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Verbraucher: Neue Beauty-Urteile: Haarschnitt gefällt nicht! Den Friseur verklagen?


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 18.01.2019

Eine 34-Jährige aus Wittenberge hat gerade Anzeige wegen Körperverletzung erstattet, weil ihre Frisur kürzer ausfiel als gewollt – die Polizei ermittelt noch


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 4/2019

Haare zu kurz, zu rot – Schockmomente beim Friseur hat wohl jeder von uns schon mal erlebt


Oh Gott, wie sehe ich denn aus?“ Oder: „Für den Schnitt solltest du Schmerzensgeld verlangen.“ Solche Sprüche kennen viele. Eine unzufriedene Kundin in Wittenberge (Brandenburg) machte im Dezember 2018 ernst und schwärzte ihre Friseurin bei der Polizei an. Wegen ...

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... Körperverletzung! Was war passiert? Sie hatte ein Foto mitgebracht, wünschte sich genau diesen Schnitt. Doch die Haare wurden viel zu kurz. Extensions sollten das Unglück retten, aber davon bekam die Kundin Kopfschmerzen. In diesem Fall ermittelt nun noch die Polizei – aber wie ist das grundsätzlich? Meist gilt: Hat der Beauty-Experte nachweislich gepfuscht, ist Schmerzensgeld drin. 4 Urteile:

Rot statt Braun: Model kriegt Schadensersatz

► Es sollte ein warmer, braungoldener Farbton werden. Doch als das Model im Friseursalon das Handtuch abnahm, waren ihre Haare rot. Auch zwei weitere Färbe-Versuche schlugen fehl. Daraufhin verklagte sie die Inhaberin des Salons auf Schadensersatz: Weil ihre Haare durch die Prozedur dauerhaft kaputt waren und auch keine andere Farbe mehr annahmen, entgingen ihr als international tätiges Model Aufträge. Das Landgericht Köln sieht das auch, verhandelt noch über die Höhe der Entschädigung(Az. 4 O 381/16).

Lidstrich falsch gesetzt: 2500 Euro Schmerzensgeld

► Jeden Tag schminken und abschminken? Unnötig, wenn es doch Permanent-Make-up gibt, dachte eine Kundin und ließ sich von einer Fachkosmetikerin auf dem Ober- und Unterlid Lidstriche tätowieren. Doch nach sechs Jahren hatten sich die unteren Lidstriche unschön verbreitert. Die Kundin gab der Kosmetikerin zwei Mal die Chance zur Korrektur, blieb unzufrieden und klagte. Das Amtsgericht München entschied: Die Kosmetikerin muss2500 Euro Schmerzensgeld zahlen und für alle zukünftigen Folgeschäden aufkommen. Denn die Behandlung war mangelhaft, die Linienführung der Lidstriche u. a. asymmetrisch(Az. 132 C 16894/13) .

Entzündung durch Veneers: Zahn arzt muss haften

► Eine Frau ließ sich Veneers im Oberkiefer einsetzen und bekam prompt eine chronische Zahnmarkentzündung, die weitere Behandlungen nach sich zog. Sie verklagte den Zahnarzt auf Schmerzensgeld. Die Richter vom Oberlandesgericht Hamm gaben ihr recht: Der Arzt muss8000 Euro zahlen, weil er seine Aufklärungspflicht verletzt hat. Er hätte das Risiko einer Zahnmarkentzündung nennen müssen(Az. I-3 U 205/10) .

Pigmentstörung nach Haarentfernung: 4000 Euro für Kundin

► In über 12 Sitzungen ließ sich eine Frau mit der IPLXenon-Lichtbehandlung ihre Bikini- und Intimzone enthaaren. Schon ab dem vierten Termin reagierte ihre Haut gereizt und gerötet, denn durch die Behandlung wurde eine bleibende Pigmentstörung ausgelöst. Das hat die Betreiberin des Schönheitsstudios zwar erkannt, aber trotzdem noch drei weitere Male behandelt. Die Kundin klagte, und das Amtsgericht Wuppertal war auf ihrer Seite: Die Betreiberin des Studios hätte sie über die Risiken aufklären und besonders die Behandlung bei den ersten Symptomen sofort abbrechen müssen. Nun ist sie verpflichtet,4000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen(Az. 94 C 28/11) .


Fotos: dieKLEINERT / Beate Fahrnländer