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Unser täglich Brot


ÖKO-TEST Spezial Umwelt & Energie - epaper ⋅ Ausgabe 10/2009 vom 07.04.2010

Du bist, was du isst? Na dann herzlichen Glückwunsch: Ausgerechnet bei Nahrungsmitteln sind wir Deutschen besonders knauserig. Zwar werden auch zunehmend Bio-Lebensmittel gekauft, aber auf lieb gewordene Gewohnheiten will kaum jemand verzichten. Dabei wird es Zeit für ein Umdenken.


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Foto: MEV

Milch, Käse und Quark teurer – so und ähnlich lauteten im Jahr 2007 die Schlagzeilen. Dass sogar Discounter wie Aldi und Lidl den Preis für Milch damals drastisch anhoben, war den meisten Zeitungen Schlagzeilen wert. Für die Deutschen war es ein Schock, denn sie sind es nicht gewohnt, dass Lebensmittel teurer werden. ...

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Milch, Käse und Quark teurer – so und ähnlich lauteten im Jahr 2007 die Schlagzeilen. Dass sogar Discounter wie Aldi und Lidl den Preis für Milch damals drastisch anhoben, war den meisten Zeitungen Schlagzeilen wert. Für die Deutschen war es ein Schock, denn sie sind es nicht gewohnt, dass Lebensmittel teurer werden. In kaum einem anderen Land der Europäischen Union sind Nahrungsmittel so billig wie in Deutschland. Seit Jahren liefern sich die Lebensmittelketten einen offensiven, fast ruinösen Preiskampf.

Die Macht des Verbrauchers zeigt sich an der Kasse. Was im Einkaufskorb landet, hat unmittelbaren Einfluss darauf, was die Hersteller in Zukunft mehr anbieten.


Foto: Yuri Arcurs/Fotolia.com

Während bei Flachbildfernsehern oder Computern auf Qualität geachtet wird, beim Autokauf technische Ausstattung, Sicherheit und Komfort eine mindestens ebenso große Rolle spielen wie der Preis, bei Kleidung und Kosmetik teure Markenprodukte gekauft werden, sparen wir Deutschen ausgerechnet bei den Lebensmitteln – unserem täglich Brot. Bei Discountern kaufen längst nicht mehr nur Leute ein, die jeden Cent zweimal umdrehen müssen: Auch Anzugträger stehen bei Penny, Netto, Plus, Aldi und Lidl in der Schlange vor der Kasse. Schließlich locken jede Woche neue Billigangebote: Mal sind es die Schweineschnitzel für 3,99 Euro das Kilogramm, mal das Pfund Kaffee für knapp drei Euro, dann das große Roggenmischbrot für rund 70 Cent.

Doch es gibt noch einen anderen Trend im Einkaufsverhalten, der vor einigen Jahren kaum für möglich gehalten wurde: Immer mehr Leute wollen Bio-Lebensmittel. Nach einer Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz kauft über die Hälfte der Befragten zumindest gelegentlich Bio ein. Jeder Fünfte gab sogar an, häufi g zu ökologisch erzeugten Lebensmitteln zu greifen. Beliebt sind vor allem Eier, aber auch Obst und Gemüse sowie Kartoffeln vom Bio-Bauern. Gesellschaftsfähig gemacht haben diese Entwicklung auch die Promis aus Hollywood. Natürlich wäre es zu viel der Ehre, ihnen allein die steigende Nachfrage zuzuschreiben. Aber seit George Clooney, Julia Roberts, Leonardo DiCaprio oder Cameron Diaz sich offen zu Bio-Produkten, Solarenergie und Hybridautos bekennen, hat sich etwas Entscheidendes verändert: Sich umweltbewusst zu verhalten, ist angesagter und anerkannter als früher.


Preiswert und billig soll Essen sein. Doch auch Bio liegt im Trend


Der grüne Glamour hat auch auf Deutschland abgefärbt. Jeder Supermarkt, jede Drogeriekette, jeder Discounter hat inzwischen ökologisch erzeugte Lebensmittel in den Regalen – vor zehn, ja noch vor fünf Jahren war das schier undenkbar. Wer heute Bio-Produkte einkauft, wird nicht mehr mitleidig als spinnerter Müsli betrachtet. Die „Körnerfresser“ von damals heißen heute, zumindest in den USA, „Lohas“. Das steht für „Lifestyle of Health and Sustainability“, übersetzt etwa „eine gesunde und nachhaltige Lebensweise“.

Sich ökologisch zu ernähren, bedeutet nicht nur, etwas für die eigene Gesundheit zu tun, auch wenn dies immer noch eines der Hauptmotive der Bio-Kost-Anhänger ist. Es bedeutet ebenfalls, sich der Verantwortung für unsere Umwelt bewusst zu sein. Denn die Ernährung ist für eine Vielzahl von Umweltproblemen mitverantwortlich, zum Beispiel für pestizidbelastete Böden, nitrathaltiges Grundwasser, die Überfi schung der Meere oder das Abholzen von Wäldern, um Platz für den Anbau von Viehfutter zu gewinnen. Immer stärker in den Blickpunkt rückt aber auch bei den Nahrungsmitteln deren Beitrag zum Klimawandel. Immerhin 16 Prozent der Treibhausgasemissionen durch privaten Konsum kommen durch die derzeitige Ernährung, hat das Darmstädter Öko-Institut errechnet. Produktion, Gütertransporte, Energieverbrauch bei der Lagerung, Einkaufsfahrten, Zubereitung: Bis das Essen endlich auf dem Teller ist, werden jede Menge Klimakiller freigesetzt, vor allem bei der Viehzucht.

Das gilt ebenfalls für die ökologische Landwirtschaft, selbst wenn deren Produkte in der Klimabilanz fast durchweg besser abschneiden als vergleichbare aus konventionellem Anbau. Doch auch Bio-Rinder müssen wiederkäuen und produzieren dabei jede Menge Methan. Und so manches Bio-Ei hat mehrere hundert Kilometer Transportwege hinter sich, wenn es etwa von einem holländischen oder französischen Huhn stammt und im Osten Deutschlands im Discounterregal liegt.


Fleischeslust: Rund 85 Kilo Fleisch isst jeder Deutsche pro Jahr


Es ist also an der Zeit, über Ernährung nachzudenken, auch über die eigenen lieb gewordenen Gewohnheiten, und hier vor allem über den Fleischkonsum. Für die Generation unserer Großeltern war Fleisch noch ein Luxus, den man sich nur selten leistete: In der Woche gab es einfaches Essen, freitags Fisch, samstags Eintopf und nur am Sonntag zog der Bratenduft durchs Haus. Heute will kaum jemand die tägliche Fleischportion missen, sei es als gegrilltes Steak, saftige Bulette, gut gewürzte Bratwurst oder in der kalorienbewussten Variante als Putenbruststreifen über dem Salat. Ohne das Stück „Lebenskraft“ erscheint vielen die Mahlzeit unvollständig. Dabei wird völlig vergessen, welch verschwenderischer Aufwand dafür notwendig ist. Denn um ein Kilo Fleisch zu erhalten, müssen fast zehn Kilogramm Viehfutter angebaut und verfüttert werden. Rund 85 Kilo Fleisch verzehrt im Durchschnitt jeder Deutsche jährlich, Vegetarier und Kinder eingerechnet.

54 Kilogramm Schweinefl eisch, 17 Kilogramm Gefl ügel, 12 Kilogramm Rindfl eisch, 1 Kilogramm Schaf bzw. Ziege – so setzt sich der Fleischberg pro Kopf zusammen.Spiegel- Redakteur Ullrich Fichtner drückt es in seinem BuchTellergericht sehr viel drastischer aus: „Rechnet man das große Fressen auf eine Lebensspanne um, so ließe sich sagen, dass ein Durchschnittsdeutscher von der Wiege bis zur Bahre 22 Schweine, sieben Rinder, 20 Schafe, 600 Hühner und ein paar Rehe und Hirsche vertilgt.“

Die Massentierhaltung ist eine logische Folge dieser Fleischeslust, schließlich will die Nachfrage nach so viel Fleisch befriedigt werden – und das möglichst preiswert.

Eng an eng werden beispielsweise Masthähnchen gehalten, auf einem Quadratmeter drängen sich bis zu 26 Tiere. Im Laufe seines kurzen, fünfwöchigen Lebens verdreißigfacht ein Masthähnchen sein Gewicht – Gelenkerkrankungen, Knochenbrüche und Herzversagen sind die verbreiteten Folgen dieses schnellen Wachstums. Etwa fünf Milliarden Masthühner wachsen allein in der Europäischen Union jährlich so auf.“ Ähnlich schlecht ergeht es anderen Nutztieren. So ist es in Deutschland immer noch erlaubt, männliche Ferkel kurz nach der Geburt ohne Betäubung zu kastrieren, um dem Verbraucher später einen möglichen strengen Ebergeruch beim Fleisch zu ersparen. Ihr weiteres Leben fristen die Mastschweine eng zusammengepfercht in Buchten ohne Einstreu und Beschäftigungsmöglichkeiten. Sie stehen auf glatten, rutschigen Spaltenböden, die dem Bauern die Arbeit erleichtern, den Tieren aber häufi g Risse in den Klauen, Quetschungen und Druckstellen bescheren. Knapp 30 Millionen Schweine werden im Jahresschnitt in Deutschland gehalten, das damit der größte Schweinefl eischerzeuger in der Europäischen Union ist. Trotzdem ist die Nachfrage hierzulande immer noch größer als das Angebot.

Foto: BLE, Bonn/Dominic Menzler

Tiere müssen im Öko-Landbau nach den Regeln der EU-Bio-Verordnung gehalten werden: Sie müssen artgerecht untergebracht sein, ungehinderten Zugang zu Futterstellen und Tränken haben sowie auch im Stall genug Frischluft abbekommen.


Foto: irisblende.de

Die hinreichend bekannten Bedingungen der Intensivmast können uns ebenso wenig den Appetit verderben wie BSE, Vogelgrippe oder Gammelfl eischskandale. Wer mit seinen Kindern Ferien auf dem Bauernhof macht, will zwar im Dreck wühlende Schweine, frei laufende Hühner und glückliche Kühe auf der Weide sehen. Beim nächsten Einkauf aber ist das vergessen oder zumindest verdrängt: Was dann zählt, ist der Preis. Und billig ist nun mal das Fleisch aus der Massentierhaltung. Doch der Preis, der auf dem Etikett steht, stimmt nur bedingt. Die maßlose Fleischproduktion kommt die Menschheit teuer zu stehen. Denn die Menge der Nutztiere, die derzeit rund um den Globus aufwächst und Futter braucht, ist ein riesiges Umweltproblem.

Livestock’s Long Shadow heißt der 400 Seiten dicke Report der FAO, der Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen, in dem die Viehzucht als einer der größten Verursacher heutiger Umweltprobleme dargestellt wird. Etwa 30 Prozent der gesamten globalen Landfl äche, so die Zahlen des FAO-Reports, werden inzwischen für die Viehzucht genutzt. Meist als Weideland, aber auch zum Futteranbau: Allein dafür geht immerhin ein Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche weltweit drauf. Vor allem in Lateinamerika wird immer mehr Regenwald abgeholzt, um dort Weiden anzulegen oder aber energiereiche Sojabohnen anzubauen, die anschließend an europäische Rinder verfüttert werden. Riesige Baumbestände gehen so verloren, mit ihnen die enorme Artenvielfalt in diesen tropischen Wäldern und deren Fähigkeit, den Klimakiller CO2 zu binden und umzuwandeln.

Auch die wiederkäuenden Rindviecher selbst belasten das Klima. Bei der Aufspaltung und Verdauung des Futters entsteht nämlich Methan, ein Gas, das die Atmosphäre 23-mal so stark auf heizt wie Kohlendioxid. Das Gas entweicht den Tieren als Rülpser, etwa alle 40 Sekunden entfährt einer Kuh solch ein Methanbäuerchen. Bei 1,5 Milliarden Rindern weltweit sowie etwa 1,7 Milliarden ebenfalls wiederkäuenden Schafen und Ziegen kommt da eine ganz schöne Summe zusammen, nämlich etwa 80 Millionen Tonnen Methan jährlich.

Und noch mehr muss zur Klimabilanz der Viehwirtschaft hinzugerechnet werden:

Die Mengen an Lachgas etwa, die aus Gülleseen und Dungbergen freigesetzt werden -ein Gas, das fast 300-mal so klimaschädlich ist wie Kohlendioxid. Und die C02 -Emissi-onen, die bei der Herstellung und dem Aufbringen des Stickstoffdüngers frei werden, mit dem die Futterpflanzen für das liebe Vieh besser wachsen sollen. Zählt man dies alles zusammen, ergibt sich ein verheerendes Ergebnis: Der Beitrag der Viehzucht zum Treibhauseffekt liegt laut FAO bei 18 Prozent -mehr als der gesamte globale Verkehr ausmacht.

Es müsse dringend gehandelt werden, damit sich die Situation nicht weiter verschlimmert, warnt die Ernährungsorganisation und schlägt einige Maßnahmen vor: Die Landnutzung sowie Wasser und Viehfutter müssten teurer, staatliche Subventionen für die Viehzucht abgebaut werden. Dies werde zu einer besseren Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen führen. Besonders aber setzt die FAO auf die Macht der Verbraucher: Sie könnten enormen wirtschaftlichen und politischen Druck machen, um die Viehzucht in eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Form zu drängen.

Ist Bio-Fleisch aber die Lösung? Im Vergleich zur Massentierhaltung haben Rinder, Schweine und Federvieh auf Öko-Höfen ein gutes Leben: Die Tiere haben Zeit, in Ruhe zu wachsen, bekommen deutlich mehr Platz und Auslauf, werden nicht vorbeugend mit Medikamenten behandelt. Neben der artgerechten Haltung spielt auch die Ernährung der Tiere eine wichtige Rolle. Das Viehfutter wird -je nach Verband -überwiegend bis ausschließlich auf dem eigenen Hof in Bio-Qualität angebaut, auch der Zukauf von Futter unterliegt strengen Kriterien.


Pestizide und Mineraldünger sind bei Biobauern nicht erlaubt


Doch das Umschwenken auf Bio-Fleisch ergibt nur Sinn, wenn auch deutlich weniger Fleisch gegessen wird. Denn in der gewohnten Menge kann Bio-Fleisch nicht erzeugt werden: So viel Vieh kann nicht artgerecht gehalten und nach ökologischen Richtlinien gefüttert werden. Und auch Fisch statt Fleisch ist keine richtige Alternative. Nach Angaben der Welternährungsorganisation bedeutet ökologische Ernährung also Verzicht? Askese statt Wohlbefinden? Grünkern statt Schnitzel? Gemüsebrühe statt Fleischbouillon? Ja und nein. Wer sich bewusst darauf einlässt, nur noch zwei- bis dreimal die Woche (Bio-)Fleisch zu essen, entdeckt nach einer gewissen Eingewöhnungszeit die schönen Seiten der Umstellung: Leicht bekömmliche Gemüsepfannen, leckere Nudelgerichte, appetitliche Aufläufe und Gratins, cremige Suppen, herzhafte Quiches -fleischlose Alternativen gibt es mehr, als man denkt. Man muss ja nicht gleich zum Vegetarier werden. Aber wer weniger Fleisch isst, wird auch feststellen, dass er Schnitzel und Co. ganz anders genießen kann.

Kompakt

Das deutsche Bio-Siegel
Dass in einem Bio-Produkt wirklich Bio drin ist, das garantiert in Deutschland ein sechseckiges Label mit der Aufschrift „Bio nach EG-Öko-Verordnung“. Es prangt zurzeit auf rund 55.000 Produkten von mehr als 3.300 Unternehmen. Ein weiteres geschütztes Erkennungsmerkmal ist die Codenummer der Öko-Kontrollstelle. Bei unverpackter Ware muss der Verkäufer die Codenummer auf Anfrage nennen können. Auch die Bio-Eigenmarken der Discounter haben EG-Öko-Qualität und tragen das Zeichen.

Die Label der Verbände
Steht auf den Produkten zudem ein Label der Anbauverbände wieBioland ,Demeter ,Naturland ,Gäa ,Biopark ,Biokreis Ostbayern oderEco-Vin (für Wein), bedeutet dies, dass die Produkte zusätzlich von den Anbauorganisationen kontrolliert werden. Die Richtlinien der anerkannten Öko-Verbände sind in einigen Punkten strenger als das EUBio-Siegel.

Das neue EU-Öko-Siegel
Seit Januar 2009 ist die neue EGÖko-Verordnung in Kraft. Ab 1. Juli 2010 müssen – mit einzelnen Übergangsfristen – sämtliche in der Europäischen Union produzierten oder eingeführten Bio-Produkte ein einheitliches EU-Bio-Label tragen. Mit dem europäischen Zeichen, dessen Design noch in Entwicklung ist, erübrigt sich das deutsche Bio-Siegel. Die Labels der Anbauverbände dürfen weiterhin zusätzlich aufgedruckt werden.