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US OPEN: Gary Woodland drückt Pebble Beach den Stempel auf


GOLF MAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 70/2019 vom 24.06.2019

Gary Woodland lässt in Pebble Beach alle hinter sich und gewinnt dieUS Open mit drei Schlägen vor Major-Seriensieger Brooks Koepka. Martin Kaymer und Tiger Woods taten sich schwer


Artikelbild für den Artikel "US OPEN: Gary Woodland drückt Pebble Beach den Stempel auf" aus der Ausgabe 70/2019 von GOLF MAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: GOLF MAGAZIN, Ausgabe 70/2019

Die Freude über den gelochten Biride Putt am letzten Loch ist Gary Woodland anzusehen. Der Druck, der ihm von den Schultern fiel, ebenfalls.


Der glückliche Sieger Gary Woodland. In Pebble Beach sicherte sich der 35-Jährige seinen ersten Major-Titel und sein erstes Top-10-Ergebnis bei einem der großen Turniere überhaupt.


Matt Wallace kämpft sich aus dem dicken Rough. Das war aufgrund des fehlenden Windes so ziemlich das ...

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... Einzige, das die Spieler von noch niedrigeren Scores abhielt.


Den Namen Viktor Hovland sollte man sich merken. Der Norweger (rechts) wurde als Zwölfter bester Amateur.


Die Mundwinkel ein klein wenig nach oben gezogen und den Blick starr nach vorne gerichtet, machte sich Gary Woodland am Finaltag der 119. US Open in Pebble Beach entschlossenen Schrittes auf zum ersten Abschlag. Nichts an seiner Ausstrahlung ließ Zweifel daran aufkommen, dass dieser Kerl in die Rolle des Führenden gehört. Vielleicht auch, weil sein Erscheinungsbild stark an einen viermaligen Major-Sieger erinnert. Denn genau wie Kollege Brooks Koepka ist auch Woodland ein Kraftpaket. Vielleicht aber auch, weil er die gesamte Woche über kaum Fehler zuließ und sich durch gute Entscheidungen immer wieder aus spielentscheidenden Situationen rettete. Doch so überzeugend Woodlands Auftritt war: Sein Sieg war keineswegs so selbstverständlich, wie es den Anschein machte.

Nicht, weil Woodland lediglich drei PGA Tour-Siege in 13 Jahren als Profi aufweisen kann; nicht, weil er noch nie zuvor ein Major gewinnen oder dort ein Top-10-Ergebnis erreichen konnte; und auch nicht, weil ihm Spieler wie Justin Rose, Jon Rahm, Xander Schauffele oder Brooks Koepka dicht auf den Fersen waren. Sieben Mal war Gary Woodland in der Vergangenheit als Führender in einen Finaltag gestartet. Sieben Mal hatte er, Sie ahnen es, die Führung nicht ins Clubhaus retten können.

In Pebble Beach aber kam es zu seinem Glück anders. Das Geheimnis? Dazu müssen wir einen Schritt zurückgehen. 2018 spielte Woodland in Bellerive mit Brooks Koepka und Tiger Woods um den Titel des PGA-Champions. Tiger Woods in seinem roten Sieger-Hemd … das treibt den Adrenalinspiegel eines jeden Spielers nach oben, unabhängig davon, ob er bereits ein Major gewinnen konnte oder nicht. Beim Sieg von Brooks Koepka fiel Woodland noch auf Platz 6 zurück. In Pebble Beach aber nutzte er seine Chance.

Das Verfolgerfeld

Mit Woodland startete Goldmedaillen-Gewinner Justin Rose (Rio 2016) im Spitzenflight des Finaltags. Die Errungenschaften im Laufe seiner Karriere sind beeindruckend, doch Majors zählen nicht unbedingt zu den Highlights von Rose, der nach wie vor nur den Titel der US Open 2013 im Schrank hat.

Patrick Reed hatte am zweiten Tag der US Open genug von Pebble Beach – und seinem Wedge, das er nach einem Fehlschlag wutentbrannt in zwei Stücke zerbrach.


Der Weg ist mühsam für Tiger Woods. Nicht nur in Pebble Beach. Nach seinem Sieg in Augusta ist der Superstar wieder auf der Suche nach seiner Form.


Martin Kaymer spielte eine solide US Open, konnte aber an seine starke Form, die er beim Memorial Tournament gezeigt hatte, nicht ganz anknüpfen.


Brooks Koepka machte bei der US Open vieles richtig. Auf den hinteren neun Bahnen ging dem Titelverteidiger allerdings die Luft aus, was sich in einigen verzogenen Drives zeigte …


… auch Rory McIlroy musste kämpfen. Dem Nordiren gelang, im Gegensatz zu Koepka, am Finaltag kein Angriff auf den Führenden. Gleich zwei Doppelbogeys musste McIlroy notieren, wurde dadurch nur Neunter.


Ein kleiner Makel in der sonst so beeindruckenden Karriere des Engländers. Zu den Stärken von Rose zählen seine konstanten Eisenschläge, die ihm, auf dem sich recht harmlos präsentierenden Kurs in Pebble Beach, allerdings im Stich ließen. Gleich fünf Bogeys wanderten auf die Scorekarte von Justin Rose, der damit zum Schluss auf den dritten Rang rutschte.

Besser machte es da Brooks Koepka, der am Sonntag vier der ersten fünf Bahnen mit einem Birdie beendete, ehe auch ihm auf den letzten Löchern die Luft ausging. Dennoch: Koepka schaffte es in fünf seiner letzten neun Majors auf die Plätze eins oder zwei.

Noch nicht so gut, aber auch schon sehr stabil sieht die Billanz von Xander Schauffele aus. Zwar wartet der Amerikaner mit deutschen Wurzeln nach wie vor auf seinen ersten Super-Titel, doch Schauffeles Resümee in Sachen Major kann sich sehen lassen: Fünfter bei der US Open 2017, Zweiter bei der Open 2018, beim Masters 2019 und jetzt Dritter bei der US Open.

Kaymer und Woods? Na ja

Nach seinem hervorrangenden Aufritt beim Memorial Tournament im Vorfeld der US Open stiegen die Erwartungen an Martin Kaymer, den einzigen Deutschen auf dem Traumplatz von Pebble Beach. An seine Form beim Memorial konnte der Mann aus Mettmann zwar nicht anknüpfen, doch mit Runden von 69, 75, 71 und 70 Schlägen beendete er die US Open mit einem soliden 35. Rang. Ähnlich wie bei Tiger Woods ließ auch Kaymer der Putter mehrfach im Stich. Die Folge: viele unnötige Bogeys und verpasste Birdies.

Besonders Tiger Woods überraschte mit seiner schlechten Performance auf den Grüns in Pebble Beach, die er in-und auswendig kennt. Immer wieder rief er Caddie Joe LaCava heran, um die Putts mit ihm zu lesen. Etwas, das Woods unter normalen Umständen äußerst selten macht. Am Finaltag halfen auch sechs Birdies nicht mehr, um den Masters-Champion höher als auf den geteilten 21. Rang zu hieven.

Auch Phil Mickelson, der am Finaltag seinen 49. Geburtstag feierte und ein Ständchen der Zuschauer bekam, tat sich in Pebble Beach überraschend schwer und kam nur auf Rang 52. Pebble Beach jedenfalls trägt ab sofort und bis mindestens 2027, wenn die US Open zurückkehrt, den Stempel von Gary Woodland.

Justin Thomas war einer der bekannten Spieler, die den Cut nicht schafften.


Sepp Straka spielte eine starke Auftaktrunde. Am Ende erreichte der Österreicher den geteilten 28. Rang.


Ratlos zeigte sich Justin Rose, dessen konstantes Eisenspiel ihn ausgerechnet am Finaltag im Stich ließ.


Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Xander Schauffele ein Major gewinnt. Bei der US Open kam er auf Rang 3.


FOTOS: GETTY IMAGES

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