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UNTERNEHMENSZUKÄUFE IM RAHMEN DER WACHSTUMSSTRATEGIE


creditshelf - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 22.11.2019
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Bildquelle: creditshelf , Ausgabe 4/2019

Der Vorteil von Zukäufen liegt auf der Hand: Unternehmen können schnell und gezielt wachsen. in den vergangenen Jahren verzeichnete der Markt für Unternehmens- oder Anteilsübertragungen deutliche Zuwächse. Begünstigt wird dieser Trend unter anderem durch das stabil-niedrige Zinsniveau an den Kapitalmärkten.

Wachstum: Auf die Strategie kommt es an
Größere Unternehmen setzen beim Wachstum oft auf die Buy-and-Build-Strategie. Dabei werden mehrere Betriebe einer Branche zugekauft, um eine Unternehmensgruppe aufzubauen. Neben dem Ausbau der Marktmacht lassen sich so auch Synergien nutzen. Ein anderer Zukaufsansatz ist die Diversifi kationsstrategie, bei der es um die Übernahme von Betrieben geht, die sich produktund marktseitig von denen des Käufers unterscheiden. Hier können Ziele sein: das Erschließen neuer Märkte, die Ergänzung des Produktportfolios oder das Vermeiden sowie Minimieren von Risiken. Diversifi kation ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn sich das eigene Unternehmen in einem rückläufi gen Marktumfeld befi ndet.

Wie sollte man vorgehen?
Sobald die grundlegenden Ziele feststehen und die Möglichkeiten bekannt sind, werden ein grober Zeitplan sowie wesentliche Suchkriterien bezüglich der Zielunternehmen erarbeitet und gewichtet. Aus diesen Prämissen lassen sich meist auch Aussagen zum denkbaren Kaufpreis oder dem Finanzierungsbedarf ableiten. Anschließend werden erste Transaktionsunterlagen wie ein Unternehmensprofil erstellt und die Suche am Markt gestartet.

Übernehmen Mittelständler die Suche selbst, sollten sie vor der Kontaktaufnahme mit potenziellen Kandidaten leicht zu beschaffende Informationen begutachten und für sich bewerten. So kann man sich schnell und kostengünstig einen ersten Eindruck verschaffen. Sind externe Berater eingebunden, prüfen diese in der Regel verschiedene Informationsquellen und erstellen zunächst eine sogenannte Longlist möglicher Übernahmebetriebe.

Sie sprechen anschließend auch die Zielunternehmen an, unterstützen bei erstem Interesse beim Schließen einer Vertraulichkeitsvereinbarung und begleiten Gespräche. Prüfen beide Unternehmer-Parteien ernsthaft ein mögliches Engagement, bekräftigen sie dies mit einer unverbindlichen Absichtserklärung. Spätestens hier sollten entsprechende Fachleute den Prozess moderieren, um mögliche zeit- und kostenintensive Missverständnisse zu vermeiden.

Was folgt dann?
Anschließend geht es in die Due-Diligence-Prüfung. Dies ist eine detaillierte Prüfung der wirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Gegebenheiten des Zielunternehmens. Im Ergebnis erhält der Interessent einen Indikator für den Wert des Betriebes, erfährt etwas über die Stärken und Schwächen sowie Risiken eines möglichen Investments. Zuletzt geht es in die Vertrags- und Kaufpreisverhandlungen, im Idealfall mit dem Ergebnis der Unterschrift beider Parteien und der anschließenden Umsetzung der Transaktion.

Transaktionsprozess dauert mindestens ein halbes Jahr
Der Kauf eines „gesunden“ Unternehmens zieht sich in der Regel über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten. Anders beim Erwerb von Firmen in der Krise, zum Beispiel im Rahmen einer Insolvenz: Hier ist schnelles Handeln gefragt, meist innerhalb weniger Wochen oder Monate. Dafür bietet sich in einem solchen Fall eine interessante Gelegenheit: Ist der operative Kern grundsätzlich gesund, können Unternehmer für einen guten Kaufpreis einsteigen und das eigene Wachstum forcieren.

SO FINANZIEREN UNSERE PARTNER IHR WACHSTUM

HÖVER-GRUPE AUS KÜRTEN

Unter dem Motto „Alles aus einer Hand“ bietet die Höver-Gruppe ihren Kunden Full Service von der Konstruktion über die Entwicklung und Produktion bis hin zur Instandsetzung. Das Wachstum der Gruppe liegt bei 25 Prozent pro Jahr – seit 2010 kommt praktisch jedes Jahr ein neues Unternehmen hinzu. Viele Betriebe werden aus der Insolvenz heraus gekauft. Für die Finanzierung der Akquisitionen fragt die Unternehmensgruppe immer auch ein alternatives Angebot bei creditshelf an, um Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken der verschiedenen Finanzierungen miteinander zu vergleichen.

VELOFA CTUR AUS HÜLLHORST

Seit 2011 verleiht das Unternehmen Elektrofahrräder und bietet die passende Infrastruktur wie Abstellanlagen, Software und Service. In 2017 stieß die VELOfactur durch verschiedene Großaufträge an ihre Grenzen: Das Unternehmen war auf eine Vorfinanzierung der Wareneinkäufe angewiesen, um die gestiegene Nachfrage auch bedienen zu können. Als sich keine Bank für die auftragsbezogene Finanzierung finden ließ, wendete sich der Marktführer für Pedelecs an creditshelf und hatte Erfolg. Seither greift VELOfactur immer wieder auf diese Option zurück, um Einkäufe für Projekte im Umfang von 100.000 bis zu mehreren Mio. EUR vorzufinanzieren.

TEGOS AUS OSTRACH

Auch beim Wohnmobil- und Caravanausstatter tegos führte ein Großauftrag zu einem deutlichen Wachstumsschub. Das Unternehmen hatte schon lange und vertrauensvoll mit seiner Hausbank zusammengearbeitet, war aber dennoch auf der Suche nach einem weiteren Partner für eine mehrjährige Überbrückungsfinanzierung. In creditshelf fand tegos schließlich einen zusätzlichen Anbieter, der über ein Netzwerk von akkreditierten professionellen Investoren bequem, schnell und flexibel einen Kredit arrangierte und somit das Wachstum partnerschaftlich unterstützte.

ELEKTRON SYSTEME AUS WEISSENOHE

Der Fertigungsdienstleister für elektronische Komponenten verzeichnet mit dem erhöhten Elektronikanteil in Produkten auch eine wachsende Nachfrage seiner Dienstleistung. Damit geht ein steigender Kapitalbedarf einher, beispielsweise um Materialeinkäufe oder Maschinenanschaffungen vorzufinanzieren. Dem fränkischen Unternehmen sichert eine Kombination aus Hausbank und digitalem Finanzdienstleister die Liquidität für kontinuierliches Wachstum.

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