Lesezeit ca. 18 Min.

Urbane Biodiversität


Logo von Naturschutz und Landschaftsplanung
Naturschutz und Landschaftsplanung - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 25.02.2022

Stella Weweler et al., Blüherfolg von mehrjährigen Blühflächen in Berlin

Eingereicht am 27. 04. 2021, angenommen am 19. 01. 2022

Abstracts

Lebensräume für Wildbienen und andere Insekten werden immer knapper, denn vor allem durch menschliche Einflüsse gehen immer mehr wertvolle Habitate verloren. Um die Bedeutung von Städten für bestäubende Insekten zu erhöhen, gibt es zahlreiche Bemühungen, durch die Anlage von Wildblumenwiesen urbane Biodiversitätsflächen zu schaffen. In einem Projekt der Deutschen Wildtier Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stadt Berlin wurde eine selbst zusammengestellte Blühmischung auf öffentlichen Grünflächen angesät und von April bis Oktober 2020 auf ihren Blüherfolg hin untersucht. Auf elf Flächen wurde dabei im monatlichen Rhythmus erfasst, welche Nahrungspflanzen für Wildbienen in welcher Anzahl blühten. Die Ergebnisse zeigten, dass von den insgesamt 60 ausgesäten ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 9,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Naturschutz und Landschaftsplanung. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 3/2022 von AGRI-PHOTOVOLTAIK VOR DEM DURCHBRUCH: REFLEKTIERTE LANDSCHAFTSPLANUNG STATT AKTIONISMUS. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
AGRI-PHOTOVOLTAIK VOR DEM DURCHBRUCH: REFLEKTIERTE LANDSCHAFTSPLANUNG STATT AKTIONISMUS
Titelbild der Ausgabe 3/2022 von Jeder fünfte Fisch stirbt bei der Passage von Wasserkraftturbinen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Jeder fünfte Fisch stirbt bei der Passage von Wasserkraftturbinen
Titelbild der Ausgabe 3/2022 von Schmelzwasser beeinflusst Ökosysteme im Arktischen Ozean. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Schmelzwasser beeinflusst Ökosysteme im Arktischen Ozean
Titelbild der Ausgabe 3/2022 von Mikroplastik verbleibt in Flusssediment. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Mikroplastik verbleibt in Flusssediment
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
Naturbasierte Lösungen in Flusslandschaften planen und entwickeln
Vorheriger Artikel
Naturbasierte Lösungen in Flusslandschaften planen und entwickeln
Die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung im Klimawandel
Nächster Artikel
Die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung im Klimawandel
Mehr Lesetipps

... Pflanzenarten 52 % mäßig bis sehr gut zur Blüte gelangten und sich 48 % schlecht bis gar nicht entwickelten. Zudem war nachweisbar, dass das angestrebte lückenlos hohe Blütenangebot von April bis Oktober nicht immer gegeben war. Die Blütenanzahl und -vielfalt war besonders im April und im August stark reduziert. Zudem ließ sich erkennen, dass zweijährige Flächen deutlich artenreicher waren und eine höhere Blütenanzahl aufwiesen als einjährige Flächen. Außerdem konnte gezeigt werden, dass sich auf Mittelstreifen befindliche Blühflächen deutlich schlechter entwickelten als Blühflächen auf anderen Grünflächen.

Urban biodiversity – The flowering success of perennial flowering areas in Berlin and their importance for wild bees

Habitats for wild bees and other insects are becoming scarce as more and more valuable structures are lost due to a variety of causes. In order to increase the importance of cities for pollinating insects, there are numerous efforts to create urban areas of biodiversity by developing wildflower meadows. In a project of the German Wildlife Foundation, in cooperation with the city of Berlin, flowering meadows were developed on public green spaces and examined from April to October 2020 regarding their blossom availability. At eleven meadows (a few months to over a year old), a monthly survey was carried out to determine the variety and quantity of blossoming food plants for wild bees. The results showed that of the total of 60 plant species sown, 52 % established themselves moderately to very well and 48 % developed poorly or not at all. Furthermore, it was proven that the consistently high supply of flowers targeted by the project was not always available from April to October. The number of flowers and species was greatly reduced, especially in April. A further decline in species was evident in August and a decrease in the number of flowers began in September. It could also be shown that the biennial areas were already significantly richer in species and had a higher number of flowers than the annual areas. Finally, it could be shown that flowering areas on central reservations / median strips established themselves more poorly than flowering meadows on other green areas.

1 Einleitung

Städte sind Hotspots der Biodiversität und bieten vielen Wildtieren strukturreiche Lebensräume. Auch ein großer Teil der circa 590 in Deutschland vorkommenden Wildbienenarten ist in Städten zu finden, insbesondere in naturnahen Gärten und Parks, auf ungenutzten Freiflächen und Brachen sowie in Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten (Scheuchl & Willner 2016, Westrich 2018, Zurbuchen & Müller 2012). Doch die urbanen Lebensräume nehmen durch Bebauung, Versiegelung, naturferne Grünflächenpflege und andere Ursachen stark ab. Um diesem Trend entgegenzuwirken, erproben zahlreiche Projekte seit mehreren Jahren die Anlage von arten- und blütenreichen Wildblumenwiesen (Pfau et al. 2020, Ramseier et al. 2016, Warzecha et al. 2018). Diese Maßnahme ist auch Bestandteil des Berliner Wildbienen-Projekts „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf!“, das die Deutsche Wildtier Stiftung im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz seit 2018 durchführt. Mit diesem Projekt soll beispielhaft gezeigt werden, wie öffentliche Grünflächen bestäuberfreundlich aufgewertet werden und so urbane Lebensräume für Wildbienen und andere Insektenarten entstehen können. Hierfür werden artenreiche Blumenwiesen angelegt, Flächen naturnah gepflegt und Nisthabitate wie etwa offene Bodenflächen geschaffen (Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz 2019).

Um zu überprüfen, ob die durchgeführten Maßnahmen den erhofften Effekt bringen, wurde die Vegetation regelmäßig kartiert. Damit sollte ermittelt werden, wie erfolgreich sich die angelegten Blühflächen entwickelten und in welchem Maße diese Ansaaten dazu beitragen könnten, das Blütenangebot für Wildbienen und andere Bestäuber im urbanen Raum zu erweitern. Ziel der Untersuchung war zudem, eine möglichst praxisnahe Methode der Datengewinnung- und Auswertung zu entwickeln. Diese sollte sich direkt auf die Bedeutung der Wiesen für Wildbienen konzentrieren und auch auf andere Projekte übertragbar sein. Mit solchen Daten soll in Zukunft auch möglich werden, die „Pollenleistung“ einer Fläche zu ermitteln und auf den Reproduktionsbedarf von Wildbienen (= benötigte Pollenmenge pro Nachkommen) umzurechnen (Zurbuchen & Müller 2012). Dies würde auch zur Klärung der Pollenkonkurrenz von Wildbienen und Honigbienen beitragen, einem hoch aktuellen Thema (Angelella et al. 2021, Valido et al. 2019).

Ziel dieser Untersuchung war zu überprüfen, ob die ausgebrachten Zielarten in ausreichendem Maß zur Blüte gelangten und somit das für Wildbienen spezifische Nah-rungsangebot nachhaltig verbesserten. Weiterhin sollten Veränderungen im Arteninventar und den zur Blüte gelangten Zielarten zwischen dem ersten und zweiten Etablierungsjahr festgestellt werden.

2 Methodik

2.1 Versuchsflächen und Versuchsdesign

Im vorliegenden Projekt wurden Wildblumenwiesen angelegt, nachfolgend als Blühflächen (BF) bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine generalisierende Studie mit verschiedenen Varianten und eingeschränkter Vergleichbarkeit, die unter Realbedingungen stattfand. Die Auswertung stellt daher einen Trend dar, weil zu viele (teils unplanbare) Variablen wie unterschiedliche Bearbeitung (teils nicht abgesprochene Maßnahmen wie Mahd seitens der Grünflächenämter, unterschiedliche Bodenverhältnisse etc.) auftraten. Daher wurde auf eine statistische Auswertung verzichtet.

Um den Blüherfolg der angelegten BF zu erfassen, wurden die jeweils zu den Begehungsterminen blühenden Pflanzen und deren Blütenanzahl quantitativ zwischen April und Oktober 2020 auf elf Projektflächen im Stadtgebiet Berlin aufgenommen. Die BF wurden zwischen April 2019 und März 2020 angelegt und haben eine Größe von 378 bis 1.788 m². Die Aufnahmen fanden im monatlichen Rhythmus und jeweils zur Monatsmitte statt. Die Hintergrunddaten der kartierten Flächen sind Tab. A2 im Online-Anhang unter Webcode NuL2231 zu entnehmen.

Auf den elf ausgewählten Versuchsflächen wurden je drei Untersuchungsflächen (UF) in einer Größe von 2 × 2m abgesteckt und repräsentativ auf der Fläche verteilt (Abb. 1).

Die Anlage der BF erfolgte zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit einer Basis-Saatgutmischung mit den eigentlichen Zielarten. Diese wurde im Herbst durch Akzeptanzarten und bei der Frühjahrsansaat durch Deckfrüchte ergänzt. (Tab. A2, NuL2231). Um diese differierenden Methoden langfristig vergleichen zu können, wurden geeignete Versuchsflächen für die Kartierung ausgewählt. Zur Bodenvorbereitung wurden alle Flächen gefräst, anschließend wurde ein feinkörniges Saatbett hergestellt. Daraufhin erfolgten eine oberflächliche Aussaat und das Walzen der Fläche. In den ersten sechs Wochen wurden die Flächen je nach Bedarf ein- bis zweimal pro Woche gewässert. Eine Ausnahme bildet die Fläche Spreebogenpark, da diese als einzige Versuchsfläche auch nach diesem Zeitraum regelmäßig bewässert wurde.

Durch die vorliegende Kartierung sollte die Eignung der angelegten BF als Nahrungsquelle für bestäubende Insekten festgestellt werden. Daher wurde nur der Blüherfolg ausgewertet und nicht der Etablierungserfolg der ausgebrachten Zielarten. Letzterer ist vermutlich höher als der festgestellte Blüherfolg, da sich einige Arten möglicherweise in der Fläche etablierten, im Untersuchungszeitraum jedoch nicht zur Blüte gelangten.

Tab. 1: Blüherfolg der 60 Zielarten verteilt über alle Versuchsflächen. Die Werte geben an, auf wie viel der Projektflächen auf der sie ausgesät wurde, die jeweilige Art zur Blüte kam.

2.2 Verwendetes Saatgut

Die Basis-Saatgutmischung, die auf die Bedürfnisse der wichtigsten Wildbienenarten in Berlin abgestimmt ist, setzt sich aus 40 Wildkräuterarten zusammen und wurde als Regiosaatgut der Herkunftsregion 4 (Ostdeutsches Tiefland) gewonnen. Die Mischung (Tab. 1) berücksichtigt sowohl die Pollensammelansprüche vieler spezialisierter (oligolektischer) als auch der nicht spezialisierten (polylektischen) Wildbienenarten (Scheuchl & Willner 2016). Die Nomenklatur der Pflanzenarten folgt Jäger et al. (2017). Die Auswahl einjähriger Arten liegt in zwei verschiedenen Varianten vor. Die Zusammensetzung der Mischungen ist dem Anhang zu entnehmen.

Zusätzlich wurden einjährige Kulturarten beigemischt und hierzu zwei Varianten getestet. Bei der ersten Variante wurde eine Mischung mit sieben Arten ausgewählt, die als „Akzeptanzarten“ bereits im ersten Jahr einen farbenfrohen Blühaspekt erzeugen und eine erste Nahrungsquelle für Wildbienen darstellen sollen. Da viele der mehrjährigen Zielarten (Zielarten = ausgesäte Arten) der Basismischung im ersten Etablierungsjahr noch nicht zur Blüte gelangen, sollen die im ersten Jahr bereits blühenden „Akzeptanzarten“ die Zustimmung der Bevölkerung fördern. Diese Saatgut-Variante wurde bei allen Flächen aus 2019 verwendet (Tab. A2 , NuL2231).

Die zweite Variante der einjährigen Kulturarten besteht in der Verwendung von 17 besonders konkurrenzstarken und schnellwüchsigen „Deckfruchtarten“. Da viele der mehrjährigen Zielarten der Basismischung im ersten Jahr nur ein Rosettenstadium ausbilden, sollen die Deckfrüchte verhindern, dass unerwünschte konkurrenzstarke Beikräuter die Zielarten verdrängen. Diese Variante fand Anwendung auf den 2020 angelegten Flächen (Tab. A2 , NuL2231).

Einen Sonderfall bildet die Versuchsfläche Spreebogenpark. Auf dieser Fläche wurden sowohl Akzeptanzarten als auch Deckfruchtarten mit zur Basismischung gegeben.

Insgesamt wurden mit der Basismischung sowie beiden Mischungen einjähriger Arten 60 Arten auf den Versuchsflächen ausgebracht (Tab. 1).

2.3 Erfassung der Blüten

2.3.1 Quantitative Erfassung der Blüten

Auf den UF wurde das aktuelle Blütenspektrum quantitativ erfasst, indem alle zum Zeitpunkt der Aufnahme offenen und nicht verblühten Blüten aufgenommen wurden. Die Blüten wurden nach standardisierten Blüheinheiten gezählt, die vor Ort schnell erfasst werden konnten. Je nach Art zählte eine Einzelblüte, ein Blütenstand wie eine Dolde oder ein Köpfchen oder ein ganzer Stängel als Blüheinheit (siehe Abb. A1 im Online-Anhang zu diesem Beitrag unter Webcode NuL2231). Alle Blüheinheiten einer Pflanzenart wurden bis 20 Stück ausgezählt und darüber in Zehn-Einheiten-Schritten geschätzt. In der späteren Aufbereitung der Daten wurde jede Blüheinheit mit einem artspezifischen Mengenfaktor multipliziert, um die Anzahl der einzelnen Blüten in der gezählten Blüheinheit real darzustellen und quantitativ zu bewerten. (siehe Tab. A1 im Online- Anhang unter Webcode NuL2231). Aus der Anzahl der Blüten ließen sich in einem späteren Schritt die Pollenmengen berechnen, die für Wildbienen zur Verfügung stehen (Zurbuchen & Müller 2012).

Bei der späteren Datenaufbereitung wurden nur für Wildbienen relevante Pflanzenartenarten einbezogen (Scheuchl & Willner 2016).

2.3.2 Qualitative Erfassung der Blüten

Zusätzlich zur quantitativen Erfassung innerhalb der UF erfolgte auf der übrigen BF eine qualitative Erfassung des Blühspektrums (Abb. 1). Hierbei wurden alle blühenden Pflanzenarten qualitativ erfasst, die nicht in den UF vorkommen.

2.3.3 Aufbereitung der erfassten Daten

Bei der späteren Aufbereitung wurden die Daten sowohl quantitativ als auch qualitativ ausgewertet. Durch die quantitativen Daten kann durch die erfasste Menge der Einzelblüten eine Aussage zur Gesamtverfügbarkeit von Blüten für Wildbienen über den Jahresverlauf getroffen werden (Abb. 4, 7 sowie Abb. A7 im Online-Anhang). Die qualitativen Daten ermöglichen eine Aussage zur Vielfalt der blühenden Pflanzen der BF (Abb. 3, 6 sowie Abb. A6 im Online-Anhang), ohne dass hier eine Gewichtung der Blütenanzahl der erfassten Arten stattfand.

Die erfassten Arten wurden nach Westrich (2018) und Scheuchl & Willner (2016) sowie eigener Einschätzung in drei Kategorien eingeteilt:

► nicht wertgebend (nicht wertvoll für Wildbienen) = 0; wertgebend (wertvoll für Wildbienen) = 1; wertgebend (sehr wertvoll für Wildbienen) = 2

► Sehr wertvolle Arten haben einen besonders hohen Wert für Wildbienen, sowohl für polylektische als auch für oligolektische Arten. Die wertvollen Pflanzenarten verfügen über einen mittleren Wert für Wildbienen. Nicht wertgebende Arten werden von Wildbienen nicht zur Nahrungsaufnahme genutzt und daher nicht in diese Auswertung einbezogen.

3 Ergebnisse

3.1 Blüherfolg der Zielarten

Für den Blüherfolg einer BF ist maßgeblich, in welchem Umfang die ausgesäten Zielarten zur Blüte gelangen. Auf allen BF zusammen blühten von den insgesamt 60 ausgebrachten Arten etwas über die Hälfte (52) mäßig bis sehr gut und 48 blühten schlecht bis gar nicht. Knapp ein Viertel (23) der ausgebrachten Arten konnte auf keiner der Flächen zur Blüte gelangen (Abb. 2). Der prozentuale Blüherfolg der Zielarten, bezogen auf alle Versuchsflächen, ist Tab. 2 zu entnehmen.

3.2 Blütenangebot über den Jahresverlauf

Hier werden nur die sechs Flächen ausgewertet, die sich bereits im zweiten Jahr nach der Einsaat befanden. Abb. A6 und A7 im Online- Anhang zeigen deutlich, dass kein durchgehend hohes Blütenangebot von April bis Oktober ausgeprägt war. Besonders die Blüten anzahl und Artenvielfalt war im April auf fast allen Flächen stark reduziert. Da auf einem Drittel der Flächen im April jedoch nicht kartiert wurde, ist das Ergebnis unter Vorbehalt zu werten.

Eine weitere Lücke in der Artenvielfalt war im August zu erkennen (Abb. A6 im Online- Anhang), während die Blütenanzahl konstant hoch blieb. Dafür war ab September auf fünf von sechs Flächen eine deutliche Abnahme der Blütenanzahl zu erkennen (Abb. A7 im Online-Anhang).

In den Monaten April und Mai wurden deutlich mehr Spontanarten als Zielarten auf den im zweiten Jahr befindlichen Versuchsflächen festgestellt (Abb. 3). Vor allem im April ist diese Menge um das Vierfache erhöht, während sich die Anzahl im Mai angleicht. Ab Juni bis Oktober wurden durchgehend mehr Zielarten erfasst, die Spontanarten machen jedoch weiterhin einen großen Anteil (39–47 %) am Blütenspektrum aus. Das lässt deutlich erkennen, dass die Spontanvegetation die Blühlücke im Frühjahr füllt, die entsteht, weil die meisten Zielarten der Blühmischung noch nicht blühen.

3.3 Zeitliche Entwicklung der Flächen

Der Vergleich von Flächen im ersten und zweiten Etablierungsjahr ergibt Hinweise darauf, wie lange die BF benötigen, um für Wildbienen attraktiv zu sein.

Wie Abb. 3 und 4 zeigen, entwickelten sich die Flächen im zweiten Jahr deutlich artenreicher und bildeten eine höhere Blütenanzahl aus.

Die qualitative Datenauswertung (Abb. 4) zeigt, dass auf den einjährigen Flächen in den Monaten Mai, September und Oktober etwa halb so viele wertgebende Arten zu finden waren wie auf den zweijährigen Flächen. In den Sommermonaten Juni bis August wurde der Unterschied kleiner und die einjährigen Flächen wiesen zwischen 71 und 86 % der Artenanzahl der zweijährigen Flächen auf. Im April konnten auf den Flächen im ersten Jahr noch keine Blüten gezählt werden, da die Flächen erst Februar bis März angelegt wurden. Auch bei einem Drittel der zweijährigen Flächen wurde erst ab Mai kartiert (Tab. A2 , NuL2231).

Bezüglich der Blütenanzahl erreichten die Flächen im ersten Etablierungsjahr im Mai und September ihre verglichen mit den Flächen im zweiten Jahr höchsten Werte. In diesen Monaten wiesen sie knapp die Hälfte der Blütenanzahlen auf, die zur selben Zeit auf den zweijährigen Flächen vorhanden waren (Abb. 5). In den übrigen Monaten kamen sie nur auf 10–40 % der Blütenanzahl im Vergleich zu den zweijährigen Flächen.

3.4 Vergleich der Flächen auf Mittelstreifen gegenüber sonstigen Grünflächen

Um die unterschiedliche Entwicklung der BF auf Mittelstreifen im Vergleich zu Wiesen auf anderen Grünflächen zu prüfen, wurden sechs Standorte auf verschiedene Aspekte hin verglichen. Alle sechs Flächen wurden im selben Zeitraum angelegt und befanden sich zur Zeit der Vegetationskartierung im zweiten Jahr. Drei der Flächen liegen in Mittelstreifen und drei auf sonstigen Grünflächen.

Beide Flächentypen lagen bezüglich des Blüherfolgs der Zielarten zu Beginn des Jahres noch nah beieinander (Abb. 6), ab Juni zeigten die Flächen in Grünanlagen im Durchschnitt jedoch eine deutlich höhere Anzahl blühender Zielarten. Im August und September waren es sogar mehr als doppelt so viele. Der Unterschied blieb bis zum Ende der Datenaufnahme bestehen. Das gleiche Phänomen ist auch anhand der Anzahl der blühenden wertgebenden Arten zu erkennen (Abb. 7). Hier wiesen die Flächen auf sonstigen Grünflächen von Mai bis Oktober ebenfalls deutlich höhere Werte auf. Auch bei der Blütenanzahl der wertgebenden Arten schnitten die Flächen außerhalb der Mittelstreifen besser ab (Abb. 8). Die Flächen in Grünanlagen lagen hier in den Monaten Mai bis August sowie Oktober vorne, in den übrigen Monaten (April und September) wiesen die Flächen auf Mittelstreifen höhere Blütenanzahlen auf.

3.5 Vergleich Sonderfall Spreebogenpark

Die Versuchsfläche Spreebogenpark wurde als einzige Fläche täglich durch eine stationäre Bewässerungsanlage beregnet und bot den ausgebrachten Arten somit optimale Bedingungen, um zur Blüte zu gelangen. Bei allen Parametern erzielte sie mit Abstand die besten Ergebnisse. So wurden in der Fläche in allen Monaten mehr Zielarten und auch insgesamt mehr Arten erfasst als im Durchschnitt der übrigen Flächen (Abb. 9). Auch bei den Arten, die nur zur Basismischung gehören, wurden im Spreebogenpark im Juni und Juli deutlich höhere Zahlen festgestellt als auf den übrigen Flächen (Abb. 10). Ebenso war die Anzahl wertgebender Arten im Spreebogenpark deutlich erhöht (Abb. 11, 12). Dies zeigte sich vor allem im Zeitabschnitt von Mai bis Juli und September, als im Spreebogenpark teilweise die doppelte Anzahl Blüten im Vergleich zum Durchschnitt der restlichen Grünanlagen gefunden wurde.

4 Diskussion

4.1 Blüherfolg der Zielarten

Rund ein Viertel aller Zielarten (14) konnte auch im zweiten Etablierungsjahr auf keiner der untersuchten Flächen zur Blüte gelangen (Tab. 1). Dies betraf selbst Arten im sehr gut bewässerten Spreebogenpark. Als Konsequenz daraus ist zu überlegen, ob diese Arten bei der künftigen Entwicklung von Blühmischungen nicht mehr berücksichtigt werden sollten. Selbst wenn einzelne Arten in den kommenden Jahren noch zur Blüte gelangen, stünde dies nicht mehr im Verhältnis zum zeitlichen Rahmen der Maßnahme. Durch die schnelllebigen Entwicklungen in der Stadt und die teils hohen Ansprüche der Bürger an das Erscheinungsbild der Grünflächen scheint es vor allem für die Akzeptanz einer solchen Maßnahme erforderlich, dass die Zielarten mindestens in den ersten zwei Jahren zur Blüte gelangen (eigene Beobachtung).

Für den schlechten Blüherfolg der Arten gibt es noch keine ausreichende Erklärung. Die festgestellten Arten haben ganz unterschiedliche Ansprüche an Sonneneinstrahlung, Bodenqualität und Wasserverfügbarkeit, daher lässt sich keine verallgemeinernde Aussage treffen. Eine Ursache der mangelnden Etablierung könnte jedoch in der starken und langanhaltenden Trockenheit 2020 zu suchen sein, die bereits ab dem Spätfrühling einsetzte (DWD 2020). Der Vollständigkeit halber sei hier angemerkt, dass bei den Erfassungen des Jahres 2021 bereits einige der im Vorjahr nicht blühenden Arten mit Blüten festgestellt werden konnten (eigene Beobachtung).

4.2 Blütenangebot über den Jahresverlauf

Die 323 in Berlin nachgewiesenen Wildbienenarten (Saure 2021) mit ihren unterschiedlichen Flugzeiten und ihren diversen Ansprüchen an Nahrungsressourcen benötigen zwischen dem Beginn der Vegetationsperiode und Mitte Oktober ein reiches und vielfältiges Blütenangebot. Auf den untersuchten Flächen wurde insbesondere im April (Beginn der Kartierung) eine stark reduzierte Blütenanzahl und Vielfalt festgestellt. Diese Blühlücke, die vermutlich von Beginn der Vegetationsperiode an besteht, macht die BF für früh fliegende Wildbienenarten uninteressant (Schmid-Egger & Witt 2014). Ähnliche Ergebnisse zeigten sich auch in Unter-suchungen von Blühstreifen auf landwirtschaftlichen Flächen (Schmid-Egger, in Vorbereitung). Die Nahrungsversorgung für Wildbienen in Berlin muss in dieser Zeit also anders gesichert werden. Wildbienen profitieren im Frühling vor allem von blühenden Büschen, wie Salix spp., Prunus spp. oder Crataegus spp. (Westrich 2018), die man gegebenenfalls zusätzlich etablieren müsste. Auch könnten BF durch Zwiebelpflanzen mit hoher Nektar-und Pollenverfügbarkeit ergänzt werden (MLR-BW 2019). Auf Wiesen kann ein früherer Blühbeginn mit den verwendeten Wildkräutern nicht erreicht werden, weil die Blühdauer dieser Arten jahreszeitlich bedingt nicht vor Mai einsetzt (Jäger 2017). Neben Gehölzen und Zwiebelpflanzen wären auch selbstbegrünende Brachen eine Lösung, die bei einem frühen Umbruch bereits ab März oder April eine Spontanvegetation entstehen lassen (mit Arten wie Lamium spp., Ranunculus spp., Tussilago spp., frühblühenden Brassicaceae Arten und anderen). Die BF wirkt nach der Anlage wie eine Brache und schafft somit der Spontanvegetation Raum zur Etablierung. Diese Arten füllen bereits zu einem großen Teil die vorhandenen Blühlücken im Frühjahr und machen bis zum Ende der Ve getationsperiode einen beträchtlichen Teil der blühenden Nahrungspflanzen aus (Abschnitt 3.2).

Die Verringerung der Artenvielfalt im August war vermutlich auf die Trockenheit im Sommer zurückzuführen. Die Reduzierung der Blütenanzahl setzte ab September auf über der Hälfte der Flächen ein. Diese späte Blühlücke wirft die Frage auf, wie man BF im Zuge der Auswirkungen des Klimawandels sinnvoll bewirtschaftet. Eine dauerhafte Bewässerung bis in den Spätsommer als naheliegende Möglichkeit scheidet aus praktischen und monetären Gründen auf vielen kommunalen Flächen aus. Eine Veränderung der Artenzusammensetzung dürfte ebenfalls keine Lösung bringen, weil selbst trockenheitsresistente einheimische Pflanzen nach Wochen des Wassermangels und hoher Temperaturen ihre Blüten verlieren. Vermutlich wird man in Kauf nehmen müssen, dass sich die Vegetationsdauer in solch extremen Jahren verkürzen wird. Es bleibt zu hoffen, dass sich die blütenbesuchenden Insekten darauf einstellen werden.

4.3 Zeitliche Entwicklung der Flächen

Die auf Flächen im zweiten Entwicklungsjahr deutlich höhere Blütenanzahl und Vielfalt ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass der Großteil der ausgesäten Arten mehrjährig ist. Sie entwickeln sich in der Regel sehr langsam (Jäger & Werner 2002). Etwa die Hälfte dieser Arten blühte im ersten Jahr noch nicht. Dies zeigt die Bedeutung der Beimischung von einjährigen Arten, um bereits im ersten Jahr ausreichende Nahrungsressourcen für Wildbienen zu schaffen. Ein wichtiger Nebeneffekt ist zudem, mit von Anfang an bunt blühenden Flächen die Akzeptanz der Bevölkerung für die Maßnahmen zu erhöhen. Da die Differenz der Blütenverfügbarkeit zwischen dem ersten und zweiten Etablierungsjahr jedoch sehr groß ist, stellt sich die Frage, ob durch eine Erhöhung des Anteils der einjährigen Arten auch die Blütenanzahl im ersten Jahr erhöht werden könnte. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass bei der Anlage von BF Geduld bewiesen werden muss. Der Erfolg einer Ansaat sollte erst im zweiten Jahr nach der Anlage bewertet werden.

Fazit für die Praxis

• Einige Pflanzenarten sind für Blühflächen auf öffentlichen Grünflächen in Berlin vermutlich nicht geeignet, da sie in den ersten zwei Jahren nicht zur Blüte gelangen. Daraus folgt, dass Saatgutmischungen bezüglich ihres Blüherfolges überwacht und die Zusammensetzung im Laufe der Maßnahmen gegebenenfalls weiter an die standörtlichen Bedingungen angepasst werden sollte.

• Früh fliegende Wildbienen lassen sich durch Blühflächen nur eingeschränkt fördern, da deren Blütenverfügbarkeit im April noch stark reduziert ist. Diese Blühlücke sollte durch frühblühende Gehölze, selbst begrünende Brachen und Zwiebelpflanzen ergänzt werden.

• Ausdauernde Blühmischungen entwickeln sich sehr langsam und entfalten ihr volles Blühpotenzial erst im zweiten Jahr nach der Anlage. Daher ist zu empfehlen, zusätzlich einjährige Arten mit auszusäen, um bereits im ersten Jahr ein Blüten angebot für Wildbienen zu schaffen.

• Blühflächen auf Mittelstreifen entwickeln sich im Vergleich zu denen auf anderen Grünflächen vor allem im Sommer deutlich schlechter. Wenn nur eine begrenzte Menge an Blühflächen angelegt werden kann, sollte auf Mittelstreifen als Standort verzichtet werden.

4.4 Vergleich Flächen auf Mittelstreifen gegenüber sonstigen Grünflächen

Im Zuge des Projekts wurden verschiedene Grünflächentypen für die Anlage von BF ausgewählt, um das Potenzial der unterschiedlichen Flächentypen vergleichen zu können. Ein in Berlin wichtiger Flächentyp befindet sich auf Mittelstreifen viel befahrener Straßen. Hier stellte sich die Frage, ob sich BF auf Mittelstreifen genauso erfolgreich entwickeln wie auf den übrigen Grünflächentypen.

Die Ergebnisse zeigen sehr deutlich, dass die Arten der untersuchten BF auf Mittelstreifen gegenüber den BF auf anderen Grünflächen deutlich schlechter zur Blüte gelangten. Wir führen dies auf eine reduzierte Beschattung durch Gehölze sowie die Aufheizung durch die umgebende Straße zurück. Die Mittelstreifen weisen daher ein besonders trockenes Mikroklima auf, was die erfolgreiche Entwicklung einer BF hemmt. Zudem besteht auf Mittelstreifen in der Berliner Innenstadt eine durchweg schlechte Bodenqualität mit anstehendem Bauschutt oder Geröll oft schon nach wenigen Zentimetern. Die Flächen auf Mittelstreifen wiesen jedoch im Frühjahr (insbesondere April) und teilweise im Herbst sehr ähnliche oder sogar höhere Werte als die Flächen in Grünanlagen auf. Diese Beobachtung könnte darauf zurückzuführen sein, dass in diesen kühleren Monaten das potenziell wärmere Mikroklima einen Vorteil für die BF darstellt. Vermutlich beginnt die Vegetationsphase hier früher und schreitet schneller voran.

Daraus leitet sich die Empfehlung ab, bei begrenzten Mitteln zur Anlage von BF Flächen außerhalb von Mittelstreifen zu bevorzugen. Nach unseren Ergebnissen erzielen sie dort eine größere Wirkung und damit einen höheren Nutzen für Wild. Für Flächen auf Mittelstreifen sollte eine angepasste Mischung mit trockenheitsverträglicheren (Halb-)Trockenrasenarten erstellt werden.

Literatur

Angelella, G.M., McCullough, C.T., O’Rourke, M.E. (2021): Honey bee hives decrease wild bee abundance, species richness, and fruit count on farms regardless of wildflower strips. Scientific Reports 11: 3202, 1-11.

DWD – Deutscher Wetterdienst (2020): Deutschlandwetter im Jahr 2020, https://www.dwd.de/DE/ presse/pressemitteilungen/DE/2020/20201230_ deutschlandwetter_ jahr_2020_news.html (abgerufen am 14.12.2021).

Jäger, E.J., Werner, K. (Hrsg.) (2002): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. 18. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Berlin.

–, Müller, F., Ritz, C.M., Welk, E., Wesche, K. (Hrsg.) (2017): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Atlasband. 13. Auflage, Springer Spektrum, Berlin.

MLR-BW – Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (2019): Bienenweidekatalog – Verbesserung der Bienenweide und des Artenreichtums. Wahl-Druck GmbH, Aalen.

Müller, A., Diener, S., Schnyder, S., Stutz, K., Sedivy C., Dorn, S. (2006): Quantitative pollen requirements of solitary bees: Implications for bee conservation and the evolution of bee-flower relationships. Biological conservation 130 (2006), 604-615.

Pfau, M., Förster, J., Schubert, L.F., Schmid-Egger, C., Tischew, S., Kirmer, A. (2020): Wein und Biodiversität. Ansaat heimischer Wildpflanzen erhöht die Artenvielfalt von Wildbienen im Weinberg. Naturschutz und Landschaftsplanung 52 (11), 530-536.

Ramseier, H., Füglistaller, D., Lädrach, C., Ramseier, C., Rauch, M., Widmer Etter, F. (2016): Blühstreifen fördern Honig- und Wildbienen, Agrarforschung Schweiz 7 (6), 276-283.

Saure, C. (2021): schriftliche Mitteilung, Januar 2021.

Scheuchl, E., Willner, W. (2016): Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas. Quelle & Meyer, Wiebelsheim.

Schmid-Egger, C., Witt, R., (2014): Ackerblühstreifen für Wildbienen – Was bringen sie wirklich? Ampulex, Berlin, 15.

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (Hrsg.) (2019): Strategie zum Schutz und zur Förderung von Bienen und anderen Bestäubern in Berlin. Berlin.

Valido, A., Rodríguez-Rodríguez, M.C., Jordano, P. (2019): Honeybees disrupt the structure and functionality of plant-pollinator networks. Scientific Reports 9: 4711, 1-11.

Warzecha, D., Diekkötter, T., Wolters, V., Jauker, F. (2018): Attractiveness of wildflower mixtures for wild bees and hoverflies depends on some key plant species. Insect Conservation and Diversity 11, 32-41.

Westrich, P. (2018): Die Wildbienen Deutschlands, 1. Auflage. Ulmer Verlag, Stuttgart.

Zurbuchen, A., Müller, A. (2012): Wildbienenschutz – von der Wissenschaft zur Praxis. Bristol-Stiftung, Zürich; Haupt, Bern, Stuttgart, Wien.

KONTAKT

Stella Weweler (M. Sc.) ist als Artenschutzreferentin und Mitarbeiterin im Berliner Wildbienen-Projekt „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf!“ für die Deutsche Wildtier Stiftung tätig. Bachelor-sowie Masterabschluss an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde in den Studiengängen Landschaftsnutzung und Naturschutz (B. Sc.) sowie Regionalentwicklung und Naturschutz (M. Sc.).

> stella@wwlr.de

Tom Bluth, M. Eng. (FH), ist seit 2020 Artenschutzreferent bei der Deutschen Wildtier Stiftung im Projekt „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf!“. 2019 Abschluss seines Masterstudiums der Landschaftsarchitektur, Vertiefung Umweltplanung und Kulturlandschaftsentwicklung, an der Fachhochschule Erfurt.

> t.bluth@deutschewildtierstiftung.de

Dr. Christian Schmid-Egger ist Agraringenieur und Entomologe mit dem Spezialgebiet Wildbienen. Leitet für die Deutsche Wildtier Stiftung ein Bestäuberprojekt in Berlin. Außerdem Arbeit als tierökologischer Gutachter und Wissenschaftler im Bereich Agrar-und Stadtökologie. Hier Beschäftigung vor allem mit Wildbienen und naturnaher Landschaftsgestaltung in der Naturschutzplanung.

> christian@bembix.de