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Unsere emotionalsten Geschichten aus 40 Jahren


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Ein Herz für Tiere - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 16.09.2022

Titelthema

Artikelbild für den Artikel "Unsere emotionalsten Geschichten aus 40 Jahren" aus der Ausgabe 10/2022 von Ein Herz für Tiere. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Ein Herz für Tiere, Ausgabe 10/2022

Eine wunderbare Liebesgeschichte Im Laufe der Jahre hat sich der Stellenwert vom Haustier enorm gewandelt. Heute ist es Familienmitglied, Partner, Freund und Gefährte

„Wir feiern!“ (1982 – 2022)

Jessica Kremser: ein persönlicher Streifzug durch unsere unglaublichen

40 Jahre

Menschen und Tiere

1982 – Eine Frau gibt den roten Affen ihre letzte Chance. So lautet die Überschrift zu einer der Hauptgeschichten in der allerersten „Ein Herz für Tiere“-Ausgabe im Oktober 1982. Mir wird bewusst, dass es im Magazin von Anfang an darum geht, das starke Band zwischen Menschen und Tieren zu verdeutlichen.

Und die emotionalsten Geschichten in unseren Heften waren und bleiben immer die, die diese besondere Verbindung hervorheben. So wie die von Biruté Galdikas in der ersten Ausgabe. Die Forscherin wurde im Urwald von Borneo zur Ersatzmama für verwaiste Orang-Utans und gab dafür ihr altes Leben auf. Noch heute, im Alter von 76 Jahren, verbringt sie übrigens den größten Teil ihres Lebens bei den Affen auf Borneo. Viele solcher Geschichten folgten – jede von ihnen ist ...

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... einzigartig.

Geschichten mit Bedeutung

1986 – Die Frau mit Herz trägt keinen Nerz. „Mode im Pelzlook“ war in den 80er-Jahren noch nicht weit verbreitet – und auch nicht die Erkenntnis, welche Leiden Tiere für echten Pelz ertragen müssen. Mir wird klar, wie sehr auch gesellschaftliche Themen unser Magazin stets beschäftigt haben.

Tierwohl ist seit der ersten Ausgabe unser zentrales Thema. Und zwar in all seinen Aspekten – egal, ob es um die Haltung von Tieren, die Rettung bedrohter Arten oder eben auch Tierschutzthemen auf politischer Ebene geht. Für jede Veränderung ist es wichtig, erst einmal ein Bewusstsein für den aktuellen Zustand und für bestehende Missstände zu schaffen. Und genau das tun wir seit 40 Jahren, zusammen mit den großen Verbänden und Organisationen, die sich im Tier- und Artenschutz engagieren. Und unser Engagement geht immer weiter!

Große Sprünge in der Tierhaltung

1993 – Man sieht die Angst vor dem Donnerwetter. Diese Bildunterschrift im Artikel über den Sinn einer Bestrafung von Hunden hat mich sehr berührt. Mir wird noch einmal ganz bewusst, dass es lange Zeit üblich war, Hunde mit Angst zu erziehen. Ich bin sehr froh, dass „Ein Herz für Tiere“ einen Beitrag dazu leistet, dass Tiere besser verstanden werden.

Vor 40 Jahren waren in der Haustierhaltung viele Dinge gängig, die heute verpönt sind. Einzelne Sittiche in kleinen Käfigen, Meerschweinchen und Kaninchen in gemeinsamer Haltung, harte Strafen für Hunde, Milch als Standardmahlzeit für Katzen. Durch kontinuierliche Forschung und stetiges Informieren konnte eine echte Verbesserung in der Haustierhaltung erzielt werden. Heute wissen die Menschen viel mehr darüber, welche Bedürfnisse ihre Tiere haben und wie sie ein glückliches, artgerechtes Leben führen können. Wir freuen uns und sind stolz, dazu einen Beitrag geleistet zu haben und weiterhin zu leisten. In den Briefen zum Jubiläum (siehe Seite 78/79) schreiben uns die Leser*innen auch, dass sie durch uns vieles über die richtige Tierhaltung gelernt haben und dass sich das Leben ihrer tierischen Mitbewohner dadurch deutlich verbessert hat. Das freut uns enorm.

Die tierischen Gewinner der letzten 40 Jahre

Haustiere

Durch Forschung und Aufklärung können Haustiere heute ein viel artgerechteres und glücklicheres Leben führen. Darüber hinaus ist die Bindung des Menschen an seine tierischen Begleiter noch enger geworden: Heute werden sie meist als echtes Familienmitglied betrachtet, dem man mit viel Liebe, Fürsorge und Respekt begegnet.

Zootiere

Auch bei Zootieren – ähnlich wie bei den Haustieren – hat sich an der Haltungsweise vieles verbessert. Gehege werden neu angelegt oder umgebaut, um ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Wir wollen ab jetzt wieder regelmäßig aus Zoos berichten und zeigen, wie eine gute Haltung im Sinne des Tierwohls dort möglich ist (siehe Seite 52).

Wichtig: Diese Beobachtungen beziehen sich auf die Länder, in denen unser Magazin erscheint (D, A, CH). In anderen Ländern oder Kontinenten ist die Situation natürlich eine andere.

Die tierischen Verlierer der letzten 40 Jahre

Nutztiere

Mehr Nutzen, mehr Leistung, mehr Geld – diese Devise hat sich in den letzten Jahrzehnten in der Haltung von Nutztieren leider durchgesetzt. Massentierhaltung und Tiertransporte sind nur zwei negative Folgen davon. Erst allmählich wird jetzt wieder mehr Bewusstsein für das Leid dieser Tiere geschaffen, doch auch die Politik muss noch deutlich mehr eingreifen, um die Situation wieder zu verbessern.

Wildtiere

Klimawandel, Verlust von Lebensraum, Schmuggel – drei der Faktoren, die die Situation von Wildtieren in den letzten 40 Jahren beachtlich verschlechtert haben. Heute gibt es wesentlich mehr Arten, die vom Aussterben bedroht sind, und die rote Liste wächst stetig weiter.

Einzigartige tierische Helden

1996 – Scarlet ging für ihre Jungen durchs Feuer. An diesem Bild und dieser Headline kann ich nicht vorbei. Tiere werden immer wieder zu Helden – und wir erzählen ihre Geschichten.

Tiere, die Menschen retten. Die Krankheiten erschnüffeln und Minen, Bomben oder Schmugglerware aufspüren. Die Menschen im Alltag begleiten und zu Höchstleistungen fähig sind. Beim Blättern in den Heften merke ich: Tierische Helden gibt es ganz schön viele. Und ihre Geschichten sind so eindringlich, dass man sie nie vergisst. So bekam ich einen Brief zum Jubiläum, in dem eine Leserin schreibt, dass Scarlet, die Katzenmama, die für ihre Kinder durchs Feuer ging, für sie die unvergesslichste Geschichte von allen war (siehe Leserpost auf S. 78/79).

Tiere schützen bedeutet Natur schützen

2000 – Delfine in Not. Wir starten ins neue Jahrtausend mit einem klaren Fokus auf den Tierschutz – doch der steht nicht mehr für sich alleine. Natur-, Umwelt-, Klimaschutz: Im beginnenden Millennium steht einiges auf dem Spiel. Dazu passt, dass im Januar 2000 auch über den aktuellen „Life Count“ berichtet wird, eine Art Bestandsaufnahme des Lebens auf der Erde. Das Thema lässt uns nicht mehr los: Erst im letzten Jahr habe ich die große Titelstory „Sind unsere Wildtiere noch zu retten?“ geschrieben, der ich nun bei meinem Streifzug wieder begegne und die mir zeigt, wie sehr das Thema noch an Brisanz gewonnen hat.

„Nutztiere“ in den Fokus

2003 – Sieben Muh-Botschaften. Mir fällt auf, dass die sogenannten Nutztiere vermehrt eine Lobby brauchen – und in unserem Heft auch bekommen. Nein, Kühe geben nicht nur Milch! Sie sind auch einzigartige und komplexe soziale Wesen. Die kurze Meldung über die „Muh“-Botschaften hat mich bewegt. Und es schließt sich auch ein Kreis, denn in einer unserer aktuellsten Ausgaben berichteten wir jetzt, dass Pferde die Gefühlslage von Menschen aus ihren Stimmen interpretieren können. 2003 und heute, fast 20 Jahre später, erfahren wir immer noch Neues und Ungeahntes über die Tiere, denen wir lange Zeit viel zu wenig zugetraut haben. Ich denke, wir werden nie ausgelernt haben – und „Ein Herz für Tiere“ wird immer die Aufgabe haben, die neuesten Entwicklungen aufzugreifen.

Lichtblicke

2008 – Glück lässt sich doch schenken! An dieser Titelzeile blieb mein Blick sofort hängen und ich dachte: Stimmt. Das Glück, das Tiere uns schenken, das haben wir in den Geschichten in all den Jahren nie aus den Augen verloren. Und auch nicht, wie wichtig hoffnungsvolle Botschaften sind. In der kleinen Geschichte geht es um eine Patenschaft, die FRESSNAPF übernommen hat, um einem Rentner das Leben mit einer Katze zu ermöglichen. Das Glück sieht man dem alten Herren überdeutlich an! Diese Storys sind schön und sie ziehen sich wie ein roter Faden durch all die Jahre. Egal, ob es um gerettete Tiere nach dem Tsunami in Japan geht oder um neueste Errungenschaften der Tiermedizin, die Hoffnung machen: Lichtblicke müssen sein! Sie machen unser Leben heller und schöner – und sinnvoller.

Neue Gesetze, mehr Tierwohl? Was sich in 40 Jahren getan hat

1990 trat das „Gesetz zur Verbesserung der Rechtsstellung des Tieres im bürgerlichen Recht“ in Kraft. Darin wurde die Verantwortung des Menschen für das Mitgeschöpf Tier formuliert. Dadurch sollte die Gleichstellung von Tieren mit Sachen beseitigt werden. Kritiker mahnten aber, dass es sich dabei vor allem um „gefühlige“ Worte mit wenig konkretem Inhalt handelte. Seit dem 1. August 2002 ist der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Dafür hatte der Deutsche Tierschutzbund viele Jahre gekämpft. Doch damit war nur ein Teilziel erreicht: Es müssen konkrete Verordnungen folgen, um mehr Tierwohl auch wirklich Realität werden zu lassen. Dazu fordert der Deutsche Tierschutzbund eine eigene Stabsstelle Tierschutz im Bundeskanzleramt. 2013 trat eine Reform des Tierschutzgesetzes in Kraft, von dem Tierschützerinnen und Tierschützer allerdings enttäuscht waren. Vor allem dass das generelle Verbot von Wildtieren im Zirkus wieder nicht erreicht wurde, wird kritisiert. Weitere Themen, die dringend geregelt werden müssen: Qualzuchten und Amputationen ohne Betäubung.

FAZIT: Auch die Politik ist weiterhin in der Pflicht, Gesetze zu schaffen, die das Tierwohl konkret und im Alltag verbessern!

Was gibt’s Neues? Zeit-Phänomene

Im Vergleich zu 1982 gibt es heute deutlich mehr:

+ Hundetrainer und Hundetrainerinnen

+ Hunde- und Katzenrassen

+ Haustiere in deutschen Haushalten

+ Zubehör und Ausstattung für Haustiere

+ Bedrohte Tierarten

+ Namen für Hunde und Katzen

+ Tierheime und Tierschutzvereine

+ Online-Zoofachhandel

+ Illegalen Welpenhandel (vor allem im Internet)

+ Geschmuggelte exotische Wildtiere

Welche Phänomene werden die kommenden 40 Jahre prägen? Wir können mitgestalten – mit Ihnen, liebe Leserschaft, und mit den Organisationen, die so wichtige Arbeit für Tiere leisten. Für ein gemeinsames Ziel: das Tierwohl und das Glück, mit Tieren zu leben.

Tiere können noch viel mehr

2011 – Alle mal lachen! Lange wurde Tieren abgesprochen, Emotionen zu haben. Erst vor zehn Jahren erschien dieser große Artikel zum Thema „Lachen im Tierreich“. Erst vor zehn Jahren?!

Es erscheint mir fast eigenartig, dass wir Menschen so spät erst angefangen haben, Tieren Gefühle zuzutrauen. Aber es war und bleibt ein heiß diskutiertes Thema. Bei meinem Streifzug habe ich viele Artikel entdeckt, die belegen, dass Tiere viel mehr können und in ihrem Wesen viel mehr sind, als der Mensch lange Zeit geahnt hat. Diese Forschung und genau solche Artikel finde ich wegweisend. Denn nur, wenn wir Tiere in ihrer erstaunlichen Ganzheit erkennen, werden wir sie auch in Zukunft gut (oder hoffentlich noch besser) behandeln. Das wäre mein Wunsch für die nächsten 40 Jahre!

Seit fast 20 Jahren ...

... arbeite ich bei „Ein Herz für Tiere“. In dieser Zeit habe ich nicht nur wahnsinnig viel über die Haltung von Haustieren gelernt, sondern hatte unzählige unvergessliche Erlebnisse. Persönliche Besuche bei unseren Leserinnen und Lesern sind mir genauso in Erinnerung geblieben wie die Blicke hinter viele Kulissen – bei Dreharbeiten, in Tierheimen und Zoos, bei Züchtern, Messen und Shows. Am meisten Angst hatte ich tatsächlich bei meinem Fotoshooting für ein Rasseporträt über Dobermänner. Zum Glück sieht man das auf den Bildern aber nicht.