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Ungleiches Trio


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fotoMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 40/2022 vom 11.03.2022

ZOOMS FÜR NIKON Z-TEST

Artikelbild für den Artikel "Ungleiches Trio" aus der Ausgabe 40/2022 von fotoMAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: fotoMAGAZIN, Ausgabe 40/2022

Offenblendtauglich ist das Nikon Nikkor Z DX 3,5-6,3/18-140 mm VR ? Abblenden führt hier nur zu mehr Schärfentiefe, aber nicht mehr Schärfe.

Objektiv: Nikon Nikkor Z DX 3,5-6,3/ 18-140 mm VR

Einstellungen: 140 mm, f/6,3, 1/200 s, ISO 640

Kamera: Nikon Z 50

Allen drei Nikon-Z-Zooms ist gemeinsam, dass sie den Weitwinkelbereich abdecken. Damit hört es allerdings auch schon fast wieder auf, denn sowohl die Endbrennweiten als auch die Lichtstärken unterscheiden sich stark. An die früher zu Recht beliebten Superzooms mit 28-200 mm Brennweite im Kleinbild knüpft das Nikon Nikkor Z DX 3,5-6,3/18-140 mm VR an. Es verkörpert die damit verbundenen Bildwinkel an den „kleinen“ APS-C-Kameras Z 50 und Z fc. Als „Dauerobjektiv“ auf der Kamera hat es gerade bei Fototouren mit kleinem und leichten Gepäck seine praktische und sinnvolle Aufgabe.

Anspruchsvollere Aufgaben haben die beiden anderen Nikkore im Blick, die für das Vollformat gerechnet sind (und auch an den APS-C-Kameras funktionieren): Das Nikon Nikkor Z 4/24-120 mm S ist ...

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... ein Kompromiss aus Lichtstärke und Brennweitenbereich. Sein Anfangs-Bildwinkel von 84 Grad bringt deutlich mehr aufs Bild als bei den anderen beiden Kandidaten, während die 120 mm Endbrennweite mehr als nur Porträts von Menschen gestattet (siehe Bild rechts). Nicht einmal ein Dreifachzoom stellt das Nikon Nikkor Z 2,8/28-75 mm dar. Es besitzt unter den Dreien die größte Lichtstärke von f/2,8, womit sich die professionelle Ausstattung aber schon fast erschöpft hat: Machart und Preispunkt von knapp über 1000 Euro Listenpreis machen deutlich, dass Nikon hier eher die Hobbyfotografen ins Boot holen möchte. Wir haben das Trio in den BAS-Digital-Test geschickt und in der Praxis ausprobiert, wo die Stärken und Schwächen liegen.

Eine Überraschung bietet das Nikkor Z DX 3,5-6,3/18-140 mm VR. Seine Kunststoff-Fassung macht einen sehr einfachen Eindruck, selbst auf ein Metallbajonett, eine Dichtungslippe und eine Gegenlichtblende hat Nikon verzichtet. Der optische Bildstabilisator VR kann nur über das Kameramenü ausgeschaltet werden und der schmale Multifunktionsring erinnert mit seiner bajonettnahen Lage eher einem Blendenring als einem Fokussierring, als der er ausgewählt werden kann. Erheblich mehr Freude bereitet der breite und gummierte Zoomring. Noch größer wird die Freude bei den Messungen der Optik: Die sehr ausgewogene Auflösung erstreckt sich über alle drei analysierten Brennweiten. Sie liegt bei Offenblende nahe dem Maximum bzw. bei der – tendenziell immer schwächeren Telebrennweite bei Superzooms – auf dem Maximum mit guten Werten. Während sich die Randabdunklung im üblichen Rahmen solcher Superzooms bewegt, ist die – nicht abschaltbare – kamerainterne Verzeichnungskorrektur höchst erfolgreich.

Objektiv: Nikon Nikkor Z 4/24-120 mm S

Einstellungen: 120 mm, f/4, 1/4000 s, ISO 200

Kamera: Nikon Z 7

Objektiv: Nikon Nikkor Z 2,8/28-75 mm

Einstellungen: 28 mm, f/2,8, 0,4 s, ISO 1000, aufgestützt

Kamera: Nikon Z 7

Optisch höhere Leistungen liefert das Nikon Nikkor Z 4/24-120 mm S. Lediglich bei 50 mm sollte für höchste Auflösung etwas abgeblendet werden, die Beugungseffekte durch Abblenden sind hier merklich geringer. Bei der Randabdunklung fällt besonders die kurze Anfangsbrennweite auf, während die Verzeichnung – diesmal konventionell – sehr gut korrigiert ist. Die Fassung des 24-120 mm ist auf hohem S-Klassen-Niveau, inklusive zwei Funktionsringen, Funktionstaste, Multi-Focusing-System mit zwei AF-Motoren und Spritzwasserschutz. Hier gibt es keine nennenswerten Schwächen.

Wie oben angedeutet, ist das Nikon Nikkor Z 2,8/28-75 mm trotz seiner professionellen Lichtstärke eher im Amateurbereich angesiedelt. Seine Fassung ist sehr gut bis ausgezeichnet gefertigt und es gibt einen Spritzwasserschutz und eine Streulichtblende. Damit erschöpft sich die Ausstattungsliste nahezu, auch der Streulichtschutz kommt nicht an die S-Klasse heran. Die hohe Lichtstärke geht bei 28 und 75 mm zu Lasten der Auflösung. Durch Abblenden wird erst bei f/8 bzw. f/5,6 die dann ausgezeichnete Leistungsspitze erreicht. Einige Schwächen zeigt das Nikkor bei Randabdunklung und Verzeichnung.

FAZIT

»Jedes Zoom aus dem Nikon-Trio hat seine eigenen Stärken.«

Vor allem das einfache APS-C-Zoom Nikon Nikkor Z DX 3,5-6,3/18-140 mm VR hat überrascht: Die Fassung ist zwar schlicht, doch innerhalb der Rahmenbedingungen überzeugt die Optik. Beim Nikkor Z 4/24-120 mm S überzeugen Optik und Mechanik. Hier gebe ich eine klare Kaufempfehlung für das Vollformat-Universalzoom. Lichtstärke und Preis sprechen für das Nikon Nikkor Z 2,8/28-75 mm, doch es überspringt nur ganz knapp die Latte zum Super-Siegel.

SO TESTEN WIR

Der BAS-Digital-Test liefert umfassende Leistungswerte des Objektives bei verschiedenen Anwendungen und Formaten. Die Ergebnisse sind ein Mittelwert, berechnet mit den aktuell meistverwendeten Digitalkameras.

Gesamtwirkungsgrad

Die Auflösung zeigt die Gesamtleistung über dem Bildfeld von der Bildmitte zum Rand bei den ersten fünf Blendenstufen des Objektivs, angegeben als prozentualer Wirkungsgrad. Gesamtwerte über 75 % sind sehr gut, ab 85 % ist ein Objektiv hervorragend. Steigt die Auflösung auf Werte über 95 %, so beinhalten die Bilder oft künstliche Strukturen, die störend verfälschen. Der Blendenbereich mit hoher und zuverlässiger Leistung bestimmt, wie flexibel das Objektiv einsetzbar ist. Sehr wichtig ist ein niedriger Leistungsabfall bei den grö ßeren Blendenöffnungen, um Lichtstärke und geringe Schärfentiefe nutzen zu können. Ab Blende 11 bis 16 reduziert physikalische Beugung zwangsläufig die Auflösung. Je mehr Blendenwerte gleichmäßig hohe Leistung zeigen, um so variabler ist das Objektiv einsetzbar.

Randabdunklung

Die Randabdunklung messen wir bei Offenblende und um zwei Stufen abgeblendet. Wichtig sind ein möglichst geringer und gleichmäßiger Lichtverlust von der Bildmitte zum Rand, ein plötzlicher Abfall ist deutlich sichtbarer und störend. Weitwinkelobjektive zeigen oft stärkere Vignettierung bei Offenblende und abgeblendet.

Verzeichnung

Kurze Brennweiten zeigen meist tonnenförmige Verzeichnung bis -3 %. Unter +/-0,7 % ist die Verzeichnung kaum merklich, bis +/-1,2 % sichtbar und darüber deutlich bis stark.

Leistungsprofil

Hier werden die Endnoten in den beiden Hauptkategorien Optik und Mechanik in Prozent genannt.

NIKON

NIKKOR Z DX 3,5-6,3/ 18-140 mm VR

OPTIK – Auflösung: sehr ausgewogen über die Brennweiten mit einem für diesen Zoombereich üblichen Abfall der langen Brennweite. Bei 18/50 mm mit ausgezeichneten, bei 140 mm guten Werten. Beugung ist deutlich relevant. Randabdunklung: bei f/3,5/18 mm deutlich, abgeblendet leicht spontan; sonst sichtbar bis ausgezeichnet. Verzeichnung: eindeutig digital nahezu vollständig korrigiert.

MECHANIK – Gut bis sehr gut in Kunststoff gefertigt. Fokussierring mittel, Zoomring sehr gut bedienbar. Nahgrenze und Streulichtschutz sehr gut. Feststehende Kunststofffilterfassung. Multifunktionsring, Bildstabilisator.

RANDABDUNKLUNG IN BLENDENSTUFEN 18 mm an APS, Blende 3,5/7,1: -1,44/-0,41 50 mm an APS, Blende 4,8/9: -0,32/-0,10 140 mm an APS, Blende 6,3/13: -0,67/-0,04

VERZEICHNUNG 18 mm an APS: 0,0 % 50 mm an APS: -0,1 % (tonnenförmig) 140 mm an APS: -0,1 % (tonnenförmig)

NIKON

NIKKOR Z 4/24-120 mm S

OPTIK – Auflösung: Bei 24 mm ab Offenblende sehr gut bis ausgezeichnet, bei 50 mm erst ab f/5,6. Konstant gut bei 120 mm. Beugung etwas relevant im Messbereich bis f/16. Randabdunklung: bei f/4/24 mm sichtbar bis deutlich, bei f/8 sichtbar. Bei 50 mm gut, bei 120 mm/f/4 sichtbar. Verzeich nung: bemerkenswert auf nahezu Null korrigiert.

MECHANIK – Sehr gut bis ausgezeichnet in Kunststoff/Metall mit Dichtungslippe und Metallbajonett gefertigt. Fokussierring gut, Zoomring sehr gut bedienbar. Nahgrenze sehr gut. Feststehende Kunststofffilterfassung. Streulichtschutz sehr gut bis ausgezeichnet. Multifunktionsring.

RANDABDUNKLUNG IN BLENDENSTUFEN 24 mm an VF, Blende 4/8: -1,25/-0,76 50 mm an VF, Blende 4/8: -0,55/-0,39 120 mm an VF, Blende 4/8: -0,89/-0,46

VERZEICHNUNG 24 mm an VF: -0,2 % (tonnenförmig) 50 mm an VF: 0,0 % 120 mm an VF: 0,0 %

NIKON

NIKKOR Z 2,8/28-75 mm

OPTIK – Auflösung: ausgeprägte Offenblendschwäche bei 28/75 mm mit mittlerer Leistung. Ab f/5,6 ausgezeichnet. Bei 50 mm ab Offenblende ausgezeichnet. Beugung etwas relevant im Messbereich bis f/11. Randabdunklung: aufgeblendet bei 28/75 mm sichtbar, abgeblendet leicht spontan; bei 50 mm gut/ sehr gut. Verzeichnung: bei 28 mm sichtbar bis deutlich, sonst sichtbar.

MECHANIK – Sehr gut bis ausgezeichnet in Kunststoff mit Metallbajonett und Dichtungslippe gefertigt. Fokussierring mittel, Zoomring sehr gut bedienbar. Fließende Nahgrenze gut. Feststehende Kunststofffilterfassung. Streulichtschutz sehr gut. Multifunktionsring.

RANDABDUNKLUNG IN BLENDENSTUFEN 28 mm an VF, Blende 2,8/5,6: -1,17/-0,69 50 mm an VF, Blende 2,8/5,6: -0,62/-0,32 75 mm an VF, Blende 2,8/5,6: -1,20/-0,52

VERZEICHNUNG 28 mm an VF: -2,1 % (tonnenförmig) 50 mm an VF: 0,9 % (kissenförmig) 75 mm an VF: 1,1 % (kissenförmig)