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VdRF Die Medienwächter


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Gong - epaper ⋅ Ausgabe 7/2022 vom 11.02.2022

Organ des Verbandes der Rundfunkhörer, Fernsehteilnehmer und Mediennutzer e.V.

„Wetten dass..?“ kommt wieder

Ein gelungenes Comeback für Thomas Gottschalk. Die Jubiläumssendung „Wetten, dass..? im November 2021 sahen mehr als 14 Millionen Menschen im ZDF, nun hat der Mainzer Sender entschieden, auch 2022 und 2023 je eine Ausgabe zu produzieren.

ZDF-Unterhaltungschef Oliver Heidemann präsentierte sichtlich stolz die Neuigkeit bei einer Pressekonferenz: Gottschalk kommt zurück. „Gemeinsam mit Thomas Gottschalk haben wir uns entschlossen, die Geschichte von ‚Wetten, dass..?‘ weiterzuschreiben“, so Heidemann und sprach die Einladung an das Publikum aus, ab sofort wieder Wettideen einzusenden. „Bagger hatten wir schon“, sagte der Unterhaltungschef gleich abwehrend, weil in der Sendung zum 40-jährigen Jubiläum bereits eine Baggernummer eingebaut war und die Erdbewegungsgeräte in der Vergangenheit bei den ...

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Comeback für Thomas Gottschalk
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... Wetten deutlich überrepräsentiert waren.

Die Finanzen veranlassten Gottschalk sicher nicht, nochmal bei „Wetten, dass...?“ anzutreten. Sein jährliches Einkommen wird immerhin auf etwa fünf Millionen Euro geschätzt, das Vermögen soll 90 Millionen Euro betragen (so schätzte das Magazin „Chip“). Nein, Gottschalk ist zweifellos der talentierteste Showmaster im deutschsprachigen Live- Fernsehen.

Bleibt die Frage nach der Zögerlichkeit des ZDF, „Wetten, dass..?“ endlich wiederzubeleben. Vermutlich haben die redaktionsinternen Skeptiker und Kritiker die Oberhand gehabt. Sie wurden mit dem überragenden Retro-Erfolg von „Wetten, dass..?“ aus Nürnberg überstimmt.

Als Trost sei dem ZDF für künftige Fälle eine Weisheit von Karl Valentin empfohlen: „Mögen hätten wir schon gewollt, aber dürfen haben wir uns nicht getraut“.

Mediatheken aufräumen

„Was nützt es uns, wenn wir 400 Dokus im Jahr produzieren – aber vieles davon in der Mediathek kaum genutzt wird“, meinte Jörg Schönenborn, Programmdirektor Information, Fiktion und Unterhaltung des WDR im Interview mit dem Branchenmagazin „dwdl. de“. Weil Menge kein Qualitätskriterium sei, so Schönenborn, müsse das Angebot der Mediatheken aufgeräumt und verändert werden.

Ein Auszug aus dem Interview: „Im Fernsehprogramm sind wir bei der mittleren Zielgruppe der 35- bis 55-Jährigen auch nachhaltig vorangekommen. Aber ein Blick auf unsere Nutzerinnen und Nutzer zeigt: Unsere Herausforderung liegt in den Generationen darunter, die in sich noch viel diverser sind und ein anderes Mediennutzungsverhalten zeigen.

Wir haben jetzt einen richtig starken Aufschlag für jüngere Frauen. Für die Mediathek sind in 2022 rund fünfzig neue Projekte in Arbeit. Und ein größerer Teil davon hat jüngere Frauen im Blick, aber auch Menschen mit Migrationshintergrund. Das sind zwei der Gruppen, die wir mit neuen Angeboten gewinnen wollen“.

Missbrauch privater Daten

Christa Reise-Zunft aus Stuttgart bestellte im März 2021 mehrere Kissenfüllungen bei Kaufland im Internet. Einige Zeit später landeten ihre Post und Mailadresse sowie die Kaufrechnung und ihre Bestelldaten im Netz und waren damit öffentlich zugängig, wie das ARD-Magazin „Plusminus“ recherchierte. „Ich denke, die Daten sind geschützt. Die Plattformen müssen die Leute doch darüber benachrichtigen“, wird Christa Reise-Zunft im TV-Magazin zitiert. Doch das war ein Irrtum.

Die großen Handelshäuser in Deutschland, wie Otto, Kaufland oder Mediamarkt bieten ihre Produkte auch auf sogenannten Plattformen im Internet an. Sogenannte Schnittstellen-Dienstleister übernehmen die Warenwirtschaftssysteme der Handelshäuser und verarbeiten die Bestelldaten der Kunden für die Händler. Doch bei einem der Schnittstellen-Dienstleister existierte ein Datenleck und die Kundendaten von Otto, Kaufland (früher Real), Mediamarkt, Check24, Tyre2, idealo, Hood und Crowd fox wurden öffentlich zugänglich, wie eben die Daten von Christa Reise-Zunft.

Tatsache ist, wie Plusminus darstellte, dass die Marktplätze datenschutzrechtlich nicht verantwortlich seien. Die Händler seien die direkten Vertragspartner der Kunden und deshalb für den Schutz der Kundendaten verantwortlich. Die Größenordnung ist beeindruckend.

Mehr als eine Million Datensätze von schätzungsweise mehr als 700.000 Nutzern bundesweit sind seit Jahren ungeschützt im Internet aufzufinden, darunter Post- und Mailadresse, Bestellinformationen, Telefonnummern und teilweise sogar Bankverbindungen.

Die zuständigen Datenschützer der Bundesländer untersuchen den Fall um das Datenleck. Wer prüfen will, ob seine eigenen Daten missbraucht wurden, kann dies über die Seiten „Identity Leak Checker“ des Hasso-Plattner-Instituts oder der Webseite „Have I Been Pwned?“ durchführen. Betroffene können sich auch direkt beim Landesschutzbeauftragten von Baden-Württemberg über die zentrale Mailadresse poststelle@lfdi.bwl.de melden.

Medienumschau

Wegen steigender Corona-Zahlen warnte der Südwestrundfunk (SWR) Ende Januar vor einem möglichen Einschnitt in die Programme. „Auch bei uns im SWR drohen erhebliche Personalengpässe durch Infektionen und Quarantäne“ zitierte das Branchenmagazin „digitalfernsehen.de“ den Intendanten des Senders, Kai Gniffke. TV-Programme könnten Landesnachrichten gemeinsam senden und Regionalstudios sich gegenseitig unterstützen, so der Intendant.

Viel Ärger löste ein Interview mit Markus Kurze, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, aus, indem dieser forderte, dass „langfristig der Sender Das Erste als eigenständiger Kanal abgeschafft“ gehöre. Statt „abschaffen“ sei „umwandeln“ richtig, korrigierte der Politiker laut Medienberichten seine Aussage und meinte, das ARD-Programm solle mehr zu einem „Schaufenster der Regionen“ entwickelt werden, inde Produktionen einzelner Rundfunkanstalten mehr Sendezeit bekämen.

Mit heftiger Kritik reagierte die Opposition auf Pläne des britischen Premierministers Boris Johnson, die Rundfunkgebühr für den staatlichen Sender BBC zu streichen und staatliche Gelder für den Sender einzufrieren. Kultusministerin Nadine Dorries kündigte nach englischen Medienberichten an, die Gebühr 2027 abzuschaffen. Die BBC nimmt jährlich rund 3,83 Milliarden Euro ein, für jeden Haushalt in Großbritannien beträgt die jährliche Gebühr rund 191 Euro.

Die BBC, 1922 gegründet und damit ältester nationaler Rundfunksender der Welt, produziert 12 analoge und digitale Hörfunkprogramme, 14 inländische Fernsehprogramme und unterhält 18 Auslandssender. Mittlerweile gibt es rund 300 regional unterschiedliche Programme in DAB+. Ein neuer Sendersuchlauf kann lohnen!

@TIPPS FÜRS INTERNET

Für viele Nutzer des Internets ist es schwierig, sich die verschiedenen Passwörter zu merken. Das „Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik“ (BSI) gibt Infos zur Erleichterung:

Sichere Passwörter für alle Onlinekonten sind essenziell. Im Alltag fällt es vielen Menschen jedoch schwer, sich komplexe und lange Passwörter zu merken. Aus diesem Grund zählen „123456“, „hallo“ und „Passwort“ immer noch zu den am häufigsten vorkommenden Kombinationen.

Ein Passwort-Manager hilft dabei, verschiedene, komplexe Passwörter zu verwalten. Wie funktioniert ein Passwort-Manager? Passwort-Manager sind Programme, die Benutzernamen und Passwörter verwalten. Mittels Verschlüsselung und eines komplexen Masterpassworts verwahren Passwort-

Manager die Passwörter sicher. Der Vorteil liegt auf der Hand: Anstelle von vielen verschiedenen Passwörtern muss sich nur noch eins gemerkt werden. Viele Webbrowser bieten bereits einen integrierten Passwort-Manager an, der ohne großen Aufwand genutzt werden kann. Einmal eingerichtet, agiert er eigenständig und das Programm wird beim Aufrufen einer Website aktiv, sofern dort Zugangsdaten benötigt werden.

Nachteile des Passwort-Managers: Beim Vergessen des Masterpassworts sind im schlechtesten Fall alle Daten verloren: Das bedeutet oftmals viel Arbeit, da die einzelnen Zugänge zu den Konten individuell wiederhergestellt werden müssen. Alle Passwörter können auf einmal gestohlen werden, sollte ein Cyber-Angriff auf einen Passwort-Manager erfolgreich sein.

Für Ihre hochsensiblen Inhalte sollten Sie im Passwort-Manager am besten einen erweiterten Schutz einrichten. Dieser lässt sich durch die Einrichtung eines zweiten Faktors bei wichtigen Accounts realisieren. Weitere Infos unter www.bsi.bund.de/DE/Themen

Die Welt is narrisch worn

Wenn Monika Gruber zuschlägt, dann geht ein Bühnenprogramm los – vom Feinsten. Und so legt „die Gruberin“ in ihrem sechsten Soloprogramm so richtig los mit dem Schimpfen und Granteln, mit hintergründigem Humor und großkarierten Bosheiten. „Die Welt is narrisch worn“ meint Monika Gruber und konzentriert sich auf die menschlichen

Schwächen des gesellschaftlichen und politischen Alltags. Genießen sie das Programm von Monika Gruber mit einem CD-Hörbuch, das unter allen Anrufern verlost wird. Einfach bis zum 2. März die Telefonnummer 081 23/991 95 60 anrufen, Namen, Adresse, Telefon und das Stichwort „Monika Gruber“ aufs Band sprechen. Der VdRF wünscht viel Glück für den Gewinn und entspannendes Ver- gnügen beim Anhören.

„Die Liebe Geld“

Was sich im Titel des Bühnenstücks nach einem sprachlichen Fehler anhört, ist die konsequente Umsetzung einer Kunden-Bank-Beziehung, die so ganz anders als üblich daherkommt. „Selten wurde mit so viel Witz und abgründiger Komik in die Seele allmächtiger Banker und ihrer ohnmächtigen Kunden geblickt wie in dieser klugen Komödie“, kündigt die „Komödie im Bayerischen Hof“ in München diese neue Eigenproduktion an. Julia Uttendorfer, Michael von Au, Axel Pape und Bianca Hein (v. l.) bieten dem Publikum ein Spiel um Geld und gute Worte, um Finanzen und Kreditsysteme, mit einem Wort, den Umgang mit dem schnöden Mammon. VdRF-Mitglieder können die Vorstellungen zu ermäßigten Preisen besuchen. Bitte bestellen Sie Ihre Gutscheine (Anzahl angeben!) telefonisch unter 081 23/991 95 60 (bitte Name, Telefon, Adresse und Stichwort „Die Liebe Geld“ angeben).