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Verbraucher: Bitte wachsam sein 3 neue Betrüger-Tricks


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 03.01.2020

Sascha (48):
Meine Telefonnummer wurde missbraucht

Julia Rehberg

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Juristin bei der Verbraucherzentrale Hamburg

Als Lehrerin Sascha Prößler (Foto r.) aus Bremen von der Arbeit nach Hause kommt, ist sie fassungslos: Sie kommt nicht mehr in ihr Haus, das Schloss wurde ausgetauscht. Dann der Schock: Die Polizei hat ihr Haus durchsucht, Laptops, Tablets und Smartphones beschlagnahmt. „Ich wusste gar nicht, was los ist“, erinnert sich die Mutter von drei Kindern. Dann findet sie heraus: Zu ihrem Mobilfunkvertrag gehört auch eine Festnetznummer, diese wurde unerlaubt genutzt. Eine Firma, der vorgeworfen wird, Betrug mit Autos begangen zu haben und damit einen Schaden von 250 000 Euro verursacht hat, benutzte Saschas Nummer auf deren Internetseite. So wurde die Polizei auf die Lehrerin aufmerksam. Aber wie kam die „geklaute“ Nummer dorthin? Sascha Teuber, ihr Anwalt, erklärt: „Wir gehen davon aus, dass die mutmaßlichen Betrüger eine willkürliche Nummer eingesetzt haben, die zufällig mit der von Frau Prößler übereinstimmt.“

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Sascha Prößler wurde unschuldig zur Verdächtige


Expertin Julia Rehberg:
Leider nimmt der sogenannte Identitätsklau immer weiter zu. Einen generellen Schutz davor gibt es nicht. In jedem Fall Strafanzeige erstatten.

Polizistin Anja Dierschke:
Telefonnummern, auch alte Handynummern, die man nicht mehr nutzt, sollte man löschen lassen. Bei Telefonbucheinträgen ist das auch möglich.

Bettina (33):
Gauner wollten an meine Netflix-Daten

Seit zwei Jahren ist Bettina Leißner* (33) Kundin des Streamingdienstes Netflix, schaut so Filme und ihre Lieblingsserien. Vor ein paar Tagen bekommt die Angestellte eine E-Mail. „Angeblich würde mein Konto in 48 Stunden auslaufen. Damit das nicht passiert, sollte ich auf einen Link klicken“, erzählt sie. „Das kam mir merkwürdig vor, ich habe die Mail ignoriert.“ Richtig so, denn: Betrüger schicken solche E-Mails, wollen damit Daten abgreifen. Der Link führt zu einer gefälschten Seite. Dort wird zunächst nach den Nut- zerdaten und dann auch nach Anschrift und Bezahlinformationen gefragt.

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Vorsicht bei E-Mails, die im Namen von Netflix verschickt werden


Netflix warnt: Netflix fragt niemals per E-Mail nach personenbezogenen Daten wie Kreditkartennummer oder Passwörtern.

Verbraucherschützerin Julia Rehberg: Lassen Sie sich von solchen Mails nicht einschüchtern. Sofort löschen. Geben Sie nie sensible Daten preis, öffnen Sie keine Links oder Dateianhänge. Sollten Sie unsicher sein, fragen Sie direkt bei dem jeweiligen Anbieter oder Dienst nach.

Susanne (66):
Teppichreiniger lockte mit falschem Preis

Nur sieben Euro pro Quadratmeter: Als Susanne Kramer* (66) dieses Angebot einer Teppichreinigung liest, greift sie zu, will ihre Teppiche säubern lassen. Der Teppichreiniger verwickelt sie in ein Gespräch. Susanne unterschreibt, sieht später: Sie soll 7700 Euro bezahlen, 730 Euro pro Quadratmeter! „Ich war schockiert, und habe angerufen, dass ein Fehler vorliegt.“ Der Händler sagt, eine Stornierung sei nicht möglich, die Reinigung in vollem Gange. Susanne versucht zu verhandeln, zahlt schließlich 5000 Euro. Die Teppiche hat sie bis heute nicht zurück, obwohl sie mehrfach dazu schriftlich aufforderte.

Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg: Immer vorab mehrere Angebote einholen. Ist eines viel günstiger als die anderen, skeptisch werden.

Anja Dierschke, Sprecherin der Polizei Berlin: Wenn es später zu Vertragsstreitigkeiten kommt, Hilfe bei einem Rechtsanwalt suchen.

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Trotz mehrfacher Aufforderungen gab es den Teppich bis heute nicht zurück


SPRECHSTUNDE

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LVerbraucher-Experte Maik Heitmann beantwortet Ihre Fragen zu Recht, Steuern, Rente und Geld. Der Anruf ist kostenlos.

Nächste Sprechstunde: 6. Januar 2020, 14 bis 17 Uhr Tel. 0800/988 0 988


Fotos: Sybill Schneider, Plainpicture, Shutterstock VZHamburg/Patrick Piel

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