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Unsere Wünsche für WoW im Jahr 2020


PC Games MMORE - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 18.12.2019

Nach mehr als einem Jahr Battle for Azeroth lassen wir die Erweiterung Revue passieren und äußern entsprechend unsere Wünsche für 2020.


Artikelbild für den Artikel "Unsere Wünsche für WoW im Jahr 2020" aus der Ausgabe 1/2020 von PC Games MMORE. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: PC Games MMORE, Ausgabe 1/2020

Gefühlt gestern war es, als wir auf 2018 zurückgeblickt und unsere Wünsche für das Jahr 2019 in WoW geäußert hatten, dabei ist das vor einem Jahr in Ausgabe 01/2019 gewesen. Dieses Mal begutachten wir aber nicht nur ein paar Monate einer Erweiterung, sondern schauen uns an, was sich seitdem in WoW getan hat – und formulieren mit diesem Wissen im Hinterkopf erneut unsere Wünsche fürs nächste Jahr.

Übergriffe als eine Prise WoW: Legion

Dass ein ordentlicher Brocken der ...

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... Spielerschaft sich nach Legion oder zumindest Teilen dieser Erweiterung zurücksehnt, ist kein Geheimnis. Kein Wunder also, dass sich die Entwickler die Features von Legion angesehen und sich von ihnen erneut inspirieren lassen haben. So lässt sich vermutlich die Einführung der Fraktionsübergriffe in Patch 8.1 erklären: Zu festen Zeiten fallen Allianz und Horde in den unterschiedlichen Gebieten von Kul Tiras oder Zandalar ein. Mal wehrt ihr dann beispielsweise als Hordler einen Angriff ab, ein anderes Mal seid ihr selbst Teil der Invasion, wenn etwa Drustvar zum Ziel wird. Diese speziellen Weltquests sind für einige Stunden verfügbar und locken mit zusätzlichen Kriegsressourcen, Azeritmengen oder Gold. Anfangs hatten sich die Übergriffe noch gelohnt, denn dabei winkte immer ein garantiertes Ausrüstungsstück der Itemlevelstufe 370 – ihr wisst aber selbst, dass das inzwischen niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlockt. So dienen diese Weltquests, deren Belohnungen gleich geblieben sind, nur noch als Aufrüstungsmöglichkeit für Alts. Oder aber zum einfacheren Erledigen von Abgesandtenquests, die euch in bestimmte Regionen von BfA entsenden. Denn durch die Einführung eines Paragon-Ruf-Systems lohnt es sich ja weiterhin, Weltquests für die unterschiedlichen Gruppierungen zu erledigen.

Ist Azerit endlich besser integriert?

In Patch 8.1 haben die Entwickler mit den neuen Azeritrüstungen allmählich dafür gesorgt, dass die von vielen Spielern kritisierten Items endlich ansprechender wurden. Denn nicht nur haben einige Azerit-Perks, die auf bestimmte Spezialisierungen abgestimmt waren, neue Funktionen bekommen, die für interessantere Spielweisen sorgen. Obendrauf kamen auch weitere Ringe für die Azerit-Perks. Entsprechend boten Azeritrüstungen mehr Boni und waren somit auch deutlich anpassungsfähiger. Jedoch blieb es bei dem Eindruck, den wir schon vor einem Jahr hatten: Es wird immer die „optimalen“ Zusammenstellungen geben. Add-ons wie AzeritePowerWeights verraten beispielsweise in klaren Zahlen, welche Perk-Kombinationen in Simulationen für die höchsten DpS- und HpS-Zahlen sorgen. Dennoch können Tüftler immer noch überlegen, ob sie nicht mit einer alternativen Spielweise, mit anderen Perk-Combos, genauso klarkommen. Patch 8.2 hat das leidige Azeritsystem doch noch in einen Bereich gebracht, in dem viele zufrieden sind: mithilfe der sogenannten Essenzen. Weg von den Perks der Azeritrüstungen haben die Entwickler so den Fokus auf das Amulett Herz von Azeroth selbst gelenkt, das bis dahin nur als öder Stat-Klumpen diente. Über besondere Quests und Herausforderungen holen wir nämlich neue Fertigkeiten und Zauber ins Repertoire unserer Helden. So gibt es beispielsweise über Mythisch-Plus-Dungeons den Zauber Fokussierungsiris, mit dem ihr einen glühenden Azeritstrahl loslasst, der alle Gegner vor euch mit Feuer trifft. Oder ihr holt euch vom Rostbolzenwiderstand in der Zone Mechagon das Reinigungsprotokoll, mit dem ihr einen mächtigen Laser auf einen Bereich feuert. Insgesamt gibt es über 20 solcher Essenzen, alle mit besonderen Anforderungen fürs Freischalten. Ein paar davon sind auf bestimmte Klassen und Rollen wie DpS oder Heilung beschränkt. Die Entwickler halten an diesem System auch fest und liefern mit Patch 8.3 weitere Essenzen, die entsprechend der N’Zoth-Thematik des Updates auch Namen tragen wie „Berührung des Ewigwährenden“. Es bleibt interessant: Welche Elemente des Azeritsystems werden in Shadowlands noch Verwendung finden? Wir wissen dank der BlizzCon jedenfalls, dass es kein mühseliges Artefaktmacht-Farmen in der nächsten Erweiterung mehr geben soll. Aber was ist mit Azeritrüstungen? Und mit den Essenzen? Zweifellos kann uns das Farmen von Artefaktmacht am Ende des Tages gestohlen bleiben, denn nur deswegen haben sich manche Spieler überhaupt dem Teil von Battle for Azeroth gewidmet, den wir als Nächstes betrachten …

Essenzen haben dem Herz von Azeroth Leben eingehaucht, denn die besonderen Fähigkeiten sind teilweise echt Bombe.


Die Fraktionsübergriffe haben als cooles Feature angefangen, sind jedoch inzwischen ziemlich bedeutungslos – die Ausrüstung reizt kaum einen Spieler mehr.


Inselexpeditionen, Kriegsfronten – da war doch was

Eines der Musterbeispiele für die unbeliebten Aspekte von Battle for Azeroth: die Inselexpeditionen. Vorab als großes Feature der Erweiterung angekündigt, kamen nach Release schnell die Kritiken. Es fühlt sich ohne Loot sinnlos an, die Belohnungen sind zu zufällig, es ist zu hektisch und zu stumpf. Und diese Vorwürfe … sind ziemlich korrekt. Was ein spaßiges Mini-Abenteuer für zwischendurch hätte sein können, wurde durch die unvorhersehbare Ausbeute vor allem zu einem Frustfest für Leute, die überhaupt an Haustieren, Spielzeugen & Co interessiert waren. Vor allem Hardcore-Spieler nutzten die Inselexpeditionen bis zum Erbrechen, denn sie stellen nach wie vor eine formidable Möglichkeit dar, um an Artefaktmacht zu kommen. Wer also höchstmögliche Stufen fürs Herz von Azeroth haben möchte, schippert sehr oft zu den Eilanden. Mit Spaß oder Herausforderung hatte das aber nichts zu tun. Inzwischen gibt es wenigstens garantiert Seefahrerdublonen für den Abschluss einer Inselexpedition, wodurch Spieler nach und nach die Währung für einige Transmog-Gegenstände beim Händler der Inselexpeditionen sammeln können. Ein echter Hit sind die Inselexpeditionen dadurch aber auch nicht geworden. Sammler haben trotzdem einigermaßen ihren Spaß damit – vor allem, wenn sie Interesse an jeder Azeritessenz haben, denn nur so kommt ihr an die Resonanz der Weltader, die dort zu holen ist und unter den richtigen Bedingungen solide Schadenszahlen abliefert.

Den Kriegsfronten ist es ähnlich wie den Expeditionen ergangen, denn keiner investiert mehr gerne Zeit in diesen Inhalt, wenn er sich auch stattdessen unzähligen anderen widmen kann, die ihm vermutlich mehr Spaß und Belohnungen einbringen. Ebenfalls wie die Ausflüge zu den Inseln waren die Kriegsfronten eines der neuen Features von Battle for Azeroth. Die instanzierten Kämpfe sollten an die Strategiespiele im Warcraft-Kosmos erinnern, sind aber nur eine künstlich in die Länge gezogene Geduldsprobe. Auch die zweite Kriegsfront an der Dunkelküste und eine heroische Version der Arathi-Kriegsfront ändern nichts an der Tatsache, dass dem Spielmodus der Anspruch fehlt. Die zähe Progression der Schlacht sorgt diesbezüglich für noch mehr Langweile. Nur leidenschaftliche Sammelfreunde erfreuen sich noch an jeder Menge Spielzeugen, Haustieren und Mounts, die im Kriegsfront-Gebiet selbst mit viel Glück zu erbeuten sind. Moment, wo wir bei diesem Thema Reittiere sind …

Auf in die Luft, werter Gaul!

Seit Patch 8.2 ist es auch endlich soweit: Der zweite Teil des Pfadfinger-Erfolgs ist endlich in Battle for Azeroth verfügbar. Mit seiner Hilfe können sich Spieler auf Flug-Mounts von der Schwerkraft verabschieden und die Gebiete Kul Tiras, Zandalar sowie Mechagon und Nazjatar von oben begutachten. Aber dieses Feature ist für viele Spieler kein richtiger Bonus, sondern eher das, was sie grundsätzlich erwarten, insbesondere beim Erkunden der Region Nazjatar. Jede Menge Felsen, Hindernisse, verschlungene Pfade und Gegner an jeder Ecke haben den Eindruck erweckt, als ob die Entwickler hier fliegende Reittiere einfach voraussetzen. Fleißige Helden konnten sich schon nach kurzer Zeit in die Lüfte erheben, andere arbeiteten eine Weile an den notwendigen Rufvoraussetzungen. Parallel dazu haben die Entwickler auch Ausrüstung für Mounts eingeführt. Mit der kann jedes Reittier lernen, auf dem Wasser zu watscheln, schneller zu galoppieren oder auch Benommenheitseffekte bei Angriffen zu ignorieren. Für einige Spieler war das aber ein denkbar merkwürdiger Zeitpunkt, das Feature einzuführen – ein Großteil dieser Funktionen ist mit freigeschalteter Flugmöglichkeit belanglos. Schade ist zudem, dass der Sockel für so ein Mount-Upgrade für alle Reittiere gilt. Ihr könnt euch also nicht einen sehr schnellen Raptor und gleichzeitig einen wasserlaufenden Drachen basteln, um allzeit bereit zu sein. Ihr müsst euch für eine Option entscheiden. Der Wasserschreiter aus Mists of Pandaria hat jetzt sein Alleinstellungsmerkmal verloren – Besitzer des Krabbeltierchens haben aber kostenlos eine Wasserschreiter- Ausrüstung für ihre Mounts bekommen.

Die Freischaltung von Fliegen in Patch 8.2 hat dem parallel erschienen Feature der Reittier-Ausrüstung etwas die Show gestohlen.


Der herausfordernde Mega-Dungeon Operation: Mechagon steckt voller Mechaniken (ha!), die eure Gruppe blitzschnell auf die Matte befördern können.

Die neuen Gebiete: Nazjatar und Mechagon

Blicken wir auf das vergangene Jahr in WoW zurück, stechen vor allem zwei Dinge heraus, zwei Landmassen eher gesagt: Nazjatar und Mechagon. Als Teil des großen 8.2-Updates haben die beiden Gebiete eine Flut an Inhalten ins Spiel gebracht. Durch die krassen optischen und inhaltlichen Unterschiede gab es auch für unterschiedliche Spielertypen jeweils Reize, sich in die neu entdeckten Lande zu stürzen. Nazjatar, das noch Minuten vor unserer Ankunft tief unter dem Wasser gelegen hat, erfüllt die Träume von Hobby-Atlantern, die gerne auf dem Meeresgrund spazieren gehen würden. Mechagon hingegen verabschiedet sich fast schon vom Fantasy- Genre und dreht sich ums Basteln, Tüfteln und Verschrotten fieser Roboter. Dabei ist jedoch anzumerken, dass die Implementierung der Schrottinsel etwas merkwürdig ist: Spielen wir einfach die Geschichte von Battle for Azeroth, dann treibt es uns auf natürlichem Wege nach Nazjatar, wo die Nagakönigin Azshara auf uns gewartet hat und wo N’Zoths Gefängnis zu finden ist. Mechagon hingegen kann ein Spieler völlig ignorieren, wenn er sich nicht bewusst dazu aufmacht, die Quest dafür zu anzugehen. Zur bisherigen Kriegskampagne passt das Schrottplatz-Abenteuer definitiv nicht. Regelrecht losgelöst und isoliert wirkt das Ganze, was für manche Spieler auch ein Segen ist: Wer nämlich die Schnauze voll von BfA hat, kann dort Jagd auf eine Heerschar an Rar-Mobs machen, allerlei nützliche und cool aussehende Erfindungen zusammenschrauben (z. B. mechanische Tiere als Mounts) oder sich der Herausforderung von Operation: Mechagon stellen. Der Mega- Dungeon ist nur im mythischen Modus verfügbar, aber Versionen für Heroisch und Mythisch-Plus sollen in Patch 8.3 kommen. Entsprechend fordernd ist das Ganze – und das kommt auch gut bei Spielern an. Denn die Mechaniken im Dungeon sind zwar fair, aber knüppelhart. Einmal nicht aufgepasst? Schon kann es im Kampf schnell bergab gehen. Wer also in WoW auf der Suche nach einer schönen Herausforderung ist, der sollte sich unbedingt mal ins Abenteuer des Dungeons in Mechagon stürzen.

Im Gebiet Mechagon können wir uns allerlei Sammlungen widmen – und so auch unsere eigene mechanische Spinne zum Reiten basteln.


In Nazjatar indes gibt es wie gewohnt viele Weltquests (anders als in Mechagon), die uns etwa mit Manaperlen belohnen. Diese Ressource lässt uns benthische Ausrüstung verbessern, ebenfalls eine Neuerung aus Nazjatar. Mit ihr lassen sich inzwischen kinderleicht Alts ausstatten, zudem sieht das korallenbedeckte Outfit echt cool aus. Gute Ausrüstung ist auch nötig, wenn man sich in den Raid in diesem Gebiet begeben möchte: Der Ewige Palast ist noch eine Spur fordernder als die Schlacht von Dazar’alor, nicht nur was das nötige Itemlevel angeht. Doch die abwechslungsreichen Boss-Kämpfe und ausgewogenen Mechaniken sorgen dafür, dass der Ewige Palast definitiv positiv in die Geschichte der WoW-Raids eingehen dürfte. Apropos, war da nicht noch ein weiterer Raid letztes Jahr? Der Tiegel der Stürme öffnete in Patch 8.1.5 seine Pforten und war … interessant. Der bockschwere Filler-Schlachtzug sollte die Zeit bis Ewiger Palast überbrücken und stellte definitiv eine coole Herausforderung dar, doch wenn selbst Top-Gilden, die sich sonst auf jeden Raid stürzen, sagen „Ne, danke“, wird klar: Stattdessen können sich Spieler auch weiterhin in den Schlachtzug die Schlacht von Dazar’alor begeben oder anderen Inhalten widmen.

Lichtblick Patch 8.3

Das letzte Update, das uns in Battle for Azeroth noch bevorsteht, verspricht spannend zu werden: Endlich geht es dem alten Widersacher N’Zoth an den Kragen. Schreckliche Visionen als lohnenswerte Solo-Abenteuer und als Instanzen mit Freunden? Die Abschaffung von Kriegs- und Titanengeschmiedet in diesem Update?? Sag mal, wo ist jemand zum Kneifen, wenn man ihn braucht? Na gut, es geht erst einmal nur um die neuen Ausrüstungsgegenstände aus Patch 8.3, die kurzerhand durch „verderbte“ Items mit Boni und Mali ersetzt werden. Dieser Testlauf dürfte aber darüber entscheiden, was aus dem von vielen gehassten Kriegs-/Titanengeschmiedet wird, das durch seinen Zufallsfaktor für Ärger sorgt. Außerdem kommen die Vulpera und die Mechagnome als neue Verbündete Völker ins Spiel – der Autor dieser Zeilen freut sich dabei unironisch auf die flauschigen Vulpera. Die gruseligen Frankenstein-Gnome? Nein, danke. In dieser Hinsicht wird es mit Patch 8.3 einiges Neues zu tun geben. Ob all diese Inhalte auch bis zum Release der Erweiterung Shadowlands unterhalten können? Das steht noch in den Sternen.

Lady Aschenwind im Ewigen Palast hat so manchen Progress-Raid zum Halt gebracht; für manche war sie purer Frust, für andere eine tolle Herausforderung.

Mit Patch 8.3 kommen Vulpera für die Horde und Mechagnome für die Allianz als Verbündete Völker ins Spiel.


Meine Wünsche für WoW 2020

Jetzt wissen wir, was das vergangene Jahr in WoW abgeliefert hat, und haben auch Einblick in die kommenden Inhalte – was soll man sich da noch wünschen? Ich habe beim Schreiben dieser Zeilen natürlich auf meinen Text vom letzten Jahr zurückgeblickt und gemerkt, dass einige meiner Wünsche ja sogar in Erfüllung gegangen sind. Inselexpeditionen liefern jetzt zuverlässig Dublonen, sodass ich irgendwann garantiert genug habe, um auf einem Papagei herumzufliegen. Ob ich natürlich Lust auf die Expeditionen selbst habe, ist eine andere Geschichte. Außerdem gab es noch den Wunsch, andere Wasserläufer- Mounts zu bekommen – siehe da, durch Reittierausrüstung ist das möglich und ich muss nicht auf das komische Krabbeltier klettern, um flink über Seen und Flüsse zu reiten.
Ein Wunsch von mir wurde technisch gesehen noch nicht erfüllt, doch ich weiß, dass es noch passiert: Shadowlands wird erweiterte Optionen für die Charakteranpassung mit sich bringen. So bekommen beispielsweise Zwerge schicke Tattoos, Untote dürfen sich vom krummen Rücken und sogar herausguckenden Knochen befreien, während Trolle coole Körperbemalungen erhalten. Zudem hat Game Director Ion Hazzikostas auch auf der BlizzCon scherzhaft erklärt, dass wir in Shadowlands Augenfarben unabhängig von Gesichtern wählen dürfen – die Technologie sei endlich soweit. Obendrauf noch eine Menge neuer Frisuren, entsprechend ist mein Rollenspielerherz wahrlich am Jauchzen. Dennoch habe ich auch noch so manchen Wunsch offen, der mir persönlich den Spielspaß in WoW vergrößern würde. Nach wie vor sehne ich mich nach einer Option, um eine Kurzfassung der Geschehnisse in der Geschichte zu bekommen. Spielt man nämlich ausschließlich Horde oder Allianz, verpasst man so manche Entwicklung, die für das ein oder andere „Ach so!“ sorgen könnte.

Anreiz für mehrere Charaktere

Ein Problem, das in WoW wirklich Frust garantiert, ist die Menge an Systemen und Hürden, die dafür sorgen, dass es keinen Spaß macht, mehrere Charaktere zum Spielen zu haben. Gemeint sind damit die vielen Aspekte, die charaktergebunden, nicht accountgebunden sind. Ein aktuelles Beispiel bleiben die eigentlich coolen Essenzen, mit denen wir Fähigkeiten fürs Herz von Azeroth freischalten. Hier wäre eine accountweite Nutzung wirklich ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn man nämlich zum Beispiel den Ruf beim Rostbolzenwiderstand noch einmal nach oben bringen muss, um das Reinigungsprotokoll freizuschalten? Das ist alles andere als spaßig. Ganz zu schweigen vom Herz von Azeroth selbst. Das levelt sich zwar inzwischen deutlich schneller als bei frisch angekommenen Abenteurern am Start von BfA, unterhaltsam ist es aber trotzdem nicht, die Stufe des Herzens zu steigern. Vor allem in der Erweiterung, die Verbündete Völker en masse abgeliefert hat, ist es widersprüchlich, dass wir einen Heidenaufwand betreiben müssen, um sie anständig spielen zu können. In anderen Bereichen gibt es schon gute Ansätze: Die benthischen Rüstungsteile aus Nazjatar machen zum Beispiel die Versorgung anderer Helden desselben Accounts mit Items viel einfacher als es vorher der Fall war. Im kommenden Patch 8.3 soll es auch erneut Catch-up-Items geben, mit denen wir unsere schwächeren Helden versorgen. Dafür müssen wir dann nur die Überfälle von N’Zoths Truppen in Uldum und im Tal der Ewigen Blüten abwehren. Die Entwickler scheinen sich insgesamt des Problems bewusst zu sein, wenn es um das Spielen von vielen Alts geht. In Shadowlands werden deswegen Weltquests und andere Mechanismen direkt für levelnde Charaktere nach eurem Main verfügbar sein. Diesbezüglich bin ich sehr gespannt, wie die Umsetzung aussehen wird.

Dank benthischer Ausrüstung können wir seit Patch 8.2 auch unsere weniger gespielten Helden mit passabler Rüstung ausstatten.


In Patch 8.3 steht noch der Kampf gegen N’Zoth persönlich bevor. Der Raid-Eingang befindet sich wohl im Tal der Ewigen Blüten oder Uldum.


Lasst euch Zeit mit Shadowlands

So widersprüchlich das klingt, aber: Natürlich wünsche ich mir, dass die Zeit zwischen Patch 8.3 – dem Letzten für BfA – und dem Release von Shadowlands nicht zu lange dauert. Immerhin wollen wir keine völlige Dürreperiode. Aber noch während ich darüber nachdenke, kommt mir ein wichtigerer Wunsch in den Sinn: Hoffentlich verläuft die Entwicklung von Shadowlands nicht zu gehetzt. Ich wünsche mir inständig, dass Shadowlands erscheint, wenn es auch in einem tollen Zustand ist, mit gut durchdachten Features und insbesondere mit gelernten Lektionen aus Battle for Azeroth. Wenn es deswegen vielleicht sogar erst Anfang 2021 erscheinen kann? Dann soll es eben so sein.

Rückkehr zu Klassen-Rüstungen

Nennt es Tier-Sets, Artefaktwaffen oder sonstwie: BfA hat demonstriert, wie öde Ausrüstungsgegenstände ausfallen können, wenn sie sich nichcbt an bestimmte Klassen richten. Zwar haben die Entwickler behauptet, dass sie Ressourcen in besonders prächtige Sets stecken können, wenn sie nicht für jeden Krieger, Mönch oder Priester ein Design umsetzen müssen, aber wo sind denn diese prächtigen Sets, die die vorangegangen in den Schatten stellen sollen? Insofern sage ich einfach mal plump: Bringt die Klassen-Rüstungen zurück! Die waren ne coole Sache!

Ein runder Abschluss von BfA

Mit Patch 8.3 steht die legendäre Konfrontation mit N’Zoth bevor, der seinen über Jahrtausende ausgeheckten Plan in die Tat umsetzen will. Es ist fast schon schade, dass ich diesen Wunsch aussprechen muss: Bitte wird das Ganze ein cooles Finale. Die Story der aktuellen Erweiterung hatte definitiv ihre Momente, aber war als Gesamtstück eben doch durchwachsen – so zufrieden die Entwickler auch damit sein mögen. Hier würde ein toller Abschluss wirklich viel ausmachen. Deprimierend ist ohnehin schon, dass wir durch die ersten Infos zu Shadowlands nicht das Gefühl bekommen haben, als ob N’Zoth dann noch eine Rolle spielen würde. Umso wichtiger also, dass der vieläugige Tentakelkopf mit Pauken und Trompeten sein Ende findet oder anderweitig gut geschrieben wieder in der Versenkung verschwindet.

Susanne Braun

Meine Wünsche für 2020

Lieber Matze, muss ich den Text vom vergangenen Jahr selbst kopieren, oder machst du das für mich? Ich wünsche mir nämlich immer noch, dass in WoW das Levelsystem abgeschafft und stattdessen durch ein System ersetzt wird, das jedem Spieler einfach das zu tun gibt, worauf er Böcke hat. Quester questen, Mythic+-Fans rennen den Dungeon-Bossen die Bude ein, Raider gehen in die Schlachtzüge, Haustierkämpfer spielen ihr Pokémon Light, Mogger sammeln Klamotten, Reiter ihre Mounts, erfolgsgetriebene Helden ihre Achievements und und und … und zwar ohne, dass vorher alle denselben abgeschmackten Tunnel durchschreiten müssen. Ich gewinne immer wieder den Eindruck, dass die WoW-Spieler leveln, weil sie es müssen, nicht, weil sie es wollen. Okay, viele wollen es nicht, einige schon. Aber neue Fähigkeiten und andere Goodies lassen sich auf anderem Wege freischalten, etwa über ein Erfolgsbelohnungssystem oder Ähnliches.
Ich bin gespannt, wie der Level-Squish von Shadowlands sich auswirken wird, der nun allerdings auch nicht viel mehr tut, als die erschreckend hohe Levelzahl um die Hälfte zu reduzieren. Immerhin haben die Leute, die sich beim Hochspielen ihres Helden auf eine Story konzentrieren wollen, künftig auch die Möglichkeit, das zu tun. Ein richtiges Überdenken des angestaubten, ollen Levelsystems erachte ich dennoch als sinnvoller für eine Zukunft mit WoW, liebe Entwickler.

Karsten Scholz

Meine Wünsche für 2020

So beginnt es also bald, mein 15. Jahr mit World of Warcraft. Ich hoffe, es wird ein furchtbar spannendes Jahr. Ein Jahr, in dem ich mit meinem Classic-Schurken den Pechschwingenhort und Zul’Gurub unsicher machen und vielleicht sogar schon mit meinem Server gemeinsam auf die Öffnung von Ahn’Qiraj hinarbeiten möchte. Ein Jahr, das mich aber auch immer wieder zu Retail-WoW hinziehen soll – Patch 8.3 und Shadowlands sei Dank. Hoffentlich fällt die Pause zwischen den beiden Content-Paketen nicht zu groß aus. Wobei, dafür gibt’s ja jetzt Classic. Noch viel wichtiger wäre es mir eh, dass mich Shadowlands wieder so überzeugen kann wie zuletzt Legion. Battle for Azeroth erinnerte von der Qualität her ja doch eher an das durchwachsene Warlords of Draenor. Dafür müssen neue Features wie Torghast, die Pakte oder der Schlund aber mehr begeistern als die Inselexpeditionen und Kriegsfronten. Ich bin vorsichtig positiv gestimmt, da Blizzard nach einer eher enttäuschenden Erweiterung bisher immer besonders beeindruckend abgeliefert hat.

Sebastian Glanzer

Meine Wünsche für 2020

Im Grunde wünsche ihr mir für das WoW-Jahr 2020 keine zu lange Durststrecke zwischen Patch 8.3 und dem Shadowlands-Release – man wird ja wohl träumen dürfen. Da beim Tippen dieser Zeilen der neue Schlachtzug noch nicht spielbar ist, hoffe ich natürlich auch, dass uns Ny’alotha und die anderen Inhalte von Patch 8.3 über mehrere Monate Spaß bereiten werden. Für den Release der Erweiterung will ich ein tolles Pre-Event, wobei man da mit jeder Menge Zombies/Untoter wohl nicht viel falsch machen kann. Ausführliche Hoffnungen und Anliegen für Shadowlands selbst sind wohl noch etwas zu weit vorgegriffen, da es noch keine wirklich handfesten Infos zu den Features gibt. Knackpunkt wird eben wie immer sein, die Beschäftigungs-Features und das, was unsere Klassen am Ende ausmacht, nicht wieder so langweilig, grindy oder kompliziert zu gestalten wie in Battlefor Azeroth. Ansonsten hätte ich in Shadowlands echt gerne eine Auflösung der Geschichte um Sylvanas, die am Ende wenigstens einigermaßen Sinn ergibt.

Philipp Sattler

Meine Wünsche für 2020

Einige der Dinge, die ich mir seit Langem für WoW wünsche, gehen ja bereits mit Patch 8.3 in Erfüllung. Darunter beispielsweise die Abschaffung von Titangeschmiedet oder die Möglichkeit, Legendarys transmogrifizieren zu können. Wenn die Entwickler jetzt noch das Umschmieden zurückbringen würden, wäre ich auf Seiten der Spielmechanik komplett zufriedengestellt. Auch weil spätestens mit Shadowlands ikonische Fähigkeiten der Klassen zurückkehren. So bekomme ich als Paladin endlich meine Auren zurück. Fehlt nur noch das Göttliches Eingreifen, damit ich restlos glücklich bin. Ansonsten wünsche ich mir wie immer, dass die kommenden Schlachtzüge mit epischen und vor allem gut ausbalancierten Kämpfen aufwarten. Zumindest was N’Zoth angeht, habe ich da meine Befürchtungen. Zwei Kämpfe gegen einen Gegner? Das war das letzte Mal mit Todesschwinge der Fall und in meinen Augen ein kompletter Reinfall. Das Wichtigste wäre mir aber, dass die kommende Erweiterung nicht allzu lange auf sich warten lässt. Was wir von Shadowlands sehen konnten, war noch nicht besonders viel und deutet eher auf einen sehr späten Release im kommenden Jahr hin. Da der Ny’alotha-Schlachtzug aber schon Anfang des Jahres kommt, könnte das eine lange Durststrecke werden. Sofern der Raid gut ist, stört mich das wenig. Andernfalls wird es aber zu einem Problem.

Tanja Adov

Meine Wünsche für 2020

Was freue ich mich auf den Beta-Start von WoW: Shadowlands! Die Entwickler lieferten auf der BlizzCon 2019 zwar noch nicht viel handfestes Material zur Erweiterung, trotzdem reichen die ersten Informationen für einen waschechten Hype aus. Eine unbekannte Welt, neue Herausforderungen und eine coole Story, die abseits von Azeroth spielt. Außerdem stehen der Lichkönig und die Todesritter endlich wieder im Mittelpunkt. Seit Wrath of the Lich King war es nämlich erstaunlich still um sie geworden; einer Heldenklasse nicht würdig! Die beste Nachricht ist allerdings, dass es endlich keine Artefakt- und Azerit-Grinds mehr gibt. Klar, der Pakt wird ein ähnliches System haben, dennoch soll das Ganze von einer spannenden Geschichte untermalt werden. Die Story rund um Magni und Co war in BfA mehr als dubios. Natürlich habe ich was Pakte angeht auch schon einen Favoriten: Die Spukwelt von Revendreth passt perfekt zu meinem Blut-Todesritter. Außerdem treffen wir dort auf Kael’thas, den letzten Prinzen der Blutelfen. Ich bin echt gespannt, was aus ihm geworden ist. Die übrigen Totenreiche machen aber auch einen guten Eindruck. Ansonsten habe ich nicht viele Wünsche für 2020, ich bin einfach froh, dass Battle for Azeroth zu Ende geht, auch wenn wir höchstwahrscheinlich bis zum Ende des kommenden Jahres warten müssen. Hauptsache, die Entwickler bleiben auch bei WoW: Shadowlands bei ihren hohen Qualitätsstandards.