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USASÜDSTAATEN: DIE HIGHLIGHTS DES SÜDENS


REISE & PREISE - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 08.01.2019

Plantagenherrlichkeit und Mississippi-Feeling: Die acht Südstaaten sind ein Stück USA wie kein anderes. Das riesige Gebiet auf einen Rutsch zu erkunden, können Sie vergessen. Suchen Sie sich die Sahnestückchen aus – etwa im vierblättrigen Kleeblatt Louisiana, Mississippi, Tennessee und Alabama.


Artikelbild für den Artikel "USASÜDSTAATEN: DIE HIGHLIGHTS DES SÜDENS" aus der Ausgabe 1/2019 von REISE & PREISE. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: REISE & PREISE, Ausgabe 1/2019

Die »Natchez« ist der letzte klassisch von einer Dampfmaschine angetriebene Raddampfer, der den Mississippi ab New Orleans befährt


Stolze Plantagenresidenzen mit schneeweisen Saulen, moosbehangene Eichenalleen, malerische Sumpfe und stille Bayous – ein idyllischer Roadtrip am machtigen Mississippi entlang fuhrt ...

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... durch Landschaften, die wie von der modernen Zivilisation vergessen wirken. In den Sudstaaten haben viele Ecken einen uberwaltigenden Zauber. Dieser amerikanische Romantikwinkel konfrontiert seine Besucher mit dem faszinierenden Flair des Gestrigen. Hie und da bekommen Sie es mit der wechselvollen Geschichte der Region zu tun. Etwa wenn Sie neben prunkvoller Plantagenarchitektur die primitiven Quartiere zu sehen bekommen, in denen die Sklaven unter unmenschlichen Bedingungen hausten. Oder Sie stosen in bezaubernden Kleinstadten wie Natchez und Vicksburg auf die dunklen Kapitel des amerikanischen Burgerkriegs (1861–1865), dessen Schrecken nach eineinhalb Jahrhunderten langst von einem melancholischen Kolorit uberlagert werden.

Einem anderen Pulsschlag des Sudens konnen Sie auf Ihrer Reise ebenfalls nicht entkommen. Gleichgultig, ob Sie Gospel-, Blues-, Jazz-, Country- oder Rock ‘n’Roll-Fan sind: Zwischen New Orleans und Nashville wandeln Sie auf den Pfaden weltberuhmter Musiklegenden wie Louis Armstrong, Elvis Presley, Johnny Cash, Jerry Lee Lewis, Dolly Parton, Aretha Franklin und vieler anderer, die nicht nur die Musikkultur in den USA, sondern auch in den meisten anderen Teilen der Welt gepragt haben. Machen Sie sich darauf gefasst, dass Sie vermutlich genusslich in dem einen oder anderen schummrigen Honky-Tonk- oder Rock-Schuppen versumpfen werden, in dem schon manche grose Karriere ihren Anfang genommen hat.

Bliebe noch die Tatsache, dass sich auch Leib und Magen auf eine spannende Sudstaatentour freuen konnen. Schon einmal von Voodoo-Pasta oder Coca-Cola-Ribs gehort? Wer es nicht ganz so absonderlich mag, entscheidet sich fur die verbreitete Sudstaatenkuche mit Soulfood-Gerichten und eimerweise servierten Cajun- und Creole-Spezialitaten, die den europaischen Gaumen allerdings ebenfalls anmuten wie Abstecher in die kulinarische Exotik.

Lassen Sie sich vom leichtlebigen New Orleans, von den Musikmetropolen Memphis und Nashville, von historischen Hochburgen des Burgerkriegs und denkwurdigen Statten der Burgerrechtsbewegung verzaubern.

Straßenbahnen fahren in New Orleans seit 1835 (links). Haus im typischen New-Orleans-Stil mit verzierten umlaufenden Balkonen (rechts)


Säulengeschmücktes Plantagenhaus in Vicksburg (links). Livemusik gibt es in New Orleans an jeder Ecke (rechts)


NEW ORLEANS: LEBENSLUSTIGE PARTYMETROPOLE

Wetten, dieser Sudstaaten-Cocktail hat es in sich! Hauptzutaten sind spanische Lebensfreude, karibische Heisblutigkeit, franzosischer Charme, amerikanische Unbekummertheit und schwarzer Rhythmus. Atmospharisches Herzstuck der rund um die Uhr pulsierenden Mississippimetropole New Orleans ist das historische French Quarter mit prachtigen Hausern im Sudstaaten-Look. Restaurants voller exotischer Cajun-Spezialitaten, Dixieland und Blues an jeder Strasenecke, prachtige Hausfassaden und ein gehoriger Schuss Reeperbahn. Anfang Marz beim legendarenMardi Gras toben knallbunte Paraden mit aufwandig dekorierten Festwagen und Kostumtrager(innen) durch die Strasen. Auserhalb der Karnevalszeit demonstriert die tolle Zeit das MuseumMardi Gras World , wo uberdimensionale Pappmache-Kopfe, prunkvolle Umzugswagen und Berge von Faschingsdekos ausgestellt sind (1380 Port of New Orleans Pl., , Fuhrung US$ 22, Kinder US$ 14).

Beginnen Sie den Tag stilecht im ≫Cafe du Monde≪ beiCafé au lait undBeignets (Decatur St.). Das Cafe liegt nahe dem zentralen Jackson Square, auf dem Strasenmusiker das Publikum von ihrem Talent zu uberzeugen versuchen und Pferdedroschken ihre Dienste anbieten. Nur einen Katzensprung entfernt walzt der Mississippi seine schlammbraunen Fluten hinter einem Damm vorbei, uber den einMoon Walk genannter Panoramaweg mit Blick auf Frachter und Ausflugsschiffe fuhrt.

Dreh- und Angelpunkt im historischen Zentrum ist die Bourbon Street, der ≫langste Tresen ≪ der Stadt. Den grosten Teil des Tages ist sie fur Autos gesperrt und zieht als Amusiermeile voller Bars, Jazzclubs und Nachtlokale hauptsachlich abends Nachtschwarmer und Kneipenhocker an. Gleich um die Ecke sind Sie im Innenhof von ≫Pat O’Brien’s Bar≪ der Seele von New Orleans naher als sonstwo – vor allem, wenn Sie sich mit dem roten, nicht gerade harmlosen Hauscocktail ≫Hurricane≪ (US$ 9) gestarkt haben (718 St. Peter St.).

Empfehlenswert ist ein entspannter Bummel durch den Garden District, ein piekfeines Viertel mit prachtigen Burgerpalasten aus der Zeit vor 1860. Mittendrin liegt mit dem Lafayette Cemetery ein wunderbarer, mit alten Grabsteinen und prunkvollen Mausoleen ausgestatteter Friedhof. Stilecht fahren Sie dorthin mit der St.-Charles-Street-Tram, der Tennessee Williams in seinem Drama ≫Endstation Sehnsucht ≪ ein literarisches Denkmal setzte (Haltestelle Washington St.).

Wenn Sie Ihrem Mississippi-Abenteuer die Krone aufsetzen wollen, machen Sie mit dem alten Raddampfer ≫Natchez≪ einen Ausflug (Jazz Sightseeing Cruise Erw. US$ 48, Kinder US$ 24).

TIPP: Voodoo-Museum: schaurig-schön

An der Wand hängt ein Knoblauchzopf neben winzigen Marienstatuen, Schildkrötenpanzern, Skelett-Teilen, Rinderschädeln mit magischen Zeichen. In trüber Flüssigkeit sind tote Reptilien konserviert. Im hintersten Raum ist ein von Kerzenlicht beschienener Altar aufgebaut. ImVoodoo Museum riecht es nach Räucherstäbchen, Zauberkult und Jenseits. Voodoo ist ein geheimnisvoller, auf schwarzer Magie beruhender Kult. Mit den Sklaven aus Westafrika kamen Naturreligionen und Fetischglauben nach New Orleans und verschmolzen dort mit christlichkatholischen Ritualen (724 Dumaine St., , Erw. US$ 7).

GREAT RIVER ROAD: FEUDALE PLANTAGENHERRLICHKEIT

Zwei parallele stählerne Brücken führen in New Orleans über den Mississippi (links). Ein Alligator als Vogelplattform (Mitte). Hier fehlen nur noch Scarlett O’ Hara


Zwischen New Orleans und Louisianas Hauptstadt Baton Rouge maandert der Mississippi River durch Hunderte Biegungen, denen die ca. 220 km lange Great River Road folgt. Wie wertvolle alte Perlen mit mattem Glanz reihen sich an den Ufern stolze Plantagen, die alte Geschichten erzahlen. Zumindest zweien sollten Sie einen Besuch abstatten: DieOak Alley Plantation am Westufer des Flusses sieht aus wie eine stimmungsvolle Filmkulisse. Der Weg zum Haupthaus fuhrt durch eine grandiose Allee aus 28 uber 300 Jahre alten Eichen, die mit ihren ausladenden Kronen einen grunen Tunnel bilden (3645 Hwy 18, Vacherie, , US$ 25). Ein spektakulares Zeugnis alter Sudstaatenherrlichkeit ist auchNottoway aus dem Jahr 1859. Der strahlend weise, neogriechische Bau beeindruckt mit handgearbeiteten korinthischen Saulen, schattigen Balkonen und einem ovalenBall Room mit hoher Decke (Fuhrungen US$ 20).

TIPP: Kennen Sie Zydeco?

Sowohl Cajun als auch Zydeco wurden in den Südstaaten geboren. Cajun-Musik geht auf die frankokanadischen Siedler zurück, die im 18. Jh. nach Louisiana kamen. Der dynamischere Zydeco, die Musik der Schwarzen, ist von der Cajun-Musik beeinflusst, aber stark an Blues, Rythm and Blues und Soul angelehnt. Wichtigstes Instrument beider Musikstile ist neben dem Akkordeon dasFrottoir , ein metallenes Waschbrett, das mit metallenen Fingerspitzen, mit Flaschenöffnern oder Löffeln »bearbeitet« wird.

Galten Cajun und Zydeco früher als die traditionelle Musik der Landbewohner, haben sie nun auch in Städten Boden gutgemacht. Für einen Cajun-Abend mit Cajun-Food ist das »Restaurant Randol’s« in Lafayette eine prima Empfehlung (2320 Kaliste Saloom Rd., Seafood Gumbo US$ 13).

CAJUN COUNTRY: LOUISIANAS ›FRENCH CONNECTION‹

Mit dem Kanu ist eine Tour durch die Sümpfe besonders schön


New Orleans trennt nur ein Katzensprung vom Cajun Country, der Heimat der franzosischstammigen Bevolkerung im Suden von Louisiana, einem ganz besonderen Volkchen in einem ganz besonderen Landstrich. Hier herrscht Onkel-Tom-Romantik an sumpfigen Bayous. Die fruhen franzosischen Siedler nannten sie ≫Schlafendes Wasser≪, weil sich das Wasser dort kaum merklich bewegt. Sumpfzypressen schaffen einzigartiges Sudstaatenflair, Wasserhyazinthen uberziehen ganze Gewasser mit lila Teppichen. Dass es sich um kein Gebiet wie jedes andere in den Sudstaaten handelt, beweist auch die Kultur der Cajuns. Die Alteingesessenen sprechen eine Mischung aus Franzosisch und afrikanischen Dialekten, in die sich englische Brocken mischen. Zentrum der Cajun-Kultur ist Lafayette (130.000 Einw.), wo sich in der Innenstadt urige Kneipen und Restaurants erhalten haben. DasAcadian Cultural Center hat eine Fulle von Fotos und Exponaten uber die Volksgruppe (501 Fisher Rd., Eintritt frei).

Das fruher von Zuckerplantagen umgebene Stadtchen Houma, auch ≫Venedig des Mississippi-Deltas≪ genannt, liegt im feuchten, von Dutzenden Bayous gesprenkelten Flachland und hat sich als Sumpftouren-Hochburg einen Namen gemacht. Mit Motorbooten lassen sich Besucher in die abgeschiedene Welt von Wasserschlangen, Alligatoren, Nutrias, Vogeln und Waschbaren fahren, z. B. vonAnnie Miller’s Son’s Swamp and Marsh Tours (3718 Southdown Mandalay Rd., 001-985-868-4758, , 2,5- stundige Bootstour US$ 20).

Ein zweites Ziel fur Sumpftouren ist das von Henderson aus erreichbare riesige Atchafalaya Basin, das groste Sumpf-Strom-Gebiet der USA. Fur Schildkroten, Alligatoren, Fische, Krebse und Hunderte von Fischenarten bildet das reizvolle Gebiet einen idealen Lebensraum. Machen Sie einen Turn mitMcGee’s Landing & Atchafalaya Basin Tours (1337 Henderson Levee Rd., 001-337-228-2384, , 90-minutige Bootstour US$ 50, Kinder US$ 45).

und Rhett Butler: Die Oak Alley Plantation weckt Erinnerungen an »Vom Winde verweht« (rechts)


NATCHEZ UND VICKSBURG: ALTE SCHÖNHEITEN

Alteste Stadt Mississippis ist das direkt am Fluss gelegene Natchez. Vor dem Amerikanischen Burgerkrieg handelte es sich um die groste, reichste und wahrscheinlich schonste Stadt des Bundesstaates, die sich mit grosartigen Herrenhausern viel von ihrem historischen Charme erhalten hat. Richtige Juwelen sind das Longwood House, ein achteckiger Antebellum-Palast unter einer verspielten Zwiebelkuppel, und die ehemalige Pflanzervilla Stanton Hall. Vicksburg spielte im amerikanischen Burgerkrieg eine wichtige Rolle. Der ortlicheNational Military Park ist mit einer 16 Meilen langen Runde fur Geschichtsinteressierte von Interesse. Informative Schautafeln, Monumenten und Oldtimer-Kanonen dokumentieren eine entscheidende Schlacht im Sezessionskrieg.

MEMPHIS: DIE WIEGE DES BLUES UND ROCK’N’ROLL

Im »Sun Studio« nahmen viele Musiklegenden ihre ersten Platten auf


Ikonen der US-Musikgeschichte kreierten in Memphis in Tennessee mit Blues und Rock ‘n’ Roll zwei miteinander verwandte Musikformen. Als ≫Vater des Blues≪ feiert die Stadt den Komponisten, Trompeter und Bandleader W. C. Handy (1873–1958), in dessen bescheidenem Heim ein Museum eingerichtet wurde (352 Beale St., , US$ 6). Noch heute gilt die Beale Street in Downtown als prominenteste Musikmeile der Stadt mit mehreren einschlagigen Clubs und Lokalen. Ein Highlight aus der jungeren Stadtgeschichte ist mitGraceland das legendare Anwesen von Elvis (3734 Elvis Presley Blvd.,www.graceland.com , Elvis-Experience-Tour US$ 59). Legendenstatus haftet auch demSun Studio an, in dem Grosen wie B.B. King, Elvis Presley, Johnny Cash und Jerry Lee Lewis ihre ersten Platten aufnahmen (706 Union Ave.,www.sunstudio.com , US$ 14). Informativ und ergreifend sind die Ausstellungen und Videoprasentationen imNational Civil Rights Museum im ehemaligen ≫Lorraine Motel≪, in dem Martin Luther King 1968 einem todlichen Attentat zum Opfer fiel (450 Mulberry St.,www.civilrightsmuseum.org , Eintritt US$ 16).

TIPP: 5 Ausflugstipps für unterwegs

Elvis Presley’s 1955er »Purple Cadillac«


1 Im Städtchen Lynchburg südlich von Nashville liegt dieDestillerie von Jack Daniel’s . Hier wird der berühmte Tennessee-Whiskey hergestellt. Kurios: Lynchburg liegt in einem »trockenen« Landkreis, in dem Alkohol weder verkauft noch getrunken werden darf. Der Shop vonJack Daniel’s besitzt eine Sondergenehmigung (133 Lynchburg Hwy, Touren ab US$ 13, ).

2 In Huntsville, auch »Rocket City« genannt, entwickelte Wernher von Braun die Raumfahrtprogramme der NASA. Das heutige MuseumU.S. Space & Rocket Center lässt dieNASA-Geschichte lebendig werden (One Tranquility Base, , US$ 25).

3 Monumente, historische Stätten, Erinnerungen: In den 1950er- und 1960er-Jahren erlebte dieBürgerrechtsbewegung mit Boykotten und Protesten speziell in Birmingham (Civil Rights Institute , 520 16th St. N., , US$ 15) und Montgomery (Civil Rights Memorial Center , 400 Washington Ave.,www.splcenter.org/civil-rights-memorial , US$ 2) eine Hochphase.

Downtown Mobile: Historie und Moderne


4 Mobile an der reizenden Mobile Bay ist einStadtidyll mit Südstaatencharme . Wer für historische Antebellum-Paläste in von Eichen gesäumten Straßen schwärmt, ist in Alabamas charmanter Hafenstadt genau richtig.

5 Wer sich fürUS-Kriegsgerät aus dem 2. Weltkrieg interessiert, besucht in Mobile denBattleship Memorial Park , in dem u. a. das Kriegsschiff »USS Alabama« zu besichtigen ist (US$ 15, ).

Perfekt Planen


Ob Hotel, Flug, Mietwagen oder Pauschalreise. Wir weisen Ihnen den Weg zum günstigsten Anbieter

NASHVILLE: ZITADELLE DER COUNTRY-MUSIC

Wer in Nashville unterwegs ist, sollte »Tootsie’s Orchid Lounge« einen Besuch abstatten


Langst ist die Stadt zum Synonym fur Country Music geworden. ≫Schuld≪ daran ist in erster Linie dieGrand Ole Opry , aus der seit Jahrzehnten mit allem, was Countrymusik zu bieten hat, die alteste Radioshow der US-Rundfunkgeschichte ubertragen wird (2804 Opryland Dr., je nach Sitzplatz US$ 40–99). Die Sendungen begannen 1925, damals noch im historischenRyman Theater , das heute fur unterschiedliche Veranstaltungen genutzt wird (116 5th Ave. N.).

Quasi der Heilige Gral von Nashville ist dasCountry Music Hall of Fame & Museum , ein wahres Labyrinth aus Reminiszenzen an Leben und Werk der bedeutendsten Musiklegenden (222 5th Avenue S., , US$ 28).

Von der Kindheit uber seine Zeit in der Air Force bis uber die vielen Jahre seiner steilen Karriere fuhrt dasJohnny Cash Museum (119 3rd Ave. S., , US$ 20).

Auch abseits von Musik und Kulturgeschichte bietet Nashville Sehenswertes. Im von einer internationalen Ausstellung ubriggebliebenenParthenon Museum , dem 1897 masstabsgetreuen Nachbau des griechischen Parthenon-Tempels, steht eine riesige Skulptur der Gottin Athene (2500 W. End Ave., US$ 6,50).

Ein Stadtabenteuer in Nashville ist ohne einen Bummel durch Downtown nicht komplett. Aus fast jeder Honky-Tonk-Bar tont Livemusik.

TIPP ≫Tootsie’s Orchid Lounge≪ ist eines der altesten Musiklokale (422 Broadway).

INFO Südstaaten

Fläche: ca. 480.000 qkm.Einw.: knapp 20 Mio.

EINREISE
Deutsche, Österreicher und Schweizer – auch Kinder – benötigen für einen visumfreien USA-Aufenthalt bis zu 90 Tagen einen biometrischen Reisepass. Spätestens 72 Stunden vor Abflug muss man sich online anmelden (/, Gebühr US$ 14).

GELD
Eine Kreditkarte ist zur Automiete unverzichtbar und auch ansonsten praktisch. Bargeld gibt’s vom Bankautomaten.

KLIMA
In den Südstaaten herrscht subtropisches bis tropisches Klima, im Sommer mit heißen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Die angenehmsten Verhältnisse erwarten Sie im Frühling und Herbst. Hurrikan-Saison ist von Juni bis Oktober.

VERKEHRSMITTEL
Airportransfer: Vom New Orleans International Airport ins Zentrum per Taxi (US$ 36 für 2 Pers.) oder per Shuttle-Bus (US$ 44/Pers. return, ).
Mietwagen: Ein Kleinwagen ab Airport New Orleans ist ab € 197/Woche zu haben (Dertour , Meta-Preisvergleichwww.REISE-PREISE.de/mietwagen ).
Wohnmobil: Stationen zur Campermiete sind in der Region ausgesprochen dünn gesät. Der größte US-AnbieterCruise America besitzt Stützpunkte in Memphis, Nashville und Birmingham, aber nicht in New Orleans. Ein Standard-RV kostet in Nashville im Frühjahr für 14 Tage mindestens US$ 2.100–2.200, inkl. 1.400 Meilen (Cruise America , 201 Donelson Pike, 001-800-671- 8042,www.cruiseamerica.com ).
Bus: Eine Rundreise lässt sich auch mitGreyhound-Bussen realisieren (www.greyhound.com ). Preisbeispiele (Ab-Preise): New Orleans–Lafayette 3 Std., US$ 21; New Orleans– Memphis 10 Std., US$ 53; Memphis–Nashville 4 Std. US$ 17; Nashville–Mobile 10 Std., US$ 103; Mobile–New Orleans 2,5 Std. US$ 16.

KOST & LOGIS
Preisgünstige Kettenmotels gibt es in größeren Orten Fschon ab US$ 50, häufig in der Nähe von Ausfallstraßen und Interstate-Exits. Teurere Hotels in touristischen Zentren bieten generell einen gehobenen Standard (DZ ab US$ 130). B&Bs sind über das ganze Land verteilt und nicht selten teuer.

Essengehen kann ein Erlebnis sein. Zu den Südstaatenklassikern gehört das rustikale EintopfgerichtGumbo (US$ 11–13), gebunden mit Okraschoten, häufig mit Shrimps. Eine typische Cajun-Spezialität ist das scharfe, etwas säuerliche ReisgerichtJambalaya , das mit Gemüse, Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten geschmort wird (ab US$ 5). Seafood-Liebhaber stehen aufCrawfish , eine kleine Flusskrebsart, die zumeist wie Hummer gekocht in Eimern auf den Tisch kommt (ab US$ 18–20). Softdrinks gibt’s ab US$ 2, ein Bier für US$ 2,50–4,50.

REISEVERANSTALTER
Eine Veranstalterauswahl finden Sie auf Seite 64.

DAS KOSTET DER FLUG

Kurze Flugdauer, korrekte Preise: Nach Angeboten vonFinnair (ab € 469),British Airways (ab € 539),KLM/Air France undUnited Airlines (ab € 542) sollte man zu allererst gucken. AuchAir Canada (ab € 727) ermöglichst eine schnelle Anreise.

Flug ab € 469

Preise ermittelt über
World-of-Flights.de

IN 21 TAGEN DURCH DEN SÜDEN

Unsere Mietwagen-Rundreise durch Louisiana, Mississippi, Tennessee und Alabama gibt auf rund 2.650 Kilometern Einblicke in die bewegte Geschichte der Sudstaaten.

DIE ROUTE
New Orleans–Houma–Lafayette–New Orleans– Baton Rouge– Natchez–Vicksburg–Memphis–Nashville– Lynchburg–Huntsville–Birmingham–Montgomery– Mobile–New Orleans

Schöne Unterkünfte entlang der Route

New Orleans: Flair Das historisch-charmante »Magnolia Mansion« liegt im vornehmen Garden District (2127 Prytania St., 001-504-4129500, ; EZ/DZ ab US$ 133 ÜF).
Flair Komfortable, individuell gestaltete Zimmer und eine familiäre Atmosphäre hat das farbenfrohe »Creole Gardens Guesthouse and Inn« außerhalb des Zentrums (1415 Prytania St., 001-504-5698700,http://creolegardens.com ; EZ/DZ ab US$ 125/148 ÜF).
Great River Road: Museales Ambiente und zugleich modernen Komfort bietet die »Nottoway Plantation« (31025 Hwy.1, White Castle, 001-225- 5452730,www.nottoway.com ; EZ/DZ ab US$ 148, als Package »Breakfast & Tour« ab US$ 188). Edel-restaurant, Pool, Spa.
Lafayette: Ein Plantagenhaus ist das »Mouton Plantation« (338 N. Sterling St., 001-337-2337816,www.moutonplantation.com ; EZ/DZ ab US$ 130 ÜF). Typische Cajun-Wohnkultur zeigt das »T’Frere’s House B&B« (1905 Verot School Rd., 001-337-9849347,www.tfrereshouse.com ; EZ/DZ ab US$ 123/152 ÜF).
Natchez: Eine charmante Südstaatenvilla ist die »Brandon Hall Plantation« (73 Natchez Trace Pkwy, 001- 601-3041040,www.brandonhallplantation.com , EZ/DZ ab US$ 161 ÜF).
Memphis: Das »Magnolia Grove« ist eine wunderschöne Residenz in Hernando, 20 Autominuten südlich vonGraceland (140 E. Commerce St., 001-662-4292626,www.magnoliagrove.com ; EZ/DZ ab US$ 88 ÜF).
Nashville: Das Preisniveau in der Stadt ist gehoben. »Big Bungalow B&B« liegt in einem ruhigen Wohnviertel, ins Zentrum sind es 20 Minuten zu Fuß (618 Fatherland St., 001-615-2568375,www.thebigbungalow.com , EZ/DZ US$ 170–275 ÜF).
Huntsville: Ca. 5 Autominuten außerhalb der Stadt liegt das charmante »Dogwood Manor B&B« (707 Chase Rd. NE, 001-256-8593946,www.dogwoodmanorbandb.com , EZ/DZ ab US$ 97). Ohne Frühstück!
Mobile: Das »Malaga Inn« in der Altstadt ist ein nettes Boutiquehotel mit einem reizenden Innenhof mit Springbrunnen (359 Church St., 001-251-4384701,https://malagainn.com ; EZ/DZ ab US$ 113 ÜF).


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