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Unvergessen: HANS ALBERS (†):Auf der Reeperbahn nachts um halb eins


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Frau mit Herz - epaper ⋅ Ausgabe 17/2019 vom 20.04.2019

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Artikelbild für den Artikel "Unvergessen: HANS ALBERS (†):Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" aus der Ausgabe 17/2019 von Frau mit Herz. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Frau mit Herz, Ausgabe 17/2019

Hans Albers mit seiner Partnerin, der Wienerin Hansi Burg


Hans Albers – der blonde Hans, wie er liebevoll genannt wurde – in den 40er-Jahren mit Schifferklavier und Kapitänsmütze


Seit 1986 steht die Hans-Albers-Statue auf dem Hamburger Hans-Albers-Platz


Albers mit Marlene Dietrich 1930 in „Der blaue Engel“


1954: Der große Albers (l.) mit Filmlegende Heinz Rühmann „Auf der Reeperbahn …“


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Nicht nur, dass er ein großer Mime war – Hans Albers (†68) hatte auch mit seinen Liedern beachtlichen Erfolg. In ihnen stellte er sich nur allzu gern als Haudegen („Flieger, grüß mir die Sonne“), als Seemann („La Paloma“) und als Kavalier („Komm auf die Schaukel, Luise“) dar. Noch heute schunkeln alle nach seinen Liedern und singen sie kräftig mit.

„Große Freiheit Nr.7“

Als echtem Hamburger Jung, am 22. September 1891 im Hamburger Stadtteil St. Georg geboren, war ihm die Hauptrolle des Hannes Kröger in „Große Freiheit Nr. 7“ (1944) wie auf den Leib geschneidert: Als Musiker auf dem Kiez will er seine große Liebe heiraten. Die verliebt sich allerdings in einen anderen. Entsprechend Hans Albers’ größtem musikalischen Erfolg „La Paloma, ade. Seemanns Braut ist die See“ verlässt Kröger mit dem Schiff die Stadt.

Sein Hamburg ließ ihn nie los

Schade, denn Trost hätte er ganz gewiss „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins …“ finden können. Heißt es doch in Hans Albers Lied von 1954: „… ob du’n Mädel hast oder hast keins, amüsierst du dich, denn das findet sich auf der Reeperbahn nachts um halb eins. Wer noch niemals in lauschiger Nacht einen Reeperbahnbummel gemacht, ist ein armer Wicht, denn er kennt dich nicht, mein St. Pauli, St. Pauli bei Nacht.“

Hamburg, die Elbe und der Duft der großen weiten Welt ließen Hans Albers sein ganzes Leben lang nicht los. Auch wenn er selber nie auf die großen Weltmeere hinausfuhr, so musste es doch eine Bleibe am Wasser für Hans Albers sein.

Mit seiner Lebensgefährtin, der Wienerin Hansi Burg (†77), lebte er in einer Villa mit einem riesigen Grundstück am Starnberger See. Hier widmete er sich auf der Höhe seines Ruhms der Rosenzucht, machte Segelpartien und lange Spaziergängen mit Hansi.

Wenn er allein bei einem guten Tropfen und mit einer Zigarre in seinem Bootshaus saß, sehnte er sich nach Hamburg. Einst bestärkte er nachdenklich: „Ich bin ja ein Stück von Hamburg.“

Als Hans Albers merkte, dass er nicht mehr lange zu leben hatte, bat er seinen Chauffeur Paul Schraml (†88): „Paul, du fährst mich heute ein paarmal um den See herum. Ich werde nochmal nach dem Rechten seh’n. Ich glaube, das wird unsere letzte große Ausfahrt.“

Im Alter von 68 Jahren brach Hans Albers während einer Theateraufführung mit schweren inneren Blutungen zusammen und starb drei Monate später am 24. Juli 1960. Zum Abschied rief Regisseur Helmut Käutner (72) dem Seemann Hannes Kröger aus der „Großen Freiheit“ zu: „Tschüss, min Jung.“ Dann erklang noch einmal „La Paloma, ade“.


Fotos: Getty Images (2), imago, picture alliance (3)