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„UM DIE ZUKUNFT MACHE ICH MIR KEINE SORGEN “


first class - epaper ⋅ Ausgabe 8/2021 vom 09.08.2021

first class: Herr Lichtmannegger, seit etwa zwei Monaten dürfen Sie endlich wieder Gäste begrüßen. Wie haben Sie Lockdowns und Re-Start gemeistert?

Die Lockdowns haben wir genutzt und eineinhalb Millionen Euro in das Hotel investiert. Die Küche wurde komplett erneuert, Außenbereiche wie der Biergarten wurden neu gestaltet und erweitert, um mehr Sitzplätze im Freien zu haben und coronabedingt so viel wie möglich nach draußen verlagern zu können. Wir waren immer aktiv und haben nach vorne geschaut, denn Jammern passt nicht zu uns. Stattdessen entwickelten wir Konzepte für den Re-Start und die Zukunft. Meiner Einschätzung nach wird Corona uns verfolgen und wenn die Zahlen im Herbst und Winter wieder ...

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... nach oben gehen, dann sind diejenigen gut aufgestellt, die sich frühzeitig gute Konzepte überlegt haben.

Der ausgebildete Restaurantfachmann und Restaurantmeister Johannes Lichtmannegger wandelte zusammen mit seinen Cousins das Rehlegg vom Ausflugslokal mit Übernachtungsmöglichkeit zum 4-Sterne-Superior-Hotel. Das Rehlegg war seit 2011 acht Mal unter den „Best of the best“ bei Tripadvisor und vier Mal Tui-Holly Gewinner. Seit 2015 ist das Hotel klimaneutral und seit 2017 klimapositiv. Johannes Lichtmannegger ist Mitgründer der Non-Profit-Organisation Positerra, die Unternehmen und Landwirte zusammenbringt, um gemeinsam klimaschützenden Humusaufbau in landwirtschaftlichen Böden zu betreiben. Zukünftig will man im Rehlegg weiter in Solarthermie- und PV-Anlagen investieren sowie energetische Gebäudesanierung und Qualitätsverbesserungen angehen.

Was unternehmen Sie, um Fachkräfte zu halten oder neue zu gewinnen?

Wir kümmern uns um unsere Mitarbeiter! So kam die Idee mit einem Schlafcoach zusammenzuarbeiten ursprünglich daher, dass wir mitbekommen hatten, dass einige Angestellte unter Schlafproblemen leiden. Also organisierten wir für das gesamte Team ein Schlafseminar mit Christine Lenz. So entstand die Zusammenarbeit und von den Mitarbeitern kamen ganz tolle Resonanzen, sodass wir jetzt für neue Mitarbeiter in die nächste Runde gehen.

Das hält das Team ja auch gesund.

Vor Corona kam zwei Mal die Woche ein Osteopath und Physiotherapeut ins Haus, der Mitarbeiter mit Knie- oder Rückenproblemen auf unsere Kosten behandelte. Durch Corona fiel das leider weg. Außerdem gibt es ebenfalls zwei Mal die Woche einen Deutsch- Sprachkurs für alle nicht deutschsprechenden Mitarbeiter. Für uns als Hotel haben diese Maßnahmen zwei Vorteile: zufriedene Mitarbeiter, die sich wertgeschätzt fühlen und daher bei uns bleiben, und gesunde, ausgeschlafene Mitarbeiter, die glücklich und freundlich die Gäste bedienen. Eine Win-win-Situation für alle.

Und ein sehr nachhaltiger Ansatz...

Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt uns schon eine Weile. Angefangen hat alles, als wir uns 2012 von der Turbo- Schweinemast distanzierten. So suchten wir uns auch für Rind, Huhn und Fisch regionale Züchter und Produzenten, die ihre Tiere artgerecht halten. Mittlerweile sind unsere Lebensmittel meistens regional, oft sogar Bio. Wir haben begonnen Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen und PV- sowie Solarthermie-Anlagen und ein BHKW gebaut. Wir vermeiden Müll, wo immer das möglich ist, kompensieren unsere CO 2-Emissionen durch Humusaufbau in der Region und unterstützen die Aufforstung in Panama. Dadurch sind wir klimapositiv und dafür u. a. von Viabono für umwelt- und klimafreundliches Reisen ausgezeichnet worden.

Sie sind also bestens aufgestellt.

Wir handeln aus Überzeugung und liegen damit im Trend. Regionaler Tourismus wird ein Thema bleiben, denn die Pandemie hat den Leuten gezeigt, welch schöne Flecken es in unserem Land zu entdecken gibt. Um die Zukunft mache ich mir daher keine Sorgen, im Gegenteil, wir werden noch gefragter sein.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

Antonia Perzl