frame Creation“ zu entdecken waren, gab der GZW2004 auch hier keine Anlässe zu Kritik.

Der gute Ton

Zum Filmgenuss gehört natürlich auch eine ordentliche Tonqualität. Der GZW2004 hat ein Soundpaket, das in dieser Ausführung einmalig ist.
Unter dem Bildschirm ist eine Lautsprechersektion mit den Kanälen Rechts, Center und Links untergebracht, die den Schall nach vorn zum Publikum abstrahlt. Hinter dem Bildschirm gibt es ein weiteres Lautsprechermodul, welches zur Decke hin ausgerichtet ist. Aufwendig ist auch das zugehörige Tonmenü. Hier gibt es neben Klangmodi und Equalizer verschiedene Klangfeldfunktionen und ein Setup-Menü zur Anpassung an den Raum, bei dem die Abstände zu Wänden und Zimmerdecke sowie die Sitzposition berücksichtigt werden. Außerdem kann man unter anderem einstellen, dass Zweikanalton nur über die Frontlautsprecher wiedergegeben wird.
Passend zu Dolby Vision unterstützt der Fernseher Dolby Atmos. Vor allem bei den Demo-Trailern von Dolby bringt der Panasonic eine recht große Klangkulisse, die auch einzelne Objekte abbilden kann, wobei es von Vorteil ist, wenn der Fernseher etwa 20 bis 30 cm vor einer Wand steht und der Abstand zur Zimmerdecke nicht zu groß ist. Die virtuelle Klangfeld erzeugung klappt übrigens auch gut mit DTS Surround und Dolby Digital.
Um den Kinosound abzurunden, lässt sich über den Kopfhörerausgang ein aktiver Subwoofer anschließen und dann im Tonmenü einpegeln – und das lohnt sich, wie wir mit einem B&W-Basswürfel zweifelsfrei hören konnten.

Panasonic hat neben modernen HDMI-Eingängen und drei USBSchnittstellen auch noch einen analogen AV-Eingang in Form von Cinchbuchsen auf der Rückseite


Technik: Farbdarstellung

Labormessungen mit Unterstützung durch Portrait Displays mit CalMAN-Software von Spectracal

Mit Calman und den Spektrometer CS-2000 gemessen: Der THX-Cinema- Bildmodus liefert eine Bildqualität vom Allerfeinsten mit dezenten 102 cd/m2 Spitzenhelligkeit. Die gemessenen Werte im HD-Farbraum stimmen perfektA, die Farbtemperatur liegt ideal bei 6500 Kelvin, dem Referenzwert für das Normweiß D65B , ebenso ist der Verlauf der Helligkeitskorrekturkurve (Gamma) ohne Fehl und TadelC.

Unsere Calman Analyse zeigt das OLED-Lichtspektrum des GZW2004, das eine sehr große HDR-Farbpalette gewährleistet.

Auch im HDR-Betrieb stimmen die Farbwerte des Panasonic, bei einer fast hundertprozentigen Abdeckung des P3-Farbraums.

Das Soundsystem des Panasonic bringt hörbar mehr Räumlichkeit als andere Fernseher. Bei Dokus und Nachrichten empfanden wir manche Sprecherstimmen einerseits sehr verständlich, andererseits etwas verfärbt. Eine „echte“ Anlage ist einem TV-Lautsprechersystem immer noch überlegen.

Fazit

Der Panasonic TX-55GZW2004 ist der beste OLED-TV, den wir jemals getestet haben – er setzt einen neuen Maßstab für die Bildqualität im Heimkino! Als Bonbon gibt es ein außergewöhnliches Lautsprecherkonzept obendrauf.