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Unsere grünen Kraftquellen


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Frau im Spiegel - epaper ⋅ Ausgabe 27/2022 vom 29.06.2022
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Bildquelle: Frau im Spiegel, Ausgabe 27/2022

Dem Körper Gutes tun

Barbara Becker, 55

„Ich bin ein Waldkind“

Sie ist eine Expertin, wenn es um das Thema gesunder Körper geht. Kein Wunder, dass Barbara auch das Waldbaden für sich entdeckt hat. „Es geht darum, den Wald mit all seinen fünf Sinnen zu erleben und zu genießen. Und so seinem Körper etwas Gutes zu tun – und das in der wunderbaren Natur“, fasst sie zusammen. „Ich bin ja ein ‚Waldkind‘. Ich bin sozusagen im Wald geboren da ich aus dem Schwarzwald komme“, erzählte sie mal in einem Interview.

Blumen sind das Lächeln der Erde“, sagte der US-amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson (1803–1882) einmal. Wie recht er hatte. Ein Stück Natur in den eigenen vier Wänden zu haben hilft uns, inneren Frieden zu finden. Pflanzen sind eben mehr als Deko-Elemente, wie auch eine Studie der Universität Genua in Italien zeigte. Die Forschenden hatten mehr als 4000 Teilnehmer aus 46 Ländern zu ...

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... ihrer Wohnsituation in der Corona-Pandemie befragt und dazu, wie es ihnen in den Lockdown-Monaten März bis Juni 2020 ergangen war. Tatsächlich fühlten sich Menschen, die viele Pflanzen zu Hause hatten, weniger stark belastet als Personen mit wenigen bis gar keinen Zimmerpflanzen. Außerdem sagten viele der Befragten, dass sie sich während des ersten Lockdowns mehr Grün in ihrer Wohnung gewünscht hätten.

Sie stärken die Selbstwirksamkeit: Wie lässt es sich erklären, dass Grünes die Seele streichelt? Zum einen schaffen die Pflanzen eine Wohlfühl-Atmosphäre. Laut Psychologen werden Zimmer, in denen sich viele Pflanzen befinden, oft als schöner und gemütlicher erlebt. Zum anderen brauchen die grünen Mitbewohner unsere Aufmerksamkeit. Wir

müssen sie gießen und düngen. Dieses aktive Kümmern gibt uns ein Gefühl von Kontrolle und Selbstwirksamkeit. Denn wenn sich die Pflanze dann prächtig entwickelt, darf man sich auf die Schulter klopfen: „Das habe ich selbst erschaffen.“ Und dies stärkt wiederum das Selbstbewusstsein und den Glauben daran, das eigene Schicksal selbst in der Hand zu haben.

Gartenarbeit baut Stress ab: Wer das Glück hat, draußen pflanzen, schneiden und jäten zu können, profitiert nicht nur von der frischen Luft. Eine holländische Studie bestätigte: Die Arbeit im Grünen tut der Gesundheit insgesamt gut. Denn Hobbygärtner sind in den Sommermonaten körperlich aktiver als Gartenlose. Außerdem hilft das Werkeln mit Sträuchern und Blumen, Stress abzubauen: Messungen zeigten, dass erhöhte Werte des Stresshormons Kortisol schon nach einer halben Stunde um 22 Prozent gesenkt waren. Die Kontrollgruppe hatte im Haus ein B ch gelesen und kam damit nur auf 11 Prozent weniger Kortisol. Messungen der Gehirnaktivität wiesen zudem nach, dass Gartenarbeit die Hirnströme ausgleicht, Störungen weggeschaltet und unsere grauen Zellen effizienter funktionieren lässt. Daher können bereits 20 Minuten Pflege des eigenen Grünareals wie ein kurzer Erholungsurlaub wirken.

Mal im Wald baden: Sie haben keinen Garten? Kein Problem. In Japan wird der Wald schon seit 1982 als Therapieraum für l

Zahl der Wo che

, Milliarden Euro pro Jahr geben die Deutschen im Schnitt für Zimmerpflanzen aus

Zog raus ins Grüne

Judith Rakers, 46

„Im Garten schalte ich auch digital ab“

Die Sehnsucht nach der Natur wurde so groß, dass die Moderatorin aufs Land zog. Heute hat sie einen gr0ßen Garten und zieht ihr Gemüse selbst, was sie total entspannt. „Was auch guttut, ist das digitale Abschalten: Früher war ich nervös, wenn ich im Café mein Handy nicht dabeihatte. Heute werkle ich fünf Stunden im Garten und merke später: Da liegt mein Handy, das gibt’s ja auch noch.“

HEILPFLANZEN, DIE UNS NEUE ENERGIE SCHENKEN

. Rosmarin Wenn bei Hitze der Kreislauf schwach wird, lähmt uns Antriebslosigkeit. Die grünen Nadeln des Mittelmeergewürzes (Foto l.) bringen wieder Schwung ins Leben. Ihre ätherischen Öle Cineol und Kampfer kurbeln den Kreislauf an.

Anwendung: 1 TL zerkleinerte Rosmarinnadeln mit 200 ml Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen. Lauwarm trinken.

. Melisse Wer einen guten Schlaf hat, ist fit und energiegeladen für den kommenden Tag. Melissenkraut wird von jeher zur Nervenberuhigung und als einschlafund durchschlafförderndes Mittel eingesetzt.

Anwendung: Aus 5 bis 6 EL Melissenblättern und 500 ml Wasser einen Sud kochen, 15 Minuten ziehen lassen, ins körperwarme Badewasser geben. 20 Minuten darin entspannen. .

Ginkgo Bei Problemen mit der Konzentration liegt man mit den Blättern des Ginkgo-biloba-Baums (Foto u.) richtig. Denn ihre Wirkstoffe verbessern die Durchblutung des Gehirns und damit seine Sauerstoffversorgung.

Anwendung: Als Extrakt (z. B. Ginkobil, rezept- frei, aus der Apotheke). .

Eukalyptus Man kennt ihn als Mittel gegen Husten. Doch die ätherischen Öle von Eukalyptusblättern wirken auch erfrischend und klären den Kopf. Anwendung: Als Aromatherapie ein Raumspray verwenden oder 5 Tropfen Eukalyptusöl in eine Duftlampe geben.

Mäht auch mal den Rasen

Wotan Wilke Möhring, 55

„Entspannt im Grünen“

Der „Tatort“-Star erholt sich gern in der Natur. Seinen 54. Geburtstag verbrachte er in einem Haus im Grünen – und war sich zum Rasenmähen nicht zu schade. Er postete ein Foto von sich, das ihn offensichtlich gut gelaunt auf einem Rasentraktor zeigt. So hätten wir auch Spaß beim Grasstutzen!

Gestresste genutzt. Shinrin-yoku heißt es dort, bedeutet auf Deutsch: „Baden in der Atmosphäre des Waldes.“ Was vielleicht esoterisch klingt, ist wissenschaftlich gut belegt: Eine japanische Studie wies nach, dass der Wert des Stresshormons Cortisol bereits nach 20 Minuten Aufenthalt im Wald deutlich sinkt, der Puls langsamer wird und sich der Blutdruck normalisiert. Dagegen fährt das vegetative Nervensystem hoch, das unter anderem für die Regeneration von Körper und Psyche verantwortlich ist. Damit nicht genug. Ein Forscherteam der Nippon Medical School Tokio unter der Leitung von Prof. Qing Li wies nach, dass sich durch das Einatmen der Waldluft bestimmte Killerzellen des Immunsystems messbar vermehren. Wie ist das möglich? Für diese Wirkung sind sogenannte Phytonzide verantwortlich. Bäume geben sie in die Luft ab, um Schädlinge abzuwehren – und schützen so auch uns. Eine schöne Symbiose von Baum und Mensch. ◼

ELLEN WARSTAT

Extrem naturverbunden

Jennifer Garner, 50

„Ich liebe Gartenarbeit“

Auf Instagram zeigt die Schauspielerin in einem Filmchen, wie sie eigene Karotten erntet. Dazu schreibt sie: „Fun Fact: Für das Gemüse zu singen hilft ihm zu wachsen.“ Tatsächlich liebt die sympathische Dreifach-Mama die Arbeit im Garten. Ihre Familie besitzt seit Generationen eine eigene Farm in Locust Grove, Oklahoma. Auch dort legt sie Hand an und ist stolz, dass alles in Bio-Qualität wächst.

DA BLÜHT DIE PSYCHE AUF

. Azalee schenkt Entspannung In japanischen Gärten steht sie mit ihren fröhlichen, farbintensiven Blüten für Ruhe und Nervenstärke. Außerdem bauen Azaleen chemische Schadstoffe ab. Die ursprüngliche Waldpflanze mag es halbschattig und eher kühl. .Orangenbäumchen

löst Stress auf Seine Blüten und Blätter verströmen einen belebenden Zitrusduft, der die Stimmung aufhellt, Ängste lindert und die Konzentrationsfähigkeit erhöht. Der Import aus dem Süden liebt sonnige, warme Standorte.

. Begonie macht gute Laune Die heitere Ausstrahlung der aus Brasilien stammenden Pflanze wirkt anregend und lässt neue Ideen entstehen. Sie bevorzugt halbschattige bis schattige Plätze.

. Kamelie öffnet die Seele Sie soll verschlossenen, schüchternen Menschen helfen, sich zu öffnen und Kraft zu schöpfen. Ideal fürs Schlafzimmer, da sie es kühl und halbschattig mag.